ätzen mit HCl und H2O2 Im Unterforum Platinen, Layout - Beschreibung: Herstellung und Bearbeitung von Platinen. Bohren, Löten, Sägen, Fräsen und alle anderen Bearbeitungen von Werkstoffen. Belichtungen von Platinen.
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ätzen mit HCl und H2O2 |
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BID = 375020
wulf Schreibmaschine
    
Beiträge: 2246 Wohnort: Bozen
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hallo,
ich hab mich entschieden es endlich mal mit salzsäure und wasserstoffperoxid zu versuchen.
nun wollte ich noch einige fragen personen stellen, die mit umgang der chemikalien etwas erfahrener sind als ich.
1.) wie schlimm ist es mit dem "ausdünsten" der lösung? H2O2 wird wohl nur in wasser und sauerstoff zerfallen und somit nicht so gefährlich sein. aber wie stehts mit HCl?
muss ich einen glaskasten mit abzug bauen? oder reicht es wenn ich im keller (der keller ist eher klein) einen abzuglüfter installiere? wenn das alles nicht geht, könnte ich das zeug in einem holzschrank im vorgarten lagern, aber wie stehts da wegen der witterung?
2.) wie gut muss ich mich schützen? schutzbrille und gummihandschuhe und arbeitskittel sind klar (reichen gummihandschuhe zu putzen aus?). wie stehts mit atemschutz?
edit: die salzsäure bekomme ich 30%ig, das wasserstoffperoxid 35%ig
3.) ich hab irgendwo gelesen, dass man die lösung zuerst mit irgendwas organischen (fürs H2O2) und dann mit tafelkreide (für HCl) neutralisieren kann und dann eindampfen. stimmt das? und wenn ja was muss ich beachten?
so das wärs erstmal.
ich bitte euch, nur zu antworten, wenn ihr euch sicher seit. denn halbwissen, und möglicherweise gefährliche tipps kann ich nicht brauchen.
danke im voraus
mfg wulf
p.s. ich hab versucht die reaktionsgleichung aufzuschreiben. bin aber nicht sicher ob sie stimmt, könnte die jemand kontrollieren? (ich bräuchte sie wegen der dosierung von HCl und H2O2)
2 H Cl + 1 H2 O2 + 2 Cu --> 2 H2 O + 2 Cu Cl
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Simon
IW3BWH
[ Diese Nachricht wurde geändert von: wulf am 4 Okt 2006 19:00 ] |
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BID = 375050
bastelheini Schriftsteller
    
Beiträge: 618 Wohnort: Sachsen
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hi
zu 1.
es könnte zur bildung von explosiven gemischen kommen--->knallgas
hcl dämpfe lassen dein werkzeug in der nähe sehr schnell massiv rosten....
2.atemschutz halte ich für nicht unbedingt notwendig wenn du das gemisch et irgendwie warmmachst.....zur sicherheit kannste draußen oder vor nem offen fenster arbeite.....hier würde ich auf die meinung anderer mitglieder warten....da ich mir nicht sicher bin
3.
mach ich mich noch mal schlau wird aber frühestens morgen....ich such mal paar brauchbare haushaltschemiekalien zusammen die für die neutralisation geeignet sind....
"ich bitte euch, nur zu antworten, wenn ihr euch sicher seit. denn halbwissen, und möglicherweise gefährliche tipps kann ich nicht brauchen. "--> habs bei 2. trotzdem hingeschrieben....lass mich gern eines besseren belehren.....
ach und ja die reaktionsgleichung ist richtig!
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---MfG Bastelheini---
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BID = 375077
LotadaC Neu hier
 Beiträge: 26 Wohnort: Schwedt
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zu 1. HCL kann (und wird bei der Temp) ausdünsten...
Hast Du schon mal irgendwas mit HCL gemacht? das Zeug ist selbst 20%ig (5n) noch äusserst agressiv!!!
Zitat :
| | Zuletzt habe ich HCl/H2O2 benutzt. Das ist aber eine extrem harte Kombination von Chemikalien, eben Salzsäure und Wasserstoffperoxid: Dieses ist ein Verfahren für Personen, für die der Umgang mit diesen Flüssigkeiten nicht völlig fremd ist! Es kann weder Erfolgsgarantie noch Haftung übernommen werden! Salzsäure darf man bekanntlich keineswegs in geschlossenen Räumen nutzten ,die auch nur etwas Metall enthalten. Nach ein paar Ätzbädern gammelt und rostet _alles_, von denen man nicht wusste, dass es das überhaupt kann. Weiterhin verätzt der Salzsäuredampf in der Luft die Atemwege! Also entweder ins Freie gehen, oder besser einen Chemiearbeitsplatz mit Abzug nutzen! Bei empfindlichen Atemwegen würde ich dies wiederum überhaupt nicht versuchen! |
Quelle: http://www.katodev.de/deutsch/aetzen.html
Ich hab heute mal folgendes getestet:
123ml H2O
32ml HCl (37% = abs)
5ml H2O2 (30%)
macht 160ml
darein dann ne alte Lochrasterplatine (Einige stellen mit ´nem Permanentmarker und Edding bemalt) zum testen.
Nach 10 min mal geschaut->fertig
Achso, ich hab das unter so´ner Sicherheitswerkbank Klasse (weiß ich nicht mehr), halt son geschlossener Plexikasten mit Abzug nach Außen... gemacht, darin haben wir früher immer unser DAB (Diaminobenzidin) angesetzt
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BID = 375139
wulf Schreibmaschine
    
Beiträge: 2246 Wohnort: Bozen
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hallo,
also bisher hab ich nicht mit so starkem zeug hantiert, aber ist das wirklich sooo wahnsinnig gefährlich wie in dem link dargestellt wird?
also zu meiner ersten frage: wie stark geht HCl in den gasförmigen zustand über? was würdet ihr machen? einen glaskasten im keller mit abzug? oder einen holzkasten im vorgarten? ich tendiere eher zum glaskasten. muss der abzug permanent eingeschaltet bleiben? oder reichen z.b. 30min am tag?
muss die schale zu ätzen aus glas sein? oder geht auch ein kunststoffgefäss?
mfg wulf
_________________
Simon
IW3BWH
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BID = 375231
LotadaC Neu hier
 Beiträge: 26 Wohnort: Schwedt
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Also ich hab auf Arbeit schon Respekt vor der 20% HCl.
Das Zeug verdampft, läßt alles in der Umgebung rosten, und außerdem (und das ist das wesentliche) greift es das sensible Flimmerhaarepithel der Atemwege an.
man sollte es auf keinen Fall einatmen.
Also 1. Aufbewahrung der Brühe: am besten in ´ner Glasflasche (mit so´nem Glasstopfen), sollte halt dicht sein, und KEIN Metall enthalten; Kunststofflasche (Keine Lebensmittelflaschen) sollte auch gehen (Beschriften nicht vergessen, gab schon die übelsten Unfälle mit´sowas)
Ätzküvette gilt dasselbe (je nachdem, wie lange Du zu Ätzen gedenkst, sollte die auch abdeckbar sein (muß aber nicht unbedingt))
Ich tät Dir stark zu ´nem Glaskasten raten.Nach dem Ätzen das gemisch wieder in die metallfreie Flasche, verschließen...
Den Abzug kannste danach wieder ausmachen (sollte halt an sein, solange das Zeug ausgasen kann)
Notfalls könnte man es auch im Freien machen aber dann Sollte man die Windrichtung beachten.
Was kann aus dem Gemisch ausgasen?
-HCl (da sind die Dämpfe, wie bereits gesagt gefährlich)
-H2O2 ist instabil und zerfällt (insbes. bei höheren Temps) in H2O und atomaren Sauerstoff (gerad damit willst Du ja das Cu oxidieren, damit die HCl es knacken kann)
atomarer Sauerstoff ist auch nicht so ganz ohne, da der (radikal) andere Verbindungen knackt
also solltest Du das Gemisch bei Nichtgebrauch verschlossen und kühl lagern, und bei Gebrauch möglichst nicht einatmen (->Abzug)
Achso, im Laufe der Benutzung fällt in der Brühe Kupferchlorid an (siehe deine Gleichung) mMn ist das ziemlich giftig (Zählt eigentlich zum Sondermüll, aber das klär ich heute noch...)
Verwende den Glas(Plexi)kasten mit Abzug, deiner Gesundheit zuliebe (ein weiterer Punkt der dafür spricht ist der Gesichtsschutz (Besonders die Augen), und ich hab Gummihandschuhe getragen, sicherheitshalber)
P.S.: wie und wohin willst Du die Dämpfe eigentlich ableiten
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BID = 375289
wulf Schreibmaschine
    
Beiträge: 2246 Wohnort: Bozen
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also an augen-, hand- und atemschutz hab ich schon gedacht. und respekt hab ich vor dem zeug auch.
jaaa, die dämpfe wollte ich einfach beim keller, mitm plastikrohr, rausleiten. aber darüber gibts ein metallgeländer, das wird dann wohl schnell wegrosten.
die brühe werd ich keinesfalls dicht verschliessen (bei lagerung), die gase die dabei entstehen, müssen ja entfleuchen  .
mfg wulf
p.s. riecht man HCl-dämpfe überhaupt, oder mnerk ichs gar nicht, wenns mir meine lungen verätzt?
p.s.2: ich erwarte mir fast ein post von photonic oder perl, die sollten sich da gut auskennen
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Simon
IW3BWH
[ Diese Nachricht wurde geändert von: wulf am 5 Okt 2006 18:59 ]
[ Diese Nachricht wurde geändert von: wulf am 5 Okt 2006 19:02 ]
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BID = 375335
perl Ehrenmitglied
       
Beiträge: 11110,1 Wohnort: Rheinbach
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Zitat :
| | H2O2 wird wohl nur in wasser und sauerstoff zerfallen und somit nicht so gefährlich sein |
Doch, das Zeug ist keineswegs harmlos.
Ein Tropfen der 30%-igen Lösung ruft auf der Haut eine schmerzhafte Verätzung hervor.
Außerdem kann der Zerfall durch durch Licht und Verunreinigungen eintreten. Der dann entstehende Sauerstoff muß entweichen können.
Wenn du das H2O2 in größeren Mengen brauchst, läßt du es deshalb am besten in der schwarzen Kunststoffflasche mit dem speziellen Verschluß, in der es geliefert wird.
Oder lass dir vielleicht in der Apotheke eine solche leere Flasche zur Aufbewahrung schenken.
Und niemals etwas,was dortheraus entnommen wurde, zurückgiessen !
Manche Verunreinigungen können sogar einen beinahe explosiven Zerfall bewirken. Dabei wird soviel Energie frei, daß eine Menge heißer Wasserdampf entsteht, an dem man sich verbrennen kann.
Du solltest das Gemisch H2O2-HCl nicht unnötig aufbewahrem, sondern immer nur soviel von der Ätzlösung ansetzen, wie du auch verbrauchst.
Das Zeug ist sehr ergiebig: 1ml der 30%-igen H2O2-Lösung reichen, trotz ausreichender Überdosierung, für etwa 10cm2 Kupferfolie!
Bei der Verwendung und Lagerung ist besonders die Salzsäure problematisch.
HCl ist ein Gas, das durch die Wände auch von scheinbar dichten Plastikflaschen hindurchdiffundiert und selbst in gesundheitlich unbedenklichen und nicht wahrnehmbaren Spuren jegliches Eisen im Umkreis verrosten lässt.
Beim Ätzen wird das natürlich in besonders grosser Menge freigesetzt. Das Arbeiten im Abzug oder unter freien Himmel ist deshalb sehr empfehlenswert.
Da dein Abzug sicher nicht immer läuft, solltest du den Salzsäurevorrat, wenn möglich, im Garten aufbewahren, es besteht keine Gefahr des Einfrierens.
Achte aber auf sichere Verwahrung und eindeutige Beschriftung, damit dieser gefährliche Stoff nicht etwa Kindern in die Hände fällt.
H2O2 kannst du in der Wohnung lagern, draußen könnte es einfrieren.
Das Tragen einer Schutzbrille ist Pflicht, Gummihandschuhe sind nicht unbedingt erforderlich, wenn man den Kontakt mit den Flüssigkeiten vermeidet und sich häufig die Hände mit klarem Wasser wäscht.
Falls man dochmal einen Spritzer auf die Haut bekommt: Sofort mit klarem Wasser abwaschen und danach möglichst noch mit Kernseife oder Toilettenseife. Diese echten Seifen neutralisieren die Säure, aber flüssig Seifen "pH-neutral" etc. sind wirkungslos.
Dass die kupferhaltige Ätzlösung nicht in die Toilette gekippt werden darf, sollte klar sein. Die Cu-Ionen bringen die Bakterien im der biologischen Kläranlage um und das kann dich sehr teuer kommen, wenn du erwischt wirst.
Zur Entsorgung der Lösung via Schadstoffmobil o.ä. sollte dir deine Stadtverwaltung etwas sagen können.
P.S.:
Deine Reaktionsgleichung ist falsch. Es entsteht CuCl 2
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Bei obigem Beitrag handelt es sich um meine private Meinung.
Rechtsansprüche dürfen aus deren Anwendung nicht abgeleitet werden.
Besonders VDE0100; VDE0550/0551; VDE0700; VDE0711; VDE0860 beachten !
[ Diese Nachricht wurde geändert von: perl am 5 Okt 2006 20:47 ]
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wulf Schreibmaschine
    
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hallo,
ich danke alle für die tipps.
dann werd ich wohl unter freiem himmel ätzen. das ist für mich das einfachste. dass alles in einem schrank im garten weggesperrt wird, und entsprechende warnhinweise angebracht werden, ist für mich klar.
also zur umeltfrage: ich wollte das zeug neutrelisieren und eindampfen, das eingedamfpte zeug wird dann bei der schadstoffstelle abgegeben.
mfg wulf
p.s. danke fürs richtigstellen der gleichung, und im nachhinein hätte ich nur einen blick auf die periodentabelle werfen müssen, um selber draufzukommen.
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Simon
IW3BWH
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perl Ehrenmitglied
       
Beiträge: 11110,1 Wohnort: Rheinbach
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Neutralisieren ist ok, aber das Eindampfen dieser korrosiven Lösung ist eine Sauerei und Energieverschwendung.
Wenn du das Neutralisieren richtig machst, d.h. eine schwach alkalische Lösung erzeugst und die Lösung keinen Ammoniak enthält (dann also niemals Ammoniumpersulfat verwenden!) fällt dir das Kupfer fast vollständig als Hydroxid aus und die überstehende farblose Lösung ist nahezu kupferfrei.
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wulf Schreibmaschine
    
Beiträge: 2246 Wohnort: Bozen
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hallo,
bei eindampfen dachte ich eher an, draussen stehen lassen, und warten bis alles wasser weg ist.
wie würdest du neutralisieren?
mfg wulf
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Simon
IW3BWH
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perl Ehrenmitglied
       
Beiträge: 11110,1 Wohnort: Rheinbach
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Mit NaOH, das ist am am effizientesten.
Prinzipiell könntest du die größte Menge der Säure auch mit mit CaCO3 neutralisieren, ihr habt ja kilometerhohe Berge aus diesem Material vor der Haustür, aber das entstehende CaCl2 ist stark hygroskopisch und verhindert ein Eintrocknen zuverlässig.
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wulf Schreibmaschine
    
Beiträge: 2246 Wohnort: Bozen
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hallo,
so, da nun keine tipps mehr kommen, und ich alle meine infos habe mache ich hier mal zu.
ich bedanke mich nochmal für alle tipps
mfg wulf
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Simon
IW3BWH
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BID = 376116
photonic Schreibmaschine
    
Beiträge: 1301 Wohnort: Zürich, Schweiz
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Einen kleinen Tipp hab ich noch, Die Lösung ist sher viel gemütlicher wenn man nicht konzentrierte HCl nimmt. Es dauert einfach etwas länger (ein paar Minuten)
Ich ätze immer damit und hatte keine allzu negativen Erfahrungen. Ich verwende jeweils 10% HCl (stinkt nicht, produziert nahezu keine korrosiven Dämpfe) und gebe jeweils soviel 35% H2O2 zu bis sich das Kupfer im Bad anfängt zu verfärben. Eine gut angesetzte Mischung produziert bei der Ätzung kein/vernachlässigbar wenig Gasblasen.
Die Lösung kannst du nach Gebrauch in einer Flasche mit belüftetem Deckel aufbewahren (nicht dicht verschliessen da der Behälter sonst platzen könnte durch das langsam zerfallende H2O2). Für die Wiederverwendung gibst du einfach wieder H2O2 zu bis es wieder gut ätzt.
Ätze mit dieser Lösung keinesfalls in der Küche auf dem Edelstahl, sie Ätzt sehr schnell dunkle rostige Flecke aufs Blech.
[ Diese Nachricht wurde geändert von: photonic am 8 Okt 2006 16:57 ]
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nabruxas Monitorspezialist
    
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Zitat :
| | Ätze mit dieser Lösung keinesfalls in der Küche |
Hilfe!
Wer ätzt in der Küche?
Da sind Lebensmittel!
Säure und "gesundheitsfördernde" Dämpfe haben da NICHTS verloren!
Mit HCL und H2O2 ätze ich nur wenn es schnell gehen muß und dann NUR im Freien.
Wie Perl schon schrieb: Windrichtung beachten, da auch die Kleidung durch Spritzer schnell mal ein Loch bekommt.
Weiters habe ich immer einen Gartenschlauch in der Nähe, falls doch etwas passiert wird die Salzsäure auf "homöopathische" Werte verdünnt.
[ Diese Nachricht wurde geändert von: nabruxas am 8 Okt 2006 20:27 ]
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BID = 376237
photonic Schreibmaschine
    
Beiträge: 1301 Wohnort: Zürich, Schweiz
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Ja war etwas unvorbildlich von mir das mal so gemacht zu haben. Man sollte das natürlich rein Grundsätzlich nicht tun, schliesslich kommt man auch nicht auf die Idee in einem Labor zu essen.
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