Datum der Einführung von Schukostecker, Eurostecker, Konturenstecker, PVC-Adern

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Datum der Einführung von Schukostecker, Eurostecker, Konturenstecker, PVC-Adern

    










BID = 1056350

:andi:

Inventar



Beiträge: 3110
Wohnort: Bayern
 

  


Hallo Freunde,

ich sammle alte Weihnachtslichterketten und stehe dabei regelmäßig vor der Frage der Altersbestimmung.

Hier findet man einerseits den "zweipoligen Stecker rund ohne Nut", also ähnlich dem Konturenstecker aber ohne Nuten, und mit dünneren Stiften. Oft sind die Nuten nachträglich reingefeilt worden, damit der Stecker in Schukosteckdosen passt.
Andererseits gibt es auch eine Art "Eurostecker" jedoch ohne die Fingerschutz-Isolierung auf der halben Länge der beiden Steckerstifte.

Gab es ein fixes Datum, ab dem Schuko, Kontur und Euro verpflichtend waren? Nach Online-Recherche habe ich eher das Gefühl, dass das schleichend ging. Die einzigen Angaben die ich finde sind, Patente zum Schukostecker zwischen 1925 und 1930, Einführung des Schuko "nach dem zweiten Weltkrieg" laut Wikipedia.

Ich habe aber ein paar Lichterketten mit dem altem "zweipoligen Stecker rund ohne Nut" wo ich irgendwie nicht glauben kann, dass die vor-1945 sind.

Zum Anderen gab es bei den sehr alten Christbaumkerzen-Ketten irgendwann den Sprung von Textilisolierten Einzeladern auf vermutlich PVC-Isolierte Adern. Hier war der Übergang sicher schleichend, und auch hier würde ich mich sehr für einen möglichen Zeitraum interessieren.

Zu guter Letzt die Frage, ab wann der aktuell gültige Mindestquerschnitt 0,5mm² mit verstärkter Isolierung für Innenlichterketten eingeführt wurden, bzw. die 0,75mm² generell für sonstige Netzspannungs-Geräte ?

Wer hat belastbare Fakten??

_________________
"Gestern gings noch, da kann net viel sein"

[ Diese Nachricht wurde geändert von: :andi: am 12 Okt 2019 12:28 ]

BID = 1056352

Rafikus

Inventar

Beiträge: 3414

 

  

Hallo andi

Nur mal so aus Neugier, hast du auch Licheterketten mit "teilbarem" Stecker?
Ich habe mal sowas gesehen, da kam eine Ader aus dem Konturen-Stecker und ging zur ersten Glühlampe, von da aus normal weiter. Von der letzten Glühlampe ging eine Ader ab und endete in etwas wie ein Bananenstecker. Diesen Bananenstecker konnte man in die passende Buchse in dem Konturen-Stecker stecken.
Dieses Konstrukt ist zwar sehr praktisch, da man die Lichterkette wie eine Schnur an den Baum montieren kann und nicht wie eine Schlaufe, aber die meisten hier werden wissen, welche Gefahr sowas mit sich bringt.

Rafikus








BID = 1056353

:andi:

Inventar



Beiträge: 3110
Wohnort: Bayern


Zitat :
Rafikus hat am 12 Okt 2019 12:38 geschrieben :

Hallo andi

Nur mal so aus Neugier, hast du auch Licheterketten mit "teilbarem" Stecker?
Ich habe mal sowas gesehen, da kam eine Ader aus dem Konturen-Stecker und ging zur ersten Glühlampe, von da aus normal weiter. Von der letzten Glühlampe ging eine Ader ab und endete in etwas wie ein Bananenstecker. Diesen Bananenstecker konnte man in die passende Buchse in dem Konturen-Stecker stecken.
Dieses Konstrukt ist zwar sehr praktisch, da man die Lichterkette wie eine Schnur an den Baum montieren kann und nicht wie eine Schlaufe, aber die meisten hier werden wissen, welche Gefahr sowas mit sich bringt.

Rafikus


Hallo Rafikus,

teilbare Stecker sind für deutsche Lichterketten recht gängig, und die haben auch schon sehr lange Fingerschutz. Also wie bei einer Messleitung fürs Multimeter ist der "Bananenstecker" von einer Isolierhülse umgeben - die habe ich bei alten Steckern sogar schon aus Porzellan gesehen.

Anno Holzschuh war das sicher mal ohne Hülse, sowas habe ich aber nicht.
Irgendwann gabe es ja auch mal Modelleisenbahnen mit Netzspannung auf den Schienen...

Ein Restrisiko bringt das, wenn du mehrere gleiche Lichterketten hast. Dann kannst du versehentlich den Einzelstecker in den Netzstecker der zweiten Kette stecken, und dort kann dann am freiliegenden Steckerstift die Netzspannung aus der ersten Kette anliegen.


[ Diese Nachricht wurde geändert von: :andi: am 12 Okt 2019 13:00 ]

BID = 1056354

:andi:

Inventar



Beiträge: 3110
Wohnort: Bayern

versehentliche Antwort

[ Diese Nachricht wurde geändert von: :andi: am 12 Okt 2019 12:58 ]

BID = 1056355

Mr.Ed

Moderator



Beiträge: 31824
Wohnort: Recklinghausen
Zur Homepage von Mr.Ed

Der teilbare Stecker war an vielen Ketten mit den Kerzenlampen so üblich, der Stecker war dann aber, wie beschrieben, berührungssicher ausgeführt.
Das verbinden zweier Ketten war verboten, das stand auch so auf den Packungen.

Ein Konstrukt für das man viel Gottvertrauen benötigte, habe ich im Zivildienst gesehen.
Ein Plastikgehäuse mit 20 Bananenbuchsen und einer langen Netzleitung. Dazu 10 Chinalichterketten mit Bananensteckern.
Das ganze diente dazu den Baum in einer Kirche zu beleuchten.
War so deutlich einfacher an dem großen Baum zu montieren, aber natürlich alles andere als sicher.

Die runden Stecker ohne Schutzkontakt und die passenden Steckdosen gab es hier bis in die 50er Jahre, im Ausland sind sie aber bis heute erhältlich.
https://www.gamma.nl/assortiment/l/.....aarde
https://www.gamma.nl/assortiment/plieger-stekker-zwart/p/B464859

Die Eurostecker gibt es seit Mitte der 60er, ein genaues Jahr habe ich da aber leider nicht.

_________________
-=MR.ED=-

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BID = 1056357

Rafikus

Inventar

Beiträge: 3414

Ach, da wird einem fast warm um's Herz bei diesen Bildern.


BID = 1056385

Trumbaschl

Inventar



Beiträge: 7363
Wohnort: Wien

Wann die Schutzerdung in Räumen mit berührbarem Erdpotenzial (Küchen etc.) verpflichtend geworden ist, also Schukosteckdosen dort installiert werden mussten, weiß ich leider nicht. Flächendeckend kam sie wenn ich mich richtig erinnere 1959 mit einer VDE-Neuauflage, ab diesem Zeitpunkt waren Steckdosen ohne Schutzkontakt für Neuanlagen verboten. Gilt im Übrigen 1:1 für Österreich, bis 1962 war die VDE 0100 gültig (prinzipiell in der Fassung von 1939, aber die meisten Änderungen dürften übernommen worden sein).

Konturenstecker sind auch etwa um diese Zeit aufgekommen, mein Hornyphon-Röhrenradio von ca. 1962 hat schon einen, allerdings noch für 6 A mit geschlitzten 4-mm-Stiften. Die Hornyphon-Tonbandgeräte von 1959 und 1960 haben noch einen klassischen "Lichtstromstecker", geschraubt.

Eurostecker müssen kurz darauf aufgekommen sein, ich meine das Netzteil des Blaupunkt-Kofferradios meiner Mutter (gekauft 1966) hatte schon einen Eurostecker im modernen Sinn, mit sechseckiger Front und teil-isolierten Stiften. Kann ich nicht mehr nachprüfen, weil ich die sehr kurze Zwillingsleitung nach einem Aderbruch nahe am Netzteil vor Jahren durch ein H03VVH2-F mit Eurostecker ersetzt habe.

Allerdings gab es im Ausland flache Stecker schon deutlich früher, nur mit blanken Stiften und rechteckiger oder abgerundeter Front. Irgendwo müsste ich eine italienische Verlängerung dieser Bauart haben.


Nachtrag: PVC-Isolierung kam in der ersten Hälfte der 50er auf, allerdings natürlich erst allmählich.

[ Diese Nachricht wurde geändert von: Trumbaschl am 13 Okt 2019 14:11 ]


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