Solaranlage falsch demensioniert?

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Autor
Solaranlage falsch demensioniert?
Suche nach: solaranlage (296)

    










BID = 971761

AlexEl

Gerade angekommen


Beiträge: 2
Wohnort: Rockenberg
 

  


Hallo,

ich habe ein kleine Problem und zwar haben wir ein 100W Solarmodul auf dem Dach, dieses versorgt über einen Laderegler zwei Gel-Bleiakkus welche in Reihe zu 24V angeklemmt sind.

Die Anlage versorgt eine Außenbeleuchtung (20W), diese leuchtet am Tag rund 4-5 Stunden. Dies hat auch bis jetzt funktioniert (zwei Wochen) nur jetzt wo tagsüber kein blauer Himmel mehr zu sehen ist, reicht anscheinend die Ladung nicht mehr aus.

Folgende Komponenten sind verbaut:

1x Solarworld SW 100
100Wp
37,6V
2,75A

1x Laderegler Steca PR 1010
12/24V

2x 12V 14Ah Blei Bleiakku

Da der Ladestrom tagsüber bei nur 0,2A liegt, fällt mir als einzige Möglichkeit die umstellung auf 12V ein, so das die Akkus paralle liegen, so kann die Modulspannung besser genutzt werden, oder habe ich da einen Denkfehler.

Was meint ihr?

Danke mfg

[ Diese Nachricht wurde geändert von: AlexEl am 15 Okt 2015 15:19 ]

BID = 971763

Ltof

Inventar



Beiträge: 8715
Wohnort: Hommingberg

 

  


Zitat :
AlexEl hat am 15 Okt 2015 15:05 geschrieben :

Was meint ihr?

Dann ist die (Leistungs-)Ausbeute noch viel schlechter.

Lösungen:
Sparsamere Beleuchtung.
Größere Solaranlage.
Netzspannung, wenn vorhanden nutzen.

_________________
„Schreibe nichts der Böswilligkeit zu, was durch Dummheit hinreichend erklärbar ist.“
(Hanlon’s Razor)








BID = 971765

AlexEl

Gerade angekommen


Beiträge: 2
Wohnort: Rockenberg

Die Modulspannung beträgt derzeit ca. 25-26V, wenn ich nun statt 24V Akkus, 12V Akkus lade ist doch die Spannungdiffernz höher und es lässt sich besser laden?

Bin auf diesen Gebiet Laie. Also würde das die Sache eher verschlechtern.


Dann werde ich wohl größere Akkus besorgen, damit an sonngien Tagen ein "Vorrat" geladen wird für die bewölkten Tage.

Bei Sonnenschein sind die Akkus innerhalb von 3Stunden voll.

BID = 971769

Mr.Ed

Moderator



Beiträge: 34418
Wohnort: Recklinghausen

Gibt es denn im Umkreis von ein paar hundert Metern keinen Anschluss ans Netz oder warum muß es der teure Solarstrom sein?

Größere Akkus nutzen nichts, die werden ja nicht voll. Du brauchst mehr Solarzellen oder mußt in ein Gebiet ziehen, in denen sich Solartechnik lohnt.


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-=MR.ED=-

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BID = 971777

BlackLight

Inventar

Beiträge: 4362


Zitat : AlexEl hat am 15 Okt 2015 15:33 geschrieben :
Die Modulspannung beträgt derzeit ca. 25-26V,
Das dürfte eher die Klemmspannung der Akkus sein, zum effektiven Laden braucht man eher 28V am Akku. Kannst du die Leerlaufspannung messen, wenn nur mit 0,2A geladen wird?


Zitat :
wenn ich nun statt 24V Akkus, 12V Akkus lade ist doch die Spannungdiffernz höher und es lässt sich besser laden?
Nein. Eine Solarzelle ist eine Stromquelle und die Spannung bricht auf die Batteriespannung zusammen. Der Strom aus der Solarzelle ändert sich damit nicht.

Wenn du nur einen Akku lädst, wird der Ladestrom wahrscheinlich nur minimal größer ausfallen - außer die Leerlaufspannung von dem Modul liegt gerade zwischen 14V und 28V. Kannst es ja spaßeshalber machen und schauen, ob du mehr wie 0,2A Ladestrom erreichst.


Zitat :
Bei Sonnenschein sind die Akkus innerhalb von 3Stunden voll.
Passt nicht so recht zu deinen Daten,. 14Ah und 2,75A macht rund 5 Stunden. Am Ladeende nimmt der Ladestrom ab, da der Regler mit Konstantspannung läd und es werden realistisch deutlich mehr als 5 Stunden dauern, bis der Akku wirklich voll ist. Sind es denn überhaupt zyklenfeste Akkus? Evtl. ist die Kapazität einfach schon merkbar abgesunken.


[ Diese Nachricht wurde geändert von: BlackLight am 15 Okt 2015 17:14 ]

BID = 971778

Offroad GTI

Urgestein



Beiträge: 11900
Wohnort: Cottbus


Zitat :
12V Akkus lade ist doch die Spannungdiffernz höher und es lässt sich besser laden?
Nein, weshalb sollte es?
Der Laderegler sorgt schon dafür, dass die Solarzelle im optimalen Arbeitspunkt arbeitet = maximale Leistung abgibt. (zumindest sollte er das ).

Wie schon gesagt wurde, kannst du bei bedecktem Himmel schlicht nicht mehr rausholen.

Nur mal als Anhaltspunkt:
Benötigte elektrische Arbeit für ein Jahr Betrieb: ELampe=20W*5h/d*365d=36,5kWh*
Elektrische Arbeit die die Solarzelle generiert, wenn man eine jährliche Einstrahlung von 1100kWh und einen Gesamtwirkungsgrad von 10% ansetzt: ESolar=1100kWh/m2*0,73m2*0,1=80kWh

Da hast du prinzipiell schon mal Glück, denn die Solarzelle generiert im Jahresmittel eine größere elektrische Arbeit, als die Funzel benötigt.

*Rechnen wir dies doch mal in eher gebräuchliche Amperestunden um: Q=36,5kWh/24V=1512Ah

P.S.: So rechnet man in der Praxis natürlich nicht. Da wird eher mit 3-5 Tagen Autonomiezeit dimensioniert.
Nehmen wir mal großzügige 10 Tage an, landen wir bei ELampe=1kWh (also etwa 42Ah bei einer 24V Batterie)



_________________
Theoretisch gibt es zwischen Theorie und Praxis keinen Unterschied. Praktisch gibt es ihn aber.

BID = 971786

Ltof

Inventar



Beiträge: 8715
Wohnort: Hommingberg


Zitat :
Offroad GTI hat am 15 Okt 2015 17:34 geschrieben :

...Der Laderegler sorgt schon dafür, dass die Solarzelle im optimalen Arbeitspunkt arbeitet = maximale Leistung abgibt. (zumindest sollte er das ). ...

Nein!

Der Laderegler wird nicht mal als MPP-Regler verkauft. Und selbst die meisten, die als MPP-Regler verkauft werden, holen nicht mehr als ein PWM-Solarregler aus dem Solarmodul raus.

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(Hanlon’s Razor)

BID = 971792

BlackLight

Inventar

Beiträge: 4362

Ich hatte heute Mittag mal in das Datenblatt geschaut. Der Steca PR 1010 ist ein Shuntregler und schaltet ab erreichen der Ladeschlusspannung per PWM die Solarzelle kurz.

BID = 971812

Murray

Inventar



Beiträge: 4009

Auf 12V umzurüsten wäre das dümmste was du machen kannst.
Passt schon so in den Grundzügen wie du es hast.
Jetzt bei dem Schmuddelwetter kommt halt nix mehr rein

Mit pvgis kann man übrigens seine Anlage ganz gut durchrechnen lassen
http://re.jrc.ec.europa.eu/pvgis
ganz rechte Spalte benutzen für Inselanlagen

Ergebnis:

Nominelle Leistung des FV-Systems: 100 W
Neigung den Modulen: 35 Grad
Batteriegrösse: 24 V, 14 Ah
Entladungsgrenze (%) 40 %
Tageszeitsverbrauch: 100 Wh

Anzahl Tage für die Berechnung benutzt: 1827
Prozentteil von Tagen mit völlig aufladete Batterie 66%
Durchschnitt von Energie nicht aufgefangen weil die Batterie voll war: 222Wh/Tag
Prozentteil von Tagen mit völlig entladete Batterie 21%
Durchschnittliche fehlende Energie: 53Wh/Tag


Die Grafik und Tabelle unten zeigen die (geschätzte) tägliche Elektrizitetsmänge für jede Monat von einem autonomen FV-system mit den eingebenene Eigenschaften. Es zeigt auch die Jahresdurchschnitt der tägliche Produktion.

Monat Ed Ff Fe
Jan 63.0 11 69
Feb 93.0 46 26
Mär 100.0 81 0
Apr 100.0 95 0
Mai 100.0 98 0
Jun 100.0 99 0
Jul 100.0 100 0
Aug 99.0 95 0
Sep 99.0 87 0
Okt 98.0 64 3
Nov 69.0 16 55
Dez 45.0 1 94
Jahr 89.0
Ed: Durchscnittliche tägliche Energieproduktion (Wh/Tag)
Ff: Prozentteil von Tagen wenn die Batterie voll war (%)
Fe: Prozentteil von Tagen wenn die Batterie leer war (%)"

Wie du siehst dürfte man theoretisch im Oktober fast noch über die Runden kommen.
Aber wenn halt mal paar tage trüb ist ist Schluß mit lustig.
Also bis Februar wird die Anlage so eh nicht vernünftig funktionieren

edit: und ich hoffe mal du hast direkt 24V-"Glühobst" und gehst nicht nochmal mit einem Wechselrichter auf 230V AC




[ Diese Nachricht wurde geändert von: Murray am 15 Okt 2015 23:32 ]

BID = 971950

AlexEl1

Gerade angekommen


Beiträge: 3

Hallo,

ich bin AlexEl, habe meine Rechner aufgefrischt und festgestellt das ich mein eMail-Passwort nicht mehr weiß. Wieso auch, der Rechner wusste es ja Demnach auch kein Zugang mehr zu diesen Forum.


Also 24V Glühobst verwende ich nicht und kommt mir auch nicht in die Anlage, dan wäre der Verbrauch ja noch höher
Also bis jetzt bestand die Beleuchtung aus LEDs und einer 18W T8 Leuchtstofflampe. Was leider nicht funktionierte.

Habe heute die Leuchstofflampe abgeklemmt und provisorisch mit Resten von LED-Strips eine Beleuchtung gebaut. Also von 18W --> 1W, Etwas dunkler, aber da es eine Hintergrundbeleuchtung einer Uhr ist, immer noch ausreichend.


Also wenn ich das alles hier so lese hört sich das für mich so an, als ob die Anlage an sich genung Energie im Jahr berreitstellen kann, aber die großen Löcher überwunden werden müssen.

Da fällt mir nur eine Lösung ein --> größere Akkus... oder...?
Diese könnten ja die "trockenen" Wintermonate puffern und würden dann an Sonnigen Tagen wieder geladen.

[ Diese Nachricht wurde geändert von: AlexEl1 am 17 Okt 2015 22:42 ]

[ Diese Nachricht wurde geändert von: AlexEl1 am 17 Okt 2015 22:43 ]

BID = 971969

Ltof

Inventar



Beiträge: 8715
Wohnort: Hommingberg


Zitat :
AlexEl1 hat am 17 Okt 2015 22:41 geschrieben :

Also 24V Glühobst verwende ich nicht und kommt mir auch nicht in die Anlage, dan wäre der Verbrauch ja noch höher
Da fällt mir nur eine Lösung ein --> größere Akkus... oder...?

Die anderen Lösungen stehen weiter oben.

Größere Akkus sind die teuerste und schlechteste Variante. Die Akkus mögen es nicht, über längere Zeit im (teil-)entladenen Zustand zu verweilen. Sie gehen schneller kaputt.

Stehen die Akkus frostfrei? Sind sie entladen und es gibt strengen Frost, können sie einfrieren und platzen.

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(Hanlon’s Razor)

BID = 971973

Rhodosmaris

Schreibmaschine



Beiträge: 2340
Wohnort: Lindau/Bodensee


Offtopic :

Zitat :
Die Anlage versorgt eine Außenbeleuchtung (20W), diese leuchtet am Tag rund 4-5 Stunden.

Warum brauchst du am Tag für 5 Stunden eine Außenbeleuchtung- in der Nacht wär sie doch viel nützlicher?.

ciao Maris


BID = 972010

AlexEl1

Gerade angekommen


Beiträge: 3


Offtopic :

Zitat :
Rhodosmaris hat am 18 Okt 2015 09:53 geschrieben :


Zitat :
Die Anlage versorgt eine Außenbeleuchtung (20W), diese leuchtet am Tag rund 4-5 Stunden.

Warum brauchst du am Tag für 5 Stunden eine Außenbeleuchtung- in der Nacht wär sie doch viel nützlicher?.

ciao Maris

Das stimmt wohl, deshalb leuchtet sie ja im Dunkeln


Also so scheint es zu funktionieren, was seltsam ist. Heute ist es genauso trüb und bewölkt wie gestern, aber laut Laderegler sind es plötzlich 0,6A Ladestrom statt den bisherigen 0,1-0,2A.


Habe noch eine weiter Frage, ich habe jetzt eine neue Mutteruhr und diese wollte ich jetzt gerne aufhängen. Dazu wollte ich ein neues Kabel legen.

Jetzt steh ich hier vor der Verteilung und muss zugeben das ich etwas ratlos bin.
Klar ist, braun auf einen der freien Automaten, grün/gelb auf grün/gelb, aber wohin der Blaue, ich habe zwei blaue Leisten.

Vielleicht weiß auch jemand was das Netzteil und das Siemens Gerät sein soll, frage ich mich schon länger.




BID = 972049

Offroad GTI

Urgestein



Beiträge: 11900
Wohnort: Cottbus


Zitat :
aber wohin der Blaue, ich habe zwei blaue Leisten.
Ich sehe da ein paar mehr
Musst halt schauen, welche mit dem "N-Abgang" des FI verbunden ist


Zitat :
Vielleicht weiß auch jemand was das Netzteil und das Siemens Gerät sein soll, frage ich mich schon länger.
Wenn du bei Google Siemens LOGO! eingibst findest du, dass es eine Kleinsteuerung (SPS) ist
Und das Netzteil ist eben ein Netzteil, vorzugsweise für die SPS, da diese für 12/24V Betrieb ausgelegt ist



_________________
Theoretisch gibt es zwischen Theorie und Praxis keinen Unterschied. Praktisch gibt es ihn aber.

BID = 972050

Murray

Inventar



Beiträge: 4009


Zitat :
AlexEl1 hat am 17 Okt 2015 22:41 geschrieben :


Also 24V Glühobst verwende ich nicht und kommt mir auch nicht in die Anlage, dan wäre der Verbrauch ja noch höher


Ich meine damit natürlich keine Glühlampen.
Du sollst nur nicht nochmal über 230V gehen weil das den Wirkungsgrad tüchtig drückt


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