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Zwei Geräte an nur einem analogen Anschluss, geht das? |
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BID = 414301
gitti Achtung Dieser user postet unter verschiedenen Namen
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Hallo,
ich habe folgende Frage.
An einer TAE-Dose ist derzeit ein analoges Telefon angeschlossen. Ist es prinzipiell machbar, von dieser Dose aus zu einer zweiten zu fahren und dort z.B. ein Modem anzuschließen?
Falls ja, wie funktioniert dann die Berechtigung, bzw. hat dann der Anrufer nicht ein "Faxzeichen", wenn er den Telefonanschluss wählt?
Oder gibt es eine Weiche, die da zwischengeschaltet werden muss?
Schon mal vielen Dank für eure Antworten...
gitti |
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BID = 414306
perl Ehrenmitglied
Beiträge: 11110,1 Wohnort: Rheinbach
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Ja, das geht.
Als erstes kommt das Modem und dahinter das Telefon.
Im Modem ist in aller Regel ein Relais eingebaut, welches das Telefon abschaltet, wenn das Modem in Benutzung ist.
Das Modem kann ankommende Anrufe annehmen, muß das aber nicht. Das kann man programmieren.
P.S.: Wenn du eine TAE mit mindestens zwei Buchsen für F (wie Fernsprecher) und N (wie Nicht- fernsprecher) hast, geht das ganz zwanglos:
Das Modem wird bei N eingesteckt, das Tlefon bei F.
Fertig.
Intern kommt die Telefonleitung aus der Wand zuerst zur N Buchse und von da läuft das Signal über das Relais des Modem wieder zur N und von da zur F Buchse.
Wenn das Modem dort nicht eingesteckt ist, sorgen vom Stecker betätigte Kontakte in der TAE-N-Buchse dafür, daß das Signal zum F-Anschluss weitergeleitet wird.
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Haftungsausschluß:
Bei obigem Beitrag handelt es sich um meine private Meinung.
Rechtsansprüche dürfen aus deren Anwendung nicht abgeleitet werden.
Besonders VDE0100; VDE0550/0551; VDE0700; VDE0711; VDE0860 beachten !
[ Diese Nachricht wurde geändert von: perl am 15 Mär 2007 12:50 ] |
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BID = 414310
gitti Achtung Dieser user postet unter verschiedenen Namen
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Danke für deine Antwort perl.
Was bezeichnest du mit als erstes? Die zweite TAE ist doch parallel an der ursprünglichen angeschlossen.
Der Wunsch wäre, an der ursprünglichen TAE das Telefon und an der neu installierten (also parallel geschalteten) TAE das Modem zu betreiben.
Ginge das auch?
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BID = 414312
perl Ehrenmitglied
Beiträge: 11110,1 Wohnort: Rheinbach
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Siehe mein P.S.
Erstes heißt vom Fernmeldeamt aus gesehen.
Eine simple Parallelschaltung der Geräte kann zu Problemen führen.
Z.B. könnte jemand bei laufender Modemverbindung das Telefon abheben. Das wird dann wohl zum Abbruch der Modemverbindung führen.
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BID = 414317
gitti Achtung Dieser user postet unter verschiedenen Namen
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Nun, das Problem ist, dass das Modem (PC) in einem anderen Raum stehen soll, als das Telefon.
Daher die Idee, im zweiten Raum einfach eine weitere TAE-Dose zu installieren, die eben (parallel) an der ursprünglichen angeschlossen wird.
Gibt es hierfür bessere Alternativen, dass eben ein Telefon in Raum 1 und ein Modem in Raum 2 betrieben werden kann?
Danke!
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BID = 414320
perl Ehrenmitglied
Beiträge: 11110,1 Wohnort: Rheinbach
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Eine direkte Parallelschaltung ist, auch wenn sie wahrscheinlich funktioniert, aus genannten Gründen nicht optimal und eigentlich auch nicht zulässig.
Das Problem ist, daß der N-Anschluss elektrisch als erster sitzen muß, weil von F-Anschlüssen keine Weiterleitung möglich ist. Telefone sind eben von altersher nicht dafür vorgesehen.
Es gibt aber auch einzelne N-Dosen zu kaufen.
Da ich vermute, daß die Leitung am Telefon aus der Wand kommt, müsste man die beiden Dosen mit einer 4-adrigen Leitung miteinander verbinden: Zuerst gehts mit zwei Adern zur N-Dose *) im andern Raum und von da mit zwei Adern zurück zur F-Dose.
*) Du könntest da auch eine NF-Dose installieren, damit du das Telefon auch dort betreiben kannst, aber wegen der Abhörmöglichkeit ist das nicht ganz koscher.
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[ Diese Nachricht wurde geändert von: perl am 15 Mär 2007 13:36 ]
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BID = 414328
gitti Achtung Dieser user postet unter verschiedenen Namen
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Zitat :
perl hat am 15 Mär 2007 13:34 geschrieben :
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Da ich vermute, daß die Leitung am Telefon aus der Wand kommt, müsste man die beiden Dosen mit einer 4-adrigen Leitung miteinander verbinden: Zuerst gehts mit zwei Adern zur N-Dose *) im andern Raum und von da mit zwei Adern zurück zur F-Dose.
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Ja perl,
deine Vermutung ist genau richtig!
Also dann die Leitung, die aus der Wand kommt, mit den Klemmen a/b der TAE-Dose im Nebenraum verbinden. Von hier geht’s wieder zurück zur 1. TAE-Dose, ebenfalls an die Klemmen a/b.
Stimmt es soweit?
Frage:
An welchen Klemmen der TAE-Dose im Nebenraum wird dann die Rückleitung angeschlossen? a/b sind ja schon belegt…
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BID = 414350
perl Ehrenmitglied
Beiträge: 11110,1 Wohnort: Rheinbach
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Zitat :
| An welchen Klemmen der TAE-Dose im Nebenraum wird dann die Rückleitung angeschlossen? a/b sind ja schon belegt… |
An a2/b2.
Wenn du da eine NFN-Dose hinsetzt (3 Buchsen), kannst du dort außer dem Modem noch einen Anrufbeantworter betreiben, denn auch das ist ein N-Gerät, welches das Signal weiterreicht.
Auch die F-Buchse hat dabei einen Schalter eingebaut und kannst das Telefon dann wahlweise im einen oder anderen Raum betreiben, aber nicht in beiden gleichzeitig.
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BID = 414359
gitti Achtung Dieser user postet unter verschiedenen Namen
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Vielen Dank für deine ausführlichen Erklärungen, perl.
Denke jetzt ist es mir soweit klar.
Eine Frage noch:
Welchen Sinn haben die externen Fax-Weichen, die in eine TAE-Dose gesteckt werden und daran z.B. Modem, Telefon und Anrufbeantworter angeschlossen werden können?
Das braucht es doch dann gar nicht, wenn es über die Verbindung zweier TAE-Dosen (wie besprochen) ebenso geht, oder?
gitti
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BID = 414383
psiefke Schreibmaschine
Beiträge: 2636
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Zitat :
| Quelle: Wikipedia
Eine Faxweiche, auch als Telefaxweiche oder Fax switch bezeichnet, ist eine entweder passive oder aktive Einrichtung an analogen Telefonanschlüssen. Die Faxweiche unterscheidet bei ankommenden Rufen zu Beginn der Verbindung zwischen Telefongesprächen und Faxübertragungen und leitet sie auf die korrekte Endeinrichtung. Eine Telefaxweiche wird eingesetzt, wenn mehrere Endgeräte, wie Telefon, Telefaxgerät und Anrufbeantworter an einem Anschluss betrieben werden oder in einer Einrichtung integriert sind. Telefaxweichen werten während der ersten Sekunden des Gespräches den Calling-Ton (CNG) von 1100 Hz aus, den ein sendebereites Fax einspeist. |
_________________
phil
PS:
Ein Millimeter ist so klein, daß tausend übereinandergestapelt nur einen Meter hoch wären.
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BID = 414390
gitti Achtung Dieser user postet unter verschiedenen Namen
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Danke für die Erläuterung psiefke!
Zitat :
| Die Faxweiche unterscheidet bei ankommenden Rufen zu Beginn der Verbindung zwischen Telefongesprächen und Faxübertragungen und leitet sie auf die korrekte Endeinrichtung. |
Somit besteht der Unterschied also nur darin, dass die Faxweiche dann notwendig ist, wenn nur eine TAE-Einheit zur Verfügung steht - und nicht, wie von mir geplant, je eine in jeweils einem Raum.
Wenn ich nun alles richtig verstanden habe, dann passiert doch auch nichts anderes, wenn ich nach obiger Beschaltung das Telefon an TAE-Dose 1 und das Modem an TAE-Dose 2 angeschlossen habe. Nach den Ausführungen von perl würde dann ja ein eingehender Anruf (sofern das Modem nicht anders programmiert ist) ebenfalls (ohne den berühmten Faxton in der Leitung) direkt an das Telefon weitergeleitet werden. Stimmt das so?
LG
gitti
[ Diese Nachricht wurde geändert von: gitti am 15 Mär 2007 18:13 ]
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BID = 414395
perl Ehrenmitglied
Beiträge: 11110,1 Wohnort: Rheinbach
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Ich glaube du hast das nicht ganz verstanden.
Eine Faxweiche "hebt" immer sofort ab und lauscht dann in die Leitung, ob ein Fax dran ist.
Erst dann entscheidet sie, ob sie die Leitung zum Faxgerät aktiviert oder ein Klingelsignal fürs Telefon erzeugt.
Dieses Verhalten kann ziemlich störend sein, wenn du z.B. mit dem Handy anrufst, weil du schon bezahlst während das Telefon klingelt. Auch wenn schliesslich keiner drangeht.
Außerdem gibt es gelegentlich Störungen in der Leitung, durch die eine Fehlentscheidung eintritt. Dann wird der Anrufer vom Faxgerät angepfiffen was ziemlich irritiert und außerdem muß er dann nochmal anrufen.
Insgesamt halte ich Faxweichen für ziemlichen Mist und dank Internet stirbt diese Technik ohnehin aus.
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BID = 414531
gitti Achtung Dieser user postet unter verschiedenen Namen
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Danke, dann ist mir das jetzt klar.
Insofern würde also die von mir angestrebte Lösung mit Telefon in Raum 1 und Modem in Raum 2, sowie die von dir vorgeschlagene Verbindung der beiden TAE-Dosen eine bessere Lösung darstellen, oder?
Ruft jemand an, so klingelt (insofern das Modem nicht anders programmiert ist) immer das Telefon. Auch kann eine Modemverbindung z.B. nicht durch das Abheben des Telefonhörers unterbrochen werden – es ertönt schlichtweg das Belegtzeichen…
Hoffe, so ist es richtig?
Lieben Dank nochmals für deine Bemühungen…
gitti
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BID = 414564
sam2 Urgestein
Beiträge: 35330 Wohnort: Franken (bairisch besetzte Zone)
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Fast:
Es ertönt nicht das Belegtzeichen, sondern das Teflon ist schlicht "tot", solange das Modem in Betrieb ist.
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"Das Gerät habe ich vor soundsoviel Jahren bei Ihnen gekauft! Immer ist es gegangen, immer. Aber seit gestern früh geht es plötzlich nicht mehr. Sagen Sie mal, DA STIMMT DOCH WAS NICHT???"
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BID = 414578
Rafikus Inventar
Beiträge: 4142
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Hallo,
ich möchte keinem den Spaß verderben, aber bei den letzten internen Modemkarten für den PC, welche ich in der Hand hielt fehlte das Relais.
Nun kann es sein, dass es welche gibt, die das Relais tatsächlich drauf haben, dies sollte jedoch geprüft werden bevor man sich mit der Leitungsverlegung festlegt.
Gruß, Rafikus
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