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Welchen Kondensator @500 kHz ? Suche nach: kondensator (17552) |
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BID = 671552
OnkelTom Gerade angekommen
Beiträge: 9
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Hallo zusammen!
Ich habe hier einen Step-Up-Treiber für LEDs, dessen Ausgangsstrom mit 500 kHz getaktet ist (PR4402). Laut Datenblatt wird ein ~500 nF Kondensator zum Glätten empfohlen. Ich würde jetzt vermuten, dass Elkos bei diesen Frequenzen nicht gut geignet sind. Was kann ich stattdessen nehmen? Vielschichtkeramik? Folienkondensatoren? Wichtig ist auch, dass die Baugröße klein bleibt. |
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BID = 671553
Kleinspannung Urgestein
     
Beiträge: 13388 Wohnort: Tal der Ahnungslosen
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Versuch einfach mal,500nF Elkos oder Keramikkondensatoren auf normalem Weg zu bekommen.
Und dann kannst vermutlich die Frage selber beantworten...
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Manche Männer bemühen sich lebenslang, das Wesen einer Frau zu verstehen. Andere befassen sich mit weniger schwierigen Dingen z.B. der Relativitätstheorie.
(Albert Einstein) |
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BID = 671554
OnkelTom Gerade angekommen
Beiträge: 9
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BID = 671556
der mit den kurzen Armen Urgestein
     
Beiträge: 17437
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BID = 671557
OnkelTom Gerade angekommen
Beiträge: 9
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Alles klar, danke!
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BID = 671559
perl Ehrenmitglied
       
Beiträge: 11110,1 Wohnort: Rheinbach
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Heute werden für derartige Zwecke meist keramische SMD Kondensatoren eingesetzt, die es mittlerweile mit Kapazitäten gibt, die man früher nur von Elkos kannte.
Neben dem wünschenswerten sehr geringen ESR haben diese Kondensatoren allerdings auch einige sehr schlechte Eigenschaften, u.a. die Kapazitätsabnahme bei anderen als Zimmertemperatur.
Die nächstbesten Alternative ist ein SMD-Tantalelko.
Aluminiumelkos, wie die verlinkten, solltest du bei hohen Schaltfrequenzen nicht einsetzen.
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BID = 671573
OnkelTom Gerade angekommen
Beiträge: 9
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Okay, klar soweit. Die Betriebstemperatur wird bei schätzungsweise 35 Grad liegen, das sollte laut der Temperatur/Kapazitätskurve für Z5U auf Wikipedia okay sein.
In wie fern kann sich die Eigenresonanzfrequenz des Kondensators negativ auswirken? Reichelt macht da leider keine genauen Angaben zu. Ist es bezüglich der Resonanz günstiger, zwei verschiedene Kapazitäten parallel zu schalten?
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BID = 671598
perl Ehrenmitglied
       
Beiträge: 11110,1 Wohnort: Rheinbach
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Die Eigenresonanz wird i.d.R hauptsächlich durch den Kapazitätswert und die Art und Länge der Zuleitungen (bei SMD: Abmessungen des Bauteils) bestimmt. Oft finden sich entsprechende Kurven in den Datenblättern der Kondensatoren.
Bei der Verwendung von SMD-Komponenten wird die Resonanzfrequenz aber meist mehr durch das Layout, als durch den Kondensator selbst bestimmt.
Generell sollte sie erheblich über der Schaltfrequenz und deren stärksten Oberwellen (3.H, 5.H) liegen, weil der Kondensator sich oberhalb der Resonanzfrequenz induktiv verhält.
Das kann zu Spannungsspitzen und erhöhten Schaltverlusten führen.
Manchmal schaltet man deshalb den großen Kondensatoren mit niedriger Resonanzfrequenz noch kleine Kondensatoren mit hoher Resonanzfrequenz parallel.
Bei der Anwendung solcher Maßnahmen muss man natürlich ganz besonders auf das richtige Layout achten, sonst bedeutete das Perlen vor die Säue zu werfen.
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