Weidezaungerät geschlossener Stromkreis Im Unterforum Grundlagen - Beschreibung: Grundlagen und Fragen für Einsteiger in der Elektronik
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Weidezaungerät geschlossener Stromkreis Suche nach: stromkreis (4318) |
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BID = 214612
mar Gerade angekommen
Beiträge: 9
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Hallo,
Kann mir jemand generell mal die Funktionsweise eines Weidezaungerätes erklären?
Ich habe schon ordentlich gegoogelt, im Wiki steht leider nicht das was ich suche. (hier im Forum auch nicht)
Im wesentlichen suche ich eigentlich eine Antwort auf die Frage:
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Wenn man eine Elektrolitzte/Draht am Weidezaungerät anschließt, muß das einen Kreis bilden, oder kann es auch ein ganz langes gerades Stück Draht sein ?
(habe Diskussion mit anderem ElektroWeidezaunbefestiger )
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UND:
Was geht in dem Gerät vor, wenn nicht gerade irgendein armer Kerl "eine gebrutzelt kriegt"?
PS: Bitte nicht mit Begriffen wie Thyristor, astabile Kippstufe, Emitterfolge, Printtrafo, großer Bufferelko, etc. herumwerfen. |
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BID = 214618
BlackLight Inventar
      Beiträge: 5470
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Zitat :
| | Wenn man eine Elektrolitzte/Draht am Weidezaungerät anschließt, muß das einen Kreis bilden, oder kann es auch ein ganz langes gerades Stück Draht sein ? |
Der "Weidezaun" muss nur vom Erdboden isoliert befestigt werden, egal ob als Kreis, Gerade, Acht, Dreieck, usw.
Zitat :
| | Was geht in dem Gerät vor, wenn nicht gerade irgendein armer Kerl "eine gebrutzelt kriegt"? |
Das Ding erzeugt periodisch einen kurzen Hochspannungpuls mit einer beschränkten Energie?
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BID = 214622
sam2 Urgestein
     
Beiträge: 35321 Wohnort: Franken (bairisch besetzte Zone)
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Hallo mar,
erstmal Willkommen im Forum!
Gut, werfe ich eben mit anderen Begriffen:
Spannungstrichter, Aderendhülsenvierkantpreßzange, Leuchtstofflampenleuchtennennleistungsaufnahme,...
Zu lang?
Dann eben: PEN, PAS, HAK, ...
Also:
Für die elektrische Funktion ist es völlig egal, welche geometrische Form der angeschlossene Weidezaun hat! Er muß nur ausreichend zum Erdpotential isoliert sein.
Der Anschluß am Gerät erfolgt ja sowieso nur einpolig (der andere Pol ist zu erden).
Für die praktische Funktion halte ich dagegen eine geschlossene Kurve für sehr sinnvoll. Sonst hauen eben die Viecher trotzdem ab...
Wie tiefgehend willst Du denn die Funktion erklärt haben?
Was geht in dem Gerät vor?
Nunja, meist gar nichts. Zwischendrin schickt es dann immer wieder mal nen Hochspannungsimpuls definierter Energie auf den Zaun.
Hängt halt auch davon ab, ob es ein Gerät mit Netzanschluß ist oder batteriebetrieben.
Gruß,
sam2
_________________
"Das Gerät habe ich vor soundsoviel Jahren bei Ihnen gekauft! Immer ist es gegangen, immer. Aber seit gestern früh geht es plötzlich nicht mehr. Sagen Sie mal, DA STIMMT DOCH WAS NICHT???"
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BID = 214626
mar Gerade angekommen
Beiträge: 9
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Danke erstmal für die Antwort!
Ich muss aber ganz ehrlich sagen, dass ich von diesen elektrotechnischen Sachen zu wenig verstehe.
Ich bin schon dahintergekommen, dass im Weidezaungerät ein Kondensator aufgeladen wird, der dann alle 1,2 sek entladen wird. Nur wenn der Stromkreis durch erwähnten "armen Kerl" nicht geschlossen wird, was passiert dann mit der Energie, bzw. wieso passiert überhaupt etwas?
Das Gerät knackst ja im gegebenen Interval. (bei mir 1,2 sek)
Also passiert offenbar etwas.
Aber:
Fliesst denn in dem Zaun ein Strom wenn der Zaun nicht geerdet wird?
Testen kann man das ja nicht wirklich.
Wenn ich mit dem Testgerät dranfahre ist der Zaun ja geerdet
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BID = 214642
mar Gerade angekommen
Beiträge: 9
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Tja, sam2 war schneller...
> Wie tiefgehend ?
Naja, eigentlich würde ich gerne komplett verstehen wie das Gerät funtioniert
Und das mit der geschlossenen Kurve ist ein wirklich guter Tip
Entstanden ist das Problem, weil ich auf der Pferdekoppel eine neue Elektolitzte verlegt habe, nachdem unsere vierbeinigen Freunde einfach durch den Zaun durchgebrochen sind
(die Drähte waren gebrochen, was man allerdings nicht gesehen hat)
Also habe ich alles neu verlegt, und wollte es möglichst effektiv verlegen (auch längenmässig)
Dann ist aber eine Diskussion entbrannt, weil jemand anders auch schon El.Zaun verlegt hat.
Dieser Jemand hat behauptet, dass der Zaun unbedingt geschlossen verlegt werden muss. Also wegen dem geschlossenen Stromkreis.
Ich hatte aber schon erfolgreich getestet, dass das nicht sein muss, und in der Theorie muss es auch nicht sein IMHO.
Dann ist mir aber klar geworden, dass ich viel zu weing von der Theorie weis, um richtig argumentieren zu können.
Ausserdem war mein Diskussionspartner ziemlich wild und stur, und ich wollte nicht unbedingt mit "Elektrotechnischer Unkenntnis" argumentieren. Derjenige hatte nämlich weniger Ahnung von Elektronik als ich.
Mein Argument - es geht doch, da ich es getestet habe - hat er geschickt gekontert: "Na, aber wenn des jetzt lang so läuft, dann geht des Gerät kaputt (Überhitzung oder so was)"
Ich möchte gar nicht erzählen wie die verlegung jetzt aussieht, ist wirklich heftig
PS: Ich habe nur geholfen, der andere ist dort schon seit Jahren, und "es hat ja immer funktioniert" *seufz*
Jetzt habe ich die gesamte lange Geschichte erzählt...
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BID = 214699
BlackLight Inventar
      Beiträge: 5470
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>Tja, sam2 war schneller...
Wobei?
Zitat :
| | Ich bin schon dahintergekommen, dass im Weidezaungerät ein Kondensator aufgeladen wird, der dann alle 1,2 sek entladen wird. Nur wenn der Stromkreis durch erwähnten "armen Kerl" nicht geschlossen wird, was passiert dann mit der Energie, bzw. wieso passiert überhaupt etwas? |
Hab zwar keine Ahnung, glaube aber eher, dass der Hochspannungsimpuls mit einer Transformatorspule erzeugt wird, so kann sich der Zaun auch wieder "entladen".
(Ups, hätte fast das böse Wort "Printtrafo" verwendet. )
Zitat :
| | Fliesst denn in dem Zaun ein Strom wenn der Zaun nicht geerdet wird? |
Ja, beim aufladen fließt ein Strom, wird zwar nicht lange viel sein, wegen der relativ geringen Kapazität von dem Gebilde Weidedraht-Boden. Beim Entladen fließt wohl wieder was.
Zitat :
| Testen kann man das ja nicht wirklich.
Wenn ich mit dem Testgerät dranfahre ist der Zaun ja geerdet |
Ich glaube da kennt wieder jemand den Unterschied zwischen fließenden Elektronen(Strom) und einer Potentialdifferen(Spannung) nicht.
Zitat :
| | Naja, eigentlich würde ich gerne komplett verstehen wie das Gerät funtioniert |
Eins kaufen und viel Spass beim Reverse Engineering.
Zitat :
| | Dieser Jemand hat behauptet, dass der Zaun unbedingt geschlossen verlegt werden muss. Also wegen dem geschlossenen Stromkreis. |
Gibt es das Märchen immer noch?
Mit dem geschlossenen Stromkreis ist folgendens gemeint: "Plus" vom WZG -> Weidedraht/-band -> Opfer -> Erdboden -> Erdspieß -> "Minus" vom WZG.
Wobei ein geschlossener Kreis den Vorteil hat, dass der Strom in beiden Richtungen zum Opfer fließen kann und so meistens mehr ankommt.
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BID = 214709
sam2 Urgestein
     
Beiträge: 35321 Wohnort: Franken (bairisch besetzte Zone)
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Vor allem hat ein "geschlossener Kreis" (oder eine Einspeisung an beiden Enden) den Vorteil, daß bei einerUnterbrechungsstelle immer noch der ganze Zaun funktionstüchtig bleibt.
Vielleicht hat der andere, erfahrenere "Elektroweidezaunbefestiger" ja etwas in dieser Richtung gemeint?
Aber mit Überhitzung oder so hat das nun gar nix zu tun. Das ist Unfug.
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BID = 214711
BlackLight Inventar
      Beiträge: 5470
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Zitat : sam2 hat am 3 Jul 2005 18:22 geschrieben :
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Vor allem hat ein "geschlossener Kreis" (oder eine Einspeisung an beiden Enden) den Vorteil, daß bei einerUnterbrechungsstelle immer noch der ganze Zaun funktionstüchtig bleibt. |
Unterschätze da mal die Pferde nicht.
Die wollen immer das Gras fressen an das sie nicht rankommen, egal ob es nun besser oder schlechter ist.
Wenn also irgendwo auf nur 1-2m eine Lücke im Elektrozaun ist, dauert es nicht lange und eins findet die Stelle und geht da raus, einen evt. vorhandenen Holzzaun kann man wegdrücken/rausheben.
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BID = 214717
sam2 Urgestein
     
Beiträge: 35321 Wohnort: Franken (bairisch besetzte Zone)
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Wie meinen?
Denn bei einer Unterbrechungsstelle gibt es dann eben keinen (noch so kleinen) Bereich, der nicht unter Spannung steht!
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BID = 214728
BlackLight Inventar
      Beiträge: 5470
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Das Band bzw. der Voll- oder Kunststoffdraht mit Metalldrähtchen wird doch normalerweise mit "Isolatoren" ca. alle 2-5m befestigt.
Wie soll da nun nur eine elektrische und keine mechanische Unterbrechung vorkommen?
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BID = 214733
mar Gerade angekommen
Beiträge: 9
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Also, vielen Dank für die Antworten, so langsam kommt Licht in die Sache...
Zitat :
| | Wenn er nach 1..2 Sekunden diese Spannung erreicht hat, wird der Kondensator mit einem elektronischen Schalter, meist ist das ein Thyristor, schlagartig in einen Impulstransformator entladen, |
Kannst du das bitte etwas genauer erklären?
Zitat :
| | und wenn niemand angepackt hat, dann fließt die Ladung in wenigen Millisekunden durch die "Zündspule" wieder nach Erde ab. |
Das auch ?
( Wo fließt dieser Strom)
Zitat :
| | Ich glaube da kennt wieder jemand den Unterschied zwischen fließenden Elektronen(Strom) und einer Potentialdifferen(Spannung) nicht. |
Ja, leider...
Zitat :
| | Wenn also irgendwo auf nur 1-2m eine Lücke im Elektrozaun ist, dauert es nicht lange und eins findet die Stelle und geht da raus, einen evt. vorhandenen Holzzaun kann man wegdrücken/rausheben. |
Genau so war es bei mir, nur dass eine Seite von dem Zaun komplett beschädigte Elektrolitzte (was für ein Wort... *kopschüttel*) hatte. Da war gar kein Saft mehr drin, der die wilden Gäuler zürückgehalten hätte. Schon war der Zaun zerlegt. Das einzige was ich mitbekommen habe war, dass es ordentlich gekracht hat, dann sind sie alle drüben beim Neuen gewesen...
PS: Bei uns ist immer noch ein alter Holzzaun der den Auslauf von der Koppel trennt. Normalerweise genügt das, aber für genau solche Fälle wie oben beschrieben, braucht man auch Strom...
Nur dumm, dass der Strom ausgefallen war, und der alte Holzzaun.. naja, eben alt war = morsch und keinem wilden 0,7 Tonner gewachsen.
[ Diese Nachricht wurde geändert von: mar am 3 Jul 2005 19:24 ]
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BID = 214737
. Stammposter
   
Beiträge: 215 Wohnort: Auf der Alm
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Zitat :
| | Denn bei einer Unterbrechungsstelle gibt es dann eben keinen (noch so kleinen) Bereich, der nicht unter Spannung steht! |
Na, wenn ein starker Bulle *) die Absperrung nahe dem WZG durchbricht, weil er zu mir will, und der Draht ist nur an einem Ende angeschlossen, dann ist der Zaun ringsum offen.
*)
Der Ochse kann nicht,
der Bulle wohl,
doch am besten deckt Herbol.
Link
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BID = 214742
mar Gerade angekommen
Beiträge: 9
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Zitat :
| Der Ochse kann nicht,
der Bulle wohl,
doch am besten deckt Herbol. |
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BID = 214776
BlackLight Inventar
      Beiträge: 5470
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Könnte ein Weidezaungerät ganz vereinfacht so aussehen?
Links die Spannungsversorgung, dann der Kondensator, in der Mitte der Transformator und rechts das rote soll das evt. vorhandene Opfer darstellen.
Mit dem Schalter wird entweder der Kondensator geladen und in der anderen Stellung wird er über die Trafospule entladen, dabei wird in der zweiten Spule ein Spannung induziert, die den Draht auf eine Spannung gegen "Erde" anhebt.
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