Ein Hallo an alle Tueftler, Elektronikbegeisterte und sonst anwesende !
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Ich habe ein defektes Schweissgeraet erstanden, es handelt sich um ein AC DC Esab Invertergeraet.
Laut Aussage des Vorbesitzers hat dieser es an einem Generator unter Grosser Last betrieben bis es irgendwan geknallt hat und die Sicherung draussen war. Er hat das Geraet geoeffnet weil sich angeblich auch Rauch breit gemacht hat. Ein verbranntes HF Zuendmodul wurde vorgefunden und ersetzt, das Schweissgeraet wurde in Betrieb genommen jedoch funktionierte die HF Zuendung nicht. Es wurde froehlich mit der Liftarc funktion weitergeschweisst bis es irgendwann richtig geknallt hat und es noch mehr Rauch gab. Dann habe ich es erstanden
Zuhause geoeffnet war die Verwuestung gross, Gleichrichter defekt und IGBT Doppelmodul kurzschluesse zwischen allen Anschluessen.
Ich habe den Gleichrichter abgeklemmt und die Gate anschluesse vom Controllerboard getrennt. Dann eine "Last" an die Gateanschluesse angeschlossen und das ganze an ein Oscilloskop gehanegt. Ein Kanal schien zu funktionieren jedoch brach das Signal beim anderen ein.
Schuld war ein Transistor in der Treiberstufe und ein defekter Widerstand.
Beide ausgetauscht und alle Daten lagen im Sollbereich 20khz +15 bis 18 V und ca - 15 V
Ein neues IGBT Modul und Gleichrichter gekauft und verbaut und siehe da das Geraet schweisst.
Jedoch ist die HF Zuendung ein Problem.
Wenn ich versuche mit HF Zuenung zu schweissen, schaltet diese zwar ein aber es kommt kein Funke. Stattdessen faengt es an im Haupttrafo zu knistern. Beruehre ich das Werkstueck verschwindet das Knistern und das Geraet schweisst.
Das HF Modul soll 600 V Versorgungsspannung an der Primaerseite kriegen , messe ich nach so steigt die Spannung immer weiter auf weit ueber 1000 V ! Jedoch nur wenn die HF Zuendung auf dem Frontpanel gewaehlt ist. Hier muss ich hinzuefuegen, dass die 600 V Versorgungsspannung aus einer Wicklung auf dem Haupttrafo kommen. der Haupttrafo wird mit dem Doppel IGBT versorgt dieser arbeitet mit 40khz und wird selber von gleichgerichteten 3x400 Volt Netzspannung "versorgt".
Sobald man also schweissen moechte schaltet die Elektronik auf Modulation, der IGBT faengt an zu arbeiten und versorgt die Primaerseite des Haupttrafos.
So zurueck zum Problem. Schalte ich HF aus oder eher um auf Liftarc verschwindet das Gerauesch aus dem Haupttrafo und ich kann ganz normal schweissen. Die Versorgungspannung fuer das HF Modul liegt auf knappen 600 V HF.
Ich hoffe ihr seid noch nicht muede des Lesens geworden
Mittlerweile abe ich das Geraet auf ein reines DC Geraet konvertiert. Auch habe ich die Hf Zuendung ausgebaut bzw galvanisch getrennt.
Das Geraeusch besteht weiterhin, ein leises Tickern im Haupttrafo. Jedoch nur wenn ich HF am Frontpanel einschalte.
Mit dem Geraet kann man auch mit Elektroden schweissen, dafuer stellt man auf MMA Funktion welches die Modulation einschaltet und dauerhaft eingeschaltet laesst, kein Tickern im Haupttrafo.
Soderle ich hoffe alles ist halbwegs verstaendlich geschrieben, ich bin leider kein Profi evtl. Schreibfehler bitte ich zu entschuldigen.
Meine Hauptfrage ist, warum tickerts im Haupttrafo ? Und das nur wenn die HF Zuendung an ist, trotz dass die gesamte HF Elektronik ausgebaut ist (Steuerelektronik auf dem Controllerboard natuerlich noch integriert)
Der volle Schweisstrom wird solange nicht freigegeben, bis die HF Zuendung gezuendet hat oder ?
Woher kommt die hohe Spannung aus der Sekundaerwindung auf dem Haupttrafo die die HF Zuendung versorgen soll ? (600V)
Und warum kommt diese nur wenn die Elektronik auf HF steht ?
Ich versuche das Handbuch hier hochzuladen, hoffentlich gehts ansonsten folgt der Link.
Viele liebe Gruesse an alle und ich hoffe ihr habt eine oder mehrere Ideen !
Peter