Elektra 9 Beckum Schweißgerät

Ersatzteile und Reparaturtipps zum Fehler: Fehlerhafter Anschluss

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Autor
Sonstige 9 Elektra Beckum Schweißgerät --- Fehlerhafter Anschluss
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BID = 1029227

example17

Gerade angekommen


Beiträge: 10
 

  


Geräteart : Sonstiges
Defekt : Fehlerhafter Anschluss
Hersteller : Elektra Beckum
Gerätetyp : Schweißgerät
S - Nummer : SB 200
FD - Nummer : 128075
Typenschild Zeile 1 : 50Hz
Typenschild Zeile 2 : Isol-Kl F
Typenschild Zeile 3 : Schutzart IP 21 Kühlart S
Kenntnis : Artverwandter Beruf
Messgeräte : Multimeter, Phasenprüfer, Duspol
______________________

Hallo Leute,

vor einigen Wochen habe ich ein altes Schweißgerät geschenkt bekommen, das leider eine ganze Zeit lang im wahrsten Sinne des Wortes im Regen stehen gelassen wurde. Ich habe die Trafo-Wicklungen durchgemessen, es scheint zumindest schonmal kein Kurzschluss vorhanden zu sein. Da es sich um ein ziemlich verdrecktes und auch "verbasteltes" Gerät handelt, bei dem direkt nach dem Anschluss an die Steckdose die Sicherung flog, habe ich alles erstmal auseinander genommen und gesäubert.

Mittlerweile sieht das Gerät wieder halbwegs sauber aus, aber ich bekomme es nicht zum Laufen. Leider kann auch der Weden / Metabo Service nicht weiterhelfen, da angeblich keine Schalt- oder Anschlusspläne mehr zu den Elektra Beckum Schweißgeräten existieren.

Bild 1 zeigt das Innere des Schweißgerätes mit den beschrifteten Anschlusskabeln. Durchgang messe ich zwischen blau 1, blau 3 bzw. weiß 1, blau 2.

Bild 2 zeigt das Frontseiten Etikett des Gerätes (es handelt sich um ein zwischen 230V / 380V umschaltbares Schweißgerät).

Die Bilder 3 und 4 zeigen den Schalter mit dem die Spannung geschaltet werden kann. Schaltstellungen sind 230V, Aus und 380V.

Bild 5 zeigt den Schaltplan den man der Anleitung des Schweißgerätes entnehmen kann. Leider hilft mir dieser Plan aber nur wenig bis gar nicht weiter.


Der Grund meines Postings ist, dass ich das Gerät gerne wieder hinbekommen würde, sodass es wahlweise an 230V bzw. 380V angeschlossen werden und die Umschaltung zwischen diesen beiden Spannungen gefahrlos erfolgen kann.

Ich bin für jede Hilfe bezüglich der Trafo bzw. Nockenschalter belegung sehr dankbar!

Beste Grüße
Nils (example17)







BID = 1029228

J_B

Stammposter



Beiträge: 278
Wohnort: Karlsruhe

 

  

Im Schaltplan ist alles enthalten, was Du wissen mußt, zumindest mit ein wenig Nachdenken.

Zugegebenermaßen ist die "Logiktabelle" zum Nockenschalter ein Witz, aber aus dem Plan ist recht leicht zu erkennen, daß im 230V-Betrieb der Transformator über die Anschlüsse "L1" und "N" versorgt wird, im 400V-Betrieb hingegen über "L1" und "L2".
In beiden Fällen trennt der vermutlich in die Trafowicklung eingebrachte Übertemperaturschutz im Fall der Fälle über "L1" ab und zeigt diesen Zustand über eine Glimmlampe an.







BID = 1029232

der mit den kurzen Armen

Urgestein



Beiträge: 17336

Der Motor wird in beiden Schaltstellungen mit 400V versorgt. Bei 400V direkt aus dem Netz und bei 230V arbeitet der Trafo als Spartransformator für den Motor. Die Schalttabelle ist definitiv falsch Den L1 ist in beiden Spannungsebenen geschlossen. Bei 230 V ist der Kontakt für den N geschlossen und bei 400 V der Kontakt für L2. Bei dem Trafo kannst du dir helfen die entsprechenden Anschlüsse herauszufinden indem du Sekundär eine Kleinspannung (8V AC)auf den Trafo gibst und die Spannung auf der Primärseite mist. Von der Mittelanzapfung ergeben sich dann 2 gleiche Spannungen und zwischen den beiden Äuseren eine doppelt so hohe Spannung. Vorsicht die Primärseite liefert dann eine gefährliche Spannung

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Tippfehler sind vom Umtausch ausgeschlossen.
Arbeiten an Verteilern gehören in fachkundige Hände!
Sei Dir immer bewusst, dass von Deiner Arbeit das Leben und die Gesundheit anderer abhängen!

BID = 1029251

Otiffany

Urgestein



Beiträge: 13687
Wohnort: 37081 Göttingen

Es würde mich wundern, wenn die Funktion noch gegeben wäre, wenn ich mir die Krimpstellen an den Kabelschuhen ansehe; da hat es mächtige Hitzeentwicklung gegeben. Hier solltest Du zuerst mal neue Stecker ankrimpen!

Gruß
Peter

BID = 1029252

Otiffany

Urgestein



Beiträge: 13687
Wohnort: 37081 Göttingen

Im ersten Bild ist der Stromverlauf bei Betrieb mit 230V und im zweiten Bild der Stromverlauf bei Betrieb mit 38V dargestell.

Gruß
Peter




BID = 1029265

unlock

Schriftsteller

Beiträge: 867
Wohnort: Mosbach

Hallo,
Ich würde auch den Vorschlag von DmdkA,die Sekundärwicklung mit Spannung beaufschlagen,zustimmen.
Lediglich mit eine vorhandene Markierung der Adern könnte man sich diese Arbeit sparen!
Auf jedenfall wirst Du bei 8V Speisespannung keine ernsthaft hohe Spannung in die Primärwicklung induzieren.

Auf jedenfall wird es danach wichtig sein,die Sannung und die Polarität der einzelnen Primärspulen zu kennen!

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One Flash and you're Ash !

[ Diese Nachricht wurde geändert von: unlock am  4 Nov 2017 23:45 ]

BID = 1029266

der mit den kurzen Armen

Urgestein



Beiträge: 17336

@ unlock Das denkst aber auch nur du . Wenn ich mir die Daten des Schweißgerätes anschaue dann liegt die Leerlaufspannung bei ca 50 V und die Spannung unter Last bei ca 30V das bedeutet ein Übersetzungsverhältnis von 1 zu 5 bis 1 zu 10 wobei wir dann im Bereich über 50V AC wären! 8V*5= 40V und bei 8V*10ca 80V und von Ende zu Ende hast du dann die doppelte Spannung also ca 80 bis 160V und das ist keine Kleinspannung mehr! Ich gebe solche Hinweise nicht umsonst.

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BID = 1029282

example17

Gerade angekommen


Beiträge: 10

Vielen Dank für all die Hinweise bisher! Ich habe ehrlich gesagt gar nicht damit gerechnet so eine große Resonanz zu bekommen. Zu den Antworten möchte ich nochmal spezifisch nachhaken.

@ J_B:
Zitat :
...die "Logiktabelle" zum Nockenschalter ein Witz, aber aus dem Plan ist recht leicht zu erkennen, daß im 230V-Betrieb der Transformator über die Anschlüsse "L1" und "N" versorgt wird, im 400V-Betrieb hingegen über "L1" und "L2"...


Soweit habe ich den Plan schon verstanden, das ist nicht das Problem. Problematischer ist viel mehr die von dir angesprochene "Logiktabelle". Die ergibt nämlich überhaupt keinen Sinn und daher bin ich nicht damit zurecht gekommen den Nockenschalter richtig zu belegen. Was ich in meinem gestrigen Posting nichtmehr unterbringen konnte, da ich die maximalzahl der Bilder erreicht hatte ist der zu verbauenden 56k 20W Widerstand (siehe angehängtes Foto). An diesem Widerstand war an einer Seite das Beinchen herausgebrochen, weswegen ich bereits einen neuen organisiert habe. Ebenfalls ersetzt habe ich den verbauten 140°C Thermoschalter, da der ursprünglich verbaute etwas "gammelig" aussah.


@ der mit den kurzen Armen:
Zitat :
Der Motor wird in beiden Schaltstellungen mit 400V versorgt...


Das ist auch eine lustige Angelegenheit, denn das Schweißgerät verfügt über keinen Motor. Ich habe insgesamt das Gefühl, dass Elektra Beckum damals eine Anleitung für ein Schweißgerät erstellt hat, die nichts mit dem unter der Bezeichnung SB 200 vertriebenen Gerät zu tun hat (siehe auch Schalttabelle).


@ Otiffany:
Zitat :
Es würde mich wundern, wenn die Funktion noch gegeben wäre, wenn ich mir die Krimpstellen an den Kabelschuhen ansehe; da hat es mächtige Hitzeentwicklung gegeben.


Das war mein Fehler. Die Kabelschuhe waren angelötet aber die Lötstellen sahen sehr schlecht aus. Da mein Lötkolben nicht ausreichend Hitze erzeugen kann um die Kabelschuhe neu zu verlöten habe ich mit der Gasflamme nachgeholfen. Daher kommt die "mächtige Hitzeentwicklung". Die Kabelschuhe werde ich aber trotzdem neu machen wenn festgestellt ist, dass das Gerät noch funktioniert.


Zitat :
Im ersten Bild ist der Stromverlauf bei Betrieb mit 230V und im zweiten Bild der Stromverlauf bei Betrieb mit 38V dargestell.


Vielen Dank für die Zeichungen! Genau so war meine Vermutung. Das heißt der Nullleiter wird (bei Anschluss an Starkstrom) auf den Mittelabgriff des Trafos gelegt. Die Reihenfolge von L1 und L2 sollte ja keine Rolle spielen, da das Gerät nicht Drehrichtungsabhängig ist.


@ unlock:
Zitat :
Ich würde auch den Vorschlag von DmdkA,die Sekundärwicklung mit Spannung beaufschlagen,zustimmen.
Lediglich mit eine vorhandene Markierung der Adern könnte man sich diese Arbeit sparen!


Die Markierungen sind noch vorhanden und lauten wie folgt:
blaues Kabel 1
blaues Kabel 2
blaues Kabel 3
weißes Kabel 1

Dabei ist blau 1 der einzige Anschluss der rechten Trafo Seite, alle anderen Kabel kommen aus der linken Spule.

Durchgänge messe ich, wie im Eingangsposting bereits angesprochen, zwischen blau 1 und blau 3 bzw. zwischen blau 2 und weiß 1.

Ich kann natürlich auch mal ein Netzteil an die Sekundärseite anschließen und vorsichtig an der Primärseite messen, dazu müsste ich aber noch etwas genauer wissen wo ich messen soll und was das Ergebnis der Messung sein sollte.




[ Diese Nachricht wurde geändert von: example17 am  5 Nov 2017 15:19 ]

[ Diese Nachricht wurde geändert von: example17 am  5 Nov 2017 15:22 ]

BID = 1029284

der mit den kurzen Armen

Urgestein



Beiträge: 17336

Nein bei 230V werden N an Mittelabgriff und L1 an ein Ende über den Thermoschalter gelegt und bei 400V Bleibt L1 über den Thermoschalter an das eine Ende und L2 an das andere Ende gelegt, N wird nicht beschaltet! Und wenn da nur 4 Adern aus dem Trafo kommen dann stimmt da was nicht! Würde mich auch nicht wundern denn die Angaben zum Nockenschalter sind definitiv falsch !

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BID = 1029318

unlock

Schriftsteller

Beiträge: 867
Wohnort: Mosbach

Also ich denke,wenn Du die Spulen schon auf Kurzschluss und Körperschluss geprüft hast,dann kann man theoretisch das Übersetzungsverhältniss aus den Leerlaufspannungen errechnen.
Da es sich mit aller Wahrscheinlichkeit um einen Streufeldtransformator handelt,sind das aber nur Schätzwerte.
Geschätztes Verhältnis bei 220V wäre 4,4 und bei 380V 6,8.
Daraus kannst du dann die Spulen,vermutlich zwei getrennte,indentifizieren.
Wenn der Schaltplan eh nicht schlüssig ist,wird das ganze eh ein Ratespiel....

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