Dann kommt hier die Alternative (getestet und für gut befunden von mir
):
Wir haben seit einiger Zeit in der Wohnung einen elegant dunkelroten "viva spin 7481" von AEG im Einsatz und sind begeistert!
Viel Strom schlucken ja manche Sauger. aber diesem ("nur" 1800W max.) merkt man es im Luftstrom auch an. Im Normalbetrieb muß man ihn sogar kräftig drosseln.
Typisch für solche Geräte ist, daß die Saugleistung eben nicht mit steigendem Füllgrad abnimmt. Das merkt man wirklich deutlich.
Er hat auch - für den Einsatz auf Teppichen und Teppichböden - eine Bürstdüse mit dabei (Antrieb über Turbine durch den Luftstrom - hier ist dann die hohe Leistung sinnvoll). Für glatte Böden auch ne normale Bodendüse. Außerdem diverse Spezialdüsen für Fugen, Gardinen, Polster etc.
Die Reinigungswirkung ist - offenbar im Gegenteil zu dem obigen Billichheimer-Dingens - schlicht hervorragend! Insbesondere auf Teppich.
Ein ganz wesentlicher Vorteil ist außerdem, daß man das Gerät normalerweise nach jedem umfangreicheren Gebrauch ausleert (was auch geboten ist, denn er sammelt wirklich erhebliche Mengen ein). Dies führt dazu, daß der Abluftstrom nahezu geruchsfrei ist. Riecht eben nur ein bisschen nach Elektromotor, aber nicht - wie bei Beutelsaugern - nach dem typischen alten warmen Staubsaugermief...
Ein Nachteil - zumindest dieses Modells - ist, daß er etwas lauter ist, insbesondere, wenn die Turbobürste zum Einsatz kommt. Vielleicht ist dies auch seiner - sehr praktischen - kompakten Bauform geschuldet.
Nun zum Knackpunkt aller beutellosen, dem Entleeren des Behälters:
Völlig staubfrei kann dies logischerweise nicht vor sich gehen. Aber es ist kein Vergleich zu der Sauerei, die einen erwartet, wenn bei einem Sauger mit Beutel derselbe gerissen ist (was heutzutage oft genug passiert... ).
Wenn man es richtig organisiert, ist es jedoch kein Problem:
Mit einem Handgriff entnimmt man den Behälter aus dem Gerät, geht damit zur Restmülltonne, hält ihn tief hinein und drückt auf die Taste. Es öffnet sich die Klappe und die ganze Bescherung rutscht heraus. Klappe zu und fertig. Für Ästheten kann es nicht schaden, danach kurz mit einem "Wix- und weg"-Tuch über den Behälter zu fahren und sich ggf. die Hände zu waschen. Muß aber nicht sein (außer ihr habt Sturm in der Mülltonne...).
Alle paar Male kann man dann den Behälter zum "Großreinemachen" noch weiter zerlegen (geht ganz einfach - schafft sogar der Hausmann, die Hausfrau vermutlich auch), um an den Umlenkstellen festhängende Haarbüschel etc. händisch zu entfernen oder einfach die ganzen Teile in die Spülmaschine zu stellen.
Insgesamt aber kein höherer Zeitaufwand als bei einem Beutelsauger. Und das Gerät ist innen wesentlich sauberer.
Der HEPA-Filter sorgt für eine sehr saubere Abluft. Ein Erneuerungsbedarf ist noch nicht abzusehen. Auch nicht für den Motorschutzfilter, da das "Zyklonsystem" offenbar sehr effektiv abscheidet. Dies gilt zumindest für Hausstaub und Grobes. Für größere Mengen feinen Baustaubs wäre mir das Gerät aber auch viel zu schade (der Hersteller rät von solcher Verwendung verständlicherweise auch ab).
Praktisch ist auch, daß man durch die Behälterwandung recht einfach sehen kann, was für Dinge wieder mal unter dem Bett lagen, die man eigentlich gar nicht entsorgen wollte...
Insgesamt können wir das Gerät ausdrücklich empfehlen und wollen nie mehr stattdessen ein "Beuteltier" haben.
[lokalpatriotismus]
Außerdem ist das Gerät noch "Made in germanischem Speck" (wird zufällig in unserer Gegend hergestellt, nämlich in Rothenburg o.d.T.).
So von wegen der Arbeitsplätze...
[/lokalpatriotismus]