Rechtliches: Erneuerung der Elektroinstallation in einer Mietwohnung

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Rechtliches: Erneuerung der Elektroinstallation in einer Mietwohnung
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BID = 531106

vik.fro

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Beiträge: 90
Wohnort: Berlin
 

  


Hallo liebe Forumgemeinde,

seit kurzem bin ich umgezogen und mit der Elektroinstallation in der neuen Wohnung höchst unzufrieden. Ich hatte im Vorhinein den Vermieter gefragt, inwieweit die Elektroinstallation erneuert wurde und er meinte, dass es alles nach neuestem Stand der Technik umgebaut wurde. Blauäugig hab ich das natürlich nicht schriftlich festhalten lassen...

Eine kurze Mängelliste (sicherheitstechnisch relevante, aber auch persönlich empfundene Mängel)

- Altbauinstallation, bei der einige Leiter nicht zuzuordnen sind. Beispiel: 3 Leiter, L1 und N sind erkennbar, dritte Leitung mit Multimeter gemessen 110 Volt zu L1 und 110 Volt zu N - Mit Duspol (Modell, was über LEDs 110 Volt anzeigen sollte, bei In=3,5mA) ist überhaupt nichts messbar. Leitung ist wohl weder Außenleiter noch irgendwie mit dem Erdpotenzial verbunden. 110 Volt wahrscheinlich induziert - aber eine sichere Aussage will ich da nicht treffen

- Bei der ersten Besichtigung fielen einige Schuko-Steckdosen auf, bei denen weder PE angeschlossen war, noch eine klassische Nullung vorgenommen wurde. Diesen Pfusch hatte ich aber sofort beseitigt

- Im Bad ist im Bereich 2 ein Auslaß an der Wand, an dem ein Spiegelschrank angeschlossen wurde (wahrscheinlich vom Vormieter). Die dazu benutzten Lüsterklemmen hängen offen direkt über dem Spiegelschrank - für eine in der Badewanne stehende Person direkt in Griffhöhe

- Bleiben wir im Bad: Die Badewanne ist über eine 3x1,5mm² NYM mit dem Potentialausgleich verbunden - Müsste doch eigentlich über eine Grün-Gelbe Leitung verbunden sein und nicht über eine Mantelleitung, in der alle möglichen Farben sind, oder?

- Keine RCDs in der gesamten Anlage (bis auf die Erweiterung zu meinem Arbeitstisch, die ich selbst installiert habe). Sicher zur Zeit der Anlagenerrichtung keine Norm gewesen, aber der Sicherheit sicherlich dienlich...

- Für die drei Zimmer der 96m² Wohnung und ihre Küche steht lediglich eine 10 Ampere Diazed zu Verfügung - Das Flurlicht hat der verantwortliche Elektriker damals aber großzügig auch mit 10 Ampere abgesichert... Verständlich, ist ja auch der einzige Raum ohne Fenster

- Nachträglich wurden noch 2 16er Automaten eingebaut, die die Waschmaschine und den Geschirrspüler versorgen. 5 x 1,5mm² NYM über 19,5m Aufputz verlegt, mit einem Spannungsabfall über Hin- und Rückleiter von 7,5 Volt... Zwar nicht ganz so schlimm, aber ein weiterer Beweis für den "Sachverstand" der zuständigen Elektriker - vor der Verdrahtung im dazugebauten Unterverteilerkasten grauts mir auch - Lüsterklemmen und wüste Leitungsverlegung

Naja, liesse sich bestimmt noch einiges aufzählen und auch finden, wenn ich weiter schreiben und suchen wollte... Steht aber fest, dass die Anlage irgendwann mal wohl halbwegs nach den damals gültigen Normen erbaut wurde und nachträglich massiv gepfuscht wurde bei Erweiterungen - Deswegen würde ich die Anlage gern von Grund auf erneuern - und zwar selbst erneuern, da der Hauselektriker des Vermieters nicht zu den Elektrikern meines Vertrauens gehört, auch wenn ich ihn noch nie persönlich erlebt habe - die Arbeitsergebnisse sind mir aussagekräftig genug. Nun ist die Frage, wie es rechtlich aussieht.

- Es ist eine Mietwohnung - Vermieter gehört nicht zur Klasse derer, die sich großartig kümmern
- Meine Wenigkeit ist Azubi zum Energieelektroniker und kennt Leute, die eine entsprechende Anlage am Ende abnehmen würden

Kann ich die Anlage einfach erneuern und am Ende abnehmen lassen? In welcher Form muss ich das dem Vermieter mitteilen? Kann ich gegen den Vermieter die Kosten geltend machen?

Achso: Ausziehen will ich nicht, da die Wohnung sonst zufälligerweise einen guten Zustand hat und ich auch schon einiges an Arbeit reininvestiert habe... Darüberhinaus günstig und gute Verkehrsanbindung... Und zu allerletzt würde mein Auszug ja nur dazu führen, dass irgendjemand anderes einzieht, der/die den Zustand der Anlage wahrscheinlich nicht einmal beurteilen kann und guten Gewissens alles mögliche dran anschliesst, bis

Für alle Tipps bedanke ich mich im voraus

BID = 531111

Mr.Ed

Moderator



Beiträge: 35280
Wohnort: Recklinghausen

 

  

Die Antwort lautet ganz knapp: Nein, du darfst nichts an der Anlage ändern da sie dir nicht gehört!
Kosten kannst du daher auch keine gegenüber dem Vermieter geltend machen. Im Gegenteil, der Vermieter kann Schadenersatzansprüche gegenüber dir geltend machen und theoretisch sogar den Rückbau in den vorherigen Zustand verlangen. Praktisch wird es so aussehen das du ihm die Neuinstallation schenkst ohne auch nur einen Cent zu sehen.

Also: Du musst das ganze leider so lassen wie es ist, lediglich sicherheitsrelevante Mängel muß der Vermieter beheben.

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-=MR.ED=-

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BID = 531128

Lightyear

Inventar



Beiträge: 7911
Wohnort: Nürnberg

Es gibt natürlich noch etwas, das Du machen kannst:
Erneuere die für Dich relevanten Anlagenteile auf eigene Kosten, nachdem Du eine schriftliche Genehmigung dafür vom Vermieter eingeholt hast.
Solange diese schriftliche Genehmigung nicht vorliegt, darfst Du rein gar nichts an der Anlage verändern.
Achtung: Du hast bereits an der Anlage gearbeitet (Steckdosenerweiterung / Falschanschluss beseitigt) - dadurch wirst Du haftbar sowohl für den Teil, den Du verändert hast, als auch für wesentliche Teile der Altanlage! Unter Umständen erlischt durch Deine Änderungen auch der Bestandsschutz (jaja, ich weiss...) der Anlage und es muss (wenigstens zum Teil) nach aktuellen Normen umgerüstet werden.

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Gruß aus Nürnberg,


Lightyear


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BID = 531129

vik.fro

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Beiträge: 90
Wohnort: Berlin

Danke für die schnelle Antwort. Was ist eigentlich unter

Zitat :

Praktisch wird es so aussehen das du ihm die Neuinstallation schenkst ohne auch nur einen Cent zu sehen.

zu verstehen? Das in der Praxis seitens des Vermieters meistens auf den Schadensersatzanspruch verzichtet wird?
Würde ich mich bei einer Neuinstallation rechtlich (natürlich bei fachgerechter Ausführung) lediglich in Bezug auf Schadensersatz schuldig machen oder würde ich als angehende Fachkraft keine Zulassung mehr kriegen können?

Und nochmal Danke im voraus.

Edit: Danke auch nochmal an Lightyear für die Antwort, Post schon vor erscheinen dieser angefangen... Würde mich aber trotzdem interessieren, wie es da aussieht - werde aber dann doch den legalen Weg gehen. Zur Anlagenveränderung: Meiner Meinung nach keine wesentliche Änderung, da keine Leitungen ersetzt / durchtrennt wurden. Die Erweiterung zum Arbeitstisch ist von einer Steckdose abgezweigt. Ansonsten ist die Situation im Bad mit Potentialausgleich über NYM 3x1,5 bei mir sowieso auf der Abschussliste - das muss dann aber der Vermieter fachgerecht ausführen lassen, da ich keinen Zutritt zur Potentialausgleichsschiene habe.


[ Diese Nachricht wurde geändert von: vik.fro am 28 Jun 2008 16:03 ]

BID = 531131

Mr.Ed

Moderator



Beiträge: 35280
Wohnort: Recklinghausen

Da wird die Leitung auch nicht hingehen. Die wird von der Wasserleitung zur Wanne führen und das andere Ende wird hinter den Fliesen versteckt sein.
3x1,5 vermutlich weil der Klempner nichts anderes hatte oder die gerade noch auf der Baustelle rumlag.
Der Vermieter wird dir also auch in diesem Fall was husten. Der wird wohl kaum die Wände aufstemmen weil dir eine nicht sichtbare Leitung, die übrigens noch nicht einmal mehr vorgeschrieben ist, farblich nicht zusagt.

Willkommen in der Realität deutscher Wohnungen die leider etwas anders aussieht als in Schulbüchern theoretisch beschrieben

Das du durch die ausgeführten Arbeiten mittlerweile für die Anlage haftbar bist, hat Lightyear ja schon geschrieben.

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-=MR.ED=-

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BID = 531154

ego

Inventar



Beiträge: 3093
Wohnort: Köln

Haftbar hin oder her:
Das muss ihm erstmal nachgewiesen werden, das er das war(wird dem Vermieter schwer fallen, da ein Messprotokoll vor dem einzug nicht erstellt wurde).

BID = 531162

sam2

Urgestein



Beiträge: 35330
Wohnort: Franken (bairisch besetzte Zone)

Na, dafür, daß dies bekannt wird, sorgt er wohl schon selber.

Ich hab aber noch nen ganz anderen Verdacht. So von wegen der Meßergebnisse:
Kann es evtl. sein, daß es sich um ein Dreiecksnetz handelt?
In Teilen von Berlin gibts das m.W. noch!
Also 3x(127V/)230V statt 3x230V/400V.
Dann wäre der Versuch mit der klassischen Nullungsbrücke ein sehr gefährliches, aber typisches Eigentor...

Mach doch mal bitte Fotos von der Unterverteilung. Dann kann man weitersehen.

Zum Rechtlichen wurde soweit schon alles gesagt.

_________________
"Das Gerät habe ich vor soundsoviel Jahren bei Ihnen gekauft! Immer ist es gegangen, immer. Aber seit gestern früh geht es plötzlich nicht mehr. Sagen Sie mal, DA STIMMT DOCH WAS NICHT???"

BID = 531177

vik.fro

Gelegenheitsposter



Beiträge: 90
Wohnort: Berlin

Danke ersteinmal für alle Antworten und so ganz willkommen fühle ich mich ohne RCD und so eigentlich nicht

Naja, zum Dreiecksnetz:

Habe gerade keine Digicam zur Hand. Im Tabellenbuch finde ich keine eindeutige Aussage, was ein Dreiecksnetz ist, allerdings vermute ich aufgrund der Aussagen, dass 3 x 127 Volt zur Erde eingespeist werden und zwei davon in Reihe geschaltet werden müssten um auf 230 Volt gegen Erde zu kommen?
Eine Messung mit dem Duspol ergab jedenfalls, dass es von Heizungskörper (ist wohl am Hauptpotenzialausgleich) zur Phase ein Potenzial von 230 Volt gibt. Zum PE ist das Potenzial erwartungsgemäß 0 Volt. Droht aus irgendeinem Grund hier Gefahr? Ich werde die Bilder der Unterverteilung nachliefern, sobald ich eine Digicam in die Hand kriege.

Edit: zu Mr.Eds Beitrag: Die Leitung ist zumindest bis zum Eintrittspunkt in die Fliesen sichtbar NYM-3x1,5mm². Der Vermieter würde auch hüsteln, wenn ich ihn auf (damals) nicht vorhandene PEs an Schuko-Steckdosen aufmerksam machen würde. Der wird auch hüsteln, wenn ich ihn auf den Auslaß im Bereich 2 des Bads aufmerksam mache (was für mich auch mit gutem Willen nicht nachvollziehbar ist)... Ich glaub kurz gesagt, der hüstelt bei allem, was irgendwas mit irgendwelchen von der Bundesdruckerei bedruckten Scheinen zu tun hat.

Gruß und vielen Dank weiterhin,
Vik.

[ Diese Nachricht wurde geändert von: vik.fro am 28 Jun 2008 21:30 ]

BID = 531187

Trumbaschl

Inventar



Beiträge: 7467
Wohnort: Wien

Wenn für die neue Anlage ein Abnahmeprotokoll existiert, kann der Vermieter IMO nur den Eingriff in die Mietsache verfolgen, alles andere schwerlich.
Ich weiß nicht wie grenzdebil deutsche Vermieter sind, in Österreich wäre keiner auch nur im Traum so blöd, einen mieter für die kostenlos sanierte Elektroinstallation zu belangen, schon gar nicht wenn es ein Protokoll gibt (etwas, das ich in meiner Karriere erst ein einziges Mal gesehen habe und das war bei einer gewerblichen Anlage, einem Planungsbüro für Elektrotechnik in dem mindestens 2, wenn nicht mehr Elektromeister sitzen).

"Leicht" cholerisch würde ich aus Vermietersicht nur, wenn die Anlage offensichtlich verbastelt ist. Hier ist aber eindeutig der umgekehrte Fall...

Deine Meßergebnisse klingen definitiv nach 230/400V-Netz. Gegen 133/230V spricht auch die Tatsache, daß es pro Stromkreis nur eine Sicherung gibt - zumindest bei den alten Diazeds würde man da erwarten, daß jeder L abgesichert ist und nicht nur einer.

_________________
"Und dann kommen's zu ana Tür da steht oben "Eintritt verboten!" und da miaßn's eine!"

BID = 531255

Fentanyl

Fentanyl mit Overkill
Volle Kanne !




Beiträge: 1912

Von mir würde der Vermeiter eh nix sehen, wenn der mir dämlich kommen würde - allerdings würde ich es auch erst auf die Nette Art probieren: Gefährliche dinge, die mit wenig Aufwand zu beseitigen sind, hätte ich sofort beseitigt. Dann würde ich dem Typen sagen, dass seine Installation klump ist und den Wert der Mietsache in zukunft sicher nicht steigern wird - "ich würde es zur Not auch kostenlos machen, wollte Sie aber fragen, ob sie wenigstens für die Materialkosten aufkommen können, schließlich profitieren sie auch davon!". Würde das zu nix führen und der würde es mir sogar verbieten, würde ich entweder umziehen oder wenn der Vermieter mal wegfährt das ganze Ding generalsanieren (allerdings nicht in fentanylischer Overkill-Manier - das hat der Vermieterfutzi nicht verdient!)

MfG; Fenta

BID = 531257

sam2

Urgestein



Beiträge: 35330
Wohnort: Franken (bairisch besetzte Zone)

"Von mir würde der Vermieter eh nix sehen" ist hanebüchener Unsinn!

Zumindest für ne sehr sorgfältige Überprüfung Deines Kunstwerks durch nen Fachbetrieb zahlst Du. Da kommen schon einige hundert EUR zusammen. Und wenn sich bestimmte Ausführungen als unüblich erweisen sollten (so daß sich spätere Mieter daran stören könnten, z.B. quadratmetergroße UV-Türen oder Anschlüsse an unsinnigen Stellen oder in übermäßiger Anzahl), dann werden die auch ruck-zuck rückgebaut. Und zwar auf Deine Kosten!

Von der Vergiftung des Klimas und der Gefahr einer (ggf. fristlosen) Kündigung - wegen eigenmächtiger Veränderung der Mietsache, was i.d.R. klar einen Vertragsverstoß darstellt - mal ganz abgesehen.

Sowas ist über die Mietkaution mit abgedeckt. Da bekommst Du dann nen Brief mit einer Ankündigung der Verrechnung. Falls Du nicht zahlst, kommt die Abrechnung mit Entnahme aus der Kaution, verbunden mit der Aufforderung zur Auffüllung der Kaution in angemessener Frist.
Falls das nicht erfolgt, geht ein Mahnbescheid raus. Wenn dem widersprochen werden sollte, erfolgt Zahlungsklage.

Dann also noch viel Spaß vor Gericht...

BID = 531264

shark1

Inventar



Beiträge: 4878
Wohnort: DACH

Aber im Normalfall stellt eine neue fachgerechte Installtion sicher kein Problem dar, wenn man sie zuerst mit dem Vermieter bespricht.
Bei meiner Oma hat mir sogar der Elektriker der Wohnungsbaugesellschaft gesagt ich soll die LSS tauschen, da er diese nicht bezahlt bekommt!
Ja nun ist dort ein 30mA FI und B10 LSS!

BID = 531268

sam2

Urgestein



Beiträge: 35330
Wohnort: Franken (bairisch besetzte Zone)

Richtig!
Wenn man sie zuerst mit dem Vermieter bespricht.
Nichts anderes hab ich bisher gesagt.
Aber es wurde eben mehrfach die Auffassung vertreten, das "einfach so" zu machen...

Wenn ein Mieter zu mir kommt und irgendwelche Verbesserungen in der Wohnung vornehmen will (entweder - als Fachkundiger - selbst, oder eben durch Fachbetrieb), dann begrüße und unterstütze ich als Vermieter im Regelfalle das. Meist trifft man dann ne Abmachung in dem Sinne, daß z.B. der Vermieter die Materialkosten trägt und der Mieter den Einbauaufwand.

Es gibt aber auch Fälle, wo man sowas ablehnt (z.B. den Einbau einer Etagenheizung, wenn mittelfristig eine Zentralheizung geplant ist).


Ich rate also dem Fragesteller, in diesem Sinne mit seinem Vermieter zu reden.
Wenn er keinen direkten Zuschuß zu den Materialkosten geben kann/will, könnte man z.B. über verminderte Miete für einen gewissen Zeitraum reden.
Letztes Mittel ist dann die Lösung, daß der Mieter es selbst zahlt ("verlorener Baukostenzuschuß"). Aber selbst dafür ist dann die Zustimmung des Eigentümers nötig!

BID = 531274

vik.fro

Gelegenheitsposter



Beiträge: 90
Wohnort: Berlin

Das Rechtliche ist soweit ichs überblicken kann erst einmal geklärt. Vielen Dank für alle Beiträge. Ich werde wohl demnächst den Vermieter anschreiben und zum einen auf bestehende Sicherheitsmängel hinweisen und zum anderen um eine Erlaubniss zur fachgerechten Erneuerung der Elektroinstallation bitten... Werde dann auch von meiner Erfahrung berichten.

Ansonsten hätte ich noch die Frage, was das Dreiecksnetz ist. Nüchtern (im wahrsten Sinne des Wortes :D) betrachtet ist meine gestrige Theorie einer Reihenschaltung nicht mehr ganz logisch, da sie das Gefahrenpotenzial nicht erklärt. Jetzt hab ich die Theorie, dass es vom Prinzip her ein Drehstromnetz ist bei dem Verbraucher zwischen beispielweise L1 und L2 angeschlossen werden. Ist das richtig?

PS: Digicam werde ich höchstwahrscheinlich morgen Abend kriegen... Dann würde ich Dienstag Bilder vom Verteilerkasten machen und mir noch den Spass erlauben ein paar Meisterwerke der Elektroinstallation in meiner Wohnung abzufotografieren

Soweit nochmal vielen Dank für die Unterstützung

BID = 531280

sam2

Urgestein



Beiträge: 35330
Wohnort: Franken (bairisch besetzte Zone)

Richtig.
Es ist zwar eine Reihenschaltung, aber es wird logischerweise geometrisch addiert! Und wegen der Phasenverschiebung ergibt sich eben für die Leiterspannung (L-L) ein Wert, der kleiner als das Doppelte der Strangspannung (L-N) ist. Da war doch mal was mit so Nüssen...?

Das Gefahrenpotential dabei liegt darin, daß es (zumindeast in den Endstromkreisen) keinen N gibt. Sondern eben nur zwei Außenleiter. Von denen jeder 133V gegen Erde führt (die von mir angegebenen 127V sind falsch, die gehörten zu 220V - war nur ein Test, aber keiner hats gemerkt... ).
Deswegen darf man da keine "Nullungsbrücken" einlegen, sondern muß stets mit separatem Schutzleiter arbeiten. Entweder als TT oder eben als TN-S.
Sonst gibt das eben die berüchtigte "klassische Phasung". Zwar mit gebremstem Schaum, aber auch 133V~ können tödlich sein...

Auch sind zweipolige Lichtschalter sinnvoll (ober bei weitem nicht immer vorhanden), da sonst eine abgeschaltete Fassung immer noch einpolig Spannung gegen Erde führt (gefährlich beim Leuchtmittelwechsel durch Laien). Deswegen dann immer zwipolig in der UV freischalten!


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