Lötspritze - gibt es sowas? Zinn durch Düse auf Platine

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Autor
Lötspritze - gibt es sowas? Zinn durch Düse auf Platine
Suche nach: platine (26473)

    







BID = 922081

xBlackKnightx

Gesprächig



Beiträge: 130
Wohnort: münchen
 

  


Hallo,

ich finde klassisches löten ziemlich umständlich und riskant

Gibt es so etwas wie eine Lötspritze? Man steckt ein Stück Lötzinn durch die Düse, die Düse erhitzt sich und durch Knopfdruck presst man den Zinn auf die Platine.

BID = 922082

perl

Ehrenmitglied



Beiträge: 11110,1
Wohnort: Rheinbach

 

  


Zitat :
Lötspritze - gibt es sowas?
Ich denke schon.
Vielleicht nicht genau so, wie du dir das vorstellst, aber die Grundidee ist darin enthalten: http://www.weidinger.eu/shop/wl18552

BID = 922088

123abc

Schreibmaschine



Beiträge: 2190
Wohnort: Hamburg

Gehört einen ein Anteil an Weller bei diesem Preis ?

123abc

BID = 922089

Offroad GTI

Urgestein



Beiträge: 12672
Wohnort: Cottbus


Zitat :
klassisches löten ziemlich umständlich

Wie lötest du denn, dass es dir umständlich erscheint?
Vielleicht benutzt du nur eine falsche Technik.

Eine falsche selbige wäre bspw. eine Lotperle auf der Lötspitze aufzuhäufen, und dann zu versuchen, diese irgendwie an den Bauteilanschluss zu manövrieren.

Ungeeignetes Lötzinn, Flussmittel, Temperatur... sei auch noch erwähnt.


Zitat :
und riskant

Riskant, in wie fern riskant?




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Theoretisch gibt es zwischen Theorie und Praxis keinen Unterschied. Praktisch gibt es ihn aber.

BID = 922107

xBlackKnightx

Gesprächig



Beiträge: 130
Wohnort: münchen

Hm, ich habe mit dem Lötkolben zuerst die Stiftleiste bzw Kontaktstelle berührt, und dann erst Lötzinn drauf. Nicht Lötzinn auf Lötkolben. Trotzdem will Lötzinn manchmal nicht an die Kontaktstelle wandern. Manchmal klappts, manchmal sieht es hässlich aus (drumherum verbrannt oder klumpig) Ist eine Lötstation besser? Flussmittel hmm sowas hab ich noch nicht. Anderen Zinn könnt ich mal ausprobieren.

Riskant: dass ich die Platine kaputtmache. Jedenfalls funktioniert er nicht richtig nachdem ich fertiggelötet habe und ich frag mich ob ich Geld aus dem Fenster geworfen habe.


zum Link: ganz schön teuer. kann ich mir nicht leisten


[ Diese Nachricht wurde geändert von: xBlackKnightx am 29 Mär 2014 11:29 ]

BID = 922114

Offroad GTI

Urgestein



Beiträge: 12672
Wohnort: Cottbus


Zitat :
ich habe mit dem Lötkolben zuerst die Stiftleiste bzw Kontaktstelle berührt, und dann erst Lötzinn drauf.
Grundsätzlich richtig.
Vorausgesetzt:
- Der Lötkolben hat die richtige Temperatur (um 340°C, wobei das nur als Richtwert anzusehen, und nicht allgemeingültig, ist)
- Die Lötstelle hat die Temperatur angenommen
- Die Lötstelle ist frei von Oxidation oder anderen Fremdschichten

Lötzinn und Flussmittel hatte ich schon angesprochen. Sehr gut arbeitet es sich mit 60/40 (nicht dieser Bleifreie Quatsch) mit Flussmittelseele.


Zitat :
Ist eine Lötstation besser?
Womit lötest du bis jetzt?

Zitat :
Anderen Zinn könnt ich mal ausprobieren.
Welches benutzt du bis jetzt?



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BID = 922116

xBlackKnightx

Gesprächig



Beiträge: 130
Wohnort: münchen

Es ist ein Lötkolben mit Stecker ohne Temperaturregler. Dafür hat er ein "Push High". Ablesen mit Laserthermo zeigt er normal auf 150° und wenn ich länger auf Push High drücke, geht er irgendwann auf über 250° hoch da fängt er an richtig zu glühen und Lötzinn verbrennt ziemlich schnell

Lötzinn das 1,7 mm dick ist. Ich weiss aber nicht ob 60/40 - hab den gefunden aber ich vermute ja. Dann habe ich noch eine Rolle Lötzinn rumliegen die ist 60/40 und ist 1,5 mm dick. Ist die Dicke überhaupt richtig?

Anscheinend brauche ich wohl noch Übung. Die Lötstelle darf aber nicht die gleiche Temperatur haben wie der Lötkolben? Gehen die Elektornikteile nicht kaputt bei der Hitze von 300° ?

BID = 922122

Mr.Ed

Moderator



Beiträge: 36049
Wohnort: Recklinghausen

Ungeeigneter Lötkolben und ungeeignetes Zinn. 150° ist viel zu kalt, da schmilzt das Zinn nicht einmal. Selbst 250° sind zu wenig, bleihaltiges Lot schmilzt da, bleifreies gerade eben, wobei bei 250° noch lange nichts glüht, vermutlich ist dein Thermometer defekt bzw. du mißt falsch.
Die 340° sind eine gängige Temperatur für bleihaltiges löten.

1,7mm Lötzinn kann man für grobe Lötarbeiten nehmen, aber nicht für Elektronik. Da sind 1mm und 0,5mm übliche Durchmesser. Dickeres Lot nimmt man für Kupferrohre, Dachrinnen o,ä.
Du schreibst was von 60/40, lässt dabei aber die Metalle weg. Es gibt auch Pb60Sn40.
Der Lötkolben klingt auch nach einem eher groben, und günstigen, Modell.

Die Bauteile halten die Temperaturen kurzzeitig aus, das Bauteilinnere erreicht diese Temperatur ja auch nicht. Die Lötung dauert ja, je nach Bauteil, teilweise weniger als 1 Sekunde.



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-=MR.ED=-

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BID = 922126

Offroad GTI

Urgestein



Beiträge: 12672
Wohnort: Cottbus


Zitat :
vermutlich ist dein Thermometer defekt bzw. du mißt falsch.
Sehr wahrscheinlich. Refektierende Oberflächen sind für solche Thermometer ja eh kritisch.


Zitat :
Du schreibst was von 60/40, lässt dabei aber die Metalle weg. Es gibt auch Pb60Sn40.
Das hab wohl ich verzapft, da ich auch nur 60/40 geschrieben, und vom Standard Sn60Pb40 ausgegangen bin.


Zitat :
Es ist ein Lötkolben mit Stecker ohne Temperaturregler.
Mit welcher Leistung?
...auch egal, besorge dir eine temperaturgeregelte Lötstation, alles andere ist Murks.



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BID = 922127

xBlackKnightx

Gesprächig



Beiträge: 130
Wohnort: münchen

ok vielen dank

BID = 922130

perl

Ehrenmitglied



Beiträge: 11110,1
Wohnort: Rheinbach

Ich kann das, was Mr.Ed schreibt, alles unterschreiben.
Evtl. hat dein Löteisen eine Standby-Schaltung, oder deine Temperaturmessung ist falsch.
Bei 150°C ist jedenfalls keines der gebräuchlichen Lote flüssig, sondern fest.

Am besten für Elektronikzwecke ist die Sn63Pb37. Das schmilzt bei 183°C.
Die Arbeitstemperatur liegt, u.a. wegen dem Flußmittel, aber gut 100°C höher.
Noch günstiger ist es, wenn darin noch 1..2% Ag (Silber) enthalten ist.
Die neuen bleifreien Lote empfehle ich dir ausdrücklich nicht.

Außerdem ist es wichtig, daß die Lötspitze sauber und verzinnt ist.
Ggfs. öfter mal mit dem feuchten Viskoseschwämmchen oder einem Leinenlappen abwischen und neu verzinnen.
Es ist nicht verboten, vor der Lötung ein bischen frisches Lötzinn auf die Spitze zu bringen und das gleich wieder wegzuschleudern oder abzuwischen, damit die Spitze wieder blank ist.
Prinzipiell wird aber das Lot dem Werkstück zugeführt, damit dort das Flußmittel die Oxidschicht auflösen kann.
Nur von Metall zu Metall klappt nämlich die Wärmeübertragung problemlos. Wenn Oxid dazwischen ist, wird das nichts.

Eine Lötstation ist zwar sehr ratsam, aber nicht unbedingt nötig.
Ich habe viele Jahre lang mit einem ungeregelten 30W Lötkolben gearbeitet. Das war zu Zeiten der Röhrentechnik der Standard.
Für den feineren Lötstellen in Transistorgeräten und an DIL-ICs ist ein 25W-Lötkolben mit bleistiftartiger Spitze günstiger. Noch weniger Leistung ist nicht zu empfehlen.

Vor allem solltest du das Löteisen nicht dazu verwenden die PVC-Isolation von Drähten zu entfernen. Die dabei entstehenden Dämpfe schaden nicht nur deiner Lunge, sondern auch der Lötspitze sehr.

Außerdem solltest du darauf achten das Löteisen nach getaner Arbeit auschalten, damit die Lötspitze nicht verzundert. Dieser Dreck geht nur schwer wieder ab und verhindert jede anständige Arbeit mit dem Lötkolben.

BID = 922159

Onra

Schreibmaschine



Beiträge: 2474

Metallspritzen gibt es schon seit einigen Jahrzehnten. Deine Idee mit dem Draht wurde allerdings schon vor fast hundert Jahren verworfen. Der geneigte Leser beachte das Erscheinungsdatum des Artikels:
http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj345/ar345026
Das erfolgreichere Verfahren wurde nach dem Erfinder Max Schoop benannt.
Für Einzellötstellen allerdings nur sehr begrenzt geeignet .
Unter anderem wird das schoopieren in der Kondensatorfertigung eingesetzt ( http://de.wikipedia.org/wiki/Kunststoff-Folienkondensator ) und immer noch verbessert, siehe z.B.: http://www.patent-de.com/19960321/DE69300547T2.html

Onra

[ Diese Nachricht wurde geändert von: Onra am 29 Mär 2014 22:08 ]

BID = 922161

xBlackKnightx

Gesprächig



Beiträge: 130
Wohnort: münchen

ja danke nochmal

Ich habe jetzt aus Conrad Sn60Pb39Cu1 in 0,5 mm, damit geht es schon viel besser. "Push High" brauche ich wohl nicht mal richtig.
Die Sn63Pb37 bestelle ich irgendwann nach.

Hängt wohl stark vom Lötzinn und Dicke ab, sonst hat sich bei mir nix geändert.

Da ich im Moment kein Viskoseschwamm habe gehts auch mit Papier oder Taschentuch?

Könnt ihr mir ein Flussmittel empfehlen? Das Mittel scheint nicht sehr gesund zu sein.

Wäre es nicht auch ziemlich komisch mit Löteisen die PVC-Isolation abzulösen?

[ Diese Nachricht wurde geändert von: xBlackKnightx am 29 Mär 2014 22:11 ]

BID = 922162

Mr.Ed

Moderator



Beiträge: 36049
Wohnort: Recklinghausen

In Elektroniklot ist Flußmittel enthalten. Zusätzliches Flußmittel wird nur in Sonderfällen benötigt. Für die ist dein Kolben aber gänzlich ungeeignet.

Feuchte Papiertücher o.ä. gehen zur Not auch, sind aber nicht ideal.

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-=MR.ED=-

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Für Schäden und Folgeschäden an Geräten und/oder Personen übernehme ich keine Haftung.
Die Sicherheits- sowie die VDE Vorschriften sind zu beachten, im Zweifelsfalle grundsätzlich einen Fachmann fragen bzw. die Arbeiten von einer Fachfirma ausführen lassen.

BID = 922166

perl

Ehrenmitglied



Beiträge: 11110,1
Wohnort: Rheinbach


Zitat :
Die Sn63Pb37 bestelle ich irgendwann nach.
Das brauchst du nicht, wenn du das Ag oder Cu-haltige mit etwa 60%Sn hast.

Diese geringen Beigaben verhindern, daß sich die entsprechenden Metalle im Lötzinn lösen.
In Falle Cu ist das die Lötspitze selbst, wenn sie aus Cu besteht, was aber heute nur noch selten der Fall ist.
Im Falle Ag könnte durch das Lötzinn die Versilberung mancher Kondensatoren angegriffen werden, und deshalb gibt man dem Lot von vornherein etwas Ag bei.

Du solltest dir aber etwas dickeres Lötzinn kaufen.
0,5mm nimmt man für SMD-Lötungen, im Alltag ist es zu dünn und lässt sich schlechter handhaben als 0,8mm oder 1,0mm dicker Lötdraht.
Gelegentlich findet man auch die englischen Angaben "RA" oder "RMA" für das Flußmittel auf der Verpackung.
RA ist der Standard, RMA (Rosin Mildly Activated) sollte der Bastler nicht verwenden, weil das nur bei blitzblanken Neuteilen funktioniert.

P.S.:
Zitat :
Da ich im Moment kein Viskoseschwamm habe
Vielleicht hast du einen Schwamm zum Auto waschen.
Das ist oftmals nicht anderes.
Das Zeug sieht gelblich aus mit vielen großen Poren und quillt im Wasser stark auf.
Wenn man es anzündet oder erhitzt, riecht es nach verbranntem Papier (ist auch chemisch damit verwandt), aber es schmilzt nicht.


[ Diese Nachricht wurde geändert von: perl am 29 Mär 2014 22:52 ]


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