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Sharp verabschiedet sich von Bildröhren für TV-Geräte
Der japanische Elektronikkonzern Sharp wird als weltweit erster Hersteller vom kommenden Jahr an keine Fernseher mit Bildröhren mehr verkaufen. Dieser Schritt erfolge zwei Jahre früher als bislang geplant, teilte das Unternehmen am Mittwoch im Vorfeld der CeBIT mit. Im vergangenen Jahr hatte der Umsatz der Fernseher mit Flüssigkristall-Bildschirmen bei Sharp erstmals den von Bildröhrengeräten überstiegen. "Daraus haben wir die Konsequenz gezogen, bereits von 2005 an keine Röhrengeräte mehr in Europa zu verkaufen", sagte Helmut Engel, Präsident und Geschäftsführer von Sharp Electronics Deutschland.
Engel sieht in der LCD-Technik einen großen Zukunftsmarkt. "Kein Segment der Unterhaltungselektronik weist ähnliche Wachstumsraten auf." Von 2002 auf 2003 stieg der Absatz um 224 Prozent. Bis zum Jahr 2008 soll Marktforschern zufolge der Absatz weltweit auf 48 Millionen Stück ansteigen. Der Sharp-Manager kann sich auch vorstellen, dass zumindest private Nutzer sich in Zukunft keine Digitalkamera mehr kaufen müssen. "Es ist denkbar, dass Fotohandys die Digitalkamera ablösen werden." In Japan werde derzeit ein 2-Megapixel-Kameramodul mit Autofokus für Mobiltelefone entwickelt.
Sharp zeigt auf der CeBIT (Halle 1, Stand 7a2) dann auch gleich eine Reihe neuer LCD-Fernseher. Dazu gehören zwei Geräte aus Serie B5E der Aquos-Produktreihe mit 38 und 50 Zentimetern Bildschirmdiagonale. Sowohl der LC-15B5E als auch der LC-20B5E sind mit einem PC-Card-Slot ausgerüstet, um etwa Aufnahmen aus einer Digitalkamera am Fernseher betrachten zu können. Beide Fernseher besitzen unter anderem einen 21-poligen Scartanschluss sowie einen S-Video-Eingang. Dem Hersteller zufolge ermöglichen die Fernseher einen horizontalen Blickwinkel von bis zu 170 Grad. Das Kontrastverhältnis beträgt 500:1, die Leuchtdichte wird mit 430 Candela pro Quadratmeter angegeben. Das größere Modell ist bereits im März lieferbar und kostet 1699 Euro. Das Gerät mit 38 Zentimeter Diagonale ist von April an erhältlich und kostet 1199 Euro.
Quelle : Heise
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