Zitat :
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| Ein IR-Diode ist ja etwas änliches wie ein Photo wiederstand. also der verringert sich bei licht. |
Etwas anders ist das schon.
Eine
Photodiode (PD), egal ob IR oder anderes Licht, hat i.W. zwei Betriebsmodi.
Am einfachsten ist der Betrieb als Photoelement. Dann erzeugt die PD bei Beleuchtung eine geringe Spannung, ca 0,5V, die man auswerten kann.
Die Höhe der Leerlaufspannung hängt nur wenig von der Beleuchtungsstärke ab, aber der entnehmbare Strom ist proportional zu dieser.
Vielfach wird die PD aber mit einer Hilfsspannung in Sperrrichtung vorgespannt. Auch dann ist der Sperrstrom proportional zur Beleuchtungsstärke, aber da der Sperrstrom kaum von der Sperrspannung abhängt, kann der Spannungshub an einem hochohmigen Lastwiderstand sehr viel höher sein. Einige Volt sind durchaus möglich.
Gerne nimmt man dabei zwei gleiche, in Reihe geschaltete und in Sperrichtung betriebene PD.
Wie bereits geschrieben, ändert sich der Sperrstrom nur wenig mit der Spannung, und das ist gleichbedeutend mit einem sehr grossen Innenwiderstand.
Wenn beide PD gleich stark belichtet werden, fällt an jeder die halbe Betriebsspannung ab, aber wenn sich die Beleuchtung beider auch nur etwas unterscheidet, fällt fast die gesamte Betriebsspannung an der schwächer beleuchteten PD ab.
Mit einem Spannungsteiler aus zwei gleichen Widerständen kann man das zu einer Brückenschaltung ergänzen, und die Spannungsdifferenz zwischen dem Verbindungspunkt der beiden Widerstände und dem Verbindungspunkt der beiden PD einem Differenzverstärker zuführen, der dann den Motor vorwärts oder rückwärts dreht.
Genau solch ein Differenzverstärker plus eine Brückenendstufe nebst Schutzbeschaltung ist in dem erwähnten IC vorhanden. *)
Schau dir ruhig mal das Datenblatt dort an.
Ich jedenfalls würde mir die Murkserei mit den ganzen Einzelteilen schenken und das IC verwenden.
*) Genau genommen sind da zwei Differenzverstärker, von denen jeder eine Halbbrücke treibt, aber das kommt auf das gleiche raus.
Die Spannungsverstärkung dieser Differenzverstärker beträgt je 80 dB, also 10.000.fach, und das bedeutet, dass du nur eine Differenzeingangsspannung von 1mV brauchst um den Motor auf volle Drehzahl zu bringen. Da bietet es sich an, die beiden PD im Elementbetrieb einfach antiparallel zu schalten nach dem Motto "Der Stärkere gewinnt und bestimmt die Polarität des Eingangssignals für den Verstärker".
Als weitere Bauteile benötigt man nur noch einen 100nF Keramikkondensator von Pin6 nach Pin4,
direkt am IC, und evtl. den im Bild4 des Datenblatts eingezeichneten 100µF Elko.
P.S.:
In Bild6 des Datenblatts ist die komplette Anwendungsschaltung für deinen Bedarf gezeigt, nebst einiger Finessen.
Einfacher geht es wohl kaum.
Zitat :
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| vielleicht aber auch durch ein Relais geschaltet. |
Vergiss das!
Entweder nur Relais oder nur Elektronik.
Beides zusammen macht nur Ärger. Selbst für Fortgeschrittene.
[ Diese Nachricht wurde geändert von: perl am 1 Mär 2020 1:57 ]
[ Diese Nachricht wurde geändert von: perl am 1 Mär 2020 2:05 ]