Kondensatorproblem Schweißinverter

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Autor
Schweißinverter Kondensatorproblem

    







BID = 367253

Snickers

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Beiträge: 61
 

  


Hallo,
ich habe über ebay einen Inverter ersteigert. Schweißen tut er, aber es klapperte im Gehäuse. Also aufgeschraubt und siehe da - ein abgerissener Elko.

Aerovox 680µF +-20%
400V DC -NEC 1 POS
40/085/56
ALP 10A 1042 DE
U.K. Made

Insgesamt waren 3 dieser Elkos parallel verbaut. Nun nur noch zwei, von denen einer ölt. Ich dachte die 3 Elkos zu ersetzen. Bei ebay habe ich folgende Kondensatoren gefunden:

5 Stück 7,50 € 680µF 400V
Bild eingefügt


Kondensatoren B43465-T5707-Q1 700µF +30%/-10%
450V- 25/085/56
Bild eingefügt

Nun meine Frage, da Elektro-Laie:
1) Kann ich die abgebildeten Elkos verwenden ? Welche sind besser ?

Mein alter ELko hat 5 Pole. Pol 1 ist wohl Positiv. Die anderen 4 Pole sind auf der Platine zusammengefasst (Negativ ?).

Da der Inverter ja noch schweißt, hoffe ich daß nichts durch den fehlenden Elko kaputt gegangen ist.

MfG
Snickers

P.S. Der Inverter kam mit Porto 30,- €

[ Diese Nachricht wurde geändert von: Snickers am  6 Sep 2006 23:47 ]

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BID = 367264

perl

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Beiträge: 11110,1
Wohnort: Rheinbach

 

  

Normalerweise hätte ich zu den Siemens Kondensatoren mehr Zutrauen, aber diese sind schon 9 Jahre alt. Je nach Verwendung können sie dann schon am Ende ihrer Lebensdauer sein.
Allerdings kann man bei den geringen Preis nicht viel falsch machen.

Der Yageo-Kondensator ist für eine Strombelastung von 2,9A gebaut, während der Aerovox Kondensator mit 4,1A spezifiziert ist. Es ist also möglich, daß der Yageo-Kondensator nicht sehr lange hält.
Ob es möglich bzw. erlaubt wäre, noch mehr dieser Kondensatoren parallel zu schalten, weiß ich nicht, da ich die Schaltung des Inverters nicht kenne.

Für die Siemens-Typen habe ich keine genauen Daten, aber aufgrund von Ähnlichkeiten würde ich deren Strombelastbarkeit mit etwa 5A annehmen.

Wenn du eine Bezugsquelle für die originalen Kondensatoren suchst, solltest du hier mal fragen: http://www.bhc.co.uk


Zitat :
Mein alter ELko hat 5 Pole. Pol 1 ist wohl Positiv. Die anderen 4 Pole sind auf der Platine zusammengefasst (Negativ ?)
Ja, das es ist üblich, daß der Boden des Kondensators durch einen Metallring mit drei oder vier Schränklappen gebildet wird. Das ist dann auch der Minuspol.


P.S.:

Zitat :
Nun nur noch zwei, von denen einer ölt.
Was du für Öl hältst, ist in Wirklichkeit ausgetretener Elektrolyt. Den solltest du möglichst schnell mit viel Wasser gründlich entfernen, denn er kann Kurzschlüsse verursachen und die Leiterbahnen auflösen.

Wenn du die Siemens Kondensatoren verwendest, wird es vermutlich nötig sein sie über Drähte anzuschließen.
Verwende dazu am einfachsten Litzen mit mindestens 1,5mm2 Querschnitt, z.B. aus der Anschlussschnur einer alten Kaffeemaschine.
Auch wenn die Kondensatoren parallel geschaltet sind, ist elektrisch sehr empfehlenswert jedem Kondensator ein eigenes Leitungspaar zur Platine zu gönnen und überdies -wichtig- dabei den positiven mit dem negativen Draht zu verdrillen.



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Bei obigem Beitrag handelt es sich um meine private Meinung.



Rechtsansprüche dürfen aus deren Anwendung nicht abgeleitet werden.



Besonders VDE0100; VDE0550/0551; VDE0700; VDE0711; VDE0860 beachten !


[ Diese Nachricht wurde geändert von: perl am  7 Sep 2006  4:58 ]

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BID = 367495

Snickers

Gelegenheitsposter



Beiträge: 61

Vielen Dank perl,

ich werde dann wohl noch etwas suchen. Ich hatte das Datum der Siemens Kondensatoren völlig übersehen.

Woher erkenne ich denn die 4,1 Ampere des Aerovox Kondensators, bzw. die Ampere anderer Kondensatoren ? Oder ist dies nur über die Datenblätter möglich ?

MfG
Snickers

[ Diese Nachricht wurde geändert von: Snickers am  7 Sep 2006 20:48 ]

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BID = 367498

perl

Ehrenmitglied



Beiträge: 11110,1
Wohnort: Rheinbach

Ja, die Strombelastbarkeit findest du nur in Ausnahmefällen in den Katalogen der Händler, aber regelmäßig über die Datenblätter.

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BID = 367554

nabruxas

Monitorspezialist



Beiträge: 9544
Wohnort: Alpenrepublik


Zitat :
und überdies -wichtig- dabei den positiven mit dem negativen Draht zu verdrillen.


Ich steh´ am Schlauch, warum?
Bifilar wird ja wohl nicht gemeint sein.

_________________
0815 - Mit der Lizenz zum Löten!

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BID = 371478

Snickers

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Beiträge: 61

Jetzt habe ich 4 Elkos von Epcos bekommen.
(Im Inverter waren ja nur 3 verbaut, aber es ist noch Platz für einen vierten. Die Lötpunkte sind schon vorhanden.)

Jetzt habe ich noch 2 Fragen:

1) Sind die Epcos Kondensatoren geeignet ?
2) Ist es sinnvoll noch den 4 Kondensator zu verbauen ?

(Die drei Kondensatoren habe ich schon ersetzt und probegeschweißt -> der Inverter hat jetzt ein viel besseres Schweißverhalten, richtig Power.)

Bild eingefügt
Bild eingefügt

Datenblatt Epcos
B43521-S5687-M1
680µF 450V 85°C
Abmessungen: 40mm x 60mm

http://www.epcos.com/inf/20/30/db/alu_03/01880196.pdf

MfG
Snickers

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BID = 371493

perl

Ehrenmitglied



Beiträge: 11110,1
Wohnort: Rheinbach

Ja, mit diesen Kondensatoren sieht es ganz gut aus.

Ob es zweckmäßig oder erlaubt ist, den vierten Kondensator auch noch einzubauen, kann man ohne Schaltplan nicht genau sagen.
So wie ich mir dir Sache vorstelle, ist es vermutlich gut, da sich dabei die mittlere Strombelastung der einzelnen Kondensatoren und die daraus resultierende Erwärmung verringert. Das wird sich sehr positiv auf die Lebensdauer gerade bei Elkos aus.
Es ist aber auch möglich, daß irgendein anderes Bauteil beim Aufladen dieser größeren Kondensatorbank schlapp macht.

Angesichts der ohnehin großen Toleranzen bei Elkos, denke ich aber, daß die Ladeschaltung auch mit einer 30% höheren Kapazität zurechtkommen sollte. Deshalb denke ich, daß du den vierten Elko ruhig einbauen kannst, wenn sich das mechanisch und elektrisch sauber machen läßt.

@Nabruxas:
Verdrillen um die Induktivität der Zuleitung gering zu halten. Das ist ein Inverter und also sind hochfrequente Ströme im Spiel.
Bei so hohen Kapazitäten kann die Eigenresonanzfrequenz mit Zuleitungen ziemlich tief ausfallen und oberhalb dieser ist der Kondensator bekanntlich wirkungslos.
Deshalb auch einzeln verdrahten, dann bekommt man vier L*C Kreise statt eines L*4C, der die halbe Resonanzfrequenz hätte.

Zum Glück ist das ja aber kein Thema mehr, da die gefundenen Kondensatoren in die Platine passen.

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BID = 371506

Snickers

Gelegenheitsposter



Beiträge: 61

Vielen Dank perl für deine Hilfe,

da ich im Jahr wohl eh nur 5-6 Elektroden verschweiße, denke ich daß es wohl besser ist nur die 3 Elkos so zu lassen. Da wohl eh nur maximal 3 Elektroden hintereinander verschweißt werden sollte es sich mit der Erwärmung wohl in Grenzen halten. Die Lebensdauer sollte bei dem geringen Schweißaufgaben wohl auch nicht beeinträchtigt werden. Bei dem Herumliegen sind die Elkos wohl eh nach 8 Jahren trocken. Schaltplan gibt es leider nicht. Selbst der Vertreiber hat keinen da die Platinen mal von Merkle und mal von EWM kamen.

Danke
Snickers

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