Berechnung von FET

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Autor
Berechnung von FET

    







BID = 101575

perl

Ehrenmitglied



Beiträge: 11110,1
Wohnort: Rheinbach
 

  



Zitat :
ist UGS -1,5V nicht UDS = 17 V, schon oder?

Ich erwähnte doch ausdrücklich die 15V Gerade.
Wie du mit nur 15V Betriebsspannung UDS=17V erreichen willst, ist mir schleierhaft.


Zitat :
und bei dem diff Ausgangswiederstand des FET und der schaltung, wie muss ich da vor gehen?


Du legst im dem Punkt der Kennlinie, der dich interessiert, eine Tangente an die Kurve.
Deren Steigung (mA/V) ist der Ausgangsleitwert im mS.
Der reziproke Wert des Leitwertes ist bekanntlich ein Widerstand.
(Oder du drehst einfach das Diagramm um 90° und bestimmst dann aus der Steigung V/mA der Tangente den Ausgangswiderstand direkt)

Wenn du den Ausgangswiderstand der kompletten Schaltung wissen möchtest, muß du zu dem so ermittelten Ausgangswiderstand des Transistors noch den Lastwiderstand parallel schalten.

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Bei obigem Beitrag handelt es sich um meine private Meinung.



Rechtsansprüche dürfen aus deren Anwendung nicht abgeleitet werden.



Besonders VDE0100; VDE0550/0551; VDE0700; VDE0711; VDE0860 beachten !

BID = 101612

HeikoF

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sorry mein fehler ich habe mich verschaut, natürlich ist UDS= 13,8V bei UGS= 1,5. also bleibt das Ergebnis bei -3,8/0,5 = -7,6.
Bei den Ausgangswiederständen des FET und der Schaltung bin ich auch weiter gekommen, möchte mir aber trotzdem ein feedback einholen.Ich sollte über die Kennlinie den ausgangswiederstand des FET und der schaltung bestimmen.Wie ihr im bild sehen könnt(hoffe ich)bin ichvon UGS 0,5V ausgegangen. Ich habe die werte ermittelt UDS=10V und ID=0,1V 10V/0,1mA rDS= 100kohm. Somit konnte ich auch den Ausgangswiederstand der Schaltung (rU) berechnen da RL =5kohm gegeben war somit ergibt sich 5kohm*100kohm/5kohm+100kohm = rU = 4,76kohm. das ist doch hoffe ich alles so OK, oder




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BID = 101685

perl

Ehrenmitglied



Beiträge: 11110,1
Wohnort: Rheinbach

Nein, der sich einstellende Arbeitspunkt ist UDS=3,8V bei ID= 2,25mA.

Für die Ermittlung des Ausgangswiderstand darfst du auch nicht so riesige deltas verwenden.
Wenn ich die Tangente bilde, indem ich auf dem Bildschirm nach Augenmaß (also hochpräzis ) ein Lineal an diesen Kurvenpunkt lege, so komme ich auf eine Steigung von etwa 3 horizontalen je vertikalem Kästchen.
Das wären 0,2mA/3V oder 0,067 mS. Hinzu kommen die 0,2mS des Lastwiderstands, sodaß der Ausgangsleitwert der Schaltng 0,267mS beträgt, bzw. der Ausgangswiderstand 3,75 kOhm ist.


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BID = 101717

HeikoF

Gelegenheitsposter



Beiträge: 89
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Jetzt bin ich etwas verunsichert, da in den unterlagen die mir vor liegen das ungefähr so beschrieben ist wie ich es aufskizziert und berechnet habe.
In meinen unterlagen ist auch keine Arbeitsgerade eingezeichnet. gehe ich nun von der arbeitsgeraden aus?
Es steht zumindest da das ich über die kennlinie die Verstärkung VU, den diff.Ausgangswiederstand des FET und den Ausgangswiederstand der Schaltung bestimmen soll.
Was sagt mir auch das aus, das die Aussteuerung des FET mit einer Spannung ^uGS =0,2 V erfolgt? Ich glaub ich verzweifel noch

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BID = 101757

perl

Ehrenmitglied



Beiträge: 11110,1
Wohnort: Rheinbach


Zitat :
bin ichvon UGS 0,5V ausgegangen. Ich habe die werte ermittelt UDS=10V und ID=0,1V 10V/0,1mA rDS= 100kohm.


Was heißt ID=0,1V ??

In jedem Fall hast du nicht die Werte im Arbeitspunkt bestimmt, und bist außerdem viel zu weit nach rechts gegangen, wo die Kennlien praktisch waagerecht verlaufen und der Ausgangswiderstand extrem groß wird.

Bei großen UDS wird der FET zur Konstantstromquelle, während er sich bei kleinen Spannungen (< 1V) wie ein ohm'scher Widerstand verhält.

Außerdem wolltest du doch den differentiellen Ausgangswiderstand bestimmen. Dieses Wort stammt aus der Infinitesimalrechnung und bedeutet für beliebig kleine (im Volksmund: unendlich kleine) Differenzen.
Du kannst also nicht einfach Punkte wählen, die viele Volt auseinanderliegen.


Die Verstärkung der Stufe kannst du auch abschätzen, indem du aus dem linken Teil der Grafik die Steilheit bei -UGS=0,5V ermittelst.
Obwohl diese für UDS=15V angegeben ist, sollte das erlaubt sein, da der Arbeitspunkt schon nahe am waagerechten Teil der Ausgangskennlinie liegt.
Indem ich das Lineal bei UGS=-0,5V tangential an die Kurve anlege, ermittle ich mit dem Lineal eine Steilheit von etwa 5,5 Kästchen V (=1,1mA) auf 2 Kästchen H (=0,2V).
Der Vorwärtsleitwert beträgt also 5,5mS.
Das passt auch ganz gut zu den Spezifikationen des Transistors.
Die Stufenverstärkung kann man dann einfach ermitteln,. indem man die Vorwärtsleitwert durch den Ausgangsleitwert dividiert, also V = 5,5/0,267 = 20,6 .







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BID = 102614

HeikoF

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Ja, klar ist ID= mA,hab mich nur vertippt,ich weis sollte nicht vorkommen .
aber zurück zum wesentlichen, in der skizze hab ich es so aufgezeichnet wie du es erklärt hast. und ich komme auf einen wert von rDS=1,7kohm, sorry wenn ich nochmal nachfrage ist das jetzt wirklich der diff Ausgangswiederstand des FET?ist wirklich ^UDS=3,8 und ^ID=2,2?Ich frage so dumm weil es in meinen unterlagen ungefähr so beschrieben ist wie ich es beim vorigen aufgezeichnet habe.

Merci für deine antwort!!
kurze frage, wieso bist du der einzige der schreibt, ich glaube nicht das für erfahrene Elektroniker diese frage zu schwer sind.Oder will sich keiner die mühe machen?!?




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BID = 102626

HeikoF

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Beiträge: 89
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das ist die Beschreibung aus den Unterlagen(nur ab Skizziert).
Da wird der diff Ausgangswiederstand des FET so berechnet(der wert wurde aus Kennlienienfeld entnommen), allerdings ist keine Arbeitsgerade eingezeichnet.
Und berechnet wurde 10V/0,2mA rDS=50kohm
Ich verzweifel noch, ich weis schon garnicht mehr das + = - ist und schwarz = rot oder andersrum




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BID = 104802

perl

Ehrenmitglied



Beiträge: 11110,1
Wohnort: Rheinbach

Gelb: Gerade des 5k-Lastwiderstand: 0 mA @ 15V, 3mA @ 0V.

Blau:
Bei Ugs=-0,8V und Uds=15V ist Id=1,4mA.

Grün:
Ein Stück der Uds-Id-Kennlinie für Ug=-0,8V. Entstanden durch Interpolation zwischen der 0,5V und 1V Kennlinie.
Der Schnittpunkt mit der gelben Linie ist der sich einstellende Arbeitspunkt Uds=7,5V.
Hier zeigt sich, daß Ugs=-0,8V gut gewählt ist, da hier annähernd maximale Aussteuerung möglich ist.

Daß die Kennlinie hier annähernd waagerecht verläuft, bedeutet daß der Ausgangsleitwert des Transistors sehr klein ist ist, sodaß der Ausgangswiderstand der Schaltung praktisch nur durch den 5k Lastwiderstand bestimmt wird.

Für Ugs=-0,5V z.B. wäre der Ausgangsleitwert des Transistors aber nicht mehr zu vernachlässigen.
Hier wäre er durch durch die weiße Tangente an die Kennlinie im Arbeitspunkt gegeben.
Die rote Auswertung zeigt den Ausgangswiderstand des Transistors hier zu 9*1V / (3*0.2mA) = 15kOhm, sodaß der Ausgangswiderstand der Schaltung hier 3,75kOhm wäre.


Die türkisfarbene Linie ist ein Versuch die Steigung der VGS=-0,5V Kennlinie bei Uds=7,5V zu ermitteln. Hier ergibt sich ein Wert von 40kOhm.
Durch Vergleich mit der Form der anderen Kennlinien kann man erwarten, daß der entsprechende Wert für Ugs=-0,8V rund doppelt so groß, also 80kOhm ist. In Verbindung mit dem Lastwiderstand von 5kOhm ergäbe das einen Ausgangswiderstand der Stufe von 4,7kOhm.
Das unterstützt die obige Aussage, daß der Ausgangswiderstand der Schaltung durch den 5k Widerstand diktiert wird.

Die Stufenverstärkung der Schaltung ergibt sich dann aus dem Produkt dieser 4,7k und der Vorwärtssteilheit im Arbeitspunkt -lila- von 7*0,2mA /(3*0,2V) = 2,33mS zu etwa 11.





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BID = 104803

perl

Ehrenmitglied



Beiträge: 11110,1
Wohnort: Rheinbach

Man kann dieses Ergebnis auch annähernd bekommen, indem man ermittelt, welche Ausgangsspannungen sich für 0,8V-0,2V und 0,8V+0,2V, also eine Aussteuerung von 0,4Vss einstellen:

Da wir gesehen haben, daß die Kennlinien nahezu mit den waagerechten Id=const Linien zusammenfallen, können wir die Kennlinien auch durch diese ersetzen.

Man sieht, daß sich Uds dabei um knapp 5V ändert, was einer Verstärkung von 12 entspräche.




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BID = 105366

HeikoF

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Beiträge: 89
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Danke Perl für deine mühen, endlich mal eine richtige erläuterung , so das ich es auch verstehe. Du hast mir sehr damit geholfen . Ich würde dich ja gern zu einem Bierchen einladen

Gruß Heiko

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