Zu Sprintlayout:
Also ich habe schon mit Sprintlayout ein Layout erstellt, es war AFAIK Version 2.x.
Das Programm fand ich damals eigentlich ganz gut, es tut was es soll und man kommt zum Ziel.
Schlecht fand ich damals nur, daß es keinerlei Exportmöglichkeiten für das Layout gab (ob sich da inzwischen was geändert hat, weiß ich nicht)
und das Programm nur für Windows verfügbar ist.
So muß ich heute, wenn ich mein altes Layout betrachten will, immer diesen Sprintlayout Viewer verwenden, da ich das Programm Sprintlayout selber nicht habe.
Ein Import des Dateiformats in andere Programme ist mir bisher nicht gelungen.
Und das finde ich schlecht, denn ich finde so ein Programm sollte zumindest für den Export auch freie standardisierte Dateiformate unterstützen, so daß ein Austausch der Daten zwischen verschiedenen Programmen unproblematisch ist und man beim Kauf neuer Software damit dann auch die freie Wahl hat.
Zu Target 3001:
Von Target 3001 habe ich mal diese Demoversion getestet.
Aber ich finde das Programm nicht intuitiv und überladen.
Es ist Bedienerunfreundlich und wurde, so meine Annahme, eher von einem Elektronik-Ingenieur anstatt Informatiker oder Software Entwickler programmiert.
Denn richtige Software Entwickler oder Informatiker legen wenigstens etwas Wert auf eine angemessene intuitive Usability und haben davon auch Ahnung.
Target 3001 ist in dieser Hinsicht nämlich schlichtweg mißerabel
und dies kommt sicherlich daher, daß sich der Entwickler wohl keinerlei Gedanken über die Benutzerfreundlichkeit gemacht hat, und wenn doch, dann nur bei der allerersten Version, während die vielen Erweiterungen mit der Zeit und immer weitere neue Features, das Programm irgendwann so überladen haben, daß die Benuzterfreundlichkeit auf der Strecke blieb.
Letzteres spricht auch nicht für gutes Software Design, denn gutes Software Design bedeutet, daß man den Kern der Software so weit modularisieren und abstrahieren kann und auch hat, daß man die Grafische Oberfläche jederzeit umstrukturieren kann, so daß auch die Benutzerfreundlichkeit nach zig Versionen & evolutionären Schritten nicht auf der Strecke bleiben muß.
Da die Benutzerfreundlichkeit aber bei Target 3001 schlecht ist, würde ich mal annehmen, daß der Entwickler diesen Weg, die GUI umzuarbeiten, nur unter großem Aufwand wählen könnte und das wäre dann der entscheidende Beleg für eine schlechte oder fehlende Modularisierung.
Ein Programm wie Target 3001, das sich mit viel Text für jeden Schritt selbst erklären muß, ist nämlich definitiv nicht intuitiv.
Für das Geld kaufe ich lieber Proteus PCB von Labcenter, dieses Programm ist in der Benutzerfreundlichkeit nämlich erstklassig, mehr dazu siehe weiter unten.
Target 3001 würe ich also definitiv nicht kaufen, mir sagt das Programm aus oben genannten Gründen schlichtweg nicht zu und ist IMO auch nicht das Geld wert, denn professionelle Software die Geld kostet, die sollte auch gut zu bedienen sein, natürlich unter der Berücksichtigung, daß man bei Spezialisierter Software einen gewissen Workflow haben möchte und man sich auch in die Software etwas einarbeitet.
Zu Proteus PCB von Labcenter
Dieses Programm wäre momentan meine erste Wahl wenn ich
das Geld dafür übrig hätte, bzw. besser gesagt, so viel mit Elektronik am Hut hätte, auch Hobbymäßig, daß sich das Programm auch irgendwann rechnet. Aber für meine 1-3 Schaltungen im Jahr lohnt es sich einfach nicht, dafür 300 € und mehr auszugeben. Wen man das Programm aber intensiv nutzt, dann sind die 300 € oder mehr (gibt auch teurere Versionen die mehr kosten) sicher gut angelegt.
Besonders gut finde ich auch die Möglichkeit einen Schaltplan zu erstellen und diesen zu Simulieren. Das kann Target 3001 zwar auch, aber di Simulation ist bei Proteus wirklich sehr gut gemacht, da man hier auch eine sehr gute grafische Rückmeldung der Simulation bekommt.
Man sieht z.B. sofort was passiert wenn man nen Schalter umlegt, anderee Spice basierte Programme können dies meist nicht und sind hier in der Darstellung eher schlecht bis dürftig, zumindest gilt das für die Programme, von denen es Testversioenn gab und die ich bisher getestet habe.
Der Preis ist für das Gebotene ok, für den Heimanwender der nur selten
ein Layout erstellt wäre aber Sprintlayout, Eagle oder die unten erwähnten Open Source Programme sicher die günstigere Alternative.
Zu Eagle
Nun ja, ich habe schon vieles darüber gehört und die kostenlose Version auch schon downgeladen, aber ich hatte bisher nie die Zeit es ausgiebig zu testen.
Gut finde ich aber, daß es auch unter Linux läuft und es für Heimanwender eine leicht eingeschränkte Freewareversion gibt.
Damit würde es also schon in meine engere Wahl kommen.
gEDA, gSchem, KiCAD -> Open Source
Als Heimanwender sind momentan meine Favouriten gEDA mit gSchem oder KiCAD.
Denn diese Programme sind Open Source, d.h. sie laufen unter Linux und
man kann jedes neu dazugekommene Feature gleich nutzen, da ein Update dank Open Source kein Geld kostet.
Von SprintLayout könnte ich das nicht behaupten.
Wenn ich einmal SprintLayout in einer bestimmten Version kaufe, dann muß ich mit dieser Version leben und auch mit ihren Bugs, Mängeln und fehlenden Funktionen klarkommen, denn ein Update würde ja wieder einem kompletten Neukauf entsprechen. Gut, vielleicht gibt's hier Rabattaktionen, aber wirklich optimal ist das nicht.
Bei Open Source Software habe ich dieses Problem nicht, hier werde ich jede Programmentwicklung mitmachen können und wer davon Ahnung hat, der kann sogar selber das Programm verbessern.
Spitze ist darüberhinaus die Unterstützung standardisierter freier Dateiformate, so daß auch ein Austausch mit anderen Programmen nichts im Wege steht. Zukunftsicher ist so etwas auch, denn man muß sich keine Sorgen machen, daß man die erstellten Layouts irgendwann nicht mehr lesen kann, da es wie schon gesagt ja, freie standardisierte Formate sind.
Momentan mag diesen beiden Programmen das ein oder andere Feature sicherlich noch fehlen, weswegen SprintLayout durchaus die momentan bessere Alternative ist, aber diese beiden Programme werden ja ständig weiterentwickelt. Alle paar Monate gibt es eine neue Version mit weiteren Verbesserungen und neuen Funktionen und irgendwann ist es so weit, daß es derart gut Nutzbar ist, daß es alle Funktionen hat, die man selbst auch braucht.
Was man aber nun selbst braucht und ob eines der beiden Programme schon jetzt reif für einen ist, daß muß jeder durch Testen alleine ausprobieren, das kann man so pauschal gar nicht sagen.
http://en.wikipedia.org/wiki/GEDA
http://en.wikipedia.org/wiki/Kicad
GEDA/gSchem und KiCad laufen unter Linux und MacOS X.
KiCad gibt es sogar auch für Windows.
Und da wir schon beim Thema Open Source sind.
Zur Schaltungssimulation verwende ich momentan Qucs:
http://qucs.sourceforge.net/screenshots.html
Auch dieses Programm ist Open Source und kostenlos und dank der Schaltungssimulation kann man sich auch ziemlich gut mit dem Programm austoben und Schaltungen entwerfen und gleich simulieren.
PS:
Es wäre übrigens gut, wenn ein Mod die oben aufgeführten Programme noch zu der Umfrage hinzufügen könnte.
[ Diese Nachricht wurde geändert von: Newbie am 6 Dez 2009 22:34 ]