Danke für deinen schönen Bericht!
Dieses Fehlerbild bei selbstheilenden Kondensatoren ist gut bekannt.
Wenn es gelingt einen derartig ausgefallenen Kondensator auseinander zu bauen und abzuwickeln, kann man evtl. beobachten, dass die Durchschläge nicht gleichmäßig verteilt sind, sondern sich in einer schmalen Zone der Nähe der Anschlüsse häufen.
Auf diese Weise wird der grösste Teil des Wickels von den Anschlüssen regelrecht abgetrennt.
Es gibt noch ein weiteres Fehlerbild, das solche Kondensatoren verursachen können:
Wenn die im Moment des Durchschlags im Kondensator gespeicherte Energie (wegen zu geringer Spannung) nicht ausreicht um die Metallisierung um die Fehlerstelle herum zu verdampfen, kann es sein, dass der Kondensator tatsächlich einen Kurzschluß entwickelt. Meist geht dadurch ein Sicherungswiderstand oder ein anderes Bauteil zu Bruch.
Sekundenbruchteile später aber ist die vom Stromnetz gelieferte Energie groß genug um die mißlungene Selbstheilung nachzuholen.
Der Kondensator tut dann so, als könne er kein Wässerlein trüben, aber in Wirklichkeit ist er Schuld am Sicherungssterben alle paar Wochen.
Zitat :
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| Ich habe einen neuen 220nF, 400V, X2 Kondensator eingebaut und nun funktioniert die Lampe wieder. |
Falls es sich dabei um den abgebildeten blauen Kondensator handelt, so stimmt da einiges nicht:
Das ist kein X-Kondensator! X8 gibt es nicht.
Falls nicht anders vermerkt, wird auf Kondensatoren die Nenn-
Gleichspannung angegeben. 400V= ist für den Betrieb am 230V-Netz zu wenig. Der Ausfall ist nur eine Frage der Zeit.
Zu Zeiten von 220V~ hat man Kondensatoren mit mindestens 630V= verwendet, und es wird nicht schaden heute eine Nummer höher zu gehen.
Sicherer (unter Aspekten des Brandschutzes) allerdings wäre die Verwendung eines explizit als X2 (oder X1) bezeichneten Kondensators mit einer Nennspannung von 250V~ oder 275V~.
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Bei obigem Beitrag handelt es sich um meine private Meinung.
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