7104

Im Unterforum Historische Technik - Beschreibung: Geräte, Bauteile, Installationen aus alter Zeit.

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Autor
7104

    







BID = 1119837

Martin.M

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Ein 7104,

der war mal ein Köfferchen voller Papiergeld wert..
Er hat mitgebracht:

seine Timebase 7B10, ganz rechts
delaying Timebase 7B15, daneben
einen Vertikalamplifier 7A29, links
einen weiteren aber mit einstellbarem delay.

Seine Videokamera für Nachweisführung, sie liefert allerdings NTSC.
Wie alle 4-Schacht-7000er hat er readout, eingestellte Werte, bei manchen Einschüben auch deren Messwertausgaben, kann er als Text bzw Zahlen oben und unten einblenden sodaß sie von der Kamera mit erfasst werden.

Das eigentlich faszinierende an diesem analogen Oszi: Seine -3dB Bandbreite beträgt mind. 1GHz

Er kam hier an mit durchgebrannter Sicherung, eine neue flog sofort raus.
Der Netzteilschaden wurde gefunden, Ersatz ist bestellt: ein defekter Leistungstransistor im Primärkreis.
Sobald das repariert ist wird sich zeigen ob er weitere Fehler hat oder ... nicht









BID = 1119841

perl

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Zitat :
der war mal ein Köfferchen voller Papiergeld wert..
Geräte mit solchen Leistungen reissen auch heute noch ein deutliches Loch in den Sparstrumpf.


Zitat :
Sobald das repariert ist wird sich zeigen ob er weitere Fehler hat oder ... nicht

Ich drück dir die Daumen.

Hoffentlich ist die Röhre noch gut.
Man soll nämlich dieses Rennpferd nicht vor einen Bierwagen spannen:

Zitat :
The Micro Channel Plate's amplification degrades irreversibly with operation, in proportion to the log of total charge passed per display area. For this reason, continued operation with a steady trace and especially at large beam currents must be avoided. The 7104 should not be used with plug-ins that generate a slow continuous sweep, or vector graphics. This includes sampling plug-ins, spectrum analyzers, logic analyzers, and the 7D20 digitizer.

BID = 1119842

mlf_by

Schriftsteller



Beiträge: 884
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Ein Tektronix 7104 -Link- ; nettes Gerätchen. Für das braucht man ja einen 3 wöchigen Kurs, um wenigstens die Hälfte der Funktionen nutzen zu können.
Für nicht ganz 100'000€ neu zu haben


Wie funktioniert denn die Einblendung der Zahlenwerte - technisch gesehen? Hat das Scope dafür intern noch 2 weitere Eingänge, oder wie wird das gemacht?
Und vor allem, gibt es so einen Ziffern- und Buchstaben- Einblendgenerator auch zum nachrüsten etwas gängigerer analoger Spitzenklasseoszis? Für Dokumentationszwecke wäre sowas ja schon immer wieder mal recht hilfreich.

BID = 1119844

perl

Ehrenmitglied



Beiträge: 11110,1
Wohnort: Rheinbach


Zitat :
Für nicht ganz 100'000€ neu zu haben
Soviel brauchst du heute nicht mehr investieren.
Das ist ja auch schon ein altes Gerät.
Heute beherrscht man höhere Frequenzen, und auch die Preise sind gestiegen: https://www.youtube.com/watch?v=DXYje2B04xE
Irgendwo habe ich etwas von 1,3 Mio $ für diese Kiste gesehen, wobei ich aber nicht weiss, ob das für die 4-Kanal-Version war.

BID = 1119847

Martin.M

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Vorsicht mit diesen Show-Berechnungen.
Das ist kaufwertumgerechnent auf 2021 oder so.
Die damaligen Katalogpreise waren gültig für USA, bei uns kam noch der Import, die Steuer und der Obulus für die Rohde+Schwarz Vertriebs-GmbH dazu.
Glück haben diese Supergeräte da sie aufgrund ihres Wertes sogut wie immer in einer gepflegten Umgebung zuhause waren wo jedes Jahr der Kundendienstonkel kam der auch sehr gern mal eine frische CRT montiert hat.
Insofern sind SNT Fehler zumindest aus meiner Sicht, durchaus sympathisch, andere sind schlimmer...

Zum Gerät.
Seine Einschübe hab ich im 7844 getestet und für putzmunter befunden.
Jetzt seh ich der Sache auch mit Spannung entgegen. Bevor die Ersatztransistoren reingehen werd ich in der XREF Unterlage die Selektionskriterien für den Transistor notieren und mit dem Ersatzmaterial verifizieren.

der intakte (mit Tek Nr) zeigt einen hfe 15. Das sollte dann schonmal passen.

Verbaut sind hier 800v 8A 100W hfe15 -> selektiert aus MJE13007
Er betreibt davon 2, einer der beiden RIP (leitend)

zu der Frage mit den Zahlenwerten.
Es handelt sich um ein dummes System, also keine Rechnerei oder gar CPU. Er erzeugt das in seinem readout board, welches mit einer Familie spezieller ICs bestückt ist die aus einer Eingangsinfo diese Ausgabe erstellen. Das ist limitiert auf 8 Zeichen , jeweils über - und/oder unter jedem der Einschübe die er hat.

Einfache Einschübe wie Timebase und Vertikalverstärker erzeugen für ihre Eingänge den Einstellwert der dann oben eingeblendet wird. Das dient vor allem der einfachen "Nachweisführung" die üblicherweise fotografisch erfolgt, bei ihm hier allerdings mit seiner NTSC Videokamera die er mithat. Ansonsten war üblich; Polaroid Rollfilmkamera, Format "Land".

Es gibt auch Einschübe die die Ergebnisse ihrrer Messwerte im Readout ausgeben können, auch sie sind an diese 8-Zeichen-Spielregeln gebunden, Ausnahme sind Großeinschübe mit einem "Display Formatter", die schreiben den ganzen Schirm voll (zB der Logic Analyzer)
Nützliche Beispiele:
7D13 = Multimeter im readout
7D14 + 7D15: Frequenzzähler im readout, können auch direkt vom Triggerbus mitzählen
Es gibt sogar einen Einschub zum darstellen frei eingetippter Texte.
Wie schon erwähnt, das zielt alles auf die Kamera Nachweisführung die damals üblich war.

Dieses Readout wird eingechoppert, wenn es die Darstellung stört kann man es auch wegmachen.

etwas blöd kann das werden bei Storage Oszis, da würde ich einen single shot machen um zu vermeiden dass er seine readoutzahlen übereinanderlegt.

lG Martin


[ Diese Nachricht wurde geändert von: Martin.M am 10 Dez 2023 10:01 ]

BID = 1119931

Martin.M

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Leider wars nicht der Transistor.
Der von mir eingesetzte Chinesentester zeigt unbrauchbare Ergebnisse.
Am Curve Tracer sind die Transistoren OK.

Aber so zügig wie der die Sicherung killt muß es irgendwas im Primärkreis sein.
Ich werd als nächstes die Gleichrichterbrücke prüfen und die großen Dioden

BID = 1120065

Martin.M

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Es wurde wiederum auseinandergebaut.
Die großen Ladeelkos wurden nochmals auf Kapazität gemessen : beide OK.
Kurzschlussprüfung: beide OK.

Nun wurde das Röhrennetzgerät auf 200V eingestellt (das sind 200v Elkos von denen er 2 in Serie betreibt), und je einer davon über einen 10K Drahtwiderstand aufgeladen, bei angeklemmtem Voltmeter.

Elko1: Es ging hoch auf 200V, OK
Elko2: bei 28V war Ende und der 10k wurde heiß.

Da das Elkos mit Schraubanschlüssen sind gibts wieder Arbeit mit dem Umbau, er kriegt jetzt 2 frische LL, dann der nächste Test.

Damit sind gewechselt:

einer der beiden Powertransistoren im Primärkreis weil seine Curve völlig anders aussah als das was man erwartet, und die beiden großen Ladeelkos, original hat er da 950uF/200V

dann kommt der nächste Test. Der Bestand an Sicherungen: 5 Stück



BID = 1120095

winnman

Schreibmaschine



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anstatt Sicherung eine kleine Halogenlampe entsprechender Leistung verwenden zum testen

BID = 1120392

Martin.M

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Bastlerschicksal: nachdem er 2 frische Ladeelkos bekommen hat alles wieder montiert (das dauert bei dem sehr lange..) , um dann festzustellen: er startet nicht.
Es geht also in die dritte Runde Noch immer SNT.

euch allen einen guten Rutsch ins 2024
Martin

BID = 1120969

Martin.M

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er wurde zum 4ten mal zerlegt. Das ist eine Sache für Leute mit Geduld.
Der Primärkreis enthält ein von Tek selbst hergestelltes IC. Ich habs geholt und in meinen Tek434 gesteckt, er besitzt in seinem Netzteil auch eins. Der ging sofort an, damit ist das IC = OK. Ansonsten gibts da keine obsoleten Komponenten, ich kann den Fehler nun einkreisen, Komponententestreihen. Die Reparaturchance ist jetzt sehr hoch.

BID = 1121052

IceWeasel

Moderator

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Wie immer, schöne Geräte!

Weiterhin viel Erfolg bei Deinen Projekten.

_________________
Wenn's kracht und zischt, war das nüscht!

Ich bin kein Berufsgutmensch - ich bin nur zivilisiert und weiß, mich zu benehmen.

BID = 1121650

Martin.M

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danke.
die Baustelle hier gehört zu denen die etwas länger dauern zumal ich kein Experte für alte LLC Netzteile bin. Er wird aber erwischt und dann klappt das

BID = 1121675

perl

Ehrenmitglied



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Zitat :
so zügig wie der die Sicherung killt muß es irgendwas im Primärkreis sein.
So einen Einschub habe ich auch von HP.
Sobald ich den verwende, fliegt im Grundgerät die Sicherung.
Vermutlich liegts daran, dass der Einschub einen eigenen Netztrafo hat, der von der 115V Primäranzapfung des Hauptgeräts versorgt wird.
Leider habe ich kein Extenderboard, und ohne dieses kann man da nichts messen.
Das Teil liegt seit langem auf Wiedervorlage in irgendeinem Regal. Ich habe nämlich noch einen zweiten baugleichen Einschub, der ok ist,


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