Potentialausgleich verbessern

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Autor
Potentialausgleich verbessern
Suche nach: potentialausgleich (965)

Problem gelöst    










BID = 902331

Der Sascha

Stammposter



Beiträge: 459
 

  


Hallo Leute,

bei der Abschlussmessung meiner Neuinstallation (Altbau) wurde der Erder nachgemessen und ergab einen Wert von 64 Ohm. Leider viel zu hoch...

Habe als mein Vorgarten geöffnet war und mein Wasser einen neuen Anschluss bekam einen 1,50 Kreuzerder in die Erde gehämmert. Der schlechte Werte wurde mir jetzt erst bewusst...

Wie bekomme ich optimale Werte hin?

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gruß Sascha


1. Freischalten
2. Gegen Wiedereinschalten sichern
3. Spannungsfreiheit allpolig feststellen
4. Erden und kurzschließen
5. Benachbarte, unter Spannung stehende Teile abdecken oder abschranken



[ Diese Nachricht wurde geändert von: Der Sascha am 13 Okt 2013 14:16 ]

BID = 902341

Dark Dragon

Schreibmaschine



Beiträge: 1362
Wohnort: Solingen

 

  

Tja ...

Auch wenn manche Menschen mit dem anderen Betriebsystem behaupten, es läge nicht an der Größe und Länge. (Habe ich nur von Anderen so gehört)...
Liegt es hier auf jeden Fall daran.
Man(n) kann hier also sagen, je trockener die Umgebung, je länger / bzw. umso mehr Stäbe werden benötigt, um das Ziel zu erreichen.




[ Diese Nachricht wurde geändert von: Dark Dragon am 13 Okt 2013 16:15 ]








BID = 902356

Der Sascha

Stammposter



Beiträge: 459

Bekomme ich mit einem Plattenerder optimale Werte?

Es handelt sich um Sandboden.

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gruß Sascha


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BID = 902358

elo22

Schreibmaschine

Beiträge: 1387
Wohnort: Euskirchen
Zur Homepage von elo22


Zitat :
Der Sascha hat am 13 Okt 2013 17:15 geschrieben :

Bekomme ich mit einem Plattenerder optimale Werte? Es handelt sich um Sandboden.


Tiefenerder

Lutz

BID = 902401

Dipol

Gesprächig



Beiträge: 158
Wohnort: Raum Stuttgart


Zitat :
Wie bekomme ich optimale Werte hin?

Siehe Blitzschutznorm DIN EN 60728-11 (VDE 0185-305) oder DIN 18014, Reihenfolge der Alternativen nach Wirksamkeit und Aufwand:

  1. zweiten 1,5 m langen Vertikalerder mit ≥ 3 m Abstand vom ersten, Erderköpfe mindestens 0,5 m unter Grund versenkt
  2. zwei neue 2,5 m lange Vertikalerder mit ≥ 5 m Abstand zueinander, Erderköpfe wie vor
  3. längeren Erdspieß mit 9,0 m Standardlänge, möglichst V4A
  4. Banderder mit ≥ 5 m Länge, Einbautiefe ≥ 0,5 m
  5. Kombination aus Band- und Vertikalerder
  6. V4A Ringerder der nach DIN 18014 ≥ 80 % erdfühlig verlegt werden muss

Trockenen Arbeitsraum durch ≥ 1 m Wandabstand vermeiden, bei extremen Dachüberständen evtl. auch mehr.




BID = 902479

Stifmaster

Schriftsteller



Beiträge: 731
Wohnort: Mainfranken

Moin,

mal langsam, bevor jetzt der ganze Garten aufgegraben wird. Was soll denn mit dem Erder bzw. der Erdungsanlage überhaupt gemacht werden?

Für eine Blitzschutzanlage ist dieser Wert zu hoch. Dann eine der Maßnahmen, welche Dipol vorgeschlagen hat anwenden.

Für den reinen Potentialausgleich mit PEN-Stütze oder für den Potentialausgleich mit Schutzerdung für ein TT-Netz mit entsprechenden FI-Schutzschaltern (idealerweise überall 30 mA) finde ich diesen Wert zwar nicht gut aber ausreichend.

Mal zum Vergleich: Im TT-Netz darf theoretisch bei einer Berührspannung von 50 V und Verwendung von 30 mA FI-Schutzschaltern für jeden Stromkreis der Erdungswiderstand 1660 Ohm betragen.


Gruß Stefan

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BID = 902512

Der Sascha

Stammposter



Beiträge: 459

Hallo Stefan,

es dreht sich um einen nachgerüsteten Erder für den Potentialausgleich.

Von einer Blitzschutzanlage ist nicht die Rede.

Der Elektriker der die Ablussmessungen gemacht hatte, meinte was von >10 Ohm wäre ein guter Wert und denn sollte ich versuchen hinzubekommen

Netzform ist ab HAK ein TN-S



Danke für die Hilfe

[ Diese Nachricht wurde geändert von: Der Sascha am 14 Okt 2013 21:52 ]

BID = 902515

der mit den kurzen Armen

Urgestein



Beiträge: 17236


Zitat :
Der Sascha hat am 14 Okt 2013 21:34 geschrieben :

Hallo Stefan,

es dreht sich um einen nachgerüsteten Erden für den Potentialausgleich.

Von einer Blitzschutzanlage ist nicht die Rede.

Der Elektriker der die Ablussmessungen gemacht hatte, meinte was von >10 Ohm wäre ein guter Wert und denn sollte ich versuchen hinzubekommen

Netzform ist ab HAK ein TN-S



Danke für die Hilfe



[ Diese Nachricht wurde geändert von: Der Sascha am 14 Okt 2013 21:36 ]


Du meinst bestimmt einen nachgerüsteten Erder und kleiner 10 Ohm. Aus einem TN-C-Netz kannst du nur ein TN-C-S Netz ab Hak machen oder ein TT-Netz.
Edit: Bei Sandboden musst du schon deutlich Tiefer als 1,5 m in den Boden rein!

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[ Diese Nachricht wurde geändert von: der mit den kurzen Armen am 14 Okt 2013 21:51 ]

BID = 902516

Der Sascha

Stammposter



Beiträge: 459


Zitat :
Aus einem TN-C-Netz kannst du nur ein TN-C-S Netz ab Hak machen oder ein TT-Netz.


Hm.. dann bin ich jetzt verwirrt. Laut TAB für die Gemeinde Wadgassen (66787) steht, TN-S ab HAK

Sprich vor dem HAK ein TN-C, nach dem HAK ein TN-S
TN-C-S ist doch das komplette Netz..

[Immer diese ganzen Netzformen...]


[ Diese Nachricht wurde geändert von: Der Sascha am 14 Okt 2013 21:59 ]

BID = 902518

der mit den kurzen Armen

Urgestein



Beiträge: 17236

Das geht nicht denn dann müsste der PE schon ab Trafo gezogen sein. Das EVU liefert dir ein TN-C ab HAK trennst du den PEN in N und PE auf. Daraus folgt ab HAK ist das ein TN-C-S-Netz und kein TN-S-Netz!

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BID = 902520

Der Sascha

Stammposter



Beiträge: 459

Hab mich mal tiefer in die Materie reingelesen.

Hast gewonnen

Wie sind denn die Vorschriften im TN-C-S-Netz bezüglich des nachgerüsteten Erders? Kann ich mit 65 Ohm leben?

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BID = 902522

der mit den kurzen Armen

Urgestein



Beiträge: 17236

Da dir das EVU einen PEN liefert und Dieser ja den PE schon mitbringt sind die Abschaltbedingungen auch ohne zusätzlichen lokalen Erder erfüllt.
Der örtliche Erder verbessert nur die Erdungsverhältnisse, bei Dir und durch die PEN-Stützung im gesamten Netz.
Selbst Deine 65 Ohm sind ausreichend bei Schutz durch RCD aber nicht bei Schutz durch die Sicherung.
Damit ein B10 bei unterbrochenem PEN rechtzeitig auslöst müssen 30 A über den LS fließen können. Das bedeutet die gesamte Schleife vom Trafo L über deinen Erder , den Betriebserder des Trafos muss kleiner 230V:30A= 7 Ohm sein! Bei einem B16 sind das nur noch 230V:80A=3 Ohm Du siehst das selbst bei 10 Ohm ein B10 nicht rechtzeitig auslösen würde.

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[ Diese Nachricht wurde geändert von: der mit den kurzen Armen am 14 Okt 2013 22:50 ]

BID = 902539

Der Sascha

Stammposter



Beiträge: 459

Vielen dank für die Antwort.
3 ohm ist mal echt ein kleiner Wert.

Bekommt man solch einen kleinen Wert in der Praxis hin?


[ Diese Nachricht wurde geändert von: Der Sascha am 15 Okt 2013  5:43 ]

BID = 902540

Lightyear

Inventar



Beiträge: 7911
Wohnort: Nürnberg

Ja, bekommt man (je nach Aufwand) mehr oder weniger leicht hin...

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Gruß aus Nürnberg,


Lightyear


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Alle Tipps ohne jegliche Gewähr, die Einhaltung aller Vorschriften obliegt dem Ausführenden!

BID = 902543

Stifmaster

Schriftsteller



Beiträge: 731
Wohnort: Mainfranken


Zitat :
Der Sascha hat am 14 Okt 2013 21:34 geschrieben :


Der Elektriker der die Ablussmessungen gemacht hatte, meinte was von >10 Ohm wäre ein guter Wert.


Moin,

also nochmal: Hier werden zwei Sachen durcheinandergewürfelt.
1. Erdungsanlagen für Blitzschutzmaßnahmen
2. Erdungsanlagen für Potentialausgleich und Schutzerdung

Die <10 Ohm beziehen sich auf Blitzschutzmaßnahmen. Von denen ist laut deiner Aussage nicht die Rede.

Für Potentialausgleich sind die 64 Ohm ausreichend. Erst recht bei deinem TN-Netz. Denn da hast du automatisch einen niedrigen Schleifenwiderstand durch den PEN.


Zitat :
Selbst Deine 65 Ohm sind ausreichend bei Schutz durch RCD aber nicht bei Schutz durch die Sicherung.
Damit ein B10 bei unterbrochenem PEN rechtzeitig auslöst müssen 30 A über den LS fließen können. Das bedeutet die gesamte Schleife vom Trafo L über deinen Erder , den Betriebserder des Trafos muss kleiner 230V:30A= 7 Ohm sein! Bei einem B16 sind das nur noch 230V:80A=3 Ohm Du siehst das selbst bei 10 Ohm ein B10 nicht rechtzeitig auslösen würde.


Das Beispiel von Bernd ist rechnerisch richtig. Trifft aber von der Praxis her nur auf TT-Netz zu, da die Schutzerdung nur durch deine hauseigene Erdungsanlage erfolgt. Deshalb führt im TT wie die Rechnung anschaulich zeigt i.d.R. kein Weg am FI für alle Stromkreise vorbei.

Beim TN, das bei dir vorliegt, dient die Erdungsanlage nur zum Potentialausgleich und zur Stützung des PEN. Hier kann der Schutz unter gewissen Bedingungen (keine Steckdosen, Festanschluss usw.) auch rein durch LS erfolgen (aber nicht empfehlenswert), da die Niederohmigkeit der Schleife durch den PEN gewährleistet wird und du somit einen PEN deutlich unter einem Ohm hast, so dass auch LS auslösen.

Gruß Stefan



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