Hallo zusammen,
nach ein paar Tagen des Lesens in diesem und auch noch in einem anderen (weniger hilfsbereitem) Forum möchte ich mich kurz vorstellen und dann auch gleich die erste Frage an Euch richten.
Ich komme aus der Nähe von Kiel, bin Versicherungskaufmann und "Universalhobbyhandwerker". Vor ca 30 Jahren habe ich auch mal Maschinenbau studiert und während eines intensiven 6-monatigen Praktikums bei der Fa. Grundfos in Wahlstedt die allermeiste Zeit in der Elektrowerkstatt verbracht und mir dort sehr hilfreiche Grundkenntnisse angeeignet. Der damals dort aktive Meister war der beste Lehrer, den ich in vielen beruflichen Stationen je kennen gelernt habe.
So, nun zu meiner Frage:
Ich habe im Jahr 2000 ein EFH Bj.1967 mit einer ganz und gar gruseligen Elektroinstallation gekauft. Da ich damls weder Zeit noch Lust hatte, mich des Themas anzunehmen, hat ein befreundeter Eli den Auftrag bekommen, die Installation kpl. zu sanieren. Er hat auch gut angefangen, neuen Zählerschrank gebaut, viele Leitungen verlegt und ne Menge Geld bekommen.
Danach haben wir uns dann nur wenig bis gar nicht mit dem Thema auseinandergesetzt, lief ja alles und hat ja ein Fachmann gebaut.
Erst kürzlich kam ich wieder darauf, weil ich mir qualsi aus Langeweile den Zählerschrank mal genauer angesehen habe. Nun denn, der FI fürs Bad war nicht angeschlossen

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Ok, lange Rede, kurzer Sinn, der Vogel hat nur die Kabel vom Dach (Brettbinder-Kaltdach) mittels Stoßverbindern und Schrumpfschlauch verlängert und alles wahllos im Schrank auf B16-LS aufgelegt. Keine Beschriftungen, keine Zuordnungen etc.
Im Haus liegen noch diverse Suizid-Probier-Kabel mit der roten Brösel-Ader, NYM im Keller wurden über den Gitterlampen verlegt und dort angezapft. Auf dem Dachboden hängen in alten Bakalit- Verteilerdosen bis zu 15(!) Kabel.
Ok, also ran an den Feind!
Disemal mach ich´s aber selbst, als "Hilfskraft" steht mir mein Schwiegersohn (Eli-Azubi im 3.LJ) zur Verfügung.
Folgendes ist geplant:
Jeder Raum bekommt einen eigenen Steckdosen- und einen Lichtkreis. Diverse Einzelverbraucher werden gesondert angeklemmt. Alles wird mit Fi abgesichert. Die Steckdosenkreise kriegen B13, die Einzelverbraucher B16.
Im Keller wurde eine erste UV gebaut. Vom Zählerschrank mit 5x10² in die UV, dort 3x Fi 40/0,3, Einspeisung jeweils auch mit 10mm². Von hier aus wird der Keller mit drei Räumen und die Heizung versorgt.
Nun soll eine weitere UV im Hauswirtschaftraum des EG gebaut werden. Diese UV trägt die Hauptlast, da im EG die meisten Kreise zu bedienen sind. Die Strecke vom Verteilerschrank zur UV beträgt ca. 8m, verlegt wird AP in eine Hohlwand. Schwiegersohn meinte, da reicht 6mm². Ein Alco-Test brachte kein Ergebnis...
Ich würde jetzt glatt mit 16mm², mindestens aber mit 10mm² da ran, wie seht Ihr das?
Grüße
Uwe