Löttechnik Im Unterforum Grundlagen - Beschreibung: Grundlagen und Fragen für Einsteiger in der Elektronik
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BID = 7750
C5003153 Gerade angekommen Beiträge: 1
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Hallo,
als Anfänger hab ich ein paar Fragen zur Löttechnik. Ich ahbe zwar schon einiges darüber gelesen, jedoch sind nachfolgende Fragen noch ungeklärt:
- Wie hoch ist/sollte die Temperatur am Lötkolben sein, wenn man an der Platine Widerstände, Kondensatoren etc. verlötet? Was sind eure "besten" Temperaturen?
- Macht man in der Temperatur Unterschiede?. D.h., unterschiedliche Temperaturen für Widerstände, Kondesatoren etc.?
- Gibt es noch andere Tricks/Hilfmittel/Hilfkonstruktionen, damit die Bauteile nicht aus der Platine rutschen, wenn man diese verlöten will? Den mit den Beinchen umknicken kenn ich schon.
Für ein Paar Tipps wäre ich euch sehr dankbar.
Gruss
Michael |
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BID = 7757
djtechno Inventar
     
Beiträge: 4955 Wohnort: beutelsbach
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Ah, hier kann ich helfen.
Temperatur ist ungefähr 200°C .
Aber besser du nimmst einen Elektronik lötkolben mit TEMPERATURREGLUNG, dann geht im Normalfall sxchonmal nicht so arg viel schief!
Ebenfalls ein schwerer Fehler,den ich beim ersten Mal auch machte:
Ich hab mit normalem Lötzinn und lötfett gearbeitet, danach waren die Leiterbahnen oxidiert und Leiteten nciht mehr (die Reperatur der Platine hat dann tage gebraucht...
Mann nimmt Elektroniklötzinn. Da ist das Flussmittel schon drin, Lötfett sollte bei Platinen vermieden werden,Stecker und Kontaktklemmen duerfen freilich auch mit normalem Lötzinn udn lötfett gelötet werden,dann muss aber wiederrum ein "normaler" lötkolben genommen werden, mit dem Elektroniklötkolben schmilzt konventionelles Zinn meist nicht
Wo ströme von 16 Ampere und mehr fließen (z.b. in Relais, und Stromversorgungskabeln/Antennenkabeln von (CB/AFU) Funkgeräten, iste s sogar zu empfehlen wegend er höheren Thermischen Festigkeit mit Konventionellem Lötzinn+Fett+Kolben zu löten, auf Platinen muss aber IMMER der Elöektroniklötkolben+Elektronikzinn und NIEMALS UNTER KEINEN UMSTÄNDEN lötfett verwendet werden!
Fur manche Aufgaben mag auch eien Lötpistole von nutzen sein, ich bin aber kein Freund davon.
Bei Lötpistolen ist zu beachten, das man Maximal 12 sekunden am Stueck Powwer geben darf und danach 48 Sekunden abkühlen lassen muss.
Verstößt man dagegen üeber LLängre Zeit (mehr als 4 Betriebstunden), dann Wird die Spitze der Lötpistole nicht mehr Heiss,dafür aber der Trafo, udn das umgebende Gehäuse, dann sollte man besser geleich den Stecker ziehen, bevors Lebensgefährlich wird....
Bei Mini-Lötkolben oxidiert die Lötspitze mit der Zeit udn zersetzt sich, kaufe also immer Mindestens 2 Ersatzspitzen als Reserve,bei "normaler" Basteltätigkeit wirst du alle 1 - 2 Monate eine neue Brauchen...
Beim Löten weitgehend vermeiden, das der Lötkolben an Plastik-Gehäuseteile kommt.
Das raucht erstmal saumässig, udn der Lötkolben qualmt dann noch gut 'ne Viertelstunde (Fatal in Räumen mit Rauchmelder), ausserdem zerfressen die entstehenden Gase die Lötspitze und zerstören auf Lange Sicht den Lötkolben
Ein ständer zum sbstellen des Lötkolbens (zur not selber bauen) ist dringend angeraten,damit man den Kolben sicher Abstellen kann.
Nicht in Räumen löten, wo Benzindämpfe oder Propangas in der Luft ist, und eine Feuerfeste oder schwer Brennbare unterlage zum schaffen benutzen (bereitz ein normaler Holztisch hält üeblicherweise einiges aus,noch ebsser ist ein Metall oder Glastisch,da er Wirklich unbrennbar ist, schlecht sind Plastiktische und Polyestertischdecken gehören EBENFALLS NICHT auf den Lötarbeitsplatz...)
Eine entlötpumpe sollte man auch haben, weil man im allghemeinen nicht 100% vermeeiden kann das mal lötzinn auf eine platinenstelle tropft, wo es nicht hinsollte...
Aber audf jedenfall sehr sorgfältig und mit viel Ruhe arbeiten, in Hektik gelötete sachen funtionieren Erfahrungsgemäß NIE!!!!
Warnung: Wenn etwas nicht tut, könntest du eine "kalte" lötstelle haben,sehr verzwickt die zu finden!
SMD Lötarbeiten:
Sidn sehr schwierig, nur fuer Profis, die schon mit "normalen" Platinenlötarbeiten gut klarkommen, sollte man erst versuchen,wenn man genug erfahrung hat, erfordert smd lötkolben (sehr teuer), die Ausschußquote ist DEUTLICH HÖHER als bei "normalen" lötarbeiten und erfordert enorm viel gedult,ruhige Hand und gute Nerven (weils nicht immer beim erstenmal klappt)
sehr verzwickte Sache, oft auch sehr frustrierend.
Wer nciht weiss, auf was er sich da einlässt, sollte von SMD schaltungen die finger lassen!
Nur,wer das löten schion gut beherrscht, und an "unwichjtigen" smd schaltungen schon gut geübt hat,sollte damit anfangen...
ok, denke das Hilft
Marcus
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BID = 7758
djtechno Inventar
     
Beiträge: 4955 Wohnort: beutelsbach
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Ach,so, nochwas.
Man sollte Akuus mögtlichst NICHT verlöten!
der Letzte versuch, an einen Mignonzellenakku 2 Kabel zu löten fuehrte zu einem Satten Kurzschluss.
Die Plastikummantelung woe die Akkumarke draufsteht brennts dann Gleich weg, es gibt einen Schrillen Pfeifton, wie beim Dampfkessel udn es raucht wie die Sau.
Dann besser unterm Schreibtisch in Deckung gehen und warten bis alles vorbei ist...
akkus kann amn ergos nur ENTWEDER konventionell per Batterieclip oder Batterieklasten Betreiben,oder man muss die kontakte an die akkukontakte Punktschweissen (erfordert aber eben spezielles equipment,fuer den normaluser heisst das, akkus mit lötzungen kaufen, sofern benötigt)
sodele,das wär alles von mir
Marcus
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BID = 7762
Gast Nichtregistrierter Benutzer |
In der Regel solltest du die Lötspitze bei 280-340°C halten, damit du mit genug Leistungsreserve in kürzestmöglicher Zeit die Lötverbindung herstellen kannst.
Dies ist wichtig bei dem Verlöten von ICs und LEDs nahe am Gehäuse und schadet bei anderen Bauteilen auch nicht.
Philips hat zu diesem Thema immer allgemeingültige Hinweise in den Datenblättern ihrer ICs. Soweit ich weis gibt es aber auch ein Infoblatt bei Philips zum Download.
Hohe Temperaturen bergen jedoch das Risiko, dass die Leiterbahn bei zu langem Löten 'abhebt'. Hier musst du mal an einer Schrott-Platine experimentieren und die Temperatur des Kolbens ggf. deiner 'Lötgeschwindigkeit' anpassen. Außerdem sind die Angaben der Löttemperatur bei diesen Lötstationen - sofern die Temperatur überhaupt gemessen wird - in der Regel auf die Temperatur der Spitze nahe des Heizelementes bezogen. Je nachdem wie gut die Wärmeleitung der Lötspitze ist,- und wie dick diese ist (Wärmekapazität), kann die Temperatur an der Spitze - dort wo du lötest - beim Zuführen von Lötzinn oder Berühren der Lötstelle stark absinken.
Widerstände und Kondensatoren sind in der Regel unempfindlich gegen zu langes Braten so dass sie sich gut zum 'Lernen' und 'ausprobieren' eignen. Halbleiter sollten jedoch immer möglichst zügig gelötet werden und mit möglichst hoher Temperatur. Bei zu niedriger Temperatur und/oder zu geringer Wärmekapazität der Spitze kannst du bei Leistungshalbleitern, die an einem Kühlkörper kleben schnell eine Überraschung erleben (trifft z.B. zu, wenn du schlechte Lötstellen ausbessern willst). Hier führt der Kühlkörper nämlich die zugeführte Wärme so schnell ab, dass das Löten ungewöhnlich lange dauert oder garnicht möglich ist.
Dennoch ist für eine vernünftige Lötung eine temperaturgeregelte Lötstation nicht unbedingt nötig. Ein Sortiment von ungeregelten Standard Lötkolben der Größen 15, 25, 50/75W mit den entsprechenden, passenden Spitzengrößen sollte für nahezu alle Aufgaben ausreichen.- Wobei der 25W Bräter wohl für die normalen Anwendungen der meistgebrauchte Löter sein wird.
Als Bestückungshilfe kannst du dir einen mittelharten Schaumstoffschwamm nehmen (das geschäumte Sitzpolster eines PKW vom Schrottplatz ist gut geeignet) und auf Maß schneiden. Die Platine verkehrt herum daraufgedrückt und dann Löten. Allerdings ist das auch keine 100% Lösung.
Dass man nicht unbedingt mit Wasserinstallations-/Fittingslot an elektronischen Schaltungen herumlöten sollte, ergibt sich schon allein aus der Zusammensetzung des Lötmittels. Standard Elektroniklot mit Flussmittelseele ist in den meisten Fällen ausreichend.
Noch kurz ein Wort an DJ zum Thema Akkus löten:
Es geht schon, nur musst du vorher die Kontaktfläche gut reinigen (Alkohol, dann mit 200er Schleifpapier) und dann mit einem großen Lötkolben (75W+) ZÜGIG Löten. Dazu den Draht oder was auch immer du anbringen willst, schon vorher verzinnen. Die Lötstelle auch verzinnen. Dann alles gut Abkühlen lassen und zum Zusammenfügen nur noch einmal GANZ KURZ erwärmen. Der Kolben sollte den Akku nicht Länger als 1-2 Sekunden berühren.
Wenn du aber eine Lötpistole von 100W aufwärts hast (dieses Ding, wo die Lötspitze dieser gebogene dicke Draht ist), kannst du dir einen Punktschweißer selbst machen:
Eine Lötspitze vorn auftrennen, die Schnittstellen geradebiegen und 'Bleistiftspitz' anfeilen,- damit hast du deine beiden Puntschweiß-Elektroden. Damit kannst du dann Kontaktbleche auf die Kontaktflächen des Akkus 'punktschweißen'.- Aber auch hier ist wieder der Grundsatz: Hitzeeinwirkung nur Kurz! Je heißer,desto kürzer die benötigte Zeit und um so weniger stark erwärmt sich der Akku. Aber auf jeden Fall Schutzbrille tragen!
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BID = 7764
djtechno Inventar
     
Beiträge: 4955 Wohnort: beutelsbach
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Danke fuer die Tips! Man lernt nie aus!
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BID = 7767
perl Ehrenmitglied
       
Beiträge: 11110,1 Wohnort: Rheinbach
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Eine Kolbentemperatur von 200°C garantiert Dir eine Menge kalte Lötstellen.
Zwar schmilzt das Lot schon bei etwa 196 °C, aber das Flußmittel funktioniert da noch nicht.
Ich empfehle Dir 300°C oder sogar etwas mehr einzustellen.
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Haftungsausschluß:
Bei obigem Beitrag handelt es sich um meine private Meinung.
Rechtsansprüche dürfen aus deren Anwendung nicht abgeleitet werden.
Besonders VDE0100; VDE0550/0551; VDE0700; VDE0711; VDE0860 beachten !
[ Diese Nachricht wurde geändert von: perl am 20 Nov 2002 15:58 ]
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BID = 9659
nabruxas Monitorspezialist
    
Beiträge: 9561 Wohnort: Alpenrepublik
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Eine Lötstation ist eine gute Investition!
1.) Da ist ein Trafo drinnen und man arbeitet galvanisch getrennt vom Netz. Ein "normaler" Lötkolben kann bei unvorsichtigkeit (z.B. vergessen den Netzstecker am Reparaturgerät zu ziehen) fatale teure Folgen haben da normale 220V Kolben geerdet sein müssen
2.) Ich verwende als Lötstation (mehrere) Weller WTCP50 mit verschiedenen Spitzen. Diese Stationen haben idR. genügend leistungsreserve auch für größere Lötpunkte. Die Temperatur wird mit der Spitze eingestellt da an der Lötspitze ein sog. Magnastat eingebaut ist. Über einen Thermoschalter im Kolben wird die notwendige Energie zugeführt die benötigt wird. Klar, es gibt regelbare Stationen doch die sind teurer und oft gar nicht notwendig.
3.) Beim Entlöten empfehle ich eine Entlötstation. Doch da muß man sich schon überlegen ob man auch in Zukunft viel lötet da so ein Teil nicht mehr so billig ist. Dafür flutscht es und krigt keinen Krampf im Daumen wie bei Entlötpumpen das der Fall ist. Einmal an eine Enlötstation gewöhnt greift man keine Pumpe oder Lötsauglitze mehr an!
4.) Zur Temperatur sei zu sagen, daß sie auch vom verwendeten Zinn abhängig ist. In baldiger Zukunft bekommt man kein Bleihaltiges Lot mehr, daher wird die Temp. erhöht werden müssen.
5.) Lötstellen müssen so lange erhitzt werden bis das Lot schön fließt. Also Lötspitze ans Bauteil und dann Zinn hinzuführen bis sich die Lötstelle mit Zinn schön bedeckt. Zinnzufuhr beenden und die Lötspitze noch ca. (Gefühlssache) 1-3 sek draufhalten. Bei Oxidierten Bauteilen (falls lange gelagert) vorher die Oxydschicht entfernen sonst gibt keinen guten Kontakt und man sucht sich in einer Schaltung einen Ast ab.
6.) Wenn wirklich sauber gearbeitet werden soll (so mache ich es seit Jahren) werden die Lötstellen nach der Arbeit gereinigt. Das kann mit Aceton und Wattestäbchen erfolgen. Es ist aber darauf zu achten das die Bauteile waschfest sind. Es gibt Kunststoffe die Aceton ganz und gar nicht mögen. Daher verwende ich üblicherweise von Electrolube einen Fluxreiniger (FLU400DB) Damit kann die Leiterplatte ordentlich gereinigt werden. Die Arbeit schaut gut aus, und man sieht sofort ob es bei der einen oder anderen Lötstelle probleme geben wird. (Besonders interessant bei SMD Arbeiten) Electrolube hat ein sehr gutes Angebot an technischen Sprays und auch Lötpasten. (Bezugsquelle für Österreich bei mir, ich hole es aus England zu sehr vernünftigen Preisen da ich große Mengen verbrauche)
7.) Die oben genannten Lötpasten lassen sich nur mit Heißluftkolben oder Infrarotstation ordentlich verarbeiten, das ist aber für den Hobbyisten eine Nummer zu teuer!
8.) Als gute Anfangsarbeit lasse ich meine Lehrlinge Kabel löten. Das ist für den ungeübten immer eine ziemliche fummelei und der der es problemlos schafft kann sicherlich auch Leiterplatten bearbeiten. Doch ich lasse auch den Anfänger irgendeinen Schrott auslöten, denn wenn da was kaputtgeht ist es egal.
9.) Für den Fall das mit Superkleber etwas ausgebessert wurde, NICHT mit den Lötkolben dort arbeiten!!! Die Dämpfe die in die Augen steigen ätzen massiv. Ich konnte in einem Fall (da hat schon jemand gefummelt) eine Stunde nichts mehr sehen!
10.) Dämpfe nicht unbedingt einatmen, außer man steht auf eine schleichende Bleivergiftung. Das ist NICHT zu unterschätzen. Profis verwenden eine geeignete Absaugung. Daher auch nicht Rauchen, Essen, Trinken und andere Blödheiten. Sehe ich einen Mitarbeiter wird er verwarnt, beim zweiten Mal gefeuert. Der Dampf schädigt das Erbgut!
und ich will da nicht zur Kasse gebeten werden!!
Für einen Gelegenheitsbastler ist es natürlich nicht so kritisch, doch wer die ganze Woche lötet.....
11.) Nach der Arbeit empfiehlt es sich alles zu reinigen, (außer das Heizelement) dann kann bei der nächsten Arbeit auch kein Problem auftreten.
12.) Spitzen nicht anfeilen!!! Die Spitzen sind legiert und feilt man sie an halten sie nicht mehr lange.
13.) Spitzen mit einem feuchten Schwamm reinigen.
14.) Lötkolbenständer Kaufen!! Wenn ein Kolben herunterfällt hat man ein Loch im Boden oder saumäßig schmerzende Verbrennungen
15.) Kinder WEG! Das ist kein Spielzeug!
16.) Ordentlichen Arbeitsplatz! Am besten mit Antistatikmatte. Einige Bauteile danken es mit längerer Haltbarkeit. Gute Beleuchtung nicht vergessen, die Augen freuen sich!
17.) Damit die Bauteile beim Löten nicht rausfliegen, ist es von Vorteil die Anschlüsse leicht zu verbiegen. Es gibt spezielle Zangen dafür, das kostet aber auch was und ist nicht wirklich notwendig. Es gibt Bestückungsrahmen (Bernstein) Ich habe zwar sowas da verwende es aber sehr selten. Ist umständlich und zeitraubend. Doch wenn viele gleich Hohe Bauelemente eingelötet werden müssen können alle gleich bestückt werden und alles dann in einem Gang verlötet werden. Für solch einen Fall bewährt sich ein Rahmen. Der ist aber teuer und deshalb wirklich Luxus!
18.) Wie oben Erwähnt Akkus nicht direkt anlöten! Punktschweißen mit Hochstrom ist meine Lösung. Nur interessant wenn mehr verbaut wird. (In so einem Fall mich fragen)
19.) Einige Dinge lassen sich nur hartlöten. Dazu ist eine entsprechende Ausstattung und Silberlot nötig. Auch eher nix für Gelegenheitsarbeiten.
20.) Lötkolben nicht missbrauchen! Die sind nicht zum Schrumpfen von Schrumpfschläuchen gedacht.
Schaut zwar nach viel aus, ist aber nicht so, also
VIEL SPAß!!
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0815 - Mit der Lizenz zum Löten!
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BID = 9669
Gast Nichtregistrierter Benutzer |
Zitat :
| | Da ist ein Trafo drinnen und man arbeitet galvanisch getrennt vom Netz. Ein "normaler" Lötkolben kann bei Unvorsichtigkeit (z.B. vergessen den Netzstecker am Reparaturgerät zu ziehen) fatale teure Folgen haben da normale 220V Kolben geerdet sein müssen |
Nichts für ungut, aber diesen Punkt Ihrer Ausführungen sollten Sie nochmal überdenken.
Ich zitiere mal dem Sinn nach die Sicherheitsvorschiften, die Ihnen ja bekannt sein sollten: "Werkzeuge dürfen an Geräten, Bauteilen oder Baugruppen nur benutzt werden, wenn sichergestellt ist, dass die Geräte von der Versorgungsspannung getrennt sind und elektrische Ladungen, die in den im Gerät befindlichen Bauteilen gespeichert sind, vorher entladen wurden."
Gerade vor diesem Hintergrund und angesichts der Tatsache, dass Sie außerdem auch noch explizit das vergessene Ausstecken eines Netzsteckers ins Feld führen und die Argumentation somit in den Bereich der Lebensgefährlichen Spannungen führen, ist es aus Sicherheitsaspekten auf jeden Fall vorzuziehen, dass beim Berühren eines noch stromführenden Gerätes mit einem geerdeten Lötkolben Sachschaden entsteht, als dass der Bastler bei der darauf folgenden Berührung der Lötstelle mit dem Lötzinn einen möglicherweise tödlichen Stromschlag erhält. Ich denke gerade mit dieser Argumentation haben Sie entgegen Ihrer Intention bewiesen, dass der unerfahrene Bastler seine Lötgeräte lieber erden sollte.
Dass die Sache im harten Werskstattalltag vielleicht anders aussieht, darf an dieser Stelle und gerade bei solch einer Grundlegenden Ausführung wie der Ihren, die sich sogar mit der für Hobbybastler recht unbedeutenden Gefahr einer schleichenen Bleivergiftung befasst, jedoch nicht zur Debatte stehen. Nachher versteht jemand Ihre Ausführungen noch als Aufruf mit einer Lötstation - wohlgemerkt keinem Lötkolben - in eingeschalteten Geräten herum zu braten.
Ferner zu Punkt 12;
Die gängigsten Lötspitzen sind meines Wissens nach elektrogalvanisch vernickelt.- Also im streng chemischen Sinne nicht legiert. Wenn sie angefeilt werden, sollte man sie wieder vernickeln.
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BID = 9681
djtechno Inventar
     
Beiträge: 4955 Wohnort: beutelsbach
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Also ich benutze auch eine lötstation und löte selbstverständlich nur in Geräten, die Ausgesetckt sind.
Genaugenommen Reparier und Bau ich nur an Schwachstromgeräten (bis max. 48 Volt),
oder anders gesagt, wenn man weiss, was man besser nicht tun sollte,dann ist eigentlich nichts gegen eine Lötstation zu sagen.
Das die dämpfe die beim Löten entstehen (können) ungesund sind hab ich mri auch shcon gedacht. Der Hobbybastlker hat leider selten eine Industrielle Luftzufuhr,oder wie man das nennt, aber man kann ja auch das Fenster öffnen, doer aufm Balkon löten.
Dann geht auch der Rauchmelder nicht los,weil der Rauch (in der Regel ist es ja nicht soo viel,solang man beim Löten nciht an Kunstoffteile kommt) gleich abzieht...
Ausser sekundenkleber sind auch einige Kunststoffe natuelrich recht ätzend, wenn amn mit dem Kolben "dranstößt"
Sollte man vermeiden,wenns doch passiert, mit dem Gesicht etwas weggehen,das man den siff nicht ins Gesicht kriegt...
Und natuerlich Lüften nicht vergessen
Marcus
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BID = 9684
admin Administrator
       
Beiträge: 5037 Wohnort: Heilbronn
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Zitat :
| | Da ist ein Trafo drinnen und man arbeitet galvanisch getrennt vom Netz. Ein "normaler" Lötkolben kann bei Unvorsichtigkeit (z.B. vergessen den Netzstecker am Reparaturgerät zu ziehen) fatale teure Folgen haben da normale 220V Kolben geerdet sein müssen |
Genau das ist absolutes Gebot und auch Vorschrift für jede Werkstatt. Jedes verwendete Gerät muss netzgetrennt sein und darf keinerlei Verbindung mit dem Schutzleiter haben.
(Wäre sicher lebensgefährlich !)
Zitat :
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Nichts für ungut, aber diesen Punkt Ihrer Ausführungen sollten Sie nochmal überdenken.
Ich zitiere mal dem Sinn nach die Sicherheitsvorschiften, die Ihnen ja bekannt sein sollten: "Werkzeuge dürfen an Geräten, Bauteilen oder Baugruppen nur benutzt werden, wenn sichergestellt ist, dass die Geräte von der Versorgungsspannung getrennt sind und elektrische Ladungen, die in den im Gerät befindlichen Bauteilen gespeichert sind, vorher entladen wurden."
.....
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Das gilt nicht für Räume wo "am lebenden Objekt" gemessen werden muss. Da wäre eine Erding oder ähnlich tödlich. Alles mus getrennt sein !
Also in Zukunft doch besser alles trennen, Trenntrafo für zu prüfendes Gerät, separater Trafo für die Messgeräte ist selbstverständlich !
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BID = 9945
nabruxas Monitorspezialist
    
Beiträge: 9561 Wohnort: Alpenrepublik
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Hallöchen, Gast!
Ich will niemanden überreden sich selbst Schaden zuzuführen!
Es gibt Fälle wo man unter Spannung löten MUSS! (Ich werde sie mit Sicherheit nicht anführen, damit keiner auf dumme Gedanken kommt)
Sehr selten aber es gibt sie. Deshalb würde ich nie mit einem Standard Lötkolben arbeiten wollen. Das Risiko ist zu groß!
Also meine Empfehlung - Lötstation!
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0815 - Mit der Lizenz zum Löten!
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BID = 23499
crazymonkey Gerade angekommen
Beiträge: 10
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WIE LÖTET MAN AM BESTEN AUS????
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BID = 23505
Mr.Ed Moderator
      
Beiträge: 36336 Wohnort: Recklinghausen
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Da gibt es verschiedene Möglichkeiten, welche die betse ist kann man nicht immer sagen, kommt auf den Einzelfall an. Ein Patentrezept kann die da wohl niemand geben.
Die gängigsten sind Entlötpumpe und Entlötlitze, für bedrahtete Bauteile sollte das auch reichen.
Die Pumpe kannst du dir wie eine große Spritze beim Arzt vorstellen. Allerdings wird der Koben über eine Feder per Knopfdruck schnell nach oben geschoben.
DIe Entlötlitze ist eine mit Flußmittel (Kolophonium) getränkte Kupferlitze. Durch das Flußmittel saugt die Litze geschmolzenes Lötzinn auf.
Andere Möglichkeiten:
Für einige Lötstationen gibt es Entlötspitzen. Das sind Lötpsitzen mit einem Loch, an der Spitze sitzt ein Röhrchen mit einem Gummibalg.
Das gleiche gibt es auch mit einer elektrischen Vakuumpumpe.
SMD-IC's mit vielen Beinchen bekommt man am besten mit einem Heißluftlötkolben und einer Pinzette heraus.
Wenn man sich sicher ist das das IC defekt ist oder es nicht mehr benötigt wird kann man die Beinchen auch abtrennen und danach einzeln entfernen. Dabei vorsichtig sein das man keine Lötpads abreisst.
Die Pads mit Entlötlitze von Zinnresten reinigen und danach Flußmittelreste entfernen.
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-=MR.ED=-
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Für Schäden und Folgeschäden an Geräten und/oder Personen übernehme ich keine Haftung.
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BID = 23577
Bastler Stammposter
   
Beiträge: 209
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@Hardware Service Haider wo muss unter spannung gelötet werden? und wie geht das dann vor sich?
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BID = 25755
Gummib@rchen Gerade angekommen
Beiträge: 3
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Zitat :
| | (Ich werde sie mit Sicherheit nicht anführen, damit keiner auf dumme Gedanken kommt) |
[ Diese Nachricht wurde geändert von: Gummib@rchen am 17 Jul 2003 13:44 ]
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