Geräteart : Bildröhren Monitor
Hersteller : CHENBRO MICOM CO.LTD.
Gerätetyp : DAVINCI EZ550
Chassis : P2-17010 REV:B
Kenntnis : artverwandter Beruf
Messgeräte : Multimeter, Oszilloskop
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Hallo,
dies ist ein älterer 17" Farbmonitor (Baujahr Jan. 1994), der mir seit über 8 Jahren gute Dienste geleistet hat. Mitten im Betrieb (längerer Lauf von mehreren Stunden) hat er seinen Geist aufgegeben.
Symptom:
* ohne Eingangssignal: Hochspannung vorhanden (Knistern)
* mit Eingangssignal: Bild hat volle Höhe (vertikal), ist horizontal aber bis auf wenige cm in die Mitte zusammengeschoben. Links am sichtbaren bild ist ein heller Rand. Es scheint der Bildinhalt auch umgeklappt, aber das kann ich nicht genau sehen, weil ja das ganze Bild auf wenige (ca. 4) cm zusammengestaucht ist. Bei genauerer Betrachtung:
die linke Bildhälfte scheint auf wenige mm komprimiert (gestaucht) zu werden (was dann den hellen Rand erzeugt), während die rechte Hälfte auf einige cm gestaucht wird (da ist der Bildinhalt noch zu erkennen).
Nachlöten im Bereich der Horizontalendstufe und des Horizontaltransformators hat erst mal nichts gebracht.
Ich bräuchte DRINGEND einen Schaltplan: kann jemand helfen?
Hat jemand eine Idee, was sein könnte, bzw. wo ich mal zu suchen anfangen soll? Eher Horizontalendstufe oder eher Netzteil?
So, weitere Infos:
habe mal mit dem Multimeter in der Horizontalendstufe (Transistor, Diode) gemessen: statt der erwarteten ca.180V= (das ist doch das Übliche, oder?) habe ich nur 12V= gemessen!
Deutet wohl eher auf einen Fehler im Netzteil hin, oder was meint Ihr? Tipps?
Habe das Netzteil nachgelötet und messe an einer der Sekundärdioden ca. 180V. Das sieht also gut aus.
Am Kollektor der Zeilenendstufe nach wie vor nur 12V.
Hier hänge ich nun fest: von der zeilenendstufe (oder ist es die garnicht?), einem LJH16212 messe ich keine direkte Verbindung zum Zeilentrafo, wohl aber zum Stecker der Ablenkeinheit (kann aber nicht sagen, ob vertikal oder horizontal). kann das sein (zumal die Hochspannung einwandfrei aufgebaut wird)???
Weitere Bauteile auf dem großen Kühlblech beim Zeilentrafo:
U10150E (Diode, direkt mit dem Collektor des LJH16212 verbunden und nach Masse gehend)
IRF840
IRF630
Habe vom DMM auf das oszi umgestellt.
Am HOT LJH16212 (Q liegen Impulse mit ca. 66kHz (kein Eingangssignal) und 80Vss an. Damit ist klar, dass das wirklich die Horizontalendstufe ist. Unklar ist mir, warum ich keine niederohmige Verbindung vom Collektor Q8 zum Zeilentrafo messen kann....
Am IRF840 liegen auch Impulse, aber nur mit 2Vss an. Mir ist zwar nicht klar, was der IRF840 (Q9) machen soll, aber für einen MOSFET auf Kühlblech erscheint mir die Spannung sehr gering. Was meint Ihr? Soll ich da mal weitersuchen?
Dann gibt es da noch Q10, den IRF630, auf dem Kühlblech. Der hat auch Impulse mit 2Vss drauf. Ich bin verwirrt!
Nun, es gibt eigentlich nur eine Erklärung für die fehlende Verbindung zwischen Horizontalendstufe und Zeilentrafo: der Monitor hat eine getrennte Hochspannungserzeugung! Das erklärt auch, warum die Hochspannung in voller Stärke vorhanden ist, obwohl die H-Ablenkung weitgehend fehlt.
Ich glaube mich auch zu erinnern, dass dies bei Monitoren mit weiten H-Frequenzbereich üblich ist.
Nun würde es mir SEHR helfen, wenn ich IRGENDEINEN Schaltplan von einem Monitor mit getrennter Hochspannungserzeugung bekommen könnte - alle Pläne die ich hier habe, verwenden gemeinsame HV-Erzeugung und H-Ablenkung. Kann vielleicht jemand von euch einen Schaltplan posten oder mir per email schicken?
Ich habe mal Oszi-Schirmbilder von den Verhältnissen am H-Endstrufentransistor gemacht.
Am Collektor (gegen Emitter): hmm, wie füge ich die ein?
Zeitauflösung 10us/div., Spannung 20V/div. (incl. Tastkopf 1:10). Man erkennt die impulse von ca. 85V, während der Hälfte einer Periode liegen 0V an (Nullinie um 1 Kasterl nach oben geschoben). 20us pro Periode bedeutet ca. 50kHz (kein Eingangssignal), das sieht ok aus, oder?
Nach einer defekten Endstufe sieht mir das nicht aus, oder??
Zweites Bild zeigt Basis-Emitter der H-Endstufe. Gleiche Zeitbasis von 10us, aber Amplitude nun bei 2V/div. (incl. 1:10 tastkopf). Nullinie wieder um 1 kasterl nach oben geschoben.
Während der halben Periode liegen 0.7V an, der Transistor leitet also, das entspricht den vorher am Collektor gemessenen 0V. Während der anderen Zeit liegt eine negative Spannung an, die die Endstufe sperrt: da liegt dann am Collektor auch der Peak an (so meine Vermutung).
Etwas anders als bei den Oszi-Bildern vom funktionierenden Monitor sieht es bei mir ja schon aus. Aber mir ist nicht klar, ob da die Versorgungsspannung fehlt oder ob was anderes hinüber ist.
In der Nähe des Ablenksteckers ist ein relativ grosses, hell-blaues Kasterl, Aufschrift "DYNA-Color-130, 9337A", das auf der Seite einen Sprung hat. Was kann das sein? Ein Relais zur Umschalung der Zeilenfrequenz?
Mittlerweile habe ich auch die Platine ausgebaut (das Anodenkabel hängt noch), ich kann aber nichts ungewöhnliches sehen.
Hat jemand einen Tipp?
Servus,
Helmut
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