unterschied e-installation: deutschland, usa, großbrittanien und der exotische rest

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Autor
unterschied e-installation: deutschland, usa, großbrittanien und der exotische rest

    







BID = 127018

Patrick7

Gesprächig



Beiträge: 131
 

  


hi,

hab mal aufgeschnappt, dass in den usa die normale wecheslspannung nur 115v beträgt. aber wie funktioniert das dann? sind deren leitungen alle mindestens 3mm² dick (bei uns 1,5) oder wie bekommen die den selben strom zustande wie wir mit 230? schliesslich funktionieren unsere geräte dort mit nem entsprechenden stecker ebenfalls.

und wie siehts in den anderen ländern aus? bez. Spannung, Sicherheitsmaßnahmen, etcs..



PS: danke an sam2, der hat mir im anderen thread ganz gut geholfen^^

BID = 127038

BlackLight

Inventar

Beiträge: 5467

 

  

Laut http://www.global-electron.com/ sind es 120V 60Hz bei 15 bzw 20A.

mm² kennen die da nicht sondern die verwenden AWG-Werte


Zitat :
schliesslich funktionieren unsere geräte dort mit nem entsprechenden stecker ebenfalls.
Welche Geräte z.B.?

BID = 127060

Eltako

Schreibmaschine



Beiträge: 1138


Zitat :

Welche Geräte z.B.?


Na so Sachen wie ein Fön, Rasierer, Radio und so Reisezeugs halt. Wir haben ein Fön wo man von 230 V auf 125 V umschalten kann.

_________________
In dubio pro reo

BID = 127075

sam2

Urgestein



Beiträge: 35321
Wohnort: Franken (bairisch besetzte Zone)

So pauschal kann man das nicht sagen. Ich würde sogar behaupten, das Gegenteil ist der Fall. "Unsere" Geräte funktionieren dort im Allgemeinen nicht.
Einige bestimmte Geräte sind spannungsumschaltbar oder besitzen ein Weitbereichsnetzteil (automatische Anpassung). Kann aber wegen der abweichenden Frequenz trotzdem manchmal Probleme geben.

Die an einem normalen Steckdosenstromkreis verfügbare max. Leistung ist dort aber mit nur 2400W deutlich geringer als bei uns mit 3680W.

Trotzdem müssen die Aderquerschnitte wegen der wesentlich höheren Ströme deutlich größer sein als in Europa. Früher war das nicht unbedingt oder im erforderlichen Maße gegeben, so daß wegen Überlast Rauchzeichen gebende US-Netzstecker und -Verteiler keine Seltenheit waren...


_________________
"Das Gerät habe ich vor soundsoviel Jahren bei Ihnen gekauft! Immer ist es gegangen, immer. Aber seit gestern früh geht es plötzlich nicht mehr. Sagen Sie mal, DA STIMMT DOCH WAS NICHT???"

BID = 127212

Trumbaschl

Inventar



Beiträge: 7690
Wohnort: Wien

Die US-Feld- Wald- und Wiesensteckdose ist mit 15A abgesichert, 20A nur in Spezialfällen (z.B. im Bad ist sowas für den 1900-W-Haartrockner vorgeschrieben, mit 10mA-FI-Schutz). Der Leitungsquerschnitt ist für 15A 14AWG, das entspricht knappen 2mm2, für 20A ist 12AWG vorgeschrieben, das sind so bei 3,5mm2.
Steckdosen mit Federzugklemmen wie sie bei uns heute fast ausnhamslos verwendet werden, sind dort gefürchtet und gehaßt, sie scheinen a.) von minderwertiger Qualität zu sein und b.) aufgrund der Übergangswiderstände, die bei 120V stärker ins Gewicht fallen öfters abzubrennen. O-Ton eines US-Elektrikers: "So einem Ding würde ich eine maximale Strombelastbarkeit von 2A geben!" WAGO-Klemmen stehen dort nicht in viel besserem Ruf. Alle Markensteckdosen haben die uralten Riesenschrauben, um die man eine Leiteröse biegen muß. Irre massiv. Auch die bei uns seit den 60erjahren ausgestorbenen Kippschalter sind dort Industriestandard und werden überall verbaut. *krraack es werde licht*
Leiterverbindungen werden mit sog. Drehverbindern gemacht, das sind konische Plastikhütchen, die im innern eine ebenfalls konische Spiralfeder haben, die sich fest auf die Adernenden schraubt und diese zusätzlich verdrillt. Kann man wenn man will zu Apothekerpreisen VDE-geprüft bei Conrad kaufen.
Die Netzform ist 120/240V, d.h. 240V mit geerdeter Mittelanzapfung an der Sekundärwicklung vom Trafo. Groverbraucher (alles was bei uns an 380V landet) hängt dort eben zwischen den beiden Außenleitern A und B, alles Andere an A und N. Zwischen PE und PEN wird sprachlich nicht unterschieden, TT ist verboten, die Netzform ist überall im ganzen Land und schon seit ewigen Zeiten TN-C-S mit Nullungsbrücke in der HV. Hausanschlüsse sind fett, bis zu 400A pro Phase, ein großes EFH hat schon mal 3(!) 200A-Hausanschlüsse, ein ganz normales kleines fängt bei 100A pro Phase an (Achja, der Begriff Außenleiter (ungrounded conductor) wird kaum verwendet, jeder sagt Phase).
Aderkennfarben: L1 schwarz, L2 rot, L3 (nur in Industriegebieten überhaupt vorhanden, in Wohngegenden wird oft überhaupt im Mittelspannungsnetz nur ein Außenleiter zu den Trafos geführt) blau, N weiß, PE grün, gnadenhalber auch grün mit einem(!) gelben Streifen.

RCDS wie bei uns gibts nicht, meistens werden RCD-Steckdosen mit 6 oder 10mA verwendet, die dann auch FI-geschützte Ausgangsklemmen haben, an die man weitere Steckdosen anschließen kann. (Sehr lustig, wenn die einzige FI-Steckdose in der Garage hinterm Kühlschrank ist und im Bad der Fön den FI schmeißt und du gerade naß bist ), selten auch FI-LS-Kombination mit dem gleichen Nennfehlerstrom.

Dann gibts noch Lichtbogenschutzschalter, die erkennen angeblich an der Kennlinie ob irgendwo eine Schmorstelle ist und sollen dann abschalten. Stecken noch etwas in den Kinderschuhen (aber in manchen Bundesstaaten schon Vorschrift) und knallen entweder dauernd oder garnicht.

Verteilerdosen sind hochgradig unüblich, stattdessen wird in ultratiefen Schalterdosen (10cm!) geklemmt und meistens um Material zu sparen eine sagenhafte Spaghettiverkabelung realisiert in der sich kein Schwein mehr auskennt. Verlegezonen? Was ist das

Die Vorschriften sind manchmal abstrus streng (ein Wechselschalter darf nicht als Ausschalter verwendet werden, dafür wurde er nicht zugelassen), manchmal lasch wie es schlimmer nicht mehr geht. Einige Bundesstaaten haben überhaupt keine Vorschriften, dort kann sich jeder Vollidiot Elektriker nennen und gewerblich Strippen ziehen wie er will. Tun sie auch.

Leitungen gibt es: NM, eine Art Mischung aus NYM und NYIF (flach, aber mit einem richtigen Mantel) mit blankem Schutzleiter, sehr bleibet. Wird in der typischen Holzständerkonstruktion mit blanken Eisenschellen an die Balken genagelt. BX, das ist was ganz verrücktes. Gepanzerte Aluminium-Mantelleitung! Um die einzelnen Adern nur ein flexibler (kettenhemdartiger) Metallmantel. Wird sogar im EFH-Bereich verwendet, für gewerblich genutzte Räume oft vorgeschrieben.
Dann natürlich noch Rohrinstallation. Das sind meistens geschraubte Eisenrohre, wie man sie bei uns als Gasleitungen kennt. Irre massiv.

So, das war jetzt mal lang genug, weitere Erklärungen gibts auf Wunsch gern!

BID = 127235

Eltako

Schreibmaschine



Beiträge: 1138

@ Trumbaschel

Woher hast du denn die Infos? Kennst du jemanden "von drüben"

_________________
In dubio pro reo

BID = 127292

Trumbaschl

Inventar



Beiträge: 7690
Wohnort: Wien

Regelmäßiges Lesen und Posten auf www.electrical-contractor.net/forum, ein hochinteressantes internationales Forum, da habe ich sehr viel über Elektroinstallation in den USA und auch in den verschiedensten exotischeren Ländern (Neuseeland, Australien, Südafrika, Mexiko, Sibirien, Japan, Honkong, China,...) gelernt.
Auch die Fotos von kriminellen Installationen sind teilweise herrlich!

BID = 127299

Eltako

Schreibmaschine



Beiträge: 1138


Zitat :

Auch die Fotos von kriminellen Installationen sind teilweise herrlich!


Hast du vielleicht zufällig eins parat?

_________________
In dubio pro reo

BID = 127315

Nico22

Gesprächig



Beiträge: 178
Wohnort: Itzstedt bei Hamburg
Zur Homepage von Nico22 ICQ Status  

OK, ich zuehe NIE in die USA.

Das hört sich ja schon nicht so belastbar an, aber was mich am meissten wundert:
Man hat nur eine oder 2 Phasen. Das ist irgendwie.. ähh.. Unbelastbar.

Naja, unser 230/400V-Drei-Aussenleiter-3680W-Netz ist immer noch das beste..

BID = 127378

123abc

Schreibmaschine



Beiträge: 2216
Wohnort: Hamburg

Diese gut erhaltene Bauleuchte wird in Süd Korea mit 30 A
Abgesichert und bestand die Kontrolle von einigen Leuten die sich um die Sicherheit auf der Baustelle kümmerten.

Einen FI sucht man in den Baustromverteilern vergeblich.

123abc<font color="#FF0000"><br><br>Hochgeladene Datei ist grösser als 300000 . Deswegen nicht hochgeladen<br></font>

[ Diese Nachricht wurde geändert von: 123abc am 13 Nov 2004 20:22 ]

BID = 127382

123abc

Schreibmaschine



Beiträge: 2216
Wohnort: Hamburg

nu aber



BID = 127504

Trumbaschl

Inventar



Beiträge: 7690
Wohnort: Wien

Na ich weiß nicht... 30A sind vielleicht ein bisserl viel, aber die russische Bauweise kommt mir eigentlich sehr vetraut vor
Ein Verlängerungskabel gleicher Bauart hätte vor 6 Jahren mal fast unser Haus abgefackelt. Fußbodenleger läßt grüßen.

BID = 127527

Patrick7

Gesprächig



Beiträge: 131

LOL, irre wies in den usa zugeht^^

aber was heisst das, es gibt ort keine mm² unterschiedliche leitungen? wie werden die gemessen? was bedetuet awg?


Bitte MEEEEHR^^ ich find das irre interessant, wies in anderen ländern zugeht^^

BID = 127529

psiefke

Schreibmaschine

Beiträge: 2636
ICQ Status  

american wire gauge

guckst du hier:

http://www.bnoack.com/index.html?ht......html

In amerika herrschen teilweise sehr russische verhältnisse... sei es im Bereich Strom oder auch beim Rigging (kurz: Aufhängen von Tragkosntruktionen zur Aufnahem von Veranstaltungstechnischer Einrichtungen)
Wenn eine deutsche Crew unterwegs ist und amerkianische Rigger das Rigg rauf oder runterfahren (mittels elektrischer kettenzüge) kann es schonmal vorkommen, dass die gesamte deutsche crew aus dem gefahrenbereich flüchtet.... und amerikanische kollegen einfach drunter weiterarbeiten...





_________________
phil

PS:

Ein Millimeter ist so klein, daß tausend übereinandergestapelt nur einen Meter hoch wären.

[ Diese Nachricht wurde geändert von: psiefke am 14 Nov 2004  3:03 ]

BID = 127547

Trumbaschl

Inventar



Beiträge: 7690
Wohnort: Wien

Amerikanische Stecker haben ja vorne in den flachen Stiften runde Löcher. Die dienen dazu, den doch recht wackligen Stecker mit Federdruck in der Steckdose zu verriegeln, angeblich auch, um im Produktionsprozeß die Stifte dran aufzuhängen.
Jetzt ist in Mexiko u.ä. üblich: "Wir brauchen kein Verlängerungskabel!" 2 Drähte in die Löcher der Steckdose und am anderen Ende durch die Löcher der Steckerstifte anzwirbeln. Wenn man gewaltiges Glück hat, kommt noch isolierband drum.

Andere Story: eine Frau bewohnt ein (dort höchst unübliches) Haus mit massiven verputzten Ziegelwänden. Was tut der Elektriker? Verputz runter, NM annageln und Rigips drüber!
In vielen alten Häusern findet man noch Uraltleitungen der Bauart knob&tube, das sind Einzeladern auf Porzellanisolatoren. L und N sind oft über einen halben Meter auseinander. Verbindungen wurden damals verzwirbelt, dann gelötet, mit Gummi-Isolierband umwickelt und dann außen mit Teer-Gewebeband.

In den 50er- bis 70erjahren war Alu der große Renner, da fackeln öfters mal Häuser ab weil sich kein Schwein drum schert, daß man Alu-Leiter nicht unbedingt einfach so wie Cu verbinden sollte und schon garnicht direkt mit Cu verzwirbeln.

Es gibt eine Vorschrift, wie viele Stromkreise maximal in einem verteiler sein dürfen... unabhängig von dessen Größe! 42 Stromkreise sind das absolute Maximum, wenn das nicht reicht muß ein zweiter Verteiler daneben. Begründung dafür ist der Brand des Waldorf-Astoria-Hotels 1928...

Manche alten Gebäude (v.a. Hotels, Kirchen, usw) haben noch uralte Verteiler. Holztür mit Glasfenster (geschliffenes Glas), drinnen auf einer Marmorplatte Sicherungspatronen und offene Messerschalter für jeden Stromkreis.

Schraubsicherungen haben keinerlei Schutz gegen das verwenden von stärkeren Sicherungseinsätzen. Allseits beliebt: der einzige 15A-Stromkreis des Hauses ist total überlastet, na schraubt man eben 30A-Sicherungen rein... oder gleich 1-Cent-Münzen aus Kupfer...
Hat mal ein Elektriker einen Anruf gekriegt: "Wir haben in einem Teil vom Haus keinen Saft!" Begibt sich auf die Suche, plötzlich erwähnt die Frau: "Vielleicht müssen die Pennies im Sicherungskasten gewechselt werden!" Stellt sich raus ihr Vater hat immer wenn das passiert ist neue 1-Cent Münzen reingeschraubt (damit die Sicherung überbrückt) und dann gings wieder...
Manche Leute haben da Münzen von 1940 gefunden, ohne daß je was abgebrannt wäre...


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