Durchgeschliffene Deckenlampenanschlüsse- zulässig?

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Durchgeschliffene Deckenlampenanschlüsse- zulässig?

    










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Oertgen

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Beiträge: 1110
Wohnort: Duisburg
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Man sieht es in Altbauten immer wieder: Deckenlampenanschlüsse von denen weitere Leitungen zu Steckdosen oder Verteilerdosen abgezweigt/weitergeleitet werden. Und oft passiert dann folgendes: Beim Auszug schrauben die Mieter dann mit der Lampe auch die Lüsterklemme ab, so dass die Verbindung zu den betreffenden Steckdosen etc. unterbrochen wird ,oder was besonders gefährlich ist: Nur der Schutzleiter oder der Nulleiter bei klassischer Nullung.
Ist bzw. waren solche Installationen jemals erlaubt? Und besteht eine Pflicht, diese zu ändern?

BID = 582961

ego

Inventar



Beiträge: 3093
Wohnort: Köln

 

  

Dieses Problem haben wir in einer Plattenbausiedlung der 70er mit über 800WE welche wir betreuen: Waren nur 2 N bzw PE an der Deckendose, so hat die E-Firma diese nur mit der Lüsterklemme für die Leuchte verbunden.

Obwohl wir seit Jahr(zehnten) in Leerwohnungen die Deckendosen neu verklemmen, kommt es regelmässig vor das Mieter beim Leuchtenwechsel die halbe Wohnung ausser Betrieb setzen.

Übrigens: Die komplette Anlage ist mit sogenannten "Wire-Nuts" verklemmt.

Fazit: Für mich allein schon deshalb unzulässig, da eine Lüsterklemme nicht zum verklemmen geeignet ist.








BID = 582963

Trumbaschl

Inventar



Beiträge: 7460
Wohnort: Wien

War hier jahrzehntelang absolut üblich. In der Schweiz wurde vor einigen Jahren für NEuanlagen (aber nicht Reparaturen) eine solche Konstruktion mit unterbrochenem PE verboten, das ist das einzige mir bekannte explizite Verbot. Ich habe so etwas einmal teilweise erweitert (Serienschalter nachgerüstet), da habe ich strikt darauf geachtet, die Leuchte nicht direkt an die Durchgangsklemmen (Wagos) anzuschließen sondern an kurze Drahtbrücken (H07V-U). Durch die völlig unterschiedlichen Klemmen Lusterklemme bzw. Wago) sieht vielleicht auch ein weniger versierter Mieter den Unterschied und läßt die Durchgangsverdrahtung bestehen.

Auch in Neubauten habe ich derlei schon öfter gesehen wenn mehrere Leuchtenauslässe mit dem gleichen Schalter betätigt werden, da wird immer nur durchgeschliffen und bei jeder Leuchte geklemmt.

_________________
"Und dann kommen's zu ana Tür da steht oben "Eintritt verboten!" und da miaßn's eine!"

BID = 582968

GeorgS

Inventar



Beiträge: 6450

Hallo,
womit wird denn da durchgeschliffen?
Mit Glaspapier oder Korund?
Im Forentitel und hier noch mal:

Zitat :
da wird immer nur durchgeschliffen

Was sagt eigentlich der Duden?
Kennt der überhaupt das Elektriker-Verb "durchschleifen"?
Gruß
Georg

_________________
Dimmen ist für die Dummen

BID = 582969

ego

Inventar



Beiträge: 3093
Wohnort: Köln


Offtopic :
Keine Ahnung! Sag du es uns!

BID = 583014

sam2

Urgestein



Beiträge: 35330
Wohnort: Franken (bairisch besetzte Zone)

Es muß in dieser Bedeutung "durchgeschleift" heißen.


Zitat :
Das Verb schleifen im Sinne von "glatt oder scharf machen" wird unregelmäßig gebeugt: schleifen, schliff, geschliffen; er schliff die Sense; das Messer wurde geschliffen; ein geschliffener Diamant.

Das Verb schleifen in der Bedeutung "einebnen" wird hingegen regelmäßig gebeugt: schleifen, schleifte, geschleift; die Römer schleiften die Befestigungsanlage; die Mauern der Stadt wurden geschleift.

Auch "schleifen" im Sinne von "hinter sich herziehen" wird regelmäßig gebeugt: Der Mörder schleifte sein Opfer bis zur Brücke; ich habe den Koffer die ganze Strecke hinter mir her geschleift.


Die falsche Version wurd hier in letzter Zeit von mehreren Leuten benutzt. Aber ich will nicht immer der Erste sein, welcher es kritisiert. Sonst heißt es wieder, ich würde nur herummeckern...

[ Diese Nachricht wurde geändert von: sam2 am 24 Jan 2009 17:12 ]

BID = 583111

Bunkerspirit

Stammposter



Beiträge: 393
Wohnort: Nähe Ulm

In unserer Gegend leider auch ein bekanntes Problem. TNC und fehlender Nullleiter an der Steckdose ist nicht wirklich toll.

Notfalls neue Adern einziehen. 3 durchgehend zur Steckdose an Deckenbrennstelle am besten für Mieter unsichtbar und 3 Adern für die Leuchte. 6 Adern von Klemmdose zur Leuchte gehen meistens Problemlos rein.

BID = 584242

chris75

Gesprächig



Beiträge: 100
Wohnort: linden


Zitat :
Ist bzw. waren solche Installationen jemals erlaubt? Und besteht eine Pflicht, diese zu ändern?


Eine Änderungpflicht besteht nicht wenn die damaligen Vorschriften eingehalten woren sind.

Und wenn ale Klemmstellen zugänglich sind....

sehe ich auch keinen Grund dies zu ändern. Steckdosen werden ja auch durchgeschliffen.

BID = 584294

sam2

Urgestein



Beiträge: 35330
Wohnort: Franken (bairisch besetzte Zone)

Nein, werden sie niemals.
Sondern durchgeschleift!!!

BID = 584314

TAB

Schriftsteller



Beiträge: 571
Wohnort: rot-grünes Irrenhaus an der Weser

Moin,

Offtopic :
naja, kommt drauf an, wenn jetzt die durchgeschleiften Leitungsenden lang genug sind und ich binde mir die Steckdose mit den Drahtenden an die Anhängekupplung, denn kann das schon passieren...


Duck und wech .....

BID = 584315

Kabelkasper

Stammposter



Beiträge: 497
Wohnort: Niedersachsen

Ich kenne das auch im TT-Gebiet meiner Oma mit Mehrfachfehler: In der "Kammer" Deckenauslass und Steckdose. Der Elektriker war ein Künstler: Zum Errichtungszeitpunkt war die Schutzmaßnahme "Schutz durch nichtleitenden Raum", also nur L1 und N. Mit dreiadriger Stegleitung zum Deckenauslass. Dort wurden die Ader getrennt und die Stegleitung so kunstvoll geschwungen, dass nur zwei graue Adern und eine rote aus dem Putz gucken, schwarz wurde unsichtbar/ungeschnitten weitergeführt zur Steckdose. Dort war nur schwarz und grau aufgelegt.

Wir war die Verdrahtung? In der Zuleitung zum Deckenauslass lag N auf grau, der geschaltete L1 fürs Licht auf rot und auf schwarz Dauer-L1 für die Steckdose. Da die Lampe auch einen N braucht war der graue aufgetrennt und abgangsseitig der rote im Putz abgekniffen. Der "korrekte" Leuchtenanschluss wäre also Lampen-L1 auf rot und Lampen-N mit beiden grauen verbunden.

Was macht die schlaue Verwandtschaft, die bei Oma nett helfen wollte (ein bisschen Elektrik kann ja jeder)? Schließen halt die Adern permuttiert irgendwie so an die Leuchte an, dass es leuchtet. --> Endergebnis: der abgangsseitige graue kommt auf der PE-Klemme der Lampe zum Liegen, denn nur in dieser Kombination gibt es ja Licht.

Die Steckdose funktioniert nicht mehr. Aber L1 liegt noch an, Verbraucher eingesteckt gab eine wunderbare Rückspannung auf der Leuchte! Das Paradoxe: eine zweipolige Spannungsmessung an der Steckdose zeigte weder zwischen den Polen noch zwischen einem Pol und dem Schutzleiter eine Spannung an, weil ja nur noch L1 anlag. Beim Einbau der Zentralheizung wurden nämlich scheinbar nur die Steckdosen gegen Schuko ausgetauscht, ein Schutzleiter wurde nicht nachverlegt.

Das positive an der Sache: Trotz mehrfacher Fehler ist es nicht zu einem Schaden gekommen. Als die Steckdose nicht mehr ging, hat meine Oma mich zu Rate gezogen und ich habe den Bockmist entdeckt.

KK

Teppfihler verbessert

[ Diese Nachricht wurde geändert von: Kabelkasper am 30 Jan 2009  0:10 ]

BID = 584320

Trumbaschl

Inventar



Beiträge: 7460
Wohnort: Wien

Warum die Leute bloß nicht einmal fähig sind, etwas genau wieder so anzuschließen wie es vorher war?!? *kopfkratz*

Die Lichtstromsteckdosen gegen Schukos auszutauschen aber keinen PE zu verlegen ist aber auch wieder so ein richtig klassischer Stunt... den gibt es in Wien auch überall.

Edit: so richtig geil werden solche Leuchtenauslässe erst mit G-Drähten/NGA! Mein Vater hatte einen ziemlich schrägen Blick drauf, als er in der neuen Wohnung statt der erwarteten 2 Adern nicht weniger als 5 schwarze Adern aus der Decke hängen sah, alle von den Vormietern abgeschnitten und fein säuberlich mit Leukoplast(!) umwickelt... dazu gab es in diesem Zimmer noch nicht weniger als fünf Lichtschalter (Wechselschaltung für Deckenleuchte, 2 Wandleuchten und Schalter für Bad nach alter Gepflogenheit außen).

[ Diese Nachricht wurde geändert von: Trumbaschl am 30 Jan 2009  0:55 ]

BID = 584347

Stifmaster

Schriftsteller



Beiträge: 731
Wohnort: Mainfranken

Auch beliebt:
Die Wechselschaltung über den Lampenauslass mit 3-adriger Stegleitung.
Von der einen Seite: GR als N, SW und RT als Korrespondierende.
Von der anderen Seite: SW als L', GR und RT als Korrespondierende.
Das ganze im Baldachin der Lampe richtig verklemmen schon funktioniert die Wechselschaltung. PE?!? was ist PE? Jede andere Farbkombination natürlich möglich.
Müsste zumindest bei Leuchten ohne PE-Anschluss zulässig gewesen sein, da die rote Ader ja auch als L verwendet werden durfte, oder?
Nur wer schließt dann auch wirklich bei einer neuen Leuchte den PE mit an wenn er sie schon gekauft hat und merkt, aus der Wand kommen 6 Drähte nur net der richtige.

_________________
Für meine Beiträge schließe ich jegliche Haftung aus. VDE-Vorschriften sind immer zu beachten. SICHERHEIT GEHT VOR!

BID = 584362

sam2

Urgestein



Beiträge: 35330
Wohnort: Franken (bairisch besetzte Zone)

Dein Beispiel ist zutreffend und wäre sogar bei grau=PEN zulässig gewesen. Solche Schaltungen gibts im Bestand durchaus nicht wenige.

Da hat dann der Selbermacher viel Freude.

Aber noch übler kommt die simple Serienschaltung im TN-C:
grau = PEN
schwarz = geschalter L´
rot = geschaltere L´´

Denn da sind nur drei Adern da, den alten Farbcode findet man im Internet. Und schon wird - vermeintlich korrekt - fröhlich angeklemmt:

grau auf N
schwarz auf L
rot auf PE

Folge:
Mit der einen Schalterwippe geht das Licht an und aus, die zweite aktiviert die "Diebstahlsicherung" für die Leuchte...

Noch besser, wenn irgendwann mal der ursprüngliche Serienschalter durch Ausschalter oder Dimmer ersetzt wurde, dabei sw und rot dort zusammengeklemmt.

Merke:
Liegt die Hausfrau tot am Boden - tat der Hausmann, was verboten...

BID = 584388

Stifmaster

Schriftsteller



Beiträge: 731
Wohnort: Mainfranken


Offtopic :

Zitat :
Liegt die Hausfrau tot am Boden - tat der Hausmann, was verboten...

Das muss in den Spruch des Tages.


_________________
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[ Diese Nachricht wurde geändert von: Stifmaster am 30 Jan 2009 15:01 ]


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