Hallo!
Ausgangssituation:
Unter Anleitung eines Elektriker-Meisters (aus Österreich) soll in einer 1-Zimmer-Wohnung in Deutschland aus den 70ern ein FI-Schalter nachgerüstet werden. Der Bestand ist wie folgt:
Im Flur:
- 25A Leitungsschutzschalter
- Wechselstromzähler
- einhpasige Zuleitung
Wohnungs-Unterverteiler:
- 20A für Boiler
- 20A für Herd (Der Herd ist ca. 10 Jahre alt)
- 2x 16A für Licht/Steckdosen
Leitungen:
- Stegleitungen, zweiadrig
- klassische Nullung
- 1,5mm² für Licht/Steckdosen
- Jeweils 2x1,5mm² zusammengeschaltet für Herd und Boiler.
Wir wollen zwecks Nachrüstung von FI-Schalter die Wohnung neu verkabeln, das ganze soll in Kabelkanälen aufputz erfolgen um den Aufwand in Grenzen zu halten. Ich habe solche Arbeiten in Österreich unter der Anleitung meines Elektikers auch schon durchgeführt.
Prinzipiell ist alles klar, der Elektriker (Österreicher) hat mir vorgeschlagen:
40A FI-Schalter, Zweipolig
3x2,5mm² mit 16A für den Boiler
3x1,5mm² mit 13A für Licht/steckdosen (zwei Stromkreise)
3x4mm² mit 20A für den Herd (Der Herd ist ca. 10 Jahre alt)
Auslösecharakteristik hat er mir C für alles empfohlen.
Hier haben sich jetzt folgende Fragen aufgeworfen, worauf hin ich mich mal versucht habe im Internet einzulesen aber leider etwas unsicherer geworden bin.
1)
Damit das alles in Deutschland auch sicher zugelassen ist, wollte ich die Sachen in Deutschland im Baumarkt kaufen, und da haben die Unsicherheiten angefangen. 13A-Sicherungen und C-Charakteristik scheinen hier sehr ungewöhnlich zu sein. Gut, ich kann die Sachen auch irgendwo bestellen. Nach Internet-Recherche habe ich erfahren, dass in Deutschland offenbar nach Verlegeart tatsächlich meistens mit 16A abgesichert wird. Mit 13A mache ich dennoch nichts falsch - aber ist die C-Charakteristik erlaubt?
2)
Hier herrscht bei mir jetzt noch am meisten Unklarheit:
Den Herd hat er empfohlen direkt 4mm² vom Unterverteiler an den Herd anszuschliessen, das Kabel ist ca. 12-15 Meter Lang, keine Klemmstelle dazwischen, das wird in Österreich gerne so gemacht, in Deutschland scheint das unzulässig zu sein.
In Österreich werden auch gerne Flexible Leitungen direkt vom Unterverteiler zu ortsfesten Verbrauchern gelegt - scheint in Deutschalnd auch nicht erlaubt zu sein.
Also werde ich 4mm² starr von Unterverteiler zu einer Herdanschlussdose leiten. Aber Wie schliesse ich den Herd richtig an? Ich konnte keine flexible 4mm²-Leitung zu kaufen finden. Wie mache ich das jetzt richtig?
Das einfachste für mich wäre wohl den Herd mit 1x16A abzusichern und 1x2,5mm² anzuschliessen, ich habe in Foren schon gelesen, dass das so gemacht würde. Reicht das aus?
Ja, ich weiss - das Thema wurde auch in diesem Forum schon breitgetreten, ob ein Herd überhaupt 1-Phasig anschgschlossen werden darf etc. Tatsache ist, es funktinoiert hier so seit bald 50 Jahren, dreiphasige Zuleitung zur Wohnung wird wohl so bald nicht kommen. Kann mir hier jemand sagen wie ich das definitiv richtig bzw. nicht-falsch mache? Wenn bei starker Herd-Belastung die Sicherung auslöst ist es eben so, ist der Nachteil bei einphasig.
3)
Auch hier scheint es verschiedene Meinungen zu geben:
Der FI-Schalter mit 40A wird durch den Leitungsschutzschalter mit 25A in der Wohnungszuleitung ausreichend abgesichert. Braucht es noch eine zusätzliche Vorsicherung dafür? Mein Elektriker sagt nein.
Ich hoffe, ich habe alles relevante geschrieben, für weitere Infos bitte einfach nachfragen.
Danke schon mal für die Bemühungen
Joe