Mit einem einfachen OPV wirst du nicht glücklich, die Spannungen die da vorkommen liegen in Bereich von einigen 10 bis 100 uV, und haben durch das Elektrodenpotential und sonstige Effekte einen grossen variablen DC-Offset. Üblicherweise wird das mit einem Instrumentenverstärker in der ersten Stufe gemacht, du misst die Spannung an zwei Punkten der Kopfhaut im Vergleich zu einem Referenzpunkt (z.B am Ohr) diesen kannst du dann auf die Masse der Schaltung legen. Der Instrumentenverstärker liefert dann das Differenzsignal und entfernt den vorkommenden DC-Offset. Zum Ganz sicher sein dass der Offset wirklich weg ist, danach einen RC-Hochpass mit einer Grenzfrequenz von unter 1 Hz. Danach würde ich einen 2-stufigen Verstärker mit OPVs aufbauen um auf eine ordentliche Signalamplitude zu kommen.
Wenn du das Signal anschliessend digitalisiern möchtest musst du noch einen antialiasing Tiefpass einbauen, diesen kannst du z.B auch als aktiven Filter in einen der Verstärkerstufen integrieren. Was du sehen wirst, ist hauptächlich mal einen 50 Hz-Sinus der ein klein wenig mit dem EEG-Signal überlagert ist, Einstreuungen der Netzfrequenz sei Dank. Wenn du die Daten nachher per Fourieranalyse weiterverwendest ist das aber egal, gibt halt einen scharfen Peak den du einfach ignorieren kannst.
Dann musst du noch eine gescheite Eingangsschutzschaltung bauen die einerseits ESD von dem Verstärker fernhält und andererseits Sicherheit im Fehlerfall für den Benutzer gewährleistet, es darf nicht passieren können dass bei einem Defekt eines Bauelementes nennenswert Strom über die Elektroden durch den Benutzer fliessen kann.
Schau mal hier, da gibt es viel Informationen zu deinem Vorhaben:
http://openeeg.sourceforge.net/doc/
[ Diese Nachricht wurde geändert von: photonic am 24 Nov 2007 1:28 ]