Ich bin gerade dabei, wie ich an anderer Stelle bereits erwähnte, eine Influenzmaschine (Wimshurstmaschine) zu bauen. Diese Machine benötigt zur Neutralisation feine Leitfähige Bürsten, die auf Alufoliestreifen schleifen sollen. Es geht dabei darum, daß die Alufolie nicht zu schnell durchgeschliffen wird. Ich weiß, daß in Laserdruckern und Kopierern sog. Antistatikbürsten ihren Dienst tun. Wenn ich den Ausdruck richtig interpretiere, dann haben diese Bürsten die Aufgabe, statische Ladungen zu verhindern, bzw abzuleiten.
Wären solche Antistatikbürsten geeignet für meinen Zweck?
Der Bau der Maschine ist noch lange nicht abgeschlossen, aber ich werde schon mal ein paar Bilder des jetzigen Bauabschnitts einstellen.
Ich habe überwiegend 10mm dickes Plexiglas verwendet, welches ich schon vor einiger Zeit aus dem Sperrmüll gefischt hatte. Es hatte wohl als Regal ausgedient. Die Scheiben haben einen Durchmesser von 40cm(!)und sind aus sog. Bastelglas (siehe Bild). Es war nicht ganz einfach, diese Scheiben genau rund und ohne Unwucht zu schneiden (fräsen). Die Lagerschalen sind auf meiner Drehmaschine erstellt und enthalten je zwei Kugellager.
Die Leydener Flaschen (Kondensatoren) bestehen aus Plexiglasrohr welches in gefräste und polierte Plexiglasfüße (siehe Bild) mit Silikonkleber eingeklebt werden. Vorher muß das Rohr natürlich noch innen und außen mit Alufolie beklebt werden, damit ein Kondensator daraus wird. Ebenso müssen die großen Scheiben mit jeweils 30 Alufoliestreifen beklebt werden, was noch eine Fleißarbeit werden und viel Geduld fordern wird. Um mir das Ausschneiden mit der Schere zu ersparen, habe ich mir eine kleine Stanze gefertigt. Hier war das Programm "Frontplattendesigner" von Abacom sehr hilfreich, wie auch zum Erstellen der maßgerechten Vorlage für Drehteile und Bohrlochabstände und den "Schnittmusterbogen" zum Aufkleben der 60 Alufoliestreifen.
Die Stanze besteht aus einer Sperrholzplatte, auf die ich den Ausdruck der Form für die Alustreifen geklebt habe (Reste vom Papier sind noch auf dem Foto zu erkennen). Die Form wurde mit der Laubsäge ausgesägt und anschließend mit zwischengelegten Rasierklingenstücken wieder zusammengeklebt.
Das Ganze soll dann von einem Elektromotor angetrieben werden, den ich aus einer defekten Wasserpumpe einer Auto-Standheizung modifiziert habe.
Dieser Motor hat eine Magnetfriktionskupplung. Ich mußte dazu ein neues
Lagerschild anfertigen und den Ringmagnet in Aluschalen (Drehteile) einpacken (siehe Bild), sowie ein entsprechendes Antriebsrad drehen. Die Lagerschale beinhaltet zwei Kugellager (siehe Bild).
Es ist mir schon klar, daß Hochspannungsbasteleien hier nicht gern gesehen sind, aber ich weiß was ich tue und die Stöme, die solche Maschinen erzeugen sind (fast) völlig ungefährlich, schließlich habe ich mit 8Jahren schon mit so einer Maschine gespielt (bis sie mir mein Vater, wie schon an anderer Stelle erwähnt, ins Nirvana geschickt hat)
und ich lebe noch
Gruß
Peter