Spannungswächter aus Resten ;-)

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Autor
Spannungswächter aus Resten ;-)

    










BID = 1091722

Jornbyte

Moderator



Beiträge: 5996
 

  



Zitat :
ist RV1 ein Trimmpoti

Ja, da stellst du die 5V ein.

Zitat :
reicht 1 ELKO für LP295

Da reicht ein Blick in das Datenblatt


_________________
mfg Jornbyte

Es handelt sich bei dem Tipp nicht um eine Rechtsverbindliche Auskunft und
wer Tippfehler findet, kann sie behalten.

BID = 1091727

mlf_by

Schriftsteller



Beiträge: 593
Wohnort: Ried

 

  


Zitat :
Du willst 2022 wirklich noch einen Shuntregler nutzen, für ein Gerät das aus einem Akku versorgt wird?

Warum? Bzw. nenne mir bitte einen Vorteil gegenüber einem (LDO-)Längsregler wie z.B. einem LM2950 der speziell für solche Zwecke gezüchtet wurde.

So ein LP2950 ist mit knapp einem Euro pro Stück verhältnismäßig teuer. Und zumindest in meinem Sortiment nicht rumfaulenzend; bräuchte also erst bestellen.

Du wirst auch in 2022 beispielsweise wohl kaum einen Bewegungsmelder finden der die Spannung für den PIR, die Einschaltdauer-Steuerung und den Umgebungshelligkeits-Sensor nicht aus einer simplen Z-Diode zieht. Und in den BWM-Dingern stirbt bekanntlich (nur) der teure X2-Kondensator alle 5-8 Jahre.

´Aus einem Akku versorgt´ ist ebenso relativ: das Ding hat ein richtiges Kraftwerk in der Größenordnung x mal 1800mAh -Mignonakkus dranhängen. Bei (lediglich) Knopfzellen, AAA-Batteriechen oder einem einsamen 9V-Block würde es natürlich anderst ausschauen.

Muß der TE entscheiden wie er´s machen will, ob LP2950 (was für einer überhaupt?) oder eine "Stabilisierung" aus dem Buschtrommel-Zeitalter ...


Nnamreh sehe ich das richtig daß dein Tiny eh niemals funktionieren kann^^? Du setzt meinem Verständnis nach in dem Bascom-Programm die Taktfrequenz auf satte 8 MHz, und "benutzt" dafür einen externen Quarz? Warum das, weil es deine Entwicklungsumgebung nicht anderst kann?

Ich sehe im Moment auch keinen Weg wie es ohne Hysterese gehen sollte. Sobald dem Akku die Last weggeschaltet wird, springt dessen Spg. sofort wieder um ~15mV nach oben ... und der Tiny schaltet den Saft wieder ein. Und kaum ist die 15mV-"Krise" programmiertechnisch ausgemerzt, macht einem der Akku wieder einen Strich durch die Rechnung. Lass´ einen einigermaßen leergezuzelten Akkupack nach wegschalten der Last nur eine bis drei Minuten liegen, und die Selbsterholung schlägt zu in Form daß die Akkuspg. ohne weiteres wieder locker 0,5V höher ist wie gerade eben noch ... und der Tiny schaltet den Saft wieder ein. Ergo Toilettengänge, kurz zur Kaffeemaschine latschen, ect. > gestrichen der Bua soll in seiner Freizeit gefälligst ackern und nicht spazieren gehen.

Die Idee mit dem ausgangsseitigen Spannungsteiler (R6/R7) hat was.
Aber, wie könnte man den Akkupack schützen? Das geht bislang weder mit dem ausgangs- noch dem eingangsseitigen ADC-Spannungsteiler. Denn, die jetzige Idee setzt voraus daß der Tiny für jede Akkupack-Zellenanzahl jeweils eine eigene, neue Programmierung braucht /bekommt. Das macht kein Mensch - den Tiny alle Nase lang umzuprogrammieren.

Und, mensch BlackLight gut daß du den Schaltungsvorschlag "electronic shutdown regulator" aus dem Onsemi-Datenblatt gezogen hast. Da ist ja der RAdj von 240 auf 120 Ohm reduziert worden.
Nach langem Rechnen bin ich auch draufgekommen - wieso. Die Ausgangsspg. berechnet sich nach der Formel ´Vout = 1,25V * (1+ RAdj / RRV) + 100uA´; mit einem RAdj = 120 Ohm bleibt die Ausgangsspg. im Shutdown-Fall durch die Bank weg niedriger wie mit einem doppelt so hohen RAdj.
Und er wird stabiler; hab ich ganz vergessen. Die inflationär hinter die Spg.-Regler gesetzten Leds sind ja gar nicht einfach eine Modeerscheinung - sondern sie sollen eine Mindestlast darstellen. Bei der Reglertype schießt Vout in die Höhe wenn diese min-Last fehlt. Beim LM78xx sagt man i.a. daß 10mA min-Last gut wären. Hier sind es mit RAdj = 240 Ohm läppische 2mA, und mit RAdj = 120 Ohm wenigstens immer noch /weiterhin 4mA.








BID = 1091729

BlackLight

Inventar

Beiträge: 4712


Zitat : mlf_by hat am 21 Dez 2021 06:42 geschrieben :
So ein LP2950 ist mit knapp einem Euro pro Stück verhältnismäßig teuer. Und zumindest in meinem Sortiment nicht rumfaulenzend; bräuchte also erst bestellen.
Die LP2950ACZ3,0/3,3 kosten 33-36 cent?

Offtopic :
Dass der LP2950ACZ5,0 gerade nicht verfügbar ist und damit teuer geworden ist wusste ich nicht.
Gut, dass ich die Tage 10 Stück für 0,36 €/Stück (7-2021) gekauft habe. Der Preis war da kaum anders als "früher" mit 0,33 €/Stück (8-2012) [sic!].

Auch sehe ich meinen Vorschlag nur als Richtlinie und jeder darf den Schaltplan an sein Material oder seinen Lieferanten anpassen.
Einen (LDO)-Linearregler für 3,0-3,3 V sitzt heute praktisch in jedem Gerät.
Ich verwende was in meiner Inventarliste steht. Die Transferarbeit es anzupassen darf jeder selber leisten.
Auch war der Vorschlag aus Zeiten als ich 5 V aus "6V" verstanden hatte.
Bei 3,x V aus "7V" reicht sogar ein LM317/LM317L/LM317TO92 o.ä.


Zitat :
Du wirst auch in 2022 beispielsweise wohl kaum einen Bewegungsmelder finden der die Spannung für den PIR, die Einschaltdauer-Steuerung und den Umgebungshelligkeits-Sensor nicht aus einer simplen Z-Diode zieht. Und in den BWM-Dingern stirbt bekanntlich (nur) der teure X2-Kondensator alle 5-8 Jahre.
Sehe ich es richtig, Du vergleichst gerade Äpfel mir Birnen?

Offtopic :
Ein Kondensatornetzteil ist eine Stromquelle. Wie bei einer Solarzelle ist da ein Shuntregler von Vorteil. (Sonst läuft ggf. bei wenig Last die Spannung hinterm X2-Kondensator auf 300VDC o.ä. hoch.)
Eine Batterie ist eine Spannungsquelle und da tut es seit 45 Jahren ein Längsregler.



Zitat :
Muß der TE entscheiden wie er´s machen will, ob LP2950 (was für einer überhaupt?) [...]
Ob einen 3,0, 3,3 oder 5 V (LDO-)Regler "Muß der TE entscheiden".

Offtopic :
Habe ich übrigens absichtlich weggelassen. Habe schon öfters gemerkt, dass zu viel "vorkauen" nur schlecht ist und das Rechenwerk zwischen Monitor und Stuhl dann ausgeschaltet wird.
In meinem EDA-Programm hatte ich einen LP2950-5.0_TO252 eingesetzt. Hab es gerade auf LP2950-5.0_TO92 geändert...

BID = 1091730

mlf_by

Schriftsteller



Beiträge: 593
Wohnort: Ried

Edit sagt zu spät zum editieren ...

im letzten Absatz stimmt natürlich die Bezeichnung "RAdj" nicht ein einziges mal. Am treffendsten wird der Widerstand wohl noch als Rref bezeichnet.

Das Datenblatt spricht hier von "R1" und "R2"; da dachte ich^^ ...

BID = 1091736

Nnamreh

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Wohnort: Duisburg

Morjen,
@ Jornbyte, ja das Datenblatt in englisch habe ich mir angesehen und würde den LP2950CZ−3.3 nehmen, bei dem Stromlaufplan ist bei diesem Typ 1 Kondensator in der Grundschaltung. So als Laie denkt man dann O.K. das sollte reichen, hier wurde ich eines Besseren belehrt.

"mlf_by: oder eine "Stabilisierung" aus dem Buschtrommel-Zeitalter" <- der war gut, alte Dinge gefallen mir und so ist diese Entscheidung gefallen. Habe einen 470R mit 0,25W einfach an das Labornetzteil (11V eingestellt) gehangen und er verbraucht 20mA, Ergebnis nach 1h ist er nicht wirklich warm geworden.

Der AVRs können von Haus aus 8MHz wenn man die FuseBits ändert, es sind keine zusätzlichen Bauteile dafür notwendig. Ob 1MHz oder 8MHz ist für meine Basteleien egal, da heule ich einfach mit der Meute.

Das Programm kann ich nicht so schnell anpassen wie hier die Informationen von Euch reinkommen ;-).
Nein der ATtiny springt nicht wieder an, 1 mal die Spannung für die AVRs unterschritten und der Ofen ist aus. Es wird bei Spannungsunterschreitung der BS170 dauerhaft angesteuert, sieht dann so aus:
[ case 0 to 1.665 : Notaus = 1 ] und es wird kein
[ case 1666 to 5.000 : Notaus = 0 ] geben im Programm.

"mlf_by: Die Idee mit dem ausgangsseitigen Spannungsteiler (R6/R7) hat was." <- ja die hat mir auch gefallen, so kann der ATtiny sich um die 2 Spannungen kümmern und entscheiden was zu tun ist.
Es wird nur das 9,6V AKKU benutzt werden, nette Spannung und Größe. Den AKKU schützen ist dann meine Aufgabe wenn die LED für den AKKU aus geht, etwas muss ja auch an mir hängen bleiben ;-).

*edit, hm jetzt verstehe ich, die Spannungsschwankungen von dem ML317 wenn er je nach verbrauch regelt meinst Du?

Grüßle, Nnamreh

[ Diese Nachricht wurde geändert von: Nnamreh am 21 Dez 2021 10:59 ]

BID = 1091744

Nnamreh

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Wohnort: Duisburg

Der Stromlaufplan und das Programm wurden angepasst, im Groben sollte es so doch passen?

Das Programm läuft auf der ATtiny85-Testplatine, der AKKU Uin und die AVRs Uout werden mit je einem Poti simuliert. Der Testlauf ist in meinen Augen gut verlaufen, was passiert wenn...

Uin =
>8V, die rote LED ist an
<8V, die rote LED ist aus, der AKKU sollte gewechselt werden

Uout =
>4,5V, die grüne LED ist an
<4,5V, die grüne LED ist aus, (Notaus) die Spannung wird dauerhaft ausgeschaltet
Jetzt wird kontrolliert wo das Problem ist, wenn das Problem behoben wurde muss der ATtiny neu gestartet werden, einfach die Spannung vom AKKU 1x trennen oder noch einen Reset-Taster in den Stromlaufplan integrieren.

*edit, hatte das Programm vergessen.



Code :


' Compiler: Bascom 2.0.7.5
'
' Dateiname: Spannung-messen AKKU-AVRs A85.avr
' Funktion: 2 Spannungen messen und je nach Spannung etwas ausführen
' 1. Eingangsspannung Uin 0-13,8V (AKKU) rote LED und Notaus, LED an alles i.O. sonst Notaus
' 2. Eingangsspannung Uout 0-5V (AVRs) grüne LED, LED an alles i.O. keine weitere Aktion
' Datum: Start 17.12.2021, Stand 21.12.2021
' Von: Naubaddi
'
' ATtiny85 (B.5 Reset)
'
' +---v---+
' PCINT5/RESET/ADC0/dW B.5 |1 8| VCC
' PCINT3/XTAL1/CLKI/OC1B/ADC3 B.3 |2 7| B.2 SCK/USCK/SCL/ADC1/T0/INT0/PCINT2
' PCINT4/XTAL2/CLKO/OC1B/ADC2 B.4 |3 6| B.1 MISO/DO/AIN1/OC0B/OC1A/PCINT1
' GND |4 5| B.0 MOSI/DI/SDA/AIN0/OC0A/OC1A/AREF/PCINT0
' +-------+
'

' --- Mikrocontroler Daten... ----------------------------------------------------------------------------------

$regfile = "attiny85.dat"
$crystal = 8000000
$hwstack = 32
$swstack = 32
$framesize = 40

' &HFF, &H62, &HDF, &HFF ' 1MHz
$PROG &HFF, &HE2, &HDF, &HFF ' 8MHz

' --- Deklarationen... -----------------------------------------------------------------------------------------

config adc = single , prescaler = auto , reference = avcc

config portb.2 = input : Uout alias getadc(1)
config portb.4 = input : Uin alias getadc(2)

config portb.0 = output : LED_rot alias portb.0 : LED_rot = 0
config portb.1 = output : LED_gruen alias portb.1 : LED_gruen = 0
config portb.3 = output : Notaus alias portb.3 : Notaus = 0

enable interrupts

' --- Variablen... ---------------------------------------------------------------------------------------------

dim U as string * 6
const Faktor_Uin = 204.60 ' ADC-Wert 0-1023, Spannung = 0 - 5,0V, 1023/5V=204,6
const Faktor_Uout = 74.13 ' ADC-Wert 0-1023, Spannung = 8 - 13,8V, 1023/13,8V=74,13
dim Uin_alt as word
dim Uout_alt as word
dim dumm_w as word
dim dumm_s as single

' --- Programm Anfang ------------------------------------------------------------------------------------------

do

if Uin <> Uin_alt then

dumm_w = Uin
dumm_s = dumm_w / Faktor_Uin
U = Fusing(dumm_s , "#.###")
Uin_alt = Uin
Select case dumm_s
case 0 to 3.333 : LED_rot = 0
case 3.334 to 5.000 : LED_rot = 1
end select

end if

if Uout <> Uout_alt then

dumm_w = Uout
dumm_s = dumm_w / Faktor_Uout
U = Fusing(dumm_s , "#.###")
Uout_alt = Uout
Select case dumm_s
case 0 to 3.333 : LED_gruen = 0 : Notaus = 1
case 3.334 to 5.000 : LED_gruen = 1
end select

end if

loop

' --- Programm Ende --------------------------------------------------------------------------------------------

end

' --------------------------------------------------------------------------------------------------------------






Grüßle, Nnamreh


[ Diese Nachricht wurde geändert von: Nnamreh am 21 Dez 2021 12:48 ]

BID = 1091747

BlackLight

Inventar

Beiträge: 4712


Zitat :
alte Dinge gefallen mir und so ist diese Entscheidung gefallen.
Viel Spaß!



Zitat :
im Groben sollte es so doch passen?
- Rechnerisch (ohne IAdj * R2) liefert der 317 rund 4,8 V. Ist das Absicht?

- Dann würde ich dem ATtiny noch 10-100µF parallel zu C7 spendieren.

- Bei Uin = 6 V(UOut~4,5 V) bekommt der Attiny max 5 mA via R3. Reicht das dem? Allein mit den beiden LEDs an komme ich auf 3 mA.
Punkt bitte ignorieren, will nichts mehr zu Shuntreglern sagen.

- Viel mehr als 10,5 V (3,3 V * 32k/10k) sollte man auch nicht anlegen, da hört der ADC auf sinnvoll zu messen.
Irgendwann dürfte auch über die ESD-Diode Strom nach VCC fließen und die Messung vom "5V"-ADC verziehen.
Was macht die Software bei "Uin >8 V" und "Uout < 4,5 V"?

BID = 1091796

mlf_by

Schriftsteller



Beiträge: 593
Wohnort: Ried


Zitat :
Der AVRs können von Haus aus 8MHz wenn man die FuseBits ändert, es sind keine zusätzlichen Bauteile dafür notwendig. Ob 1MHz oder 8MHz ist für meine Basteleien egal, da heule ich einfach mit der Meute.

Ich war mir nicht sicher ob die Angaben im Code bezüglich Taktfrequenz und mit oder ohne Quarz einfach nur "Infos für einen selbst" sind, oder auch gleich die FuseBits entsprechend setzen.

Hier würde ich lediglich 1 MHz wählen; das müsste doch von der Programmablaufgeschwindigkeit immer noch locker ausreichen, oder?.
Zum einen ist der Stromverbrauch des Tinys bei 1 MHz noch einmal ein Stückchen weniger. Und zum anderen ist allzu hektische Betriebsamkeit im Umfeld von analogen Schaltungen eh nicht gut.

Den R10 und R11 könnte man auch noch zusammenfassen zu einem einzigen 1k-Widerstand. In Form daß man den neuen "R 1011" auf die andere Seite der LEDs packt. Oder mögen das die Ausgänge des Tinys nicht?


Und wenn du eh schon dabei bist wäre es möglicherweise gar nicht schlecht, den ausgangsseitigen ADC-Spannungsteiler auf einen Messbereich von 0 bis ~6V zu "tunen". Falls eventuell mal das Interesse an einer zusätzlichen "5,5V-Latch-Up-Überwachung" aufkommen sollte.

Die DS1 gehört der Logik nach^^ nach links zum Batt.-Anschluß und der Sicherung hin verschoben. 3A reichen bei der auch locker, die wird ja durch das Stückchen M5-Gewindestange äääh F1 geschützt.
Und der Tiny lässt sich ja auch um 90/180/270° drehen wenn das Vorteile beim Schaltplan zeichnen oder/und aufbauen brächte.


Zitat :
*edit, hm jetzt verstehe ich, die Spannungsschwankungen von dem ML317 wenn er je nach verbrauch regelt meinst Du?

Die Ausregelung der Spg. macht der LM317 im Betrieb über seine interne Bandgap sowie R6, R7, C3. ´Betrieb´ heißt in dem Fall - wenn eine nachfolgende Schaltung aus dem LM317 Strom zieht. Im Idealfall bleibt die Spg. dadurch immer schön bei 5,0V (mit nur ganz kurzen Ausreißern i.H. von +/- 0,2V bei plötzlichen Lastsprüngen; meine ich aus irgendeinem Diagramm im Datenblatt gelesen zu haben).

Die LM317, LM78xx, usw. mögen es aber gar nicht so recht wenn sie zwar Strom liefern könnten, es für den aber keinen Abnehmer gibt (z.B. kein uC-Board angestöpselt, nachfolgendes uC-Board mittels Q1 weggeschaltet). In dem Fall bestünde das Risiko daß der Spannungsregler ein Eigenleben entwickelt. Dieses Risiko vermeidet man, indem man einfach grundsätzlich so etwa 10mA "verblödelt". Bei den 78xx setzt man dafür gerne eine Led hin, selbst wenn sie da ansonsten auch mal komplett unsinnig sein sollte. Und beim LM317 braucht es den Trick mit der "Stromverblödel-Led" nicht, der hat ja bereits (hier) R6 als kleinen "Stromverblödler".

Das Datenblatt empfiehlt in letztgenanntem Fall nun für noch ein bissl mehr Stabilität, R6 von 240 Ohm auf 120 Ohm zu reduzieren - und zum Ausgleich R7 von 680 Ohm auf 800 Ohm zu erhöhen.

BID = 1091811

BlackLight

Inventar

Beiträge: 4712


Zitat : mlf_by hat am 22 Dez 2021 10:14 geschrieben :
Die LM317, LM78xx, usw. mögen es aber gar nicht so recht wenn sie zwar Strom liefern könnten, es für den aber keinen Abnehmer gibt [...]
In welchem Datenblatt steht, dass ein LM78xx eine Grundlast ("Minimum Load Current") braucht?


Offtopic :
Zugegeben, beim LM317 werden typ. 3,5 mA für "Minimum Load Current" angegeben.
Imho sind die mit den 240 Ohm (1,25 V / 0,24 kOhm ≈ 1,25 * 4 V/kOhm = 5 mA) locker abgedeckt.


Zitat :
[...] mehr Stabilität, R6 von 240 Ohm auf 120 Ohm zu reduzieren - und zum Ausgleich R7 von 680 Ohm auf 800 Ohm zu erhöhen.
Warum jetzt die 4,8 V auf 9,6 V (= 1,25 V * 7,67) erhöhen?

BID = 1091817

Nnamreh

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Hi,

ja die 4,8V sind gewollt. dabei laufen alle uC ohne Probleme. Der 100uF Elko zu C7 ist in meine Liste der Dinge was zu tun ist aufgenommen. Es werden nicht mehr wie 10,5V werden.

"BlackLight: Was macht die Software bei "Uin >8 V" und "Uout < 4,5 V"?"
- die LED für den AKKU ist an
- die LED für die uC ist aus und der BS170 wird dauerhaft angesteuert bis zum Neustart/Reset des ATtiny85.

Die Zeile
"$crystal = 1000000" im Programm ist für den Compiler
und
"$PROG &HFF, &HE2, &HDF, &HFF ' 8MHz"
für Windows Nutzer die die BASCOM Programmierumgebung benutzen. Unter Linux funktioniert die Programmierumgebung nicht, nur der Compiler :-(. Damit es auch mit Linux gut funktioniert wurden reichlich Skripte erstellt, ein Editor um das Programm zu erstellen und den Rest erledigen die Skripte per Maus.

Mir sind die Widerstände R10 und R11 lieber vor den LEDs, dann kann ich den Stromlaufplan besser verstehen. Das mit "5,5V-Latch-Up-Überwachung" schiebe ich erst mal nach hinten, habe noch genug zu tun mit den vielen Infos.

"BlackLight: Warum jetzt die 4,8 V auf 9,6 V (= 1,25 V * 7,67) erhöhen?"
wird wohl ein Flüchtigkeitsfehler sein ;-).

Weitere Info zu einem ATtiny85, das Teil läuft bei 2,6V noch stabil und die LEDs funktionieren noch. Das Netzteil zeigt bei 2,6V einen Strom von 0,00A an, also irgendwas unter 10mA.

Grüßle, Nnamreh

BID = 1091834

Nnamreh

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Nabend,

ich denke so kann es auch funktionieren, nicht ganz so aufwändig und die Entscheidung was passieren soll liegt bei mir.

1. Eingangsspannung Uin 0-13,8V (AKKU)
* > 8,0V rote LED an alles i.O.
* < 8.0V rote LED aus, der AKKU muß gewechselt werden
2. Ausgangsspannung Uout 0-5V (AVRs)
* > 4,5V grüne LED an alles i.O.
* < 4,5V grüne LED aus, es gibt/gab ein Problem und die gelbe LED blinkt bis die Reset-Taste gedrückt wurde

So komme ich mit den Bauteilen die Vorrätig sind zurecht.



Code :

' Compiler: Bascom 2.0.7.5

'
' Dateiname: Spannung-messen AKKU-AVRs A85.avr
' Funktion: 2 Spannungen messen und je nach Spannung etwas ausführen
' 1. Eingangsspannung Uin 0-13,8V (AKKU)
' > 8,0V rote LED an alles i.O.
' < 8.0V rote LED aus, der AKKU muß gewechselt werden
' 2. Ausgangsspannung Uout 0-5V (AVRs)
' > 4,5V grüne LED an alles i.O.
' < 4,5V grüne LED aus, es gibt/gab ein Problem und die gelbe LED blinkt bis zum Neustart
' Datum: Start 17.12.2021, Stand 22.12.2021
' Von: Naubaddi
'
' ATtiny85 (B.5 Reset)
'
' +---v---+
' PCINT5/RESET/ADC0/dW B.5 |1 8| VCC
' PCINT3/XTAL1/CLKI/OC1B/ADC3 B.3 |2 7| B.2 SCK/USCK/SCL/ADC1/T0/INT0/PCINT2
' PCINT4/XTAL2/CLKO/OC1B/ADC2 B.4 |3 6| B.1 MISO/DO/AIN1/OC0B/OC1A/PCINT1
' GND |4 5| B.0 MOSI/DI/SDA/AIN0/OC0A/OC1A/AREF/PCINT0
' +-------+
'

' --- Mikrocontroler Daten... ----------------------------------------------------------------------------------

$regfile = "attiny85.dat"
$crystal = 1000000
$hwstack = 32
$swstack = 32
$framesize = 40

$PROG &HFF, &H62, &HDF, &HFF ' 1MHz
' &HFF, &HE2, &HDF, &HFF ' 8MHz

' --- Deklarationen... -----------------------------------------------------------------------------------------

config timer0 = timer , prescale = 64
on timer0 Timer_0
enable timer0
stop timer0

config adc = single , prescaler = auto , reference = avcc

config portb.2 = input : Uout alias getadc(1)
config portb.4 = input : Uin alias getadc(2)

config portb.0 = output : LED_rot alias portb.0 : LED_rot = 0
config portb.1 = output : LED_gruen alias portb.1 : LED_gruen = 0
config portb.3 = output : LED_gelb alias portb.3 : LED_gelb = 0

enable interrupts

' --- Variablen... ---------------------------------------------------------------------------------------------

dim U as string * 6
const Faktor_Uin = 204.60 ' ADC-Wert 0-1023, Spannung = 0 - 5,0V, 1023/5V=204,6
const Faktor_Uout = 74.13 ' ADC-Wert 0-1023, Spannung = 0 - 13,8V, 1023/13,8V=74,13
dim Uin_alt as word
dim Uout_alt as word
dim dumm_w as word
dim dumm_s as single

dim Soll as byte : Soll = 6 ' 61 ist ca. eine Sekunde
dim Zeit as byte : Zeit = 1 ' Zähler für die Zeit

' --- Programm Anfang ------------------------------------------------------------------------------------------

do

if Uin <> Uin_alt then

dumm_w = Uin
dumm_s = dumm_w / Faktor_Uin
U = Fusing(dumm_s , "#.###")
Uin_alt = Uin
Select case dumm_s
case 0 to 3.333 : LED_rot = 0
case 3.334 to 5.000 : LED_rot = 1
end select

end if

if Uout <> Uout_alt then

dumm_w = Uout
dumm_s = dumm_w / Faktor_Uout
U = Fusing(dumm_s , "#.###")
Uout_alt = Uout
Select case dumm_s
case 0 to 3.333 : LED_gruen = 0 : start timer0
case 3.334 to 5.000 : LED_gruen = 1
end select

end if

loop

' --- Programm Ende --------------------------------------------------------------------------------------------

end

' --- Proceduren, Funktionen... --------------------------------------------------------------------------------

Timer_0:
if Zeit >= Soll then
Zeit = 1
toggle LED_gelb
timer0 = 0
else
incr Zeit
endif
return

' --------------------------------------------------------------------------------------------------------------






Grüßle, Nnamreh

BID = 1091927

Nnamreh

Gelegenheitsposter

Beiträge: 53
Wohnort: Duisburg

Einen schönen 2ten Weinachsfeiertag wünsche ich.

So, die Platine ist bestückt und es funktioniert, für einen Test gab es nur eine Messing-Sicherung ;-).

Würde;

ein 100uF für C1 1000uF
ein 0,1uF für C3 10UF
eine 1N4007 für die Scottky-Diode DS1 5A

reichen?

Für den 2ten Spannungsteiler gibt es anderen Wert für R7, mit 22K funktioniert es besser mit der ADC-Messung.

Grüßle, Nnamreh




*edit, der gemessene Strombedarf (4,8V LM317) liegt ca. bei 100mA - 250mA.

[ Diese Nachricht wurde geändert von: Nnamreh am 26 Dez 2021 18:38 ]

BID = 1091933

Primus von Quack

Unser Primus :)
nehmt ihn nicht so ernst




Beiträge: 7037


Offtopic :
Die 1000 A Sicherung ist ja nix neues, hab schon fein säuberlich gedrehte Neozed Sicherungen aus Messing in einem Baustromverteiler gesehen


_________________
...geguckt wird mit den Augen, nicht mit den Fingern!

BID = 1091937

BlackLight

Inventar

Beiträge: 4712


Zitat : Nnamreh hat am 26 Dez 2021 18:33 geschrieben :
Würde;

ein 100uF für C1 1000uF
ein 0,1uF für C3 10UF
[...]
reichen?
Für mich ist das aus der Ferne ohne Stromlaufplan schwierig zu beantworten.
Wenn die Batterie ganz nahe am LM317 dran ist hätte ich mit C1 keine Probleme. Brauchen tut der LM317 C1 & C2 eigentlich nicht und wenn ist C2 fast wichtiger.
Zu C3 kann ich nur spekulieren, hab das noch nicht eingesetzt. Aber 10 µF -> 100 nF sind ein Faktor 100 bei der Zeitkonstante, (ms -> zig µs?) da kann man C3 fast schon weglassen.


Ich frage mich gerade ob C6 ausreicht, bei max. 250 mA. Bzw. dem LM317 reicht das, aber je nach Stromaufnahme von der Digitalelektronik könnte das zu wenig sein.
Da kommt es aber halt drauf an wie viel Kapazität an den AVRs sitzt, was die Abstände sind und was die so treiben (PWM, ADC, 1 MHz/100 MHz, ...).

Und mehrere kleine sind ggf. besser als ein großer:
EEVblog #742 - Why Electrolytic Capacitors Are Connected In Parallel
EEVblog #859 - Bypass Capacitor Tutorial



Zitat :
eine 1N4007 für die Scottky-Diode DS1 5A

reichen?
Das finde ich recht knapp. DS1 soll bei Verpolung die Sicherung F1 durchbrennen lassen. Bei T2A weiß ich nicht ob F1 oder die 1N4007 überlebt. U3 sollte Dank D1 überleben. Ist nur die Frage was die AVRs machen, wenn DS1 zuerst aufgibt...
Mehrere 1N400x parallel schalten?


BID = 1091940

Nnamreh

Gelegenheitsposter

Beiträge: 53
Wohnort: Duisburg

Hi,

Der AKKU hat ein ca. 9cm kurzes Kabel, er sitzt direkt vor der Platine.

O.K. dann werden 10uF Kondensatoren bestehlt, und eine Ds1 5A kommt auch rein. Dafür müssen die 2 Löcher in der Platine von 0,8 auf 1,0mm aufgebohrt werden, darum meine Frage. Die Sicherung wird zuerst eine 1A sein, mehr wie 850mA wenn alles in Bewegung ist kommt da nicht zusammen.
Die 850mA werden auf die 5V Schiene (7805) und 4,8V Schiene (MLD317) Verteilt, wer mehr braucht bekommt es direkt vom AKKU über die 9,6V Schiene.

Grüßle, Nnamreh


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