Elektronische Netzteile "Koppeln"

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Autor
Elektronische Netzteile "Koppeln"

    







BID = 1134348

Digibike

Gerade angekommen


Beiträge: 1
 

  


Hallo zusammen,

ich bin 3D-Drucker und habe aktuell ein Problem bei einem Drucker. Es ist ein sogenannter Toolchanger mit recht großem Bauraum. Herstellerseitig ist der Drucker mit 3 Elektronischen Netzteilen, jeweils 24 V, bestückt. Bei einem Kollegen "steigt" der Drucker bei ABS jedesmal nach einiger Zeit aus. Sogenannter "Watchdog". Ist eine Sicherheitsroutine, die alle 4 Sekunden zurück gesetzt wird - passiert das nicht, ist etwas "Faul". Es kommen 3 Bauteile in Frage, die für das Problem verantwortlich sein können. Im Fokus ist jedoch das linke Netzteil, da dieses das Druckbett versorgt und sehr heiß wird. Das rechte Netztteil ist wohl für Display, Mainboard und Tool 1 und 2 Zuständig. Netzteil in der Mitte für die Tools 3 bis 5. Die Vermutung liegt nahe, daß das Netzteil, aufgrund der ständigen Volllast,, 4,1A zieht so ein Druckbett-Tile und besteht aus 16 sollcher Tiles, bei Dauerheizen, statt nur erhalt-heizen, irgendwann "aufgibt".
versorgt werden alle 3 "durchgeschleift", über einen "Kaltgerätestecker" 230 V.
In der Akku- und Batterietechnik kenne ich das, daß man mehrere zusammen schalten kann und somit, bei Parallelschaltung, die Ah-Stärke erhöhen kann.
Meine Idee und Frage wäre nun, ob man solche Netzteile, zu einer 24 V "Versorgungsschiene" zusammen schalten kann und damit die Last auf ALLE 3 Netzteile gleichmäßig verteilen kann? Oder ist da ein Denkfehler bei der Geschichte?

Gruß, Digibike

BID = 1134350

Murray

Inventar



Beiträge: 5266

 

  

ist das selbst zusammen gefriemelt?

Wenn die Netzteile dafür vorgesehen sind kann man sie parallel schalten, wenn nicht dann nicht.
Wenn es eh nur ums heizen geht schliesst doch 24V-Akkus parallel um Lastspitzen abzufangen.

Zudem wäre nützlich zu wissen was der Watchdog genau prüft.

BID = 1134354

BlackLight

Inventar

Beiträge: 5461

Schlägt nun eine Überwachung an oder ist einfach nur ein Netzteil am Limit? (Oder ist genug Geld da? Dann kann man massenweise Komponenten auf Verdacht tauschen.)

Anstelle die parallel tu schalten würde ich ein stärkeres Netzteil einsetzen, vorzugsweise von einem Markenhersteller. Auch dran denken, dass Schaltnetzteile nicht dauerhaft bei 100% laufen sollen sondern etwas reserve benötigen.

BID = 1134366

perl

Ehrenmitglied



Beiträge: 11110,1
Wohnort: Rheinbach


Zitat :
Frage wäre nun, ob man solche Netzteile, zu einer 24 V "Versorgungsschiene" zusammen schalten kann und damit die Last auf ALLE 3 Netzteile gleichmäßig verteilen kann? Oder ist da ein Denkfehler bei der Geschichte?
Es ist gar nicht so einfach stabilisierte Netzteile parallel zu schalten, wenn sie nicht dafür vorbereitet sind.
Das liegt an dem erwünschten sehr geringen Innenwiderstand und den Exemplarstreungen der Ausgangsspannungen.
Wenn sich z.B die Ausgangsspannung laut Spezifikation zwischen Leerlauf und Vollast nur um 0,1V ändert, aber die Toleranz der Ausgangsspannung mehrerer 24V Netzteile +/-2% beträgt (entspricht +/-0,48V) dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass das Netzteil mit der höchsten Spannung versucht alleine den gesamten Strom zu liefern.

Bei z.B. 120% seines Nennstroms wird es dann wegen Überlast abschalten.
Das zweite Netzteil übernimmt dann zwar die Stromlieferung, aber, -weil das erste Netzteil gerade schlafen gegangen ist-, kann es alleine diesen Strom auch nicht liefern und schaltet ebenfalls ab.
Nach einer gewissen Erholzeit versuchen Netzteile gewöhnlich einen Neustart und das Resultat ist eine pulsierende Ausgangsspannung.

Es gibt verschiedene Konzepte um Netzteile parallel zu schalten.
Die einfachste Möglichkeit ist ein zusätzlicher Widerstand an jedem Ausgang um eine gleichmässige Stromverteilung zu erzwingen, aber damit verdirbt man eine gute Spannungsstabilität bei unterschiedlichen Belastungen.
Besser ist es, wenn sich die Netzteile über ihre Auslastung untereinander verständigen, und ihre Endstufen dementsprechend steuern. Dieses Verhalten muss aber schaltungstechnisch vorbereitet sein, was besonders bei preisgünstigen Netzteilen i.d.R. nicht der Fall ist.


Also wahrscheinlich ein Denkfehler.



Zitat :
Die Vermutung liegt nahe, daß das Netzteil, aufgrund der ständigen Volllast,, 4,1A zieht so ein Druckbett-Tile und besteht aus 16 sollcher Tiles, bei Dauerheizen, statt nur erhalt-heizen, irgendwann "aufgibt".

Evtl hilft hier schon ein Ventilator, damit die Netzteile kontinuierliche Vollast aushalten.


P.S.:
Zitat :
Im Fokus ist jedoch das linke Netzteil, da dieses das Druckbett versorgt und sehr heiß wird.
Du solltest dir einen Schaltplan besorgen um zu verstehen was da vorgeht.
Evtl liefert dieses linke Netzteil gar keine 24V Gleichspannung.

Wenn ein Schaltung heiss wird, bedeutet das meist, dass sie einen schlechten Wirkungsgrad hat. Gerade bei Heizungen und Glühlampen ist es nämlich üblich sie nicht mit aufwändig stabilisierten Gleichspannungen zu versorgen, sondern mit hochfrequentem oder niederfrequentem (50Hz) Wechselstrom direkt aus einem Trafo zu versorgen. Aufgrund der thermischen Trägheit dieser Heizer gelingt das recht gut z.B. mit einer Phasenanschnittschaltung (Dimmer). Die Einstellung der benötigten Energiezufuhr geschieht ja ohnehin über die gemessene Temperatur bzw. deren Abweichung vom Sollwert.

[ Diese Nachricht wurde geändert von: perl am 11 Feb 2026 23:12 ]

BID = 1134367

Jornbyte

Moderator



Beiträge: 7387

Warum verwedet man nicht ein Nezteil mit höherer Leistung?

_________________
mfg Jornbyte

Es handelt sich bei dem Tipp nicht um eine Rechtsverbindliche Auskunft und
wer Tippfehler findet, kann sie behalten.

BID = 1134371

Offroad GTI

Urgestein



Beiträge: 12840
Wohnort: Cottbus


Zitat :
4,1A zieht so ein Druckbett-Tile und besteht aus 16 sollcher Tiles, bei Dauerheizen
Ist das ein 3D-Drucker, oder ein Backofen?
4,1A*24V*16=1,5kW


_________________
Theoretisch gibt es zwischen Theorie und Praxis keinen Unterschied. Praktisch gibt es ihn aber.


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