Geräteart : Sonstiges
Defekt : FI-Schalter löst aus
Hersteller : Messer Griesheim
Gerätetyp : MIG/MAG-Schweißgerät
Typenschild Zeile 1 : MIGBOY 250
Kenntnis : Minimale Kenntnisse (Ohmsches Gesetz)
Messgeräte : Multimeter
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Hallo zusammen,
nach längerer Zeit brauche ich mal wieder einige Ratschläge von euch...
Ich habe meine Frage in die Rubrik "Haushaltsgeräte" gestellt, weil ich keine passende andere Rubrik gefunden habe.
Ich benutze ein Schutzgas-Schweißgerät der Firma Messer Griesheim, Bj. 1973, max. 250 A Schweißstrom. Bitte jetzt keine Kommentare wie "Loch graben und darin versenken" etc. - wer so etwas denkt oder schreibt, hat keine Ahnung von der Qualität dieses (Industrie-)Gerätes! Das Gerät funktioniert mit Drehstrom, bis vor kurzem an einem älteren Hausnetz mit 1 A - FI-Schalter ohne Probleme.
Im Rahmen einer Umrüstung wurde der alte Schutzschalter gegen einen inzwischen üblichen 30 mA - FI-Schalter ausgetauscht. Seitdem tritt folgender Effekt auf: Ist das Schweißgerät über seinen 5-poligen Stecker an das Netz angeschlossen (das Gerät muss dabei nicht in Betrieb sein), löst der FI-Schalter aus, sobald ein anderer starker Verbraucher (z. B. Waschmaschine) in Betrieb genommen wird.
Der Elektriker, der zur Fehlersuche hinzugezogen wurde, identifizierte alsbald einen Isolationsfehler im Schweißgerät als Ursache. Irgendwie richtig, denn wenn das Gerät vom Netz getrennt wird, löst der Schutzschalter bei Benutzung der o. g. Verbraucher nicht aus und alles ist in Ordnung. Er zeigte mir dann den Stecker des Schweißgerätes und den "Isolationsschaden": Schutzleiter PE gegen Nullleiter N hat einen gemessenen Widerstand von nur 0,7 Ohm. Das Gerät näher zu prüfen traute er sich allerdings nicht zu und Zeit dafür hatte er auch nicht.
Ich habe mir den Schaltplan daraufhin mal angesehen und das Gerät geöffnet und für mich sieht es so aus, als wenn die Verbindung von PE und N im Gerät vom Hersteller so gewollt ist...
Das Schweißgerät funktioniert ansonsten sehr gut und produziert auch ohne die heute üblichen Mikroprozessoren mit einfacher, aber sehr solider Technik (Gewicht 100 kg) durch die verketteten Phasen des Drehstroms einen ruhigen und fein regelbaren Lichtbogen und schöne Schweißnähte (nach entsprechender Übung).
Ich hoffe, dass mir hier jemand bei dieser Problematik weiterhelfen kann.
Ich besitze das Gerät seit 29 Jahren und möchte es gerne weiterhin nutzen, zumal ein vergleichbares Neugerät etwa 3000 € kosten würde.
Den Schaltplan habe ich als Scan beigefügt.
Danke für eure Hilfe!
Gruß
Slim