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BID = 741928
hummel55 Gelegenheitsposter
 
Beiträge: 74 Wohnort: Dortmund
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Guten Morgen,
könnt ihr mir vielleicht erklären, wann man einen invertierenden OPV und
wann einen nicht-invertierenden OPV benutzen sollte?
Ich habe hier hier eine Aufgabe: Ich soll eine einfache OPV Schaltung
aufbauen mit einer Konstantstromquelle Uref=2,4V, konstanten I=5mA und
einem Präzisonswiderstand 480 Ohm. Diese soll benutzt werden zur
Temperaturmessung mittels einem Temperatursensor (100 Ohm bei 0°C).
Jetzt finde ich es logisch einen invertierenden OPV zu nehmen und den
Temperatursensor als R2 zu benutzen. Da die negative Spannung die über
den Sensor abfällt auch gleich U Ausgang ist.
Hätte ich den nicht-invertierenden OPV benutzt wäre U Ausgang doch nicht
gleich U Temperatursensor???
Bei der nächsten Aufgabe weiß ich allerdings nicht, welchen OPV ich
nehmen soll?
Die lautet: Entwerfen sie einen geeigneten OP-basierten Verstärker mit
einem Thermoelement als Gleichspannungsquelle mit hohen Innenwiderstand,
die eine Spannung von 22 μV/K liefert. Diese Spannung soll auf eine
Empfindlichkeit von 10 mV/K verstärkt werden.n. |
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BID = 741932
Kleinspannung Urgestein
     
Beiträge: 13393 Wohnort: Tal der Ahnungslosen
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Zitat :
hummel55 hat am 19 Jan 2011 12:54 geschrieben :
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könnt ihr mir vielleicht erklären, wann man einen invertierenden OPV und
wann einen nicht-invertierenden OPV benutzen sollte?
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Es gibt weder das eine,noch das andere.
Sondern ein OPV hat einen invertierenden und einen nichtinvertierenden Eingang
Guggst du Grundlagen OPV:
http://www.progshop.com/versand/know-how/op-amp.html
(Solltest aber eigentlich wissen,wenn man dir solche Aufgaben stellt)
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Manche Männer bemühen sich lebenslang, das Wesen einer Frau zu verstehen. Andere befassen sich mit weniger schwierigen Dingen z.B. der Relativitätstheorie.
(Albert Einstein) |
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BID = 741940
hummel55 Gelegenheitsposter
 
Beiträge: 74 Wohnort: Dortmund
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Die Aussage war bezogen auf die Schaltung des OPV....invertierende und nicht-invertierende Verstärker sind ja unterschiedlich geschaltet am OPV.
Edit: Das ist meine Idee. Habe gelesen, bei hohen Eingangswiderständen greift man zur nicht-invertierenden Schaltung.
[ Diese Nachricht wurde geändert von: hummel55 am 19 Jan 2011 14:09 ]
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BID = 741995
der mit den kurzen Armen Urgestein
     
Beiträge: 17437
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zum grundlegendem Verständnis des Opv:
Der versucht auf biegen und brechen gleiches Potential an seinen beiden Eingängen zu erreichen.
Ob du nun den invertierenden oder den nicht invertierenden Eingang nutzt um deine Führungsgröße anzulegen ist wurscht für den Eingangswiderstand, der ist beim Opv an beiden Eingängen gleich !!!
Lediglich die äußere Beschaltung beeinflusst diesen.
In deiner ersten Skizze wird dir der Opv was husten und garantiert nicht das tun was du willst
Die zweite stimmt da folgt der OPV der Eingangsspannung und verstärkt nebenbei dieses.
Gruß Bernd
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Tippfehler sind vom Umtausch ausgeschlossen.
Arbeiten an Verteilern gehören in fachkundige Hände!
Sei Dir immer bewusst, dass von Deiner Arbeit das Leben und die Gesundheit anderer abhängen!
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BID = 742011
hummel55 Gelegenheitsposter
 
Beiträge: 74 Wohnort: Dortmund
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Der "hustet" mir was weil + des OPV nicht an Masse liegt, oder? Muss ich zugeben, hab ich vergessen... Oder funktioniert meine Idee überhaupt nicht?
[ Diese Nachricht wurde geändert von: hummel55 am 19 Jan 2011 18:44 ]
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BID = 742023
der mit den kurzen Armen Urgestein
     
Beiträge: 17437
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Frage was für einen Temperatursensor verwendest du einen PT100 oder was ?
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BID = 742030
hummel55 Gelegenheitsposter
 
Beiträge: 74 Wohnort: Dortmund
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Ja genau, ein Pt-100. Und die Widerstandsänderung des Sensors werden mit einem ADC
eines Mikrocontrollers digitalisiert.
Dazu ist ein Temperaturbereich angegeben. Jetzt hatte ich vor einfach Uausgang min und Uausgang max zu bestimmen und diese mit einem zweiten OPV in den angegeben Eingangsspannungsbereich des
ADC-Mikrocontrollers (0 bis +10V) zu verstärken. Dabei wäre Ueingang des zweiten Versärkers gleich dem Uausgang des ersten Verstärkers.
Wäre alle Fälle eine logische Idee^^
[ Diese Nachricht wurde geändert von: hummel55 am 19 Jan 2011 19:17 ]
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BID = 742031
dl2jas Inventar
     
Beiträge: 9913 Wohnort: Kreis Siegburg
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Genau, das Husten kommt vom nicht beschalteten Eingang.
Ist der Verstärker nichtinvertierend, hast Du einen sehr hohen Eingangswiderstand, der Eingangswiderstand des OPVs, wie im Datenblatt angegeben. Beim invertierenden Verstärker ist der Eingangswiderstand relativ niedrig, in dem Fall 480 Ω. In der Theorie ist der Eingangswiderstand eines OPVs unendlich, in der Praxis darf man fast immer mit unendlichem Eingangswiderstand beim OPV rechnen.
Bitte nicht Eingangswiderstand der Schaltung (invertierend) und Eingangswiderstand des OPVs miteinander verwechseln!
Bernd hat einen schönen Merksatz geschrieben, der immer im Verstärkerbetrieb gilt:
Der versucht auf biegen und brechen gleiches Potential an seinen beiden Eingängen zu erreichen.
DL2JAS
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mir haben lehrer den unterschied zwischen groß und kleinschreibung und die bedeutung der interpunktion zb punkt und komma beigebracht die das lesen eines textes gerade wenn er komplizierter ist und mehrere verschachtelungen enthält wesentlich erleichtert
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BID = 742042
der mit den kurzen Armen Urgestein
     
Beiträge: 17437
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Zitat :
hummel55 hat am 19 Jan 2011 12:54 geschrieben :
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Ich habe hier hier eine Aufgabe: Ich soll eine einfache OPV Schaltung
aufbauen mit einer Konstantstromquelle Uref=2,4V, konstanten I=5mA und
einem Präzisionswiderstand 480 Ohm. Diese soll benutzt werden zur
Temperaturmessung mittels einem Temperatursensor (100 Ohm bei 0°C).
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so geg: Konstantstromquelle 5mA + PT100 (Spannung am PT100 ist temperaturabhängig )
und Uref=2,4V + Präzisionswiderstand 480 Ohm (Spannung ist über dem 480 Ohm Widerstand konstant)
gesucht Schaltung mit OPV um Temperatur in Spannung zu Wandeln.
Nun denk mal weiter mit steigender Temperatur nimmt der R zu. Wenn aber I konstant, was macht die Spannung ?
Und kann ich die gleichzeitig soweit verstärken, das am Ausgang meine max 10 Volt erreicht werden ?
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[ Diese Nachricht wurde geändert von: der mit den kurzen Armen am 19 Jan 2011 19:39 ]
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BID = 742047
hummel55 Gelegenheitsposter
 
Beiträge: 74 Wohnort: Dortmund
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Hm hab jetzt mal in die Kennlinie des Pt-100 geguckt. Mit steigender Temperatur nimmt die Spannung in negativer Richtung zu (beim invertierenden Verstärker).
Laut Kennlinie habe ich bei +200°C = >175Ohm, das ergibt mit dem konstanten Strom von 5mA = -0,875V am Ausgang.
Und diese Ausgangsspannung muss ich doch nur noch um A=-10 verstärken zu 8,75V? Dann bin ich doch im Bereich des ADC?
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BID = 742049
der mit den kurzen Armen Urgestein
     
Beiträge: 17437
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eine Konstantstromquelle liefert einen konstanten Strom,
und eine Referenzspannung beliebige Ströme.
Das sind 2 verschiedene Sachen
Schau dir den Link von Kleinspannung noch mal an !!!
und denk mal darüber nach, was ich geschrieben habe.
Einen bekannten R zur Verstärkungseinstellung hast du die 480 Ohm.
Der PT100 kommt an einen der beiden Eingänge der 480 Ohmer an den anderen.
Edit: Grundlagen Weiterführend zum OPV und die Sache mit der virtuellen Masse
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[ Diese Nachricht wurde geändert von: der mit den kurzen Armen am 19 Jan 2011 20:10 ]
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BID = 742054
hummel55 Gelegenheitsposter
 
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Hab ich mir ja durchgelesen. Deswegen verstehe ich ja nicht, warum die Zeichnung falsch ist.
Da steht, für den invertierenden: Ua = - R2/R1 * Ue = - I * R2
R1 = 480 Ohm
R2 = Widerstand des PT100
I = konstant 5 mA
Und mit der Formel Ua = 5 mA * R(PT100) hab ich am Ausgang doch immer eine Spannung, die abhängig ist von der Temperatur, weil diese ja den Widerstand des PT100 verändert??
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BID = 742055
der mit den kurzen Armen Urgestein
     
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du hast ne PM
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