Elektor-Artikel: Röhrenschaltungen bei niedrigen Spannungen (2)

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Autor
Elektor-Artikel: Röhrenschaltungen bei niedrigen Spannungen (2)

    







BID = 59071

chilla

Schreibmaschine



Beiträge: 1403
Wohnort: von hier zwei mal rechts und dann zwei mal links
 

  


Also mit genügend großen Elkos und mit RC-Filtern kann man sich die Drossel sparen?!?

endlich mal gute nachrichten.

Danke für die Info.

mfg CHillA

BID = 59076

perl

Ehrenmitglied



Beiträge: 11110,1
Wohnort: Rheinbach

 

  

Mach den ersten Elko nicht zu groß. Daran soll durchaus eine gewisse Brummspannung sein.
Sonst fließen nämlich hohe Impulsströme, die im Rest der Schaltung Störspannungen induzieren können.

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Bei obigem Beitrag handelt es sich um meine private Meinung.



Rechtsansprüche dürfen aus deren Anwendung nicht abgeleitet werden.



Besonders VDE0100; VDE0550/0551; VDE0700; VDE0711; VDE0860 beachten !

BID = 59171

chilla

Schreibmaschine



Beiträge: 1403
Wohnort: von hier zwei mal rechts und dann zwei mal links

Ich hab mich gestern noch ein bisschen in der Fachliteratur gewälzt, und habe auch was interessantes zum Thema deines Letzten Posts gelesen.

An die großen Impulsströme hatte ich ja bisher noch garnicht gedacht (dimensionierung von Dioden)

Ein zweistufiger Filter mit einem Siebfaktor von ca. 2000...3000 dürfte wohl genügen, oder?

mfg CHillA

BID = 59195

perl

Ehrenmitglied



Beiträge: 11110,1
Wohnort: Rheinbach

Du wirst es erleben. Wenns brummt reicht's nicht.

Für Eingangsstufen reicht es sogar bestimmt nicht.
Angenommen du hast 20Vss am ersten Kondensator, dann währen das etwa 3..5 mVss an der Anode einer ECC im Eingang, entspechend einem Eingangsignal von etwa 100 µVss.
Für einen Mikrofonverstärker ist das deutlich zu viel.

Deshalb gönnt man die Eingangsstufen mindestens noch eine weitere Siebung. Das geht ganz gut, weil die ja auch wenig Strom verbrauchen und somit relativ hochohmige Widerstände einsetzbar sind.

Wenn man die unterschiedlichen Verstärkerstufen an unterschiedliche Stufen der Siebkette anschließt, erreicht man auch eine Entkopplung der Stufen untereinander und reduziert damit eine Schwingneigung.






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BID = 59334

chilla

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Beiträge: 1403
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hi
wie du meiner hochgeladenen Schaltung

https://forum.electronicwerkstatt.d.....4.gif

entnehmen kannst, ist schon ein weiteres RC-Filter zwischen Triodenteil und Pentodenteil vorgesehen.

da fällt mir grad noch was ein:

ich finde irgendwie keine Formel, wie man bei einem Siebkondensator die Brummspannungsamplitude möglichst einfach (soz. Faustformel) ausrechnet.

mein NT hab ich übrigens mal so dimensioniert:

der gleichrichter arbeitet auf zwei in reihe geschaltene 330µ Elkos (165µ), darauf folgt ein RC-Glied 330-Ohm/470µ und dann noch einmal 220 Ohm/110µ.

ich hatte eigentlich mit weniger als 20Vss Brummspannung gerechnet, deswegen sind die Eingangselkos so groß.

Welche größe wäre da wohl besser geeignet?

danke,

mfg CHillA

BID = 59339

perl

Ehrenmitglied



Beiträge: 11110,1
Wohnort: Rheinbach

Nun ja, diese Widerstandswerte sind recht klein, dafür die Kondensatoren enorm groß. Sei bloß vorsichtig mit der Restladung !

Günstig ist es, wenn du zwischen Gleichrichter und 1. Siebelko knapp 100 Ohm legst. Dann wird dort schon mal der Stromflußwinkel größer. Dorthin würde ich auch den kleineren Elko (110µ) legen.
Übrigens sind von hohen Impulsströmen die Dioden kaum, aber der Netztrafo sehr betroffen.

Und an Stelle des 10µ Kondensators einen der größeren dorthin. Da bringt er am meisten. Wenn du Lust hst, kannst du ja den 10µ direkt an den Gleichrichter hängen.



Zitat :
ich finde irgendwie keine Formel, wie man bei einem Siebkondensator die Brummspannungsamplitude möglichst einfach (soz. Faustformel) ausrechnet.

Das ist auch nicht einfach.
Ich meine aber, daß ich schon mal eine solche Kurvenschar gepostet habe. Sollte bei den Grundlagen sein.


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BID = 59456

chilla

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Beiträge: 1403
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Danke für die Hinweise, ich werde später das NT entsprechend ändern.

Also, ich hab mal einen Kanal aufgebaut und getestet. Dazu hab ich an den Eingang den Kopfhörerausgang des Kofferradios in der Werkstatt gehängt.
Also wenn man den Kopfhörer direkt an den Ausgang des Radios hängt, hört sich alles normal an.

Wenn ich den Kopfhörerverstärker dazwischen habe, ist auch kein Brummen zu hören.

*g* das Brummen kommt erst, wenn man das Radio einschaltet
Da der Verstärker nicht geerdet ist, sollte daher nicht der Fehler kommen.
nur woher dann?
die Zuleitung ist selbstverständlich geschirmt.

Und dann fällt noch auf, dass der Klang des KHV sehr dumpf und mit wenig höhen ist, alles andere als klar.

Könnte das am "Ausgangsübertrager", einem kleinen 12V-Printtrafo liegen?

Danke,

mfg CHillA

[ Diese Nachricht wurde geändert von: chilla am 14 Mär 2004 14:16 ]

BID = 59466

Wombat

Gesprächig



Beiträge: 196


Zitat :
Ich meine aber, daß ich schon mal eine solche Kurvenschar gepostet habe. Sollte bei den Grundlagen sein.


Hmmm... Jetzt hab' ich unter Elko, Ladeelko, Siebelko, Brummspannung, Siebung, und sogar unter "Kurvenschar" gesucht, aber nix gefunden. Kannst Du mir vielleicht noch ein Sanderes Suchwort verraten?

MfG., wombat

BID = 59485

perl

Ehrenmitglied



Beiträge: 11110,1
Wohnort: Rheinbach


Zitat :
Jetzt hab' ich unter Elko, Ladeelko, Siebelko, Brummspannung, Siebung, und sogar unter "Kurvenschar" gesucht, aber nix gefunden. Kannst Du mir vielleicht noch ein Sanderes Suchwort verraten?

Muttu nach Nomogramm suchen.

Ja, das war nicht in den Grundlagen, ich werd dort aber mal ein entsprechender Thema mit Link hinsetzen.
Ich hatte natürlich angenommen, daß die Röhrenbastler auch das lesen was schon gepostet wurde.

Schau ruhig mal dort rein: https://forum.electronicwerkstatt.d.....um=34


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BID = 59505

chilla

Schreibmaschine



Beiträge: 1403
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ich werde mal gelegentlich das ganze forum nach entsprechendem abgrasen.

mfg CHillA

BID = 60059

chilla

Schreibmaschine



Beiträge: 1403
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Also, ich hab nochmal in der Literatur nachgeschlagen, und da steht immer, dass die Windungszahlen eines AÜ, die ja die Induktivität der Wicklungeng bestimmen, eigentlich für die untere Grenzfrequenz verantwortlich ist.

Mein KHV zeigt aber Tiefpassverhalten, und dass obwohl im Signalweg keine Tiefpässe sind, nur Hochpässe.

Ich habe auch schon einen alten koppelkondensator getauscht -> keine Besserung.

wo könnte ich noch Suchen?

danke,
mfg CHillA

BID = 60135

tixiv

Schreibmaschine



Beiträge: 1492
Wohnort: Gelsenkirchen

Ja, sicherlich zeigt ein Trafo Tiefpassverhalten. Das liegt an der Streuinduktivität. Bei höheren Frequenzen spielen dann noch Wirbelstrom Verluste dazu. Trafos können nicht gut für große Frequenz Bandbreiten ausgelegt werden. Tonfrequenz Übertrager sind meist nur ein Kompromiss, und haben im Bass und im Höhen bereich meist stärkere Verluste als in der Mitte. Einen guten Übertrager zu bauen ist eine Wissenschaft für sich.
Wenn Du sagst Du hast einen kleinen Printtrafo, wie klein ist der dann? Normalerweise Gilt je kleiner der Netztrafo um so größer die (Streu)induktivität.

Wegen dem Brumm Problem habe ich auch eine Idee: vieleicht ist der Ausgang des Radios wenn das aus ist so hochohmig, dass das Brummen was Du auf deiner Bezugsmasse hast nicht an de Eingang gelangen kann. Wenn Du es anschaltest wird es dann niederohmig. Versuch mal den Eingang am Ende des Kabels oder auch mal direkt am Verstärker kurz zu schliessen. Vielleicht brummt es dann ja auch.

BID = 60195

chilla

Schreibmaschine



Beiträge: 1403
Wohnort: von hier zwei mal rechts und dann zwei mal links

hm, das mit der Streuinduktivität hatte ich noch nicht gelesen.

es liegt also wirklich am Trafo.
ich hab auch schon statt dem 2,5W pinttrafo einen ca. 20W Trafo dorten, auch mit dem Richtigen Übersetzungsverhältnis und es hat sich nicht gebessert.

beim Reichelt gibts so einen "Audio-Übertrager" (bei den Trafos, im print), mal sehen, ob der genug Leistungsreserven für einen KHV hat.

mfg CHillA



BID = 61151

chilla

Schreibmaschine



Beiträge: 1403
Wohnort: von hier zwei mal rechts und dann zwei mal links

Hi,

Also ich hab jetzt die NF-Übertrager von Reichelt bekommen, und gleich mal eingelötet:

endlich kann man mal von Klang reden!

was mich freut ist, dass man trotz der mit 20 x 18 x 21 mm recht kleinen Abmessungen die Lautstärke ziemlich hochdrehen kann, bis die Bässe verschwinden.

ich muss jetzt mal eine hochwertige Klangquelle anschließen und so mal den richtigen Klang anhören; leider hab ich aber kein geschultes Gehör, noch eine Hei-end anlage zuhause, und einen Röhrenamp hab ich vorher auchnochnie gehört, ich kann also nix "Absolutes" (was für ein Begriff in Bezug auf Klang.... ) über die Klangqualität sagen.

hauptsache es gefällt mir, und meine erste Röhrenschaltung funktioniert.

also,
vielen Dank nochmal an alle, die mich hier unterstützt haben!

mfg CHillA


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