USB-Steckernetzteil zerschossen

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USB-Steckernetzteil zerschossen
Suche nach: usb (5645) steckernetzteil (1064)

    










BID = 912430

walterm

Gesprächig



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Hallo,

ich habe gestern ein USB-Steckernetzteil verabschieden müssen, und verstehe nicht, warum. Um eine Wiederholung zu vermeiden, wollte ich nach Ideen fragen.
Ich habe das Gehäuse zersägt, den USB-Stecker und die 240V-Stecker abgelötet; und jeweils durch Kabel erstezt. dem +5V-Kabel habe ich noch sicherheitshalber einen PTC vorgesetzt.
Das ganze soll der Versorgung von 8 LEDs (parallel, mit 100 Ohm Vorwiderstand) dienen.
Ich habe nach jedem Schritt das Netzteil getestet, mit einer LED, ohne LED und - nach einsetzen des PTC sogar mit Kurzschluss.
Alles wunderbar.
Dann habe ich das Ding wieder in sein Gehäuse zurückgesteckt, dieses mit Isolierband zusammengeklebt und das ganze in eine Wandleuchte eingebaut, wo es gemeinsam mit einer 16W-Energiesparlampe eingeschaltet wird.
Beim ersten Einschalten der Leuchte samt Lampe und Netzteil (LEDs noch nicht angeschlossen), gab es eine Knall, die Stockwerksicherung und der FI-Schalter haben abgeschaltet.
Beim zweiten Mal Einschalten hat die Lampe wieder funktioniert, das Netzteil war hinüber und sah nach dem Zerlegen so aus:



Der Transistor ist geplatzt, die Dioden sind unterschiedlich braun, ebenso die Umgebung der Sicherung. Die Sicherung habe ich gerade noch gemessen: Kein Durchgang.
Ich habe keinerlei Anlass für einen Kurzschluss oder ähnliches gefunden.
Da ich meine LEDs aber noch zum Leuchten bringen möchte und nicht noch ein paar Netzteile himmeln, suche ich nach Erklärung.
Das einzige, was mir einfällt, was ich natürlich vorher nicht testen konnte, ist das gleichzeitige Einschalten der ESL und des Netzteils.
Kann jemand helfen?

Danke im Voraus,
Walter


BID = 912433

perl

Ehrenmitglied



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Zitat :
dem +5V-Kabel habe ich noch sicherheitshalber einen PTC vorgesetzt
Der war schon vorhanden: Die blaue Scheibe am Ausgang "USB".

Zitat :
habe keinerlei Anlass für einen Kurzschluss oder ähnliches gefunden.
Es sieht aber doch so aus, als sei der rechten Gleichrichterdiode, die vom "N" kommt, auf der Gleichstromseite die L-Ader zu nahe gekommen.
Der Schalttransistor ist möglicherweise in der nächsten Halbwelle dann durch Falschpolung geplatzt.

Oder hast du den Draht dieser Diode durchgeknipst und dann wieder zusammengelötet?

P.S.:
Zitat :
Dann habe ich das Ding wieder in sein Gehäuse zurückgesteckt
Schau mal, ob du dort die Ursache, z.B. ein abgespleisstes Drähtchen, findest!



[ Diese Nachricht wurde geändert von: perl am  8 Jan 2014 13:12 ]








BID = 912434

Beckenrandschwimmer

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Ich tippe auf eine ungünstige Resonanz zwischen dem Vorschaltgerät der Lampe und dem (allem Anschein nach billigen) 5V-Netzteil.
Das Netzteil hat keinerlei Filterung auf der Primärseite. Wahrscheinlich ist hier die Ursache zu finden.

Allerdings kann man ohne Schaltplan vom Netzteil + Energiesparlampe nur sehr vage Vermutungen abgeben.

BID = 912436

Ronnie1958

Schreibmaschine



Beiträge: 1343
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Nö! Er schrieb nur, dass sein Konstrukt aus LEDs und Netzteil gemeinsam mit einer ESL mittels eines Schalters eingeschaltet werden soll. Die ESL und das Netzteil haben einklich nichts miteinander zu tun.

Schau mal nach, ob nicht beim Löten ein Missgeschick passiert ist, wie perl schon hinwies. Besonders wenn man keine Arbeitslupe in der Größe eines Tablets hat, die stabil auf dem Tisch steht, können beim Löten gern Brücken auf Platinen entstehen. Da ich keine habe und auch selten löte, kontrolliere ich stets meine Lötstellen mit einer Handlupe und gehe mit einem scharfen Messer vorsichtig zwischen benachbarten Leiterbahnen hindurch.

BID = 912444

walterm

Gesprächig



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Dank an die Antworter!

@ perl:
Die blaue Scheibe ist MEIN PTC!

Zitat :
als sei der rechten Gleichrichterdiode, die vom "N" kommt, auf der Gleichstromseite die L-Ader zu nahe gekommen

Ich sehe genau, was Du meinst!
Aber ich habe nichts gefunden, was den Kurzschluss verursachen hätte können. Vielleicht ist der Bösewicht ja mit geschmolzen.
Ich hatte noch ein Löchlein gebohrt in Edelstahl in der Nähe des Netzteils, aber das müsste schon mit dem Teufel zugegangen sein...

Und so was, dass die ESL einen Impuls zurück ins Netz schickt, scheint also nicht sehr wahrscheinlich.

Also werde ich mal annehmen, dass das ein Ausnahmefall war und noch einen Versuch starten. Den nächsten Todeskandidaten kriege ich allerdings erst in ein paar Tagen.

@Beckenrandschwimmer: War halt ein Netzteil von einem Durchsnittshandy. Aber ich glaube, Iphones haben auch nichts Besseres...

Ich lass' den Thread noch so lange offen und berichte dann.

Grüße,
Walter

BID = 912461

powersupply

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Vielleicht hat auch zunächst der Transistor, warum auch immer, durchgelüftet und als Sekundärgau leitfähiges Material an die Dioden gekotzt worauf dann das Anschlußbein abgeschmolzen ist.


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powersupply
Es gibt 10 Arten von Menschen. Solche die Binärtechnik verstehen und die anderen.

BID = 912488

perl

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@powersupply:
Daran glaube ich nicht, denn wie oben steht, gibt es ja eine Sicherung, die ausgelöst hat.
Mit einer Sicherung im Stromweg wäre wohl kaum das Diodenbein geschmolzen.
Ich denke, daß es genau dort einen Lichtbogen gab.

BID = 912524

powersupply

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Beiträge: 2921
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Zitat :
perl hat am  8 Jan 2014 22:22 geschrieben :

@powersupply:
Daran glaube ich nicht, denn wie oben steht, gibt es ja eine Sicherung, die ausgelöst hat.
Mit einer Sicherung im Stromweg wäre wohl kaum das Diodenbein geschmolzen.
Ich denke, daß es genau dort einen Lichtbogen gab.


Dass dort ein Lichtbogen bis zum AUslösen der Sicherung geleuchtet hat wolte ich ja auch nicht in Abrede stellen.
Mit meinem Gedanken wollte ich nur eine weitere mögliche Ursache mit ins Spiel bringen.


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powersupply
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BID = 912543

nabruxas

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Ich verstehe nicht wieso das Gehäuse aufgesägt und mit Isolierband später wieder zusammengemurkst wird.

Wenn es nur darum geht, eine Festinstallation zu machen, gibt es geeignete Netzteile. (Open Frame, mit Schraubklemmen oder solche bei denen die Gehäuseschalen verschraubt sind.)

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0815 - Mit der Lizenz zum Löten!

BID = 912547

Goetz

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Gibt es denn auf der Lötseite irgendwelche "Brandmarken"??

BID = 912568

walterm

Gesprächig



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Zitat :

Ich verstehe nicht wieso das Gehäuse aufgesägt und mit Isolierband später wieder zusammengemurkst wird

Weil ich das gerade da gehabt habe. Und wenn ich ein besseres Gehäuse da gehabt hätte, hätte ich auch nicht gemurkst.

Brandmarken auf der Lösteite gibt es keine. Die sieht aus wie neu. Auch mit der Lupe.

BID = 912659

Beckenrandschwimmer

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Miss mal bitte die Dioden nach, mich interessiert, ob eine oder mehrere davon gestorben sind.
Am besten noch ein Bild von der Unterseite der Platine einstellen.

Wie weit waren denn die Energiesparlampe und das Netzteil von einander entfernt?

BID = 912953

walterm

Gesprächig



Beiträge: 187
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So, ich hatte ein paar Tage keine Zeit. Jetzt also meine Antworten an Beckenrand:
Die Diode mit dem geschmolzenen Bein hat 0 Widerstand in beiden Richtungen. Die anderen drei sind mindestens hochohmig in einer Richtung, in der anderen zeigen Sie kurz einen messbaren Widerstand und gehen dann auf Unendlich.
Ausgelötet habe ich sie nicht (Faulheit...). Und gemessen mit einem Billig-Digitalmultimeter.
Hier das gewünschte Foto von der Unterseite:
Das rote udn das schwarze Kabel oben links sind der 240V-Eingang.





Und die Entfernungen:
Räumliche Entfernung von der Fassung der ESL zum Netzteil: ca. 15 cm.
Leitungslängen: Die 240V gehen zunächst direkt zur Fassung der ESL, von dort gehen etwa 25cm Leitung weiter zum Netzteil.

Kann man daraus was lesen?




BID = 913397

Beckenrandschwimmer

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Beiträge: 1823
Wohnort: Altrip

Hallo,

es sieht so aus, als hätte es links oberhalb der Bezeichnung "R5" einen Überschlag gegeben, kann mich aber auch täuschen.
Jedoch sind die dann gleichgerichteten 320V recht nahe beisammen...

Ich würde zu einem etwas höher wertigem Netzteil greifen.

BID = 913531

walterm

Gesprächig



Beiträge: 187
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Naja, ich habe das Netzteil ja schon zig Male in Verwendung gehabt, gab's keinen Kurzschluss.
Also drei Varianten:
    Entweder ich habe Mist gebaut und da irgendein böses Metallteilchen hineingezaubert,
    oder das Ding war müde und wollte endlich in Pension gehen,
    oder da war was mit dem gleichzeitigen Schalten mit der ESL.


Naja, jetzt halte ich die 3. Möglichkeit doch für unwahrscheinlich und werde das nächste Netzteil den Löwen vorwerfen.

Reparieren werde ich das Teil jedenfalls sicher nicht - ich habe etwa 5 Ersatzstücke zur Verfügung, die ich anders eh nie los werde.

Danke allen für Hilfe, ich berichte in den nächsten Tagen, ob sich der Spuk wiederholt.

Gruß, Walter


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