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Defekte Trafos oder Fehler in der Schaltung? Suche nach: schaltung (31746) |
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BID = 94768
Privat Neu hier

Beiträge: 35
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Hallo!
Ich habe ein sehr eigenartiges Problem, bei dem ich nicht mehr weiter weiß! Ich habe eine gut funktionierende Schaltung. Nach einigen Wochen oder sogar Monaten brennt mir immer wieder der Trafo durch, der Grund ist mir unklar. Ich habe die Schaltung primär mit dem Nennstrom, sek. mit dem halben Nennstrom abgesichert. Die Sicherungen sind OK, der Trafo hat aber sekundärseitig einen Wicklungsschluss (unterschiedliche Widerstandswerte, zu kleine Spannung) und wird extrem heiß.
Mit dem 2x12V Trafo und einem pos. und negativen Spannungsregler für 18V habe ich eine Versorgung von max. +-18V (nur zur Begrenzung). Zusätzlich habe ich noch einen pos. 5V Spannungsregler für die Logik und ein paar LEDs.
Trafo: DAGNALL D2034 Pri.: 2x115V/40mA Sec.: 2x12V/250mA
Die Schaltung für die Versorgungsspannung habe ich als Bild eingefügt.
Woran kann es liegen?
- Pos. Strom höher als negativer?
- Latchup - Effekt (warum)?
- Defekte Trafos (schon der 5.!)? |
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BID = 94810
perl Ehrenmitglied
       
Beiträge: 11110,1 Wohnort: Rheinbach
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Wenn das ein Trafo für das amerikanische 60Hz-Netz ist, dürftest du hiermit den Fehler gefunden haben:
Seine Induktivität ist für unser 50Hz Netz zu gering, und deshalb geraät der Kern in die Sättigung (kannst dir auf nem Scope ja mal die Stromaufnahme im Leerlauf ansehen).
Bei etwas hoher Netzspannnung entstehen dann hohe Spitzen im Primärstrom und dadurch fackelt die Primärwicklung ab.
_________________
Haftungsausschluß:
Bei obigem Beitrag handelt es sich um meine private Meinung.
Rechtsansprüche dürfen aus deren Anwendung nicht abgeleitet werden.
Besonders VDE0100; VDE0550/0551; VDE0700; VDE0711; VDE0860 beachten ! |
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BID = 94815
Privat Neu hier

Beiträge: 35
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Hallo Perl!
Danke für den Tipp. Ich habe leider nicht erwähnt, dass am Trafo 50-60Hz angegeben sind. Das mit den 60Hz dürfte es leider nicht sein.
Außerdem müsste dann ja eher die Primärsicherung bzw. die Primärwicklung sterben, oder
Ich habe übrigens sekundär immer einen Windungsschluss, keinen Wicklungsschluss. 
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BID = 94846
Benedikt Inventar
      Beiträge: 6241
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Du hast wirklich jedemal einen Kurzschluss zwischen den Windungen ?
Wenn sowas pasiert, dann liegt das entweder an einem Herstellungsfehler, oder der Trafo muss verdammt heiß werden (weit über 100°), damit der Lack schmilzt.
Und dann müsste normalerweise die Sicherung auslösen.
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BID = 94851
perl Ehrenmitglied
       
Beiträge: 11110,1 Wohnort: Rheinbach
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Zitat :
| | Das mit den 60Hz dürfte es leider nicht sein |
Trotzdem. Wenn die dem Trafo nachgeordneten Teile heil bleiben, solltest du mal im Primärspannung mit einem Regeltrafo langsam hochfahren und schauen ab wann der Leerlaufstrom stark ansteigt.
Eine Überlastung der Sekundärwicklung ist auch durch die zu großen Siebelkos möglich, aber wenn du dort wirklich mit 100mA abgesichert hast, sollte die Sicherung auf jedem Fall auslösen bevor die Wicklung Schaden nimmt.
Bei der Primärabsicherung mit dem Nennstrom des Trafos ist das aber nicht unbedingt der Fall. Dort kann durchaus ein erhöhter Strom so lange fließen bis die Wicklung überhitzt.
_________________
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[ Diese Nachricht wurde geändert von: perl am 25 Aug 2004 13:38 ]
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BID = 94873
Privat Neu hier

Beiträge: 35
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Ich kann's mir auch nicht erklären. Der Trafo wird nach dem Austausch weder heiß, noch fließt unzulässig hoher Strom. Das Gerät arbeitet einwandfrei.
Einige Zeit später (nicht nur Dauerbetrieb) funktioniert die Schaltung nicht mehr => Trafo tod (+Primärsicherung).
Jetzt hatte ich das Glück, dass noch keine Sicherung gefallen ist, der Trafo aber wieder defekt ist: Wird heiß, stinkt und ist an einer Stelle (sekundär) braun. Die Widerstände der Sekundärwicklung sind 7,5 (scheinbar OK) und 5,9 ("braun") Ohm bzw. 13,5 (OK) und 10,5 ("braun") VAC. Primär: 788 Ohm.
Ähnliche Messergebnisse hatte ich auch bei den vorigen Trafos.
Einen "gültigen" Leerlaufstrom kann ich nicht messen, da ich keinen fehlerfreien Trafo mehr habe.
Wie groß darf ein Siebelko sein, damit er keine Probleme macht? Sind 100mA Sicherungen nicht relativ hochomig? Sind große Kondensatoren nicht eine Hilfe gegen den Latchup?
Ich bin für sämtliche Hinweise dankbar.
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BID = 94894
Benedikt Inventar
      Beiträge: 6241
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Zitat :
Privat hat am 25 Aug 2004 14:01 geschrieben :
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Ich kann's mir auch nicht erklären. Der Trafo wird nach dem Austausch weder heiß, noch fließt unzulässig hoher Strom. Das Gerät arbeitet einwandfrei.
Einige Zeit später (nicht nur Dauerbetrieb) funktioniert die Schaltung nicht mehr => Trafo tod (+Primärsicherung).
Jetzt hatte ich das Glück, dass noch keine Sicherung gefallen ist, der Trafo aber wieder defekt ist: Wird heiß, stinkt und ist an einer Stelle (sekundär) braun. Die Widerstände der Sekundärwicklung sind 7,5 (scheinbar OK) und 5,9 ("braun") Ohm bzw. 13,5 (OK) und 10,5 ("braun") VAC. Primär: 788 Ohm.
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Hast du wirklich beide Primärtwindungen in Reihe geschaltet ?
Es ist schon eigenartig, dass nur eine Hälfte durchbrennt.
Ich würde mal den Hersteller wechseln.
Zitat :
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Ähnliche Messergebnisse hatte ich auch bei den vorigen Trafos.
Einen "gültigen" Leerlaufstrom kann ich nicht messen, da ich keinen fehlerfreien Trafo mehr habe.
Wie groß darf ein Siebelko sein, damit er keine Probleme macht? Sind 100mA Sicherungen nicht relativ hochomig? Sind große Kondensatoren nicht eine Hilfe gegen den Latchup?
Ich bin für sämtliche Hinweise dankbar.
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Latchup ? Das ist ein ganz anderes Thema und hat damit nichts zu tun. Und hochohmig sind Sicherungen nie.
1000uF sind etwas hoch, aber sollten kein Problem darstellen. Ich würde sagen, dass es eindeutig ein Fehler am Trafo ist. Anderer Hersteller und es sollte funktionieren...
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BID = 94902
perl Ehrenmitglied
       
Beiträge: 11110,1 Wohnort: Rheinbach
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Warum schreibst du immer wieder von Latchup ?
Hast du in der Schaltung ein Problem damit ?
Solche Kurzschlüsse sollten aber jedenfalls die Sicherungen zum Ansprechen bringen.
Was die Elkos angeht, so hängt die Erwärmung des Trafos maßgeblich von der Belastung der Gleichstromseite ab.
Ein Elko ist kein Perpetuum Mobile, in das du 10Veff hineinsteckst und bei gleichem Strom 15V= herausholst.
Du bezahlst das mit hohen Impulsströmen im Trafo, die wegen P=R*I2 eine starke Erwärmung verursachen.
Den für die Erwärmung maßgeblichen Effektivwert kannst du nur mit einem entsprechenden Gerät messen. Die gebräuchlichen DMM messen den Mittelwert und zeigen daher zu wenig an.
Für das Abschmelzen der Sicherungen ist zwar auch der Effektivwert des Stromes zuständig, aber die Toleranzen der Auslösezeit in der Gegend des Nennstroms sind erheblich.
Bei trägen Sicherungen kann der doppelte Nennstrom in 2s abgeschaltet werden, unter ungünstigen Umständen dauert es aber auch ewig.
Erst beim dreifachen Nennstrom wird innerhalb von 10s abgeschaltet.
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Bei obigem Beitrag handelt es sich um meine private Meinung.
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BID = 94911
Privat Neu hier

Beiträge: 35
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Zitat :
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Ich würde mal den Hersteller wechseln.
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- Den Tipp mit dem Trafowechsel werde ich umsetzen, mir fällt momentan auch nichts sinnvolleres ein. Eigenartig, dass sonst keiner Probleme mit diesem Trafotypen hat?
Zitat :
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Warum schreibst du immer wieder von Latchup ?
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- Wegen dem Latchup habe ich immer nachgefragt, da ich im Forum etwas darüber gelesen habe. Das tritt eben auch nur manchmal auf und verursacht hohe Ströme - Ich dachte vielleicht könnte es so etwas sein. Bisher hatte ich aber keine (bekannten) Probleme damit.
Zitat :
| | Und hochohmig sind Sicherungen nie. |
- Mit hochohmiger Sicherung meinte ich, dass diese ev. den Einschaltstrom des Kondensators genügend begrenzen würde.
nochwas:
- Wenn ich den Trafo noch länger betreiben würde, würde wegen der Erwärmung vermutlich noch mehr zerstört werden.
Vielen Dank für eure Hilfe
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BID = 95498
ronki1 Schriftsteller
    
Beiträge: 689 Wohnort: Halle / Saale
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Hallo Privat,
Dein Trafo hat 2 x 12V, Festspannungsregler 7818 / 7918 und abgreifen tust Du +- 15V ??? Wie geht das? Das passt doch so nicht zusammen.
Hat der Trafo sekundär zwei getrennte Wicklungen, die Du zusammen geschalten hast?
MfG,
ronki1
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BID = 95500
Privat Neu hier

Beiträge: 35
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Hallo ronki1!
Danke, dass Du dir den Schaltplan so genau angesehen hast. Du hast recht, das passt nicht ganz.
Die Spannungsregler sind nur zur Sicherheit, da die Trafos bei wenig Belastung eine höhere Spannung als die Nennspannung haben. Unter normalen Bedingungen habe ich um die +-15V (12 x 1,414 - 1,4 für Gleichrichter - ? für 7818 / 7918). Würde ich 18V schreiben, stimmt es unter normalen Bedingungen eben auch nicht ganz...
Zitat :
| Hat der Trafo sekundär zwei getrennte Wicklungen, die Du zusammen geschalten hast?
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Ja, genau ich habe die Wicklungen in Serie geschaltet. Scheinbar richtig: Bei meinem neuen Trafo (Hersteller ERA) habe ich einen Primär Leerlaufstrom von ca. 27mA. Das müsste passen.
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BID = 95565
ronki1 Schriftsteller
    
Beiträge: 689 Wohnort: Halle / Saale
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Hallo,
die Festspannungsregler brauchen eine um 2-3V höhere Eingangsspannung, um richtig zu funktionieren!!!
Wenn Du nur 15V brauchst, warum dann nicht die 7815 und 7915?
MfG,
ronki1
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BID = 95569
Privat Neu hier

Beiträge: 35
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Hallo ronki1!
Stimmt schon, die 15er wären schöner, aber in meinem Fall ist es nur eine Sicherheit, so ähnlich wie wenn man eine 18V Z-Diode bei 15V Spannung verwendet. Bei der nächsten Schaltung werde ich 7815/7915 verwenden, weil es wie gesagt egal ist.
Einen Vortei hätten die 18V Regler: Ich habe bei Überspannung weniger Verlustleistung wie bei den 15er, da ich ja auf 18V Regle - spielt aber hier auch keine Rolle.
Ich glaube aber nicht, dass es etwas mit meinen toten Trafos zu tun hat.
Gruß Privat
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