Zitat :
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| von 1,0 bei 120Hz bis zu 1,15 bei 10kHz |
Das ist nix!
Liegt im Bereich der Meßunsicherheit, Temperaturschwankungen und Exemplarstreuungen.
Prinzipiell resultiert die zulässige Wechselstrombelastbarkeit aus der noch akzeptablen Wärmeentwicklung, für die der ESR des Kondensators verantwortlich ist.
Bei Elkos ist das eigentliche Dielektrikum das sehr verlustarme und gut isolierende Aluminiumoxid, das sich auf der Anodenfolie befindet.
Verluste sind hauptsächlich durch den Widerstand des Elektrolyten bedingt, der diese Eloxalschicht berührt und so die zweite Platte des Kondensators bildet.
Da die Kapazität proportional zur Fläche ist, vergrößert man die Oberfläche meist, indem man die Anodenfolie vor dem Oxidieren aufrauht.
Das Resultat ist, dass ein Elko aus vielen unterschiedlichen mikroskopischen RC-Gliedern besteht.
Zum einen sind da die Kondensatörchen auf den "Bergspitzen", die allseitig vom Elektrolyt umspült werden und somit niederohmig kontaktiert werden, zum anderen die elementaren Kondensatoren in den Tälern und Löchern der aufgerauten Folie, bei denen die Stromzuleitung durch den Elektrolyten behindert ist und deshalb hochohmiger erfolgt.
Das Ersatzschaltbild eines Elkos wäre also die Parallelschaltung von sehr vielen unterschiedlichen RC-Gliedern.
Bei sehr niedriger Frequenz -im Extremfall Gleichspannung- tragen alle diese Kondensatoren gleichermaßen zur Kapazität und dem geringen ESR bei, aber bei höheren Freqenzen fällt der Blindwiderstand der Kondensatoren, während der Elektrolytwiderstand sich nur wenig ändert.
Das führt dazu, dass der Stromfluß sich auf die Kondensatoren auf den Bergspitzen konzentriert, während die hochohmiger angebundenen Kondensatoren in den Tälern und Löchern immer weniger zum Stromfluß beitragen.
Unterm Strich steigt also der ESR mit der Frequenz und damit die Erwärmung bei gegebenem Strom.
[ Diese Nachricht wurde geändert von: perl am 23 Jan 2017 6:19 ]