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Auslösen von Fi-Schutzschalter... generelle Verständnisfragen Suche nach: schutzschalter (1577) |
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BID = 310555
andreasm Schriftsteller
     Beiträge: 507 Wohnort: Sankt Ingbert
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Folgende Frage:
Man hat ein Stromnetz mit einem FI-Schutzschalter.
Greift man mit der Hand an die Phase des Stromkreises, so bekommt man einen Stromschlag und der FI unterbricht den Stromkreis. Soweit ist das klar, denn der Strom fließt über den menschlichen Körper ab und "fehlt" auf dem Rückweg im FI-Schutzschalter.
Doch hält man nun das Kabel mit der Phase an der Isolierung fest und drückt das blanke Kupferende auf den Boden, so löst der FI nicht aus.
Doch es müsste doch genauso wie über den menschlichen Körper ein Stromkreis über den Boden geschlossen werden, oder?
Liegt es am hohen Wassergehalt des menschlichen Körpers? oder seiner Masse? oder am Salzgehalt? oder an was anderem?
Zusatzfrage: Bekommt man einen Stromschlag, wenn man hochspringt und während des Sprungs einen Stromleiter mit 230 Volt Wechselspannung berührt?
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BID = 310562
123abc Schreibmaschine
    
Beiträge: 2216 Wohnort: Hamburg
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Wenn du den Draht auf den Boden drückst so ist die Kontaktfläche sehr klein, der Übergangswiderstand ist damit sehr groß.
Einen Schlag kannst du bei der Spannung nur bekommen wenn ein Strom fließt.
Ein Stromfluß setzt 2 Punkte voraus.
Wenn du in der Luft bist hast du nur einen Punkt.
123abc |
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BID = 310563
sam2 Urgestein
     
Beiträge: 35321 Wohnort: Franken (bairisch besetzte Zone)
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1) dat is geene Fase (Fase ist die Abschrägung an den Kanten mechanischer Bauteile...), dat is een Außenleiter!
2) es ist nicht sicher, daß der FI (sofern überhaupt vorhanden) auslöst, wenn ein Mensch den blanken Außenleiter berührt (das hängt von vielen Faktoren ab, z.B. Erdungsverhältnisse, Nennfehlerstrom des FI, Grundfehlerstrom der restlichen geschützten Anlage etc.)
3) schon gar nicht sicher ist, daß er rechtzeitig auslöst, bevor jener Mensch zu Schaden kommt...
4) selbiges gilt für den anderen Fall (blanker Außenleiter auf Boden) - kann sein, daß der FI auslöst, kann aber auch nicht sein (hängt wieder vom Erdungswiderstand ab, also der Art des Bodens, der Berührungsfläche, der Feuchtigkeit etc.)
5) ja, aber nur sehr gering (der Körper bildet zum Boden einen Kondensator, es fließt nur derjenige Strom, welcher erforderlich ist, ihn zu laden/entladen/laden/entladen...)
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BID = 310566
Chris11 Stammposter
   
Beiträge: 465
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Dann versuch ich mal:
Ob ein Mensch dazwischen liegt interessiert den FI nicht. Fliesen, Beton und ähnliches haben ein recht gutes Isolationsvermögen, das nur ein draufgedrückter Aussenleiter nicht für den Auslösestrom reicht. Ein Mensch mit grossen Schweißfüssen schon eher.
Genau wie ein Vogel bekommt auch ein Mensch keinen Schlag solange er keine Erdverbindung hat. Darum werden die Körbe in Steigern für Elektroarbeiten auch gerne isoliert ausgeführt.
Aber aufpassen das vor der Landung wieder losgelassen wird. Da die Trafostationen über keinen FI verfügen wird vor Selbstversuchen dringend gewarnt.
Mit freundlichem Gruß
Christian
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BID = 310582
andreasm Schriftsteller
     Beiträge: 507 Wohnort: Sankt Ingbert
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danke Leute, nun bin ich schlauer!
Ich hab noch eh kleines Verständnisproblem:
Sagen wir mal ein Vogel war auf dem Boden, hat also das Potential der Erde angenommen. Nun fliegt der Knecht hoch und möchte sich auf die Hochspannungsleitung setzen...
doch diese hat ja ein gewisses Potential gegenüber Erde (z.b. 220kV).
Dann müssten doch Ausgleichströme zwischen Vogel und Hochspannungsleitung fließen, oder? Immerhin ist das Potential des Vogels vor dem Kontakt mit der Leitung ja noch Erdpotential...
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Nebenbei: Sam2, wenn man nicht mehr Phase sagen darf, für was steht denn dann das "P" in Schaltplänen oder an den Anschlüssen auf Modulargeräten? Paußenleiter ???
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BID = 310586
sam2 Urgestein
     
Beiträge: 35321 Wohnort: Franken (bairisch besetzte Zone)
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Was den Fogl angeht:
Das hab ich doch vorhin unter 5) schon erläutert!
Erst fließt ggf. (abhängig von der Phasenlage des Berühzeitpunkts) ein winziger Ausgleiochstrom, dann hängt alles vom Wechselstromwiderstand des so gebildeten Kondensators ab.
Nur hat der fliegende Kondensator eine noch viel geringere Kapazität, weil der Fogl i.d.R. kleiner ist als der vorwitzige Mensch und außerdem einen erheblich größeren Abstand zur Erde hat...
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BID = 310622
didy Schreibmaschine
     Beiträge: 1775
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Zitat : sam2 hat am 13 Mär 2006 21:27 geschrieben :
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1) dat is geene Fase (Fase ist die Abschrägung an den Kanten mechanischer Bauteile...), dat is een Außenleiter! |
Jetzt muß ich mal Gegenklugscheißen.
Andreas hat nix von Fase erwähnt, das hast du ins Spiel gebracht. Ne Fase ist immer noch was andres als ne Phase.
Fase hast du ja beschrieben. Phase ist z.B. die Phasenlage von Spannungen/Strömen zueinander, das hat mit ner Fase mal rein garnix zu tun.
Mal abgesehen davon, halt ich das in dem Zusammenhang für Wortklauberei, da klar ist was gemeint und auch keine Verwechslungsgefahr besteht, wie das beim Nulleiter der Fall wäre.
Zum Thema FI: Ob der Strom über dich oder die Erde fließt ist wurscht, entscheidend ist nur, wieviel Strom fließt.
Und zum Thema Vogel: Der Vogel hat wenn er kurz vor der Leitung ist schon lange nicht mehr das Potential der Erde. Zwischen Leitung und Erde herscht eine gewisse Feldstärke - bei beispielsweise 100m Abstand hätten wir 2,2kV/m.
Da der Mensch einen wesentlich besseren Leitwert als Luft hat, "überbrückt" er mehr oder weniger das Potential zwischen seinen Füßen und seinem Kopf, die 220kV teilen sich auf die restlichen 98 Meter auf. Deswegen darf man auch nicht in die Nähe einer Leitung kommen (z.B. mit Kran o.Ä.): Man "erhöht" durch den geringeren Abstand Erdpotential/Leiterpotential die Feldstärke, bis es nen Überschlag gibt.
Also: Das Potential des Vogels paßt sich während des Hochfliegens langsam an.
Gruß
Didi
[ Diese Nachricht wurde geändert von: didy am 13 Mär 2006 23:40 ]
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BID = 310673
sam2 Urgestein
     
Beiträge: 35321 Wohnort: Franken (bairisch besetzte Zone)
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Du hast insofern Recht, daß ich den Smiley vergessen hab.
Aber daß das mit der "Fase" ne scherzhafte Anmerkung war, konnte man - glaub ich - trotzdem verstehen!
Da würde ich dann Deine Argumentation aufgreifen ("wenn es keine Verständnisschwierigkeiten gibt").
Ich hatte es nicht für hilfreich gehalten, dem Andreas hier nun das Wesen oder gar die Bedeutung der Phasenlage aufzuzeigen...
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BID = 310685
shark1 Inventar
     
Beiträge: 4878 Wohnort: DACH
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Hallo
Ich hab mal ne Frage bez. Hochspannung und Vögel.
Uns hat mal ein Lehrer erklärt, dass sich Vögle gernerell nicht auf 110-400KV setzen, weil 1. die Leitungen mehr als 80°C haben und 2. das dann so viele Elektronen aus den Vögeln rausfließen , dass sie Sterben würden .
Stimmt das alles ?
Shark1
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Meine Meinung muss nicht einschlägigen Normen (ÖVE, VDE, CENELEC,... ) entsprechen!! Ich schließe jede Haftung für Schäden aller Art aus!!
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BID = 310710
Hemapri Schriftsteller
    
Beiträge: 786 Wohnort: Südthüringen
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Zitat :
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Uns hat mal ein Lehrer erklärt, dass sich Vögle gernerell nicht auf 110-400KV setzen, weil 1. die Leitungen mehr als 80°C haben und 2. das dann so viele Elektronen aus den Vögeln rausfließen , dass sie Sterben würden .
Stimmt das alles ?
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Gegenfrage: Wie kommt es, dass solche Leitungen bei Frost hin und wieder total vereist sind, trotz dem sie in Betrieb sind und warum leuchten die Vögel nicht, wenn sie derart viele Elektronen emittieren?
MfG
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BID = 310713
darkstar Schriftsteller
    
Beiträge: 700 Wohnort: Kirrlach
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dagegen stimmen könnte, dass die Vögel das elektrische Feld um die Leitungen nicht mögen - zumindest enige. Andere Vögel freuen sich so sehr über die Masten, dass sie doch gleich ihr Nest drauf bauen.
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BID = 310756
Onra Schreibmaschine
    
Beiträge: 2520
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Hallo,
durch die gut gefetteten, isolierenden Federn baut sich IMHO während des Fliegens an den Vögeln sowieso eine statische Spannung auf. Die "automobilen Luftraumbenutzer" sollten also einen Potentialausgleich gewohnt sein. Die Eigenkapazität der Vögel ist erheblich kleiner als die eines Menschen und die Auswirkungen demnach auch nicht so spürbar.
An jedem Luftfahrzeug gibt es Entladungsvorrichtungen und vor allem Erdungsmöglichkeiten.
Wer schon mal an einem nicht vorher geerdeten Hubschrauber eine Aussenlast eingehängt hat, kann ein Lied davon singen.
O.
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BID = 310769
BlackLight Inventar
      Beiträge: 5472
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Zitat : shark1 hat am 14 Mär 2006 10:51 geschrieben :
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Ich hab mal ne Frage bez. Hochspannung und Vögel.
Uns hat mal ein Lehrer erklärt, dass sich Vögle gernerell nicht auf 110-400KV setzen, weil 1. die Leitungen mehr als 80°C haben und 2. das dann so viele Elektronen aus den Vögeln rausfließen , dass sie Sterben würden .
Stimmt das alles ? |
Sowas hatten wir doch schon öfters: LinkLink
Kurzfassung nach meiner bescheidenen Meinung:
1. falsch,
2. halbwahr
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BID = 310797
shark1 Inventar
     
Beiträge: 4878 Wohnort: DACH
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Hab ich mir eh schon gedacht, dass das nicht so ganz stimmt.
Auch klar das nicht alle Freileitungen 80°C haben, sonst währe ja noch nie eine wegen der eislast zusammengabrochen.
Shark1
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