10 GHz-Wanderfeldröhre ansteuern

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10 GHz-Wanderfeldröhre ansteuern

    







BID = 271378

laser-tv

Stammposter



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Hallo,
ich habe vor längerer Zeit eine Wanderfeldröhre (TWT) für 10 GHz bekommen, die ich nun mal in Betrieb nehmen möchte. Notwendige Steuerleistung: 2mW. Nun die Frage:
Wie reagiert eine TWT, wenn sie mit 3-4db mehr angesteuert wird?
Halbleiterendstufen stecken sowas in der Regel gut weg, nur wie verhält sich eine TWT?

????

Gruß

Wilfried

BID = 271629

perl

Ehrenmitglied



Beiträge: 11110,1
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Du hast hoffentlich nicht nur ein nacktes Rohr, sondern den ganzen Kasten mit den Fokussiermagneten etc. bekommen.


Mir ist nicht bekannt, daß eine Wanderfeldröhre durch eine so geringe Übersteuerung gefährdet wäre.
Afaik tritt, wie bei anderen Verstärkern, eine allmähliche Kompression ein, durch die die Verstärkung sinkt und die Verzerrungen steigen.
Darüber hinaus dürfte es ja keine Schwierigkeit sein, die Ansteuerung auf das korrekte Maß zu dämpfen.

Wichtig hingegen ist, daß nach ausreichender Vorheizzeit (2min) die einstellbare und stabilisierte Wendelspannung schlagartig eingeschaltet wird.
Die Wendelversorgung muß während des Hochlaufens der Spannung einen hohen Impulsstrom liefern können, obwohl im Betrieb allenfalls einige mA fließen.

Darüberhinaus ist zum Schutz der Röhre eine zeitverzögerte Überstromabschaltung ratsam.


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Bei obigem Beitrag handelt es sich um meine private Meinung.



Rechtsansprüche dürfen aus deren Anwendung nicht abgeleitet werden.



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BID = 271641

laser-tv

Stammposter



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Hi Perl, danke erstmal für die Infos.
In der Tat ist das eine komplett funktionsfähige Einheit mit allem, was dazugehört. Sogar ein Zirkulator am Ausgang mit Dummy an einem Gate zum Verbraten evtl. rücklaufender Leistung ist dran.
Im Grunde muß ich nur ein 24V 4A Netzteil anschließen, und es kann losgehen.
Die Frage nach der max. Steuerleistung kam dadurch zustande, daß ich zwar ein HP 432 mit thermischen Kopf bis 10 GHz besitze, auch mit entsprechendem 30dB- Durchgangsdämpfer, aber gerade beim Messen kleiner Leistungen im 10 GHz Bereich bin ich etwas skeptisch in Bezug auf die Genauigkeit. Ich will einen DRO aus einem Bluecap-LNB als Steuersender benutzen. Den habe ich mit 5mW auf 10440 MHz gemessen. Dazu besitze ich ein SMA-Durchgangsdämpfungsglied mit 3dB. Nur wenn aufgrund eines Meßfehlers statt der 5mW tatächlich 3dB mehr anliegen, würde ich die Röhre ungern töten und lieber deutlich weniger hineinfunken. Wie gesagt...in Sachen TWT bin ich trotz einiger GHz Erfahrungen absoluter Newbie, und es wäre schade um die Röhre.
Gruß
Wilfried


BID = 271652

perl

Ehrenmitglied



Beiträge: 11110,1
Wohnort: Rheinbach


Das ist eine Röhre und kein mickriger Halbleiter. Von der Steuerleistung her droht ihr sicher keine Gefahr.
Ich habe irgendwo ein Diagramm gesehen, wonach die Ausgangsleistung bei massiver Übersteuerung, Faktor 100 oder so, wieder sinkt, aber das ist ja hier nicht das Thema.

Kritisch wird es wohl erst, wenn der Strahl durch falsche Spannungen defokussiert ist und auf der Wendel anstatt des Kollektors landet.


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BID = 271830

dl2jas

Inventar



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Wohnort: Kreis Siegburg
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Lieber Wilfried!

Nehme erstmal alles in Betrieb mit Dämpfungsglied(ern) am Eingang. Die erzielte Ausgangsleistung sollte über den Netzteilstrom abschätzbar sein.

73 de DL2JAS


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