Mysteriös: Statt 230V Wechselspannung plötzlich Durchgang messbar?!

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Mysteriös: Statt 230V Wechselspannung plötzlich Durchgang messbar?!
Suche nach: wechselspannung (3804)

    










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RST Driver

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Hallo zusammen,

mache mich gerade ein wenig mit meinem Benning Duspol Digital LC vertraut und habe dabei etwas merkwürdiges festgestellt: Auf dem Dachboden ist eine dreipolige Lüsterklemme mit Anschluss von 1x Außenleiter (schwarz), Neutralleiter (blau) und Erdungsleiter (gelb-grün). Bislang war zwischen L1 und N sowie L1 und PE eine Spannung von 234V messbar. Erdungs und Neutralleister haben einen Durchgang. Allerdings habe ich von jetzt auf gleich auch zwischen L1 und PE sowie L1 und N einen Durchgang, aber keine Spannung messen können.
Es ist weder ein Leitungsschutzschalter noch ein RCD rausgeflogen und ich kann mir den plötzlichen Spannungsverlust nicht erklären. Habt ihr eine Idee?

Gruß
Phil

[ Diese Nachricht wurde geändert von: RST Driver am  6 Apr 2011 19:45 ]

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der mit den kurzen Armen

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Tja messen heißt zuerst einmal Wissen.
Wenn Du an einer Leuchte bei eingeschaltetem Schalter misst , misst du die anliegende Spannung. Ist der Schalter aus liegt im Stromkreis nur das Leuchtmittel demzufolge hast du da selbstverständlich auch Durchgang.
Zum Testen ob der FI auslöst simuliert der Duospol einen Fehlerstrom.
Das heißt es fließt ein Strom vom L zum PE.
Gruß Bernd

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Offroad GTI

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Hast du das mal mit einem anderen Messgerät nachgemessen?


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RST Driver

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Nur habe ich keinen Schalter betätigt, der diese Lüsterklemme steuern könnte?! Aber gut, vielleicht bin ich versehentlich irgendwo dran gekommen, muss ich mal testen.

Der RCD Test L1 gegen PE hatte auslösenden Erfolg.

Habe den Duspol an anderen Steckdosen geprüft, der funktioniert einwandfrei - ist ja auch gerade mal 1 Woche alt.

Edit: Problem gelöst, ein Schalter in der Wohnung steuert diesen Anschluss. Haben wir nicht gewusst, da unser Vermieter die Schalter nie beschriftet hat und mir bislang das Wissen und Werkzeug gefehlt hat sowas ausfindig zu machen. Vielen Dank.

VG,
Phil

[ Diese Nachricht wurde geändert von: RST Driver am  6 Apr 2011 20:08 ]

[ Diese Nachricht wurde geändert von: RST Driver am  6 Apr 2011 20:09 ]

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dl2jas

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Fällt mir gerade ein, haben wir einen Thread Kaufberatung Duspol von Profianwendung bis gelegentlicher Gebrauch?

DL2JAS

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mir haben lehrer den unterschied zwischen groß und kleinschreibung und die bedeutung der interpunktion zb punkt und komma beigebracht die das lesen eines textes gerade wenn er komplizierter ist und mehrere verschachtelungen enthält wesentlich erleichtert

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RST Driver

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Ich habe intensiv die Suche bemüht, konnte sowas aber nicht finden.

Den Digital LC von Benning jedenfalls kann ich bislang einigermaßen empfehlen, lediglich 3 Schwachpunkte sind mir aufgefallen:
1) Keine halterung für die Einhandmessung von Schukosteckdosen
2) orange Arbeitsstellenbeleuchtung. Die farben der Kabel sind nicht auszumachen und die Beleuchtung ist viel zu schwach (nur in absoluter Dunkelheit zu gebrauchen >> hier kommt wieder das Problem der orangenen Lampe zum Tragen). Ebenso ist das Display nicht gleichmäßig ausgeleuchtet.
3) Einschaltzeit liegt bei nur 10 Sekunden, jedes Mal erneut drauf drücken nervt bei niedrigen Spannungen unter 50V. Drücken der Tasten kann den Duspol nicht dazu bewegen eingeschaltet zu bleiben...

Dafür gibt's alle wichtigen Funktionen mit großem Messbereich (selbst die 5,5V vom PC-Netzteil werden erfasst), Drehfeldanzeige, digitalem Display (von wegen 230V, wir haben fast überall im Haus 238V), Lastzuschaltung und einer brauchbaren Verarbeitung.

Schade, dass der Testboy Digital wohl ein Batterieproblem hat, der hat nämlich 2 der Schwachstellen des Benning Duspol Digital LC nicht (Beleuchtung und Halterung für Schukosteckdosen).

Negativ am Duspol ist mir noch die Betriebsanleitung aufgefallen, sowas unpraktisches habe ich selten gesehen. Zwar steckt ein System dahinter und letztlich ist die Anleitung platzsparend für den dt. Anwender zu lesen, aber bis man darauf kommt, dauert's...
Zudem verliert Benning kein Sterbenswörtchen über den RCD Test mittels Lastzuschaltung (L1 an Außenleiter, L2 an PE). Stattdessen beschreibt man auf eine ganzen Seite den Wechsel der Batterien...

Gruß,
Phil

[ Diese Nachricht wurde geändert von: RST Driver am  6 Apr 2011 21:06 ]

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der mit den kurzen Armen

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Beiträge: 17196

so zu Deinen Nachteilen
erstens Spannung 238 V
Netzspannung 230 V+- 10 % , dazu kommt noch der Messfehler (Bedienungsanleitung lesen )
zweitens 10s reichen locker um den Duospol sinvoll zu verwenden.
drittens der hat nicht umsonst 2 Prüfpole und eine Halterung für Steckdosen ist flüssiger als Wasser je sogar eher störend.
viertens die Messstellenbeleuchtung soll dir nur ermöglichen die Messpunkte besser zu sehen ( das ist keine Arbeitsplatzbeleuchtung )
Der Duospol ist für Fachleute und die können damit umgehen.
Zum Spannungsmessen wird ein Multimeter mit der nötigen Genauigkeit benutzt.
Mich zum Beispiel interessiert es nicht ob ich da 5 oder 10 Volt anliegen habe, sonder ob da Kleinspannung oder Netzspannung anliegt. der Duospol ist ein Prüfgerät , kein Messgerät!!(auch wenn da ein Display mit Spannungsanzeige drin ist )
Zudem ist es wichtig das ich den Duospol auch bei leerer Batterie verwenden kann, gewöhnlich haben die Bakterien die dumme Angewohnheit immer wenn sie gebraucht werden leer zu sein.

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RST Driver

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Und so unterscheiden sich die Kriterien zwischen Heimanwender und Handwerker, der das Ding täglich braucht.

Gruß
Phil

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Teletrabi

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Moin,


Sorry, aber ich bin vom Duspol auch alles andere begeistert. Erfahrungen basierend auf Duspol Expert:

Steckdosen-Halterung wäre wünschenswert, der dusselige Spitzen-Halte-Clip an der Messleitung geht eh verloren bzw. passt die Leitungslänge nicht, um die verbindungleitung zusammen mit den rifstücken auf ein vernünftigs Maß zu falten UND zudem noch den messspitzen-Schutzclip aufstecken zu können. (Außer man nimmt ihn von der Leitung runter oder akzeptiert unförmig zur Seite hängende Leiterschlaufe.

ne Beleuchtugn mit farbwiedergabe wäre wohl immer noch wünschenswert. Da brauchst nur ne vertieft liegende Reihe vo Klemmen zu haben, da wre auf alle Fälle wünschenwert zu erkennen, ob die halbblasse Farbe jetzt blau, braun oder grau ist. Wenn der Bereich ausreichend versenkt im Schatten liegt, hilft dir da alles andere an Beleuchtung drumherum nur wenig.


> drittens der hat nicht umsonst 2 Prüfpole und eine Halterung
> für Steckdosen ist flüssiger als Wasser je sogar eher störend.

Was ist daran störend? andere Hersteller bekommen es doch auch hin, die Griffstücke so kombinieren oer zumindest ohne dass sie voneinander abrutschen zusammenhalten zu können, dass damit Einhand-Messungen in Schukodosen möglich sind.

> Der Duospol ist für Fachleute und die können damit umgehen.

Der Durchgangstest beim Duspol ist einfach sch***. Ständig die Frage, ob brummen wegen Saft drauf oder nur Durchgang... Selbst das Spielzeug (Welche Cat-Eisntufung? Vermute mal Cat II und somit nur Endkreis-tauglich?) Steinel Multicheck hatte
a) 'ne klare Kontaktfläche für einpolige Phasenbestimmung
b) eine Ausgabe eben dieser IIRC auch über die LED
c) Durchgangstest nur auf Knopfdruck.

Nen durcganstest der beim anfassen der Spitzen mit dem Finger oder ins Sand gesteckt ne Verbindung meldet ist auch fraglich. Man hat ja sgoar zwei Tasten. Ließen sich doch prima für aktivieren Durchganstest niederohmig, aktivieren Durchgangstest hochohmig und beide zugleich = Lastzuschaltung nutzen.


> der Duospol ist ein Prüfgerät , kein Messgerät!!(auch wenn da ein
> Display mit Spannungsanzeige drin ist )

und wieviele Multimeter haben die Option mit nenneswerter Last zu messen? Ja, es gibt von Gossen(?) nen MM-Vorsatz, vereinzelt auch mal MM mit integrierter Funktion und mein Duspol hat keine Spannungsanzeige. Aber im großen udn ganze sehe ich da schon einen Sinn drin, auf +/-5V kommt's nicht an, 'ne unterschediung ob kapazitive Einkopplung von 180V ins 08/15-Multimeter oder echte 180V durch Sternpunktunterbrechung wäre hingegen schon nett zu Unterscheiden.

> Zudem ist es wichtig das ich den Duospol auch bei leerer Batterie
> verwenden kann, gewöhnlich haben die Bakterien die dumme Angewohnheit
> immer wenn sie gebraucht werden leer zu sein.


Ja. Ändert aber nix daran, dass die neueren Duspols in ettlichen Details ihrem Ruf bei weitem nicht gerecht werden.

[ Diese Nachricht wurde geändert von: Teletrabi am  7 Apr 2011 14:02 ]

BID = 759170

RST Driver

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Die Frage ist, was es für Alternativen gibt. Fluke soll ja sehr gute Modelle bauen, habe außerdem noch das Voltcraft VC 56 entdeckt.

Gruß
Phil

BID = 759199

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so mal zur Genauigkeit dieses 3Stelligen Schätzeisens!
+- 2 % vom Endwert sind bei 750 V +-15 V
bei 80 V sind das +-1.6 V
Durchgangsprüfung bis 200KOhm ist durchaus Sinnvoll so erkenne ich auch ob ein Verbraucher noch in der Leitung hängt. Das Brummen weist nur daraufhin das da evl Netzspannung vorhanden ist (egal ob nur Kapazitiv eingekoppelt )
Zur Orangenen Beleuchtung da stimme ich dir zu eine weise LED ist da eindeutig im Vorteil, Ich habe am Schlüsselbund eine blaue LED-Leuchte (da sind bei Nummernkabeln wenigstens die Nummern richtig zu erkennen ) und in der Werkzeugtasche eine Handleuchte! Bei Fehlersuche auch in Verteilungen ist eine kleine Taschenleuchte jeder Messtellenbeleuchtung haushoch überlegen.

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Surfer

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Weiterhin zu beachten bei Steckdosen > Meßdauer und mechaniche Festigkeit ( Dieses wird bei einer Fachkraft vorrausgesetzt),

Gruß Surf


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BjörnB

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Vor einiger Zeit war ich im örtlichen Conrad auf der Suche nach einem zweipoligen Spannungsprüfer, der möglichst viele Funktionen haben sollte (man weiß ja nie, was kommt), also Durchgangsprüfung, Lastzuschaltung, Drehfeldprüfung sowie einpolige Spannungsprüfung.

Ein Duspol mit diesem Umfang hatte Conrad nicht im Programm, da fiel mir der Voltcraft VC56 ins Auge. Er hat alle genannten Funktionen, dazu noch eine weiße Messstellenbeleuchtung, der Halter für Einhand-Steckdosenprüfungen funktioniert, griffig gummiertes, robustes Gehäuse.

Die Durchgangsprüfung ist akustisch und geht fließend in die Spannungsprüfung über. Z.B. lässt sich durchaus unterscheiden, ob eine Steckdose mit PEN oder separatem PE und N angefahren wird. Bei PEN ein sauberes Piepen, bei PE und N und Strom auf dem N des Stromkreises wird das Piepen unsauberer und ab ca. 2V Spannungsdifferenz verstimmt es und es wird die Spannung angezeigt.

Also zumindest für nicht-professionelle Zwecke ist der VC56 durchaus geeignet, ich bin sehr zufrieden damit.

Schöne Grüße,
Björn

BID = 759402

Murray

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Beiträge: 4006

Haben den Duspol Digital LC auch letztes Jahr als Mannaustattung besorgt.

Naja, er ist wirklich nur zum Prüfen gut.
So bei 12V rum kann er schon mal paar 100 mV falsch anzeigen, wenn man ihn umpolt zeigt er viell. wieder mal was ganz anderes an.

Zudem verbiegen sich die Meßspitzen schnell oder brechen gar ab

Übrigens der schaltet auch bei 12V von selbst sicher ein, da braucht man nix zu drücken.

So ganz was die Werbung verspicht erfüllt er nicht, ist doch was für Elektriker. Und da tut es bestimmt auch ein preiswerteres Modell

BID = 759442

RST Driver

Gelegenheitsposter



Beiträge: 63
Wohnort: Deutschland

Ich überlege echt den Benning gegen den Voltcraft VC56 einzutauschen. Wenn das beides nur Schätzeisen sind (ich bin davon ausgegangen, dass der teurere Benning präzise misst), dann kann ich getrost auf den Markennamen verzichten und erfreue mich an den beiden Features, die ich beim Duspol Digital LC vermisse.

Scheine ja mit meiner Meinung nicht ganz alleine dazustehen...

Gruß
Phil


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