Konkrete Fragen stehen weiter unten (fett gedruckt).
Ich wollte mal Fragen wie Ihr bei Elektronikprojekten vorgeht um einen Op-Amp auszuwählen. Packt ihr blind den nächst besten Op-Amp auf einen Steckbrett/in die Schaltung und probiert es aus? Wenn es nicht funktioniert dann (iterativ) einen besseren suchen? D.h. man hat seine "zig" Op-Amps die man mit den Grenzen und Macken kennt und nicht weiter überrascht wird. Oder sucht ihr über die parametrische Suche bei Distributoren was passendes raus und studiert stundenlang die Datenblätter?
Eine Simulation ist praktisch, ersetzt imho den Test am echten Objekt nicht. Dafür sind Op-Amps mir zu imperfekt. Oder sehe ich das falsch?
Folgende Listen mit Standard-Op-Amps hab ich schon gefunden:
Standardbauelemente OpAmps (mikrocontroller.net)
Liste gängiger Typen von OpAmps (RN-Wissen.de)
Dann empfieht Onra das von 'Ron Mancini' verfasste 'Op Amps For Everyone (SLOD006B)'. Das werde ich mir genauer anschauen. Das Kapitel "Single-Supply Operational Amplifier Selection Guide" hilft mir bei meiner aktuellen Frage auch nicht recht weiter.
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Letztes Jahr wollte ich ein Milli-Ohm-Meter haben und dachte das kann man schnell ohne Op-Amps leicht mit einem LM317 (Stromquelle), billigem Volt- und -Amperemeter (4,5 digit) sowie einem Satz Kelvin-Klemmen zusammenstecken. Nach einem zweiten, potentialgetrennten Netzteil für die Voltmeterversorgung läuft es. Zeigt leider nur ~10 mOhm zu wenig an.
Mein Ziel ist nun eine Lösung mit Op-Amps zu basteln. Ggf. erhöhe ich auch den Prüfstrom von 0,1 A auf 0,2 A um eher der VDE 0701-0702 zu folgen.
Bei der Op-Amp-Auswahl bin ich irgend wie immer beim LM358 gelandet. Was "besseres" für meinen Versorgungsspannungsbereich (z.B. -1V...12V) finde ich nicht wirklich. Hier mein erster Entwurf um einen Spannungsabfall (ab 1 mV bzw. 0,1 mV wenn möglich) zu verstärken und den Offset vom DVM zu korrigieren:
Die 10k-Widerstände sind nur Platzhalter, d.h. die Verstärkung (x1/x5/...) ist noch nicht eingestellt. Plane die trimmbar zu gestalten um ggf. Linearitätsproblem vom DVM & Co. abgleichen zu können.
Auch ist mir aufgefallen, dass ich einen "Instrumentationsverstärker" einsparen kann:
Meine Frage: Wird der LM358 hier das tun was ich will bzw. wäre ein "richtiger" Instrumentationsverstärker besser geeignet? Oder ein anderer Op-Amp? Wenn welcher?
Wie man merkt ist das mein erster eigener Gehversuch. Bisher habe ich nur bestehende Analogschaltungen übernommen bzw. verstehen müssen.
Bei der Versorgung bin ich recht flexibel. Ich will eine neue Leiterplatte machen (lassen). Nur die Eingangsspannung mit 12 VAC (12VA) würde ich gerne beibehalten. Die LM358 sind erst für die nächste Bestellung eingeplant. Sonst könnte ich es kurz zusammenstecken und ausprobieren.
Sonstige Vorschläge für gängige Op-Amps sind gerne gesehen und können jetzt auch noch berücksichtigt werden.
OPA2340UA (SO-8, 2,7-5 V) habe ich schon und den ein oder anderen OP177.
Hier die aktuelle Schaltplan-Idee. Basiert auf dem ersten Entwurf, Foto sieh oben.
Neu ist die Stromquelle mit 0,2 A (LM317, U2) und die negative Hilfsspannung (D3+U4).