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Jornbyte

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F: -> Farad


Fading: Wetterbedingter Schwund von elektromagnetischen (Rundfunk-) Wellen durch Interferenzerscheinungen, die durch Überlagerung der Bodenwelle mit der an der Ionosphäre reflektierten Welle entstehen.


Farad: F, Maßeinheit für die Kapazität.


Faradayscher Käfig: Engmaschige Metallkonstruktion, die einen Hohlraum einschließt. Elektrische Ladungen werden über deren Außenfläche abgeführt und können nicht in den Hohlraum des Körpers gelangen. Jedes geschlossene Auto stellt im Prinzip einen Faradayschen Käfig mit dieser abschirmenden Wirkung (z. B. gegen Blitzschlag) dar.


Farbcode: Widerstände bzw. Kondensatoren werden mit Farbringen bedruckt. Verschiedene Farbkombinationen kennzeichnen den Nennwert bzw. die Betriebsspannung und Toleranz dieser Bauteile.


Farbfernsehnorm: Es gibt drei Farbfernsehnormen mit folgenden Verbreitungsgebieten: PAL (westl. Europa), SECAM (Frankreich, Ostblockländer), NTSC (Amerika). Diese drei Systeme sind untereinander nicht kompatibel.


FBAS-Signal: Im FBAS-Signal sind alle Komponenten einer Farbbilderzeugung enthalten. Es bedeutet: F = Farbinformation, B = Bildschirminhalt, A = Austastimpuls, S = Synchronimpuls.


Feldeffekttransistor: Halbleiterbauelement mit drei Elektroden, an dem über eine Spannung an der Steuerelektrode (Gate) der Stromfluß zwischen den beiden anderen Anschlüssen Source (Quelle) und Drain (Senke) nahezu leistungslos gesteuert wird.
Die Steuerbarkeit des Bauelements beruht auf der Veränderung der Leitfähigkeit eines Stromkanals durch ein elektrisches Querfeld.
Dafür gibt es zwei Möglichkeiten:
1) Beim Sperrschicht-FET (auch engl. Junction-FET, JFET genannt) liegt auf dem Kanal ein pn-Übergang. Beim Anlegen einer Sperrspannung an das Gate wächst die Sperrschicht in den Kanal hinein, sodaß sich dessen Querschnitt und somit die Leitfähigkeit reduziert.
Wegen der hohen Linearität der Steuerkennlinie eignet sich dieser Transistor besonders für Eingangsstufen von Hoch- und Niederfrequenzverstärkern.

2a) Beim MOSFET (von engl. Metal-Oxide-Semiconductor) vom Verarmungstyp, wird auf eine mit den Drain- und Source- Kontakten versehene dünne Halbleiterschicht (Semiconductor) vom p-Typ eine Isolationsschicht (Oxide) und darauf das Gate (Metal) aufgebracht, sodaß im Prinzip ein Kondensator entsteht. Wenn man die Gateelektrode positiv auflädt, werden durch das elektrische Feld die Ladungsträger im Halbleiter zurückgedrängt, sodaß auch hier eine Verengung des Kanals und eine Verringerung der Leitfähigkeit resultiert.
Auch dieser Transistortyp wird vorwiegend in Hochfrequenz-Eingangsstufen verwendet.

2b)Der MOSFET vom Anreicherungstyp ist im Prinzip wie 2a) aufgebaut, allerdings ist der p-Kanal, der durch gegensätzliche Dotierung auf das n-halbleitende Substrat aufgebracht wird, hier so dünn, daß er durch die von der Rückseite wirkendend pn-Sperrschicht auch ohne Gatespannung schon völlig abgeschnürt ist. Durch eine relativ hohe positive Gatespannung können aber Elektronen an die Grenzfläche zum Isolator hingezogen werden, sodaß ein sehr dünner n-leitender Kanal entsteht (Inversion).
Da sich FETs sowohl vom n- wie vom p-Typ herstellen lassen, wird der zuletzt beschriebene Typ heute in größtem Maße in integrierten Digital-Schaltungen eingesetzt, da man mit komplementären MOSFETs vom Anreicherungstyp Logikgatter (sog. CMOS-Logik) herstellen kann, bei denen im Ruheszustand (praktisch) kein Strom fließt.
Der MOSFET vom Anreicherungstyp eignet sich auch hervoragend für Leistungstransistoren.
Alle Arten von Feldeffektransistoren werden auch als steuerbare Widerstände eingesetzt, da für kleine Durchlaßströme das Ohmsche Gesetz gilt.


Feldplatten: Wurden aus dem Halbleitermaterial InSb mit eingelagerten NiSb-Nädelchen hergestellt. Sobald ein Magnetfeld einwirkt, ändert sich der Widerstandswert der Feldplatten. Die Feldplatte ist weitestgehend durch Hallgeneratoren verdrängt, da sie sich nicht für die Integration eignet.


Ferrit: Neben der, hier nicht interessierenden, Verwendung des Begriffs für reines alpha-Eisen, wird in der Elektronik eine größere Gruppe von künstlich hergestellten keramischen Materialien mit ferromagnetischen Eigenschaften als Ferrit bezeichnet. Der Name leitet sich von lat. ferrum = Eisen ab.
Man unterscheidet weichmagnetische und hartmagnetische Ferritmaterialien. Die hartmagnetischen behalten, wie Stahl, eine einmal erzielte Magnetisierung und werden daher als -> Ferritmagnete verwendet.
Für den Elektroniker interessanter sind die weichmagnetischen Ferrite, deren Magnetisierung, wie bei weichem Eisen, schon kleinen Änderungen des angelegten Magnetfeldes folgt.
Durch diese Eigenschaft eignen sie sich zum Bau von Transformatoren und Drosseln, sowie zur Verstärkung von Magnetfeldern, beispielsweise in den Ablenkspulen von Bildröhren.
Im Gegensatz zu dem hierfür prinzipiell ebenfalls geeigneten Eisen, sind Ferrite schlechte Leiter, sodaß nur geringe Wirbelstromverluste auftreten.
Wegen der Wirbelstromverluste sind Eisenkerne in Transformatoren nur für die Netzfrequenz von 50Hz, allenfalls noch für Tonfrequenzen geeignet, während Ferritkerne bis zu einigen 100MHz verwendet werden, spezielle Ferrite in den LNBs für Satellitenempfang gar bis 10GHz.
Allerdings ist die erreichbare Magnetisierung im Eisen sehr viel höher, sodaß sich beide Materialien frequenzmäßig ergänzen. Wo das eine aufhört, wird das andere interessant.
Die Bezeichnung "weichmagnetisch" sollte nicht darüber hinwegtäuschen, daß es sich um harte und spröde Keramikmaterialien handelt, die durch Sintern von Eisenoxid Fe2O3 mit Oxiden zweiwertiger Metalle wie MnO, NiO, ZnO entstehen.
Für den Frequenzbereich < 10Mhz werden vorwiegend Mangan-Zink-Ferrite mit Permeabilitäten µ von ca. 1000-10000 verwendet, für höhere Frequenzen meist Nickel-Zink-Ferrite mit Permeabilitäten µ < 500.


Ferritantenne: Stab aus weichmagnetischem Ferritmaterial, auf den eine Spule gewickelt ist. Die Spule bildet mit einem veränderlichen Kondensator einen Resonanzkreis der auf die Empfangsfrequenz abgestimmt wird.
Ferritantennen werden hauptsächlich zum Empfang von Mittel- und Langwellen-Sendern eingesetzt.


Ferritkern: Spulenkern aus weichmagnetischem Ferritmaterial um die Induktivität einer Magnetspule zu erhöhen.
Nicht nur Stiftkerne, die für Abgleichzwecke mit Gewinde versehen sein können, sondern auch die hauptsächlich für Transformatoren und Drosseln verwendeten U-, E- und I-förmigen Teile sowie Topfkerne und Ringkerne werden allgemein einfach als Ferritkern bezeichnet.
Bei mit Gleichstrom belasteten Induktivitäten, erhält der Ferritkern meist noch einen Luftspalt.
In der Anfangszeit der Computer wurden sog. (Ferrit-) Kernspeicher als -> RAM verwendet. Diese bestanden aus tausenden winziger (0,5mm) hartmagnetischer Ferritringe, von denen jeder auf drei Drähte, dem Spalten-, dem Zeilen-, und dem Lesedraht aufgefädelt war. Jeder der Kerne konnte durch seine Magnetisierung ein Bit speichern.


Ferritmagnete: Preisgünstige keramische Dauermagnete aus hartmagnetischem Ferritmaterial, vorwiegend durch Sintern von Barium- oder Strontiumferritpulver hergestellt. Die Magnete werden für eine Vielzahl von Anwendungen wie Haftmagnete, Gleichstrommotore, Lautsprecher, in kunststoffgebundener Form auch z.B. für flexible Kühlschrankdichtleisten eingesetzt.


FET: Abk. für-> Feldeffekttransistor.


Filter: Elektronische Schaltung, mit deren Hilfe aus komplexen Signalen (Frequenzgemisch) bestimmte Frequenzen gezielt "herausgefiltert" werden. Filter haben einen Durchlaß- und einen Dämpfungsbereich.


Flip-Flop: Bistabiler Multivibrator. Das Flip-Flop kennt zwei Zustände, die über einen Eingangsimpuls gesteuert werden. Damit eignet sich ein Flip-Flop als Speicher für ein Bit. Entsprechend uterscheidet man Bit setzen und Bit löschen. Flip-Flops können mit -> NAND- oder -> NOR-Gattern realisiert werden.


Fluxmeter: Meßgerät zur Messung der magnetischen Flusses (Einheit Voltsekunde oder Weber). Als Meßaufnehmer dient eine Spule mit bekannter Dimension und Windungszahl. Kleine Spulen eignen sich zur Messung der magnetischen Flußdichte, der magnetischen Induktion (Einheit Voltsekunde pro Quadratmeter oder Tesla).


Freilaufdiode: Freilaufdioden werden in Sperrichtung parallel zu einer Magnetspule geschaltet. Ihre Aufgabe ist es, Spannungsspitzen, wie sie beim Abschalten von Relais entstehen, zu vermeiden.


Frequenz: (lat. Häufigkeit) Die Frequenz gibt die Anzahl von periodischen Abläufen (z. B. Schwingungen einer Welle) pro Sekunde an. Einheit ist das Hertz (Hz).


Frequenzgang: Gibt das Amplitudenverhältnis zwischen Eingangs- und Ausgangssignal in Abhängigkeit von der Frequenz an.


Frequenzmodulation: Abk. FM; bei der Frequenzmodulation wird die Information (z. B. Musik, Sprache) durch Trägerfrequenzänderung im Takt der Information aufmoduliert. Die Amplitude bleibt dabei unverändert. Aus diesem Grund ist die Frequenzmodulation relativ störunempfindlich.


Frequenzregelung, automatische: -> AFC.


Frequenzweiche: Ein wesentlicher Bestandteil einer Lautsprecherkombination ist die Frequenzweiche. Sie teilt das der Lautsprecherkombination zugeführte Frequenzspektrum in zwei oder mehrere Teilbereiche auf und liefert für die einzelnen Lautsprecherchassis nur den Frequenzbereich, der vom Lautsprecher verarbeitet werden kann. Den Übergang zwischen den Bereichen nennt man Trenn- oder Übernahmefrequenz.


FTZ-Zeichen: Abk. für das ehemalige Fernmeldetechnische Zentralamt.
Hauptsächlich zur Vermeidung von Funkstörungen waren nur Audio, Videogeräte, Funkgeräte usw. mit einer FTZ-Nummer für den bundesdeutschen Markt zugelassen.
Die Aufgaben des FTZ sind weitgehend von der -> RegTP übernommen worden.


Funktionsgenerator: Wechselstromquelle mit variablen Amplituden, Frequenzen und Signalformen. Wird vor allem zum Testen von Audiogeräten eingesetzt.


[ Diese Nachricht wurde geändert von: Jornbyte am 22 Jan 2003 19:46 ]


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