Richtiges Kabel + Verteilen

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Richtiges Kabel + Verteilen
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BID = 1002130

lolthy

Gelegenheitsposter



Beiträge: 81
Wohnort: Leipzig
 

  


Guten Morgen,

ich plane gerade die Stromversorgung unseres Außenbereichs am Grundstück.
Neben dem Anschluss der Garage soll später auch mindestens eine Gartendose verbaut werden.

Die Ausgangslage ist folgende:
Vom Zähler ausgehend ist in etwa 15m Entfernung ein Zwischenverteiler mit 5x 4mm² angeklemmt. Dort ist ein FI verbaut, der über eine Phasenschiene mit Schutzschaltern verbunden ist. (6 sind ungeklemmt)

In die Garage soll zunächst ein weiterer Zwischenverteiler (weil die Gartenversorgung erst später erfolgen soll). Die Garage ist vom Zähler etwa 40m entfernt. Die Gartendose wird noch einmal 50m weiter verbaut.

Mit welchem Kabel realisiere ich das am Sinnvollsten?
5x4mm² oder 3x6mm². Ob ich in der Garage irgendwann mal Drehstrom benötige, weiß ich nicht. Über die Gartendose sollen elektrische Gartengeräte betrieben werden (1000-2000W)

Ist es sinnvoll, die Leitung direkt vom FI zur Garage zu legen, oder sollte ich die vorhandenen Leitungsschutzschalter nutzen?

Vielen Dank!



BID = 1002132

Offroad GTI

Urgestein



Beiträge: 12177
Wohnort: Cottbus

 

  


Zitat :
Ob ich in der Garage irgendwann mal Drehstrom benötige, weiß ich nicht
Vorsorgen ist bekanntlich besser, als heilen. Von daher würde ich in jedem Fall ein fünfpoliges Kabel verbuddeln. 4mm² Nennquerschnitt braucht es (jeweils) mindestens. 6mm² wären eher zu empfehlen, wenn es Richtung 2kW Maschinen geht.



Zitat :
oder sollte ich die vorhandenen Leitungsschutzschalter nutzen?
Ein FI ist keine Sicherung, von daher: JA, vom vorhandenen LSS. Ansonsten muss das Kabel nach der Sicherung vor dem FI dimensioniert werden.




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Theoretisch gibt es zwischen Theorie und Praxis keinen Unterschied. Praktisch gibt es ihn aber.

[ Diese Nachricht wurde geändert von: Offroad GTI am  6 Okt 2016 11:46 ]








BID = 1002144

lolthy

Gelegenheitsposter



Beiträge: 81
Wohnort: Leipzig

OK also 5 Adern! Macht 6mm² überhaupt Sinn, da vom Zähler kommend am Unterverteiler ja nur 4mm² anliegen?

Verbaue ich im neuen Unterverteiler wieder einen FI und dann mit Phasenschiene die einzelnen LS Schalter, oder kann ich mir den FI sparen und gehe direkt auf die LS Schalter?

BID = 1002158

elo22

Schreibmaschine

Beiträge: 1396
Wohnort: Euskirchen
Zur Homepage von elo22


Zitat :
lolthy hat am  6 Okt 2016 16:12 geschrieben :

OK also 5 Adern! Macht 6mm² überhaupt Sinn, da vom Zähler kommend am Unterverteiler ja nur 4mm² anliegen?

Ich würde das nicht alles hintereinander frickeln.

Lutz

BID = 1002166

Offroad GTI

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Beiträge: 12177
Wohnort: Cottbus


Zitat :
Macht 6mm² überhaupt Sinn, da vom Zähler kommend am Unterverteiler ja nur 4mm² anliegen?
Ja, macht es. Da wo die Leitung länger ist, braucht es einen größeren Querschnitt, um den Spannungsabfall einzuhalten.


Zitat :

Verbaue ich im neuen Unterverteiler wieder einen FI
Nein. Zwei FIs in Reihe werden nur bei verschiedenen Auslöseströmen verbaut.




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BID = 1002168

der mit den kurzen Armen

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Beiträge: 17336

ich würde direkt ab Hauptverteilung (Zähler ) bis zur Garage ein NYY-J 5*10mm² Cu verlegen Abgesichert wird diese Leitung in der HV mit 25 bis 35A Neozed! In die Garage kommt dann der FI + die nötigen Sicherungen für Garage und Gartensteckdose! Bei 50 m zur Gartensteckdose sollte dann schon 4mm² verlegt werden ! Ansonsten wirst du wenig Freude an deiner Gartensteckdose haben (Absicherung mit 6 A oder max 10 A sind nicht gerade das gelbe vom Ei) Und Gartengeräten mit Leistungen von 2 KW reichen 6 A bzw 10 A nicht!
Edit: so riesig sind die Preisunterschiede zwischen 6 mm² und 10mm² nicht Alternative wäre dann noch 16 mm² Alu Die Leitung verlegst du nur einmal und bist auch für die Zukunft auf der sicheren Seite! Auf Kannte nähen machen nur Schwaben ( ausgewiesene Schotten)

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Tippfehler sind vom Umtausch ausgeschlossen.
Arbeiten an Verteilern gehören in fachkundige Hände!
Sei Dir immer bewusst, dass von Deiner Arbeit das Leben und die Gesundheit anderer abhängen!

[ Diese Nachricht wurde geändert von: der mit den kurzen Armen am  6 Okt 2016 20:17 ]

BID = 1002315

lolthy

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Beiträge: 81
Wohnort: Leipzig

Ab Zähler ein neues Kabel wäre freilich das Beste, aber das ist nicht machbar, da der Aufwand zu groß wäre. immerhin müsste ich im frisch renovierten Innenbereich erneut aufstemmen usw. Nee nee, dann lieber die schwäbische Variante.

BID = 1002318

der mit den kurzen Armen

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Beiträge: 17336

Es ist Deine Entscheidung, mit den daraus resultierenden Nachteilen musst du leben nicht wir !
Zu mindestens würde ich in Deinem Fall dann ab der Verteilung mit 10mm² weitergehen. Auch wenn die Leitung vom Zähler bis zur Verteilung nur 4mm² hat !!

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BID = 1002375

Elektro Freak

Inventar



Beiträge: 3299
Wohnort: Mainfranken

2000 Watt sind etwas weniger als 10A. Diesbezüglich würde eine Absicherung mit C10 A ausreichen.

Hier würde man dann auch mit 4mm² knapp hinkommen.
Die 0,49% oder 1,12 Volt zu viel Spannungsfall kann man getrost unter den Tisch fallen lassen.

Ein Kupfergrab zu erschaffen ist ökonomisch und ökologisch nicht sinnvoll.

Also Material:

- C10 A LS-Schalter
- 3x 4mm²

Der LS-Schalter wird im bestehenden Veteiler NACH dem FI-Schutzschalter angeschlossen. Dann wird die neue Steckdose montiert. Nach der Montage wird eine Schutzmaßnahmenprüfung durchgeführt. Nicht vergessen den Ik zu messen!

Gut, günstig, praxistauglich und sicher.

P.S.: Diskussionen wegen den 0,49% werde ich ignorieren! Ich habe selbst eine Gartensteckdose mit 5% (!) Spannungsfall in Betrieb und an dieser laufen alle Geräte einwandfrei. Selbst Schweranlauf (Kompressor, Kreissäge) ist kein Problem.




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[ Diese Nachricht wurde geändert von: Elektro Freak am  9 Okt 2016  7:36 ]

BID = 1002381

Surfer

Inventar



Beiträge: 3083

Du kannst gerne Diskussionen ignorieren , aber einen Fragesteller auf eine nicht zugelassene Verfahrensweise bringen ist auch nicht das Gelbe vom Ei .

3% Spannungsabfall max. sind gefordert von der Einspeisung bis zur letzten Steckdose . Da gibts nichts dran zu rütteln . Was du für dich privat machst Freak steht auf einem anderen Blatt.

Surf

BID = 1002382

Elektro Freak

Inventar



Beiträge: 3299
Wohnort: Mainfranken

Das steht in der "Komfortnorm" DIN 18015. Bei Beauftragung eines Elektrounternehmens kann diese sogar mittels Unterschrift des Auftraggebers ausgeklammert werden.

Hatte meine Ausbildungsfirma immer gemacht, wenn es um sozialen Wohnungsbau, Zweckbau und ähnliches ging Die Auftraggeber wollten es nicht anders.

Sowas ist möglich, solange sich aus dem "Normenwidrigen Arbeiten" keine gefährlichen oder lebensgefährlichen Zustände bilden können, die Gefahr für Leib und Leben oder Sachwerte darstellen

Hier ergibt sich kein Nachteil, da die Verteilerzuleitung sowieso nur 4mm² hat. Die ordentliche Lösung mit separatem Verteilung und Einspeisung über ein 10mm² fällt ja leider flach

So hätte ich es bei mir realisiert. So könnte man jederzeit Drehstromsteckdosen und weitere Verbraucher nachrüsten. Vielleicht stellt man sich ja auch mal eine Gartenhütte oder einen Wohnwagen in den Garten.

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BID = 1002384

der mit den kurzen Armen

Urgestein



Beiträge: 17336

Freak was denkst du warum ich da auf 10mm² Hinweise? Ab der Unterverteilung ist dann der Spannungsfall wesentlich geringer bis zur Garage und mit 10 A kannst du eben nicht rechnen den auch in der Garage fliest da ein Strom . Dazu kommt noch das an der Gartensteckdose meist Motoren betrieben werden und da ist Cos Phi nur rund 0,8! Es besteht weiterhin die Möglichkeit die ersten 15 m bis zur UV später zu wechseln ohne nochmal die rund 30 m bis zur Garage aufzubuddeln! Und 50 m von der Garage bis zur Gartensteckdose ist auch eine Hausnummer mit 1,5mm ² kannst du das vergessen deshalb da mindestens 2,5mm² oder wie geschrieben 4mm² verlegen. Wir reden hier bei der Gartensteckdose von ca 120 m Zuleitung vom Zähler bis zum Verbraucher und nicht von 90 m! Der Spannungsfall ist dabei völlig wurscht , die Abschaltbedingungen müssen im Fehlerfall eingehalten werden !

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BID = 1002385

Elektro Freak

Inventar



Beiträge: 3299
Wohnort: Mainfranken


Zitat :

Der Spannungsfall ist dabei völlig wurscht , die Abschaltbedingungen müssen im Fehlerfall eingehalten werden !



Stimmt. Hatte auch schon mit 10% Spannungsfall einen Ik, mit dem ich die Abschaltbedingungen einwandfrei einhalten konnte.

Das muss halt vor Ort gemessen werden BEVOR man die Leitung kauft und verlegt. Ist der Ik am Zähler schon beschissen, so muss man sowieso einen größeren Querschnitt legen.

Zum Glück gilt für Verteilerzuleitungen eine Abschaltzeit von 5 Sekunden, da hat man immer etwas mehr Puffer. Für Endstromkreise gilt 0,2 Sekunden im TT und 0,4Sekunden im TN-Netz.

Wir hatten mit C10 noch nie Probleme bei der Gartensteckdose. Reicht für alle handelsüblichen Gartengeräte dicke.

Zur Sicherheit könnte man auch mit C13 absichern und 6mm² verlegen. Das kommt dann auch knapp hin. Bei C16 hätte man allerdings schon 6% Spannungsfall. Das würde zwar noch funktionieren, wäre aber nicht schön. Dementsprechend müsste ich nach DIN schon 10mm² verlegen, was für eine normale Steckdose einfach lächerlich viel ist.

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