Labornetzteil oder nicht? Trenntransformator?

Im Unterforum Alle anderen elektronischen Probleme - Beschreibung: Was sonst nirgendwo hinpasst

Suchen          Elektronik Forum Nicht eingeloggt       Einloggen       Registrieren



Elektronik- und Elektroforum Forum Index   >>   Alle anderen elektronischen Probleme        Alle anderen elektronischen Probleme : Was sonst nirgendwo hinpasst

Autor
Labornetzteil oder nicht? Trenntransformator?
Suche nach: labornetzteil (810) trenntransformator (76)

    










BID = 925522

Andi-872

Aus Forum ausgetreten
 

  


Hallo,

zum "basteln" gibt es diverse Labornetzgeräte ab ca. 100,- EUR zu kaufen. Spricht eigentlich etwas dagegen, ein Netzteil eines ausrangierten Computers als ein solches zu verwenden? Diese Netzteile sind sehr aufwendig gebaut, stabilisiert und haben für sicher die meisten Anwendungen ausreichend Leistung. Oder sollte man das (aus mir derzeit nicht bekannten Gründen) tunlichst unterlassen und auf ein "echtes" Labornetzteil zurückgreifen?

Eine weitere Frage zu Trenntransformatoren: z.B. bei Reichelt gibt es einen für 164,- EUR im eingebauten Gehäuse. Und es gibt einen ohne Gehäuse (lediglich in Schutzgehäuse vergossen), den man selbst anklemmen muss. Dieser kostet satte 100,- EUR weniger. Selbe Frage: kann mann das machen? Oder besser Finger weg und einen im fertigen Gehäuse kaufen?

Andi

BID = 925524

Offroad GTI

Urgestein



Beiträge: 11612
Wohnort: Cottbus

 

  


Zitat :
Diese Netzteile sind sehr aufwendig gebaut
Wohl kaum.


Zitat :
stabilisiert und haben für sicher die meisten Anwendungen ausreichend Leistung.
Schon, wobei natürlich alles relativ ist.


Zitat :
Oder sollte man das (aus mir derzeit nicht bekannten Gründen) tunlichst unterlassen und auf ein "echtes" Labornetzteil zurückgreifen?
Kommt darauf an, was du vorhast.
Ein gutes Labornetzteil ist natürlich nicht zu ersetzen (außer natürlich, durch ein noch besseres )
Die Nachteile eines PC-Netzteils liegen ja auf der Hand:
-Ausgangsspannung nicht einstellbar
-keine Strombegrenzung
-keine Überstrom/~spannungsabschaltung
-fragwürdige absolute Genauigkeit
-Mindestlast erforderlich
-verschiedene Ausgangsspannungen u.U. nicht galvanisch getrennt
...




_________________
Theoretisch gibt es zwischen Theorie und Praxis keinen Unterschied. Praktisch gibt es ihn aber.




[ Diese Nachricht wurde geändert von: Offroad GTI am  7 Mai 2014 19:24 ]








BID = 925532

unlock

Schriftsteller

Beiträge: 828
Wohnort: Mosbach


Zitat :
Offroad GTI hat am  7 Mai 2014 19:20 geschrieben :

Die Nachteile eines PC-Netzteils liegen ja auf der Hand:

...

Und u.U. bei Analogschaltungen gewisse Einstreuungen durch unzureichend gefiltert,oder reglerrückwirkung,HF vom Schaltnetzteil.

_________________
One Flash and you're Ash !

BID = 925545

Bubu83

Schreibmaschine



Beiträge: 2678
Wohnort: Allgäu

Gerade die Strombegrenzung finde ich für ein Netzteil für Versuche schon sehr wichtig. Von daher würde ich da kein Computernetzteil empfehlen...

BID = 925559

Andi-872

Aus Forum ausgetreten

"Und u.U. bei Analogschaltungen gewisse Einstreuungen durch unzureichend gefiltert,oder reglerrückwirkung,HF vom Schaltnetzteil."

Sind denn Labornetzteile keine Schaltnetzteile? Sind die noch nach altem Stil mit "richtigem" Trafo gebaut und verlassen die 50Hz zu keinem Zeitpunkt?
HF-Einstreuungen möchte ich schon vermeiden, da ich auch hin und wieder mit Audioschaltungen arbeite. Und nicht umsonst findet man ja bei (guten) Audiogeräten in der Stromversorgung den "guten, alten" Transformator...

Dieses Labornetzteil hier z.B.?:

http://www.reichelt.de/Labornetzger.....6035D




Und diesen Trenntrafo:

http://www.reichelt.de/Labornetzger.....20300

oder doch besser diesen:

http://www.reichelt.de/Trenntrafos/.....02240


???????


Andi

BID = 925561

perl

Ehrenmitglied



Beiträge: 11110,1
Wohnort: Rheinbach


Zitat :
Sind denn Labornetzteile keine Schaltnetzteile?
Das ist unterschiedlich.
Früher wurden auch bei hohen Leistungen Analogschaltungen verwendet. Evtl. wurde die Sekundärspannung des Netztrafos mit einem Relais umgeschaltet um die Verlustleistung im Zaum zu halten.

Heute kommt man wegen der erforderlichen PFC jenseits von 70W um ein Schaltnetzteil nicht herum.
Danach folgt aber eine analoge Regelschaltung, die nicht sehr hohe Verlustleistungen verursacht, weil man den Schaltregler so führen kann, dass seine Ausgangsspannung stets nur ein paar Volt höher ist als die Ausgangsspannung des Netzteils.


Zitat :
oder doch besser diesen:
Das hängt davon ab, was du machen willst.
Wenn du die damit die Leistungselektronik eines Induktionsherdes reparieren willst, werden beide zu schmächtig sein.
Wenn du aber immer nur die Elektronik von Geräten reparieren willst, die ohnehin einen Trenntrafo beinhalten oder mit Batterie betrieben werden, erübrigt sich das.

Sinnvoll ist oft ein so genannter Regeltrenntrafo (eigentlich ist es ein Stelltrenntrafo), dem du auch etwas höhere Spannungen als die Netzspannung entnehmen kannst.
Leider sind diese Dinger recht teuer *), aber es gibt ja einen Gebrauchtgerätemarkt.


*) P.S.:
Z.B.: http://www.reichelt.de/Labornetzger.....01936


[ Diese Nachricht wurde geändert von: perl am  8 Mai 2014  1:06 ]

BID = 925597

Beckenrandschwimmer

Schreibmaschine



Beiträge: 1800
Wohnort: Altrip

Ich habe einen alten Regeltrenntrafo (700VA) mal günstig bekommen. Dazu noch ein 35V/ 3A Labornetzgerät und für 95% aller Fälle bist du gerüstet. Zusätzlich habe ich mir noch ein 0...16V 0...60A Netzteil selbst gebaut, um KFZ-Endstufen zu reparieren und zu testen + ein wenig zu spielen

BID = 925659

Andi-872

Aus Forum ausgetreten

Hallo,

@perl: Nettes Gerät, dieser Regeltrenntrafo. Allerdings brauche ich den sehr wahrscheinlich nicht, denn ich arbeite (bastle) bis max. +/-15VDC. An Netzspannung vergreife ich mich so gut wie gar nicht. Und wenn, dann nach den Gegebenheiten, um vielleicht mal mit ´nem Relais eine Glühbirne anzuschalten. Dafür reicht die anliegende Netzspannung (mit ihren ggf. vorhandenen Schwankungen).
Den Trenntrafo möchte ich mir aus "Sicherheitsgründen" zulegen (dafür isser ja auch wohl gedacht). Kannst Du etwas zu den beiden bereits genannten sagen? 100 € sparen, nur weil kein Gehäuse werksseitig dabei ist, ist nicht unrelevant für mich. Alte Gehäuse hab ich rumliegen, könnte mir den preiswerteren Trafo dort selbst einbauen... Und 300W sind für einen Hobbybastler in den meisten Fällen ausreichend, oder?


Andi

BID = 925709

dl2jas

Inventar



Beiträge: 9914
Wohnort: Kreis Siegburg
Zur Homepage von dl2jas

Trenntrafo 300 Watt reicht in den meisten Fällen für diverse Geräte der Unterhaltungselektronik.

DL2JAS

_________________
mir haben lehrer den unterschied zwischen groß und kleinschreibung und die bedeutung der interpunktion zb punkt und komma beigebracht die das lesen eines textes gerade wenn er komplizierter ist und mehrere verschachtelungen enthält wesentlich erleichtert

BID = 926767

Bin-neu-hier

Gerade angekommen


Beiträge: 5
Wohnort: Geesthacht

Was möchtest DU damit machen?
Immer wieder die Frage..
Für den reinen Betrieb von Schaltungen reichen die "Normalspannungen"
5,12, 15 ev. ergänzend das ganze auch mit -5 etc..
Trenntrafo?
Jeder normale trafo trennt galvanisch. Trenntrafos haben jedoch erhöhte Sicherheitsstandards.
Ev. solltest Du 2 gleisig fahren.
Konstantspannungsgeräte und regelbare Netzgeräte.

Manche sind auch voreinstellbar, recht nützlich.
Regelbare Netzteile sind für Fehlersuche notwendig, Regeltrafos hilfreich.


Je nach "Kenntnissen" kannst Du natürlich auch Trafos mit Geleichrichtern und Siebung (Kondensatoren) verwenden.

Mit einem Regeltrafo kannst Du dann von maximalen Werten, z.B. 15 V runterregeln auf 5 V.
Was für dich optimal ist, das musst Du wissen.

300 W?, welche Spannung? 15 V? dann sind 20 A drin, für was braucht man solche "Testleistungen"?

Gab gibt von ELV eine Schaltung die von z.B. von 12 auf 24 Volt oder z.B auf 5 V regelt, jeweils 4 A. Praktisch im Auto...

BID = 926780

der mit den kurzen Armen

Urgestein



Beiträge: 16997


Zitat :
Bin-neu-hier hat am 22 Mai 2014 13:05 geschrieben :


Trenntrafo?
Jeder normale trafo trennt galvanisch. Trenntrafos haben jedoch erhöhte Sicherheitsstandards.


Vorsicht mit solchen Aussagen. Ein Spartrafo ist auch ein normaler Trafo aber ohne galvanische Trennung. Trenntransformatoren sollen eine sichere galvanische Trennung gewährleisten und das tun nicht alle Trafos! Reparaturen an Netz betriebenen Geräten sollten Grundsätzlich an einem Trenntrafo durchgeführt werden!

_________________
Tippfehler sind vom Umtausch ausgeschlossen.
Arbeiten an Verteilern gehören in fachkundige Hände!
Sei Dir immer bewusst, dass von Deiner Arbeit das Leben und die Gesundheit anderer abhängen!


Zurück zur Seite 0 im Unterforum          Vorheriges Thema Nächstes Thema 


Zum Ersatzteileshop


Bezeichnungen von Produkten, Abbildungen und Logos , die in diesem Forum oder im Shop verwendet werden, sind Eigentum des entsprechenden Herstellers oder Besitzers. Diese dienen lediglich zur Identifikation!
Impressum       Datenschutz       Copyright © Baldur Brock Fernsehtechnik und Versand Ersatzteile in Heilbronn Deutschland       

gerechnet auf die letzten 30 Tage haben wir 39 Beiträge im Durchschnitt pro Tag       heute wurden bisher 3 Beiträge verfasst
© x sparkkelsputz        Besucher : 152971283   Heute : 2056    Gestern : 13228    Online : 227        7.7.2020    9:29
4 Besucher in den letzten 60 Sekunden        alle 15.00 Sekunden ein neuer Besucher ---- logout ----viewtopic ---- logout ----
xcvb ycvb
0.19931602478