Zenerdiode zur Ladespannungsbegrenzung? Enfield Bullet India...

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Zenerdiode zur Ladespannungsbegrenzung? Enfield Bullet India...
Suche nach: zenerdiode (865)

    










BID = 1042209

Corradodriver

Schriftsteller



Beiträge: 749
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Hi Leute...

Heut mal ne Anfrage im "Auftrag".
(Ja, auch ich arbeite nich gern als Mittelsmann über drei Ecken, aber geht leider grad nicht anders...)

Nen Kumpel von mir hat ne alte Enfield Bullet India... Baujahr irgendwass um die 70er Jahre, welche er wieder Fahrbereit machen will.

Das Problem, was er mir am Telefon schildern konnte, ist, das das Möpp wohl keine wirkliche Ladereglung für die Batterie hatte. Irgendwie hat das Teil wohl drei Ladespulen, zwei davon in Reihe geschaltet, und je nachdem ob man mit Licht oder ohne fährt, wird die Batterieladung über den Lichtschalter auf den "zwei" Ladespulen hin und her geschaltet, bzw. die unbenutzte Spule wird kurz geschlossen.

Das Problem an der Sache ist, das dadurch schon mehrfach die Batterie verkocht ist, und im Zuge dessen durch die dann steigende Spannung alle Lampen drauf gegangen sind.

Zu diesem Zweck war seine Überlegung, die Ladespannung auf einfachste Art über eine Zenerdiode zu begrenzen, und alles was zuviel ist, einfach zu verbraten. Die Lima-Leistung wird wohl mit um die 120-150W angegeben.
Wieviel davon verbraten werden muss, entzieht sich auch meiner Kenntniss. Einzig kann ich noch sagen, das es ein 6V-Möpp ist...

Was kann man machen?

_________________
MFG Andy

BID = 1042231

perl

Ehrenmitglied



Beiträge: 11110,1
Wohnort: Rheinbach



Zitat :
das das Möpp wohl keine wirkliche Ladereglung für die Batterie hatte.
Wenn die mal überhaupt eine Batterie hatte, und die nicht nur hinzu gestrickt wurde.
Vielleicht aber ist der Laderegler defekt (oder ein falscher eingebaut), denn auch in Indien wusste man, wie man Bleiakkus zu behandeln hat.
Ein Schaltplan des Geräts, vielleicht sogar eine Service-Anleitung, sollte zu bekommen sein, und dann sieht man vielleicht, wie die Dinge sein sollten.



Zitat :
Zu diesem Zweck war seine Überlegung, die Ladespannung auf einfachste Art über eine Zenerdiode zu begrenzen, und alles was zuviel ist, einfach zu verbraten. Die Lima-Leistung wird wohl mit um die 120-150W angegeben.
Nicht so gut.
Erstens gibt es kaum Zenerdioden in dieser Leistunskategorie, und zweitens sind sie zu ungenau.
Wenn schon, dann macht man das mit einem Leistungstransistor, der von einem Shunt-Regler wie dem TL431 angesteuert wird.

Trotzdem empfiehlt sich eine solche Lösung nicht, weil die Leistung, die dort verbraten wird, mit miserablem Wirkungsgrad vom Generator erzeugt wird. Das wird sich deutlich im Spritverbrauch bemerkbar machen.

Die mir bekannten Regler an Magnetzündern schliessen die Generatorwicklug zur Begrenzung z.B. mit einem Thyristor kurz.
Ein Schalter hat keine Verlustleistung, und die Streuinduktivitär des Generators sorgt dafür, dass der Strom nicht zu sehr ansteigt.
Der nicht benutzte Anteil der Generatorleistung besteht dann zum grössten Teil aus Blindleistung.
Natürlich muß der Generator für einen solchen Betrieb mit Kurzschluss dimensioniert sein.
Die elektrisch "schönere" Lösung den Generatorstrom bei ausreichend hoher Spannung zu unterbrechen, wird m.W. nicht verwendet, weil dabei enorm hohe Spannungen auftreten können, welche die Halbleiter und Isolationen an ihre Grenzen bringen.
Allenfalls könnte man eine Phasenanschnittsteuerung verwenden, die den Strom im Nulldurchgang unterbricht und zu einem gesteuerten Zeitpunkt einschaltet.
Die Dimensionierung eines solchen Reglers scheint mir aber nicht trivial zu sein.


Zitat :
Irgendwie hat das Teil wohl drei Ladespulen, zwei davon in Reihe geschaltet, und je nachdem ob man mit Licht oder ohne fährt, wird die Batterieladung über den Lichtschalter auf den "zwei" Ladespulen hin und her geschaltet, bzw. die unbenutzte Spule wird kurz geschlossen.

Das klingt nach einer Lösung in obigem Sinne. Vielleicht sind nur die Anschlüsse der beiden Spulen vertauscht.
Mit einem gewöhnlichen Voltmeter sollte man sehr schnell erkennen können, ob der Regler versucht den Akku zu ruinieren. Dazu braucht man nicht zu warten, bis es zu spät ist.

 

  








BID = 1042233

Kleinspannung

Urgestein



Beiträge: 12056
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Besorg mal wenn möglich einen Schaltplan von der Mühle.
Sonst wird das irgendwas zwischen Kaffeesatzleserei und Glaskugel befragen.
Und normalerweise wurde selbst in Hinterkastanienstan so konstruiert,das auch bei Ausfall der Bakterie das Glühobst die richtige Spannung bekommt.
Vergiss die Nummer mit Zenerdiode.
Wenn du basteln willst:
(vorausgesetzt,du hast da irgendwie Gleichspannung)
Unbestätigen Gerüchten zu folge hat schon mal sowas funktioniert.
Ne Handvoll 7806 auf nen Aluklotz pappen,dazu zwei in Reihe geschaltete Dioden mit denen du die Masse "hochlegst".
Schon hast ziemlich genau 7,2V .
Noch ne fette Überspannungsschutzdiode kleiner 30V am Eingang,und fertig.
Ach ja, 100 und mehr Watt Leistung der Spulen halte ich für übertrieben.
Selbst wenn in dem Scheinguck ne Bilux ist,plus Rücklicht und Tachobeleuchtung,sind wir irgendwo bei 50W.
Noch bissl für Batterieladung gerechnet,reichen 60W.
Also glaube ich nicht,das da nennenswert mehr rauskommt.
Aber wie schon bemerkelt,besorg mal Unterlagen.
Sonst wirds ein Ratespiel...

_________________
Manche Männer bemühen sich lebenslang, das Wesen einer Frau zu verstehen. Andere befassen sich mit weniger schwierigen Dingen z.B. der Relativitätstheorie.
(Albert Einstein)

[ Diese Nachricht wurde geändert von: Kleinspannung am 20 Aug 2018  0:20 ]

BID = 1042234

Ltof

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Die Hobel werden immer noch gebaut und importiert. Es kann nicht so schwer sein, eine annehmbare, gegebenenfalls moderne, Lösung zu finden. Händler fragen, Foren durchstöbern ...

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„Schreibe nichts der Böswilligkeit zu, was durch Dummheit hinreichend erklärbar ist.“
(Hanlon’s Razor)

BID = 1042235

Corradodriver

Schriftsteller



Beiträge: 749
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Zitat :
Besorg mal wenn möglich einen Schaltplan von der Mühle.


Und das scheint tatsächlich nicht so einfach zu werden. Alles, was ich bsiher gefunden habe, waren alles 12V Geräte. Den einzigen ähnliche Plan ist dieser hier...

http://www.dansmc.com/wiring_2_royal_enfield_750_1969.jpg

Aber auch falsch, weil keine Einzylinder, keine 6V und keine Umschaltung der Ladespulen...

Er selber hat von dem Möpp keine Serviceunterlagen mehr, und auch hat er noch weniger Ahnung von Elektronik als ich. Deshalb wurde auch diese "Fauskeil"-Methode favorisiert.


Zitat :
Ach ja, 100 und mehr Watt Leistung der Spulen halte ich für übertrieben.
Selbst wenn in dem Scheinguck ne Bilux ist,plus Rücklicht und Tachobeleuchtung,sind wir irgendwo bei 50W.
Noch bissl für Batterieladung gerechnet,reichen 60W.

Ich meine mal gelesen zu haben, das der Anteil der Zündanlage nicht unerheblich sein soll, und mal 50% der Generatorleistung verbrauchen kann...

_________________
MFG Andy

BID = 1042236

Ltof

Inventar



Beiträge: 8041
Wohnort: Hommingberg


Zitat :
Corradodriver hat am 20 Aug 2018 05:35 geschrieben :

Ich meine mal gelesen zu haben, das der Anteil der Zündanlage nicht unerheblich sein soll, und mal 50% der Generatorleistung verbrauchen kann...

Bei einer Magnetzündung wäre das irrelevant, weil dieser Anteil nichts mit der Batterieladung zu tun hat.

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(Hanlon’s Razor)


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