Schirmung Koaxialkabel auf Potentialausgleich

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Autor
Schirmung Koaxialkabel auf Potentialausgleich
Suche nach: potentialausgleich (972)

    







BID = 913014

Der Sascha

Stammposter



Beiträge: 464
 

  


Hallo zusammen,

ein Beitrag hier im Forum hat mich zum nachdenken angeregt.

Meine Sat-Schüssel sitzt um Dach.
Den Dachständer habe ich via 16mm2 mit dem Potentialausgleich verbunden.

Wie genau sieht es mit dem Koaxialkabel aus? Ich habe einen Quad-LNB. Die vier Leitungen habe ich jeweils direkt in eine Untenputzdose in den jeweiligen Raum geführt.

Muss die Schirmung der Leitungen auf den Hauptpotentialausgleich?



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gruß Sascha


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BID = 913032

Fraxxor2007

Gerade angekommen


Beiträge: 2

 

  

Die SAT-Kabel sollten ebenfalls mit dem PA verbunden werden.
Bild eingefügt

Diesen verbindest du mit mind. 4mm² mit dem Antennenmast, dort wo schon der 16mm² PA angeschlossen ist.
WENN mal was passiert und durch einen Blitzschlag fängt es an zu brennen bist du versicherungstechnisch auf der sicheren Seite.[/img]

BID = 913407

Dipol

Gesprächig



Beiträge: 158
Wohnort: Raum Stuttgart


Zitat :
Der Sascha hat am 12 Jan 2014 17:12 geschrieben :

Den Dachständer habe ich via 16mm2 mit dem Potentialausgleich verbunden.

Erdung und PA gehören zur Elektroanlage, wer an dieser Installationen durchführen darf steht im § 13 NAV.

Der 16 mm² Cu-Erdleiter wurde hoffentlich nicht nach alter Väter Sitte als Blitzeinleiter innen verlegt? Erdleiter einer Antenne sind nicht ungefährlicher als ein Blitzableiterdraht, daher sind gefährliche Näherungen zu Personen und anderen Leitungen einschließlich der Antennenkabel zu vermeiden. Aus DIN EN 62305-3 (VDE 0185-305-3) lässt sich als vereinfachte Faustformel für Blitzschutzklasse 3 und einen Erdungsdraht ableiten:

Trennungsabstand "s" = Länge "l" ab PA-Ebene bis Bezugspunkt * 0,04 in Luft und 0,08 durch und über feste Stoffe

Bei Wohngebäuden ist gewöhnlich eine ungefährliche Innenableitung nicht möglich und oft schon eine Ableitung an über die Fassade durch den Keller an eine innen angebrachte HES gerenzwertig. Metallische Hausteile, welche die Trennungsabstände unterschreiten, müssen zur Vermeidung zündender Lichtbögen an die Erdung mit angeschlossen werden.


Zitat :
Der Sascha hat am 12 Jan 2014 17:12 geschrieben :

Muss die Schirmung der Leitungen auf den Hauptpotentialausgleich?

Potenzialausgleich ja, aber in dieser Erdungsauführung nur "schleifenfrei" an den geerdeten Antennenträger.

Neue Dachantennen soll man möglichst nur noch nach dem Stand der Technik in geschützten Räumen wie der nicht erdungspflichtigen Schutzzone der Fassade oder in LPZ 0B einer getrennten Fangeinrichtung erstellen.

FRAGEN:
  • Die Haupterdungsschiene und die Anschlussklemme/Anschlussschelle an den Antennenträger sind blitzstromtragfähig?
  • Die Hauserdung ist funktionstüchtig?
  • Der Erdleiter ist ohne gefährliche Näherungen verlegt?
  • Metallische Hausteile mit zu geringem Trennungsabstand sind zur Vermeidung zündender Lichtbögen an die Erdung angeklemmt?


Der Einfachheit halber auch hier nochmals die Basisfolien für Antennenerdung und PA.












BID = 913540

Der Sascha

Stammposter



Beiträge: 464

Danke Dipol,

also im Klartext heißt das, wenn eine Satschüssel außen auf dem Dach montiert wird und dieses Dach keine Fangstange oder der gleichen besitzt ist es falsch den Dachständer der Satschüssel an den Potentialausgleich anzuschließen.

Wenn sich die Satschüssel in einer Schutzzone befindet geht das in Ordnung?
16 mm² Cu vom Potentialausgleich, an die Schrimung und dann an den Ständer?

Edit:
Zitat :
Potenzialausgleich ja, aber in dieser Erdungsauführung nur "schleifenfrei" an den geerdeten Antennenträger.


Was genau ist unter "schleifenfrei" zu verstehen.?



Zitat :
Die Haupterdungsschiene und die Anschlussklemme/Anschlussschelle an den Antennenträger sind blitzstromtragfähig?


hm... gute Frage, wo genau kann ich das ersehen?


Zitat :
Die Hauserdung ist funktionstüchtig?


Ja


Zitat :
Der Erdleiter ist ohne gefährliche Näherungen verlegt?


Nein, das 16mm² geht über den Dachboden.


Zitat :
Metallische Hausteile mit zu geringem Trennungsabstand sind zur Vermeidung zündender Lichtbögen an die Erdung angeklemmt?


Alles metallische das vorhanden war, befindet sich am Potentialausgleich.
Aus diesem Grund habe ich auch den Dachständer der Satschüssel angeschlossen.
War wohl ein Fehler.

Hatte beim Instalieren der Schüssel versucht den geforderten Abstand von 2m unter dem Dachfirst einzuhalten.








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[ Diese Nachricht wurde geändert von: Der Sascha am 16 Jan 2014 11:17 ]

BID = 913568

Dipol

Gesprächig



Beiträge: 158
Wohnort: Raum Stuttgart


Zitat :
Der Sascha hat am 16 Jan 2014 11:12 geschrieben :

16 mm² Cu vom Potentialausgleich, an die Schrimung und dann an den Ständer?

Ein Blitz nimmt aber die andere Richtung! Zur Vermeidung aller Unklarheiten die Reihenfolge bei Direkterdung in Blitz-Flussrichtung:
  1. Antennenträger
  2. Blitzstromtragfähig zertifizierte Klemme oder Rohrschelle
  3. 16 mm² Cu Erdungsdraht ohne gefährliche Näherungen außen auf Trennungsabstand abgeleitet
  4. Metallische Bauteile mit zu geringem Trennunsabstand (Dachrinne, Schneefanggitter, Fallrohr etc.) an den ungeschnittenen 16 mm² Cu anklemmen
  5. a) Optimal: Anschluss an eine außenliegende eigene Anschlussfahne an die Gebäudeerdung
    b) Suboptimal: Anschluss an eine innen befindliche blitzstromtragfähige Haupterdungsschiene
  6. Funktionstüchtige Hauserdung

Wie der PA erdungspflichtiger Antennen bei den verschiedenen Schutzarten auszuführen ist ergibt sich zweifelsfrei aus den Folien.


Zitat :
Was genau ist unter "schleifenfrei" zu verstehen.?

Die Frage dürfte sich durch das Edit erledigt haben. Nur soviel: Je größer die von einer Schleife aus Erdleiter, PA-Leiter oder beliebigen (Antennen-)Leitungen umfasste Fläche umso höhere Eintragungen induktiver Blitzströme sind möglich.

Das Ideal des schleifenfreien PA wird immer mehr insbesondere durch angeschlossene Endgeräte mit Schukostecker konterkariert und ist auch bei Verbindung von Sat.-Anlagen mit BK- oder Telefonnetzen nicht mehr umsetzbar. Die Tage des prinzipiell sinnvollen schleifenfreien PAs bei Direkterdung m. E. daher gezählt, irgendwann wird normativ die zusätzliche Vermaschung an die HES kommen.

Zitat :


Zitat :
Die Haupterdungsschiene und die Anschlussklemme/Anschlussschelle an den Antennenträger sind blitzstromtragfähig?


hm... gute Frage, wo genau kann ich das ersehen?

In den Katalogen oder Datenblätter der Herstellers.

Bislang kenne ich keinen Dachsparrenhalter mit einer blitzstromtragfähig zertifizierten Klemme und auch keine die optisch den Eindruck erweckt, dass sie auch nur einen 16 mm² Einzelmassivdraht egal welchen Querschnitts sicher fixieren könnte. Während bei DEHN nur Schienen mit Fahrstuhlklemmen blitzstromtragfähig zertifiziert sind, gibt dies OBO-Bettermann auch für Schienen mit wenig vertrauenswürdigen Minischrauben an.

Zitat :
Nein, das 16mm² geht über den Dachboden.

Mangels Problembewusstsein war diese Form der Blitzeinleitung Standard, als noch Stromzuführung über Dachständer und mit Röhren bestückten TV Standard waren. Während Oma und Opa die wenigen Endgeräte bei Gewitter noch ausgesteckt haben, lässt heute fast jeder die gesamte Elektronik angeschlossen.

Bei der aktuellen Geiz-ist-geil-Mentalität muss man ja schon froh sein wenn die Antennen wenigstens eine Innenerdung haben.

Zitat :
Hatte beim Instalieren der Schüssel versucht den geforderten Abstand von 2m unter dem Dachfirst einzuhalten.


Der Höhenunterschied zum First hat normativ und blitzschutztechnisch keinerlei Relevanz. Dachantennen sind grundsätzlich erdungspflichtig, lediglich Fassadenantennen die sich 2 m unterhalb der Dachrinne bzw. Dachkante befinden und max. 1,5 Wandabstand haben müssen nicht geerdet werden.

Bezüglich Antennenmontagen im nicht erdungspflichtigen Schutzbereich einer Fassade bzw. in LPZ 0B einer Blitzschutzanlage noch ergänzende Folien.


















BID = 913618

Der Sascha

Stammposter



Beiträge: 464

Danke Dipol,

dann werde ich wohl mal den Blitzschutz nachrüsten müssen.

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