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Jornbyte

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H: -> Henry


Halbleiter: Chemische Elemente, die aufgrund ihrer Leiffähigkeit eine Mittelstellung zwischen Leiter und Isolator einnehmen. Bei tiefen Temperaturen sind Halbleiter Isolatoren. In diesem Zustand sind keine für die elektrische Leitfähigkeit notwendige Ladungsträger vorhanden. Erst durch Energiezufuhr (Licht oder Temperaturerhöhung) werden Ladungsträgerpaare (Elektronen und Löcher) erzeugt. Der Halbleiter beginnt dann zu leiten, wobei, im Gegensatz zu Metallen, mit zunehmender Temperatur der elektrische Widerstand abnimmt. Technisch wichtigster Halbleiter ist das -> Silizium. Weitere wichtige halbleitende Materialien sind Germanium und die sog. III-V-Halbleiter (Verbindungen von Elementen der dritten und fünften Gruppe des Periodensystems) wie z. B. GaAs, InSb.


Hall-Effekt: Legt man senkrecht zu einem stromführenden Leiter (auch Halbleiter) ein Magnetfeld B an, so werden die Ladungsträger abgelenkt. Dadurch entsteht, senkrecht zum Magnetfeld und senkrecht zu der Stromrichtung, eine Potentialdifferenz, die sog. Hallspannung UH. Einen großen Halleffekt zeigen die Halbleitermaterialien Indiumantimonid und Indiumarsenidphosphid.


Hall-Generator: Sonde oder Meßgerät zur Messung von Magnetfeldern unter Ausnutzung des -> Hall-Effekts. Obgleich Silizium nicht das ideale Material für Hallgeneratoren ist, wird heute doch meist dieses Material verwendet, da man hier gleich den Vorverstärker für die geringe Hallspannung integrieren kann.


Hartlöten: Lötverfahren, bei dem Lot mit einem Schmelzpunkt von über 450 °C verwendet wird.


Hartmagnetisch: -> Magnet


Heißleiter: Abk. NTC (negativer Temperaturcoeffizient). Widerstandselement, dessen Wert mit zunehmender Temperatur abnimmt. Dies ist eine allgemeine Eigenschaft der -> Halbleiter. Wegen der oft hohen Betriebstemperaturen und weil Abweichungen vom Ohmschen Gesetz hier unerwünscht sind, werden jedoch andere, meist billigere, Materialien als für Transistoren und Dioden eingesetzt. In der Frühzeit der Rundfunktechnik wurden dafür Stifte aus Urandioxid sog. Urdox-Widerstände verwendet.
NTCs werden z. B. zur Temperaturmessung, Verstärkungsregelung und zur Unterdrückung von Einschaltstromspitzen bei Motoren und Netzteilen eingesetzt. Bei den sog. fremdgeheizten Heißleitern ist das Bauteil mit einer Heizwicklung umgeben. Fremdgeheizte Heißleiter werden vor allem für die Regelung von Geräten, die räumlich voneinander getrennt sind, eingesetzt.


Henry: Kurzzeichen H, Maßeinheit für die Induktivität.


Hertz: Kurzzeichen Hz, Maßeinheit für die -> Frequenz.


High-Com: Von der Firma Telefunken entwickeltes Rauschunterdrückungssystem, das 99 % der Rauschleistung unterdrückt. Durch Erhöhung der Signalintensität von schwachen Signalen und anschließender Abschwächung bei der Wiedergabe, wird auch das Bandrauschen abgeschwächt.


HiFi: Abk. für High Fidelity (engl.). Qualitätsbegriff für klanggetreue Tonwiedergabe, in der BR Deutschland festgelegt durch-> DIN 45500.


Hochfrequenz: Abk. HF. Darunter versteht man den Frequenzbereich zwischen 20 kHz bis 100 MHz. Frequenzen über 100 MHz gehören ebenfalls in den Hochfrequenzbereich. Man unterscheidet: VHF (very high frequencies) 100 bis 300 MHz; UHF (ultra high frequencies) 300 bis 3000 MHz; SHF (superhigh frequencies) 3 bis 30 GHz; EHF (extremly high frequencies) 30 GHz bis 100 GHz.


Hochpaß: Eine Schaltung zur Siebung von -> Frequenzen. Unterhalb einer Grenzfrequenz werden alle Frequenzen zurückgehalten, Frequenzen oberhalb der Grenzfrequenz passieren das Siebglied ungeschwächt.


Hochtonlautsprecher: Lautsprecher für den Frequenzbereich zwischen 1 kHz und 20 kHz. Hochtöner werden über eine Frequenzweiche -> Hochpaß angeschlossen.


Höchstfrequenz: -> Hochfrequenz SHF


Hohlleiter: Leiter für höchstfrequente, elektromagnetische -> Wellen. Sie bestehen aus einem Rohr mit kreisrundem, rechteckigem oder (selten) elliptischem Querschnitt dessen Innenseite gut leitend ist. Die Energieübertragung erfolgt ab einer von der Geometrie des Leiters abhängigen Grenzfrequenz (Beim rechteckigen Hohlleiter müssen die Wände mehr als eine halbe Wellenlänge voneinander entfernt sein). Darunterliegende Frequenzen werden nicht übertragen.


Hüllkurve: Verbindungslinie zwischen den Scheitelwerten einer in ihrer Amplitude sich ändernden Wechselspannung.


Hybridschaltung: Elektronische Schaltung mit Bauelementen, welche nach verschiedenen technischen Verfahren hergestellt und auf ein und demselben Substrat (Träger) aufgebracht sind. Beispiel: Als Substrat dient ein Keramikträger, auf dem Leiterbahnen, Kondensatoren und Widerstände aufgedruckt und anschließend durch Halbleiterbauelemente ergänzt werden.


Hysterese: Aus dem Griechischen: das Fortbestehen einer Wirkung nach dem Entfernen der Ursache. Hysterese tritt in vielen Formen auf. Ein mechanisches Beispiel: Wenn man einen auf dem Tisch liegenden Klotz unter Anwendung einer Kraft (Ursache) verschiebt (Wirkung), wird dieser nach Aufhören der Kraft nicht von selbst in seine Ausgangslage zurückkehren. Er wird selbst dann nicht vollständig zurückkehren, wenn er mit einer Feder verbunden ist, die versucht ihn in die Ursprungslage zurückzuziehen.
Erst wenn ich eine zusätzliche Gegenkraft anwende, gelingt es das System in den ursprünglichen Zustand zu versetzen.
Hier ist offensichtlich die Reibung für die Hysterese verantwortlich. Außerdem ist diejenige Energie, die ich anwenden mußte, um den ursprünglichen Zustand wieder herzustellen in Wärme verwandelt worden.
Hysterese ist stets auch mit einem solchen "Energieverlust" verbunden.
In der Elektronik tritt Hysterese hauptsächlich in folgenden Formen auf:
1.) Bei der elektronischen Schaltungsregelung eine Abweichung zwischen dem Einschalt- und dem Ausschaltpunkt z.B. eines Temperaturreglers.
2.) Bei ferromagnetischen Materialien, wie etwa den Eisen- oder Ferrit-kernen von Transformatoren, die Erscheinung, das nach Abschalten des erregenden Spulenstroms ein Restmagnetismus verbleibt.
Dies ist i.d.R. unerwünscht, da hierdurch in jeder Periode des Wechselstroms ein Energieverlust auftritt.
3.) Auch das Dielektrikum eines Kondensators hat gewöhnlich Hysterese, nur daß man sie dort "dielektrische Nachwirkungen" nennt. Die meisten Fernsehtechniker werden erschreckt erlebt haben, wie ein Bildröhre oder ein Elko, nachdem sie sie entladen hatten, nach einer Weile wieder beachtliche Funken gaben.
Nicht immer ist die Hysterese unerwünscht: Permanentmagnete funktionieren weil sie eine extrem große Hysterese haben, und auch in Regelungen kann der durch sie verursachte Energieverlust zur Dämpfung von unerwünschten Schwingungen beitragen.


[ Diese Nachricht wurde geändert von: perl am 16 Jan 2003 22:14 ]


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