Frage zu Hausverteiler

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Frage zu Hausverteiler

    










BID = 17101

hochschwab

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Beiträge: 51
Wohnort: Graz
 

  


Hallo!

Ich hab ein kleines Problem, wer ist so nett und kontrolliert ob ich viele Fehler bei der Installation gemacht habe:

Projektaufgabe: Metallverarbeitender Kleinbetrieb
1.)Detailbeschreibung:
In der Werkstatt ist TN-C Netz , in den
restlichen Räumen ist TN-S Netz gefordert.

WERKSTATT: Vorgesehen sind eine Drehbank mit einen Anschlusswert von 5 kVA, eine Fräsmaschine mit einen Anschlußwert von 3 kVA, eine Ständerbohrmaschine mit einen Anschlußwert von 1 kVA und ein stationäres Schweißgerät mit einem Anschlußwert von 7,5 kVA.

Für die allgemeine Werkstattbeleuchtung sollen vier Quecksilberdampfleuchten angebracht werden, die einzeln beim Eingang vom Vorraum aus zu schalten sein müssen.

Für das Werkstättentor (400 V/0,5 kVA) soll eine eigene Versorgung ausgeführt werden.

UMKLEIDERAUM: Für die Warmwasserversorgung soll hier ein Heißwasserspeicher mit einen Anschlußwert von 6 VA installiert werden.

AUFENTHALTSRAUM: In diesem Raum soll ein Anschluß für einen Getränkeautomat mit einen Anschlußwert von 500 VA und einen Kaffeeautomat mit einen Anschlußwert von 2 kVA vorgesehen werden.

BÜRO: Für die EDV- Anlage muß hier unbedingt eine eigene, nur für diesen Zweck vorgesehene Stromversorgung berücksichtigt werden.

VORRAUM: Die Beleuchtung soll hier durch eine Stromstoßschaltung geschalten werden, wobei unbedingt ein Taster am Eingang und am Zugang der Werkstätte vorhanden sein muß.

HEIZUNG: Der Betrieb wird durch Fernwärme beheizt. Im Verteiler muß für die Pumpe ein LS- Schalter 10A B/3phasen und für die Steuerung muß ein LS- Schalter 6A B/1 phasig und Neutralleiter berücksichtigt werden.

ALLGEMEINE INSTALLATION: Die restliche Installation ist aus eigener Überlegung den betrieblichen Erfordernissen anzupassen.


Ich hab nun folgendes gemacht:
TN-C Bereich:
Vor dem Zähler im Anschlußkasten ist eine Schmelzsicherung mit I= 100A. Danach kommt der Zähler, nach diesen eine Schmelzsicherung mit I=63A.
Die Drehbank, eigener Stromkreis (I=7,2A)
mit einen LS Typ C für 16 A.
Das Schweißgerät, eigener Stromkreis (I=10,8A)
mit einen LS Typ C für 16 A.
Die Fräsmaschine ,eigener Stromkreis (I=4,3A)
auch mit einem LS Typ C für 16 A.
Auch den Heißwasserspeicher hab ich ins TN-C Netz
mit LS Typ C für 16 A abgesichert.

Nun hab ich folgendes Problem: 1.) hab ich keine Ahnung ob ich überhaupt richtig denke. Da man ja auch Kabel usw. berücksichtigen sollte. Ich habe keine Angaben zur Größe über diesen Betrieb. Welche Kabel verwendet man am besten?
Möchte aber bitte keine Lösung haben, sondern nur kleine Hilfestellungen,....wie geht man es am besten an, auf was muß ich achten...und liege ich bis jetzt richtig, oder hab ich schon einen Brand verursacht. Wäre nett, wenn hier mal ab und zu ein Fachmann einen Blick draufwerfen könnte.
Es kann nämlich nur der den Schaltschrank aufbauen, der das Projekt richtig und als erster fertig hat!!!
ICH WILL DIESEN SCHALTSCHRANK...Bitte helft mir ein wenig, danke, liebe Grüße, Andrea

BID = 17109

joe

Schreibmaschine



Beiträge: 1734
Wohnort: Ba-Wü

 

  

Also ich will nicht alles verraten, aber so viel mal im vorraus:

TN-C darf nur ab 10mm² Kupfer erfolgen.
Im allgemeinen verlegt man in gebäuden NYM-J - Leitung
Bei 3-phasigen Anschlüssen braucht man für 16er Automaten 5*2,5mm²
Aber sonst siehts gut aus.
Mach doch ne Skizze vom ganzen, hilft immer.

mfg Joe


_________________








BID = 17135

hochschwab

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Beiträge: 51
Wohnort: Graz

Hallo Joe

Vielen Dank, ich mach die Skizze und schreib die Schritte die ich gemacht hab.
Ich hoffe, ich mach nicht zuviele Fehler...danke nochmal
liebe Grüße, Andrea

BID = 17214

AS

Gerade angekommen


Beiträge: 3

hi.

also ich bin gelernter elektroinstallateur aber in österreich und weiß nit wirkli über die bestimmungen in deutschland bescheid. bei uns gibt es die TAEV( technische anschlussbedinugen für den anschluss ans öffentliche versorgungsnetz mit betriebsspannung bis 1000V mit einschlägigen erläuterungen und vorschriften). in der TAEV ist alles ganz genau erklärt WIE WAS erfogen muss.
mfG Thomas (AS)

BID = 17323

hochschwab

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Beiträge: 51
Wohnort: Graz



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BID = 17332

hochschwab

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Beiträge: 51
Wohnort: Graz

Hallo

Also ich hab eine Sicherung für 100A vor dem Zähler;
danach der Zähler.
Für das TN-C Netz hab ich eine 63A- Sicherung, da hab ich 5 Stromkreise
1.I-Kreis: Überspannungsschutz
2.I-Kreis Fräsmaschine 16A LS TypC NYM-Cu 5x2.5mm²
3.I-Kreis Drehbank wie oben
4.I-Kreis Ständerbohrmaschine wie oben
5.I-Kreis Schweissgerät Neozed 16A NYM-Cu 5x2.5mm²

Für TN-S Netz hab ich nach dem Zähler einen FI für 40mA, danach eine Sicherung, wo ich leider nicht weiß welche;
dann kommt der FI für 30mA
1.I-Kreis Kaffeemaschine: 16A TypC NYM-J 3x1.5mm²
Licht Büro WC Vorraum:13A TypB wie oben
Schuko:13A TypB w.o
Fernwärme:16A TypC w.o
2.I-Kreis Heisswasserspeicher 16A TypC NYM-J 5x2.5mm²
Werkstatttor 16A TypB NYM-J 3x1.5mm²
Licht Aufent. Umkleideraum 13A TypB NYM-J3x1.5mm²
Schuko Aufent. Umkleideraum 13A TypB NYM w.o
3.I-Kreis Licht Werkstatt 13A TypB NYM-J 3x1.5mm²
Schuko Werkstatt 13A TypB NYM-J 3x1.5mm²
Getränkeautomat 16A TypC NYM-J 3x2.5mm²
Schuko Drehstrom 16A TypC NYM-J 5x2.5mm²

Hab leider noch immer keine Ahnung ob und wie ich es am besten mache...hab nun einfach mal so gefühlsmässig versucht die Kabel und Sicherungen zu bemessen.


Uploaded Image: plan 003.jpg

BID = 17385

Jerry

Schriftsteller

Beiträge: 825
Wohnort: Gera

Hi,

der TN-C Bereich ist so nicht ok - Mindestquerschnitte!!
Alternative: TN-S System

Zum TN-S Bereich:
-nach dem Zähler eine 50A Sicherung (Sel-Automat z.B.
-danach:
1 FI 40/0,03A für Beleuchtung Werkstatt und Büro
1 FI 40/0,03A für Steckd. Büro
1 FI 40/0,03A für Steckd. Werkstatt
Lichtstromkreise:

1 x B10 Büro,Aufenthalt
1 x B10 WC, Umkleide
1 x B10 Vorraum
3 x B10 Werkstatt (HQL)
Alle Steckdosenkreise mit B16 absichern, Querschnitt dann 3x 2,5mm².
CEE-Steckdosen mit Charakteristik "C" absichern, für Werkstatt-Tor Drehstrom vorsehen.
Für die Werkstattbeleuchtung bietet sich eine Schützschaltung an, da bei normalen Schaltern sehr schnell die Kontakte abbrennen - wegen der HQL-Leuchten.

Zu der Problematik der Sicherung vor bzw. nach dem Zähler:
Die TAB des örtlichen EVU geben hier i.d.R. sehr genau Auskunft. Bei 100A Anschluß wird sowieso eine Wandlermessung nötig werden. Auch hierzu geben die TAB Auskunft.

BID = 17387

hochschwab

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Beiträge: 51
Wohnort: Graz

Hallo

Vielen Dank, für eure Mühen:

@As: bin auch aus Österreich
@Jerry: Ich hab vergessen zum erwähnen, das gesamte Objekt ist die Schutzmaßnahme Nullung. Zusätzlich ist für das Werkstättentor, der Beleuchtung und den Schukosteckdosen-
Stromkreisen unbedingt ein FI mit einen Auslösenennfehlerstrom von 30 mA vorzusehen.


Also ich mach mich nochmal an die Korrektur...hoffe, ich kann die Fehler ausbessern.
Danke nochmal, liebe Grüße, Andrea

BID = 17503

hochschwab

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Beiträge: 51
Wohnort: Graz

Hallo Joe!

Hab noch immer Probleme:
Darf man eine Leitung mit dementsprechenden Querschnitt z.B. wie im 1.Plan oben, zu den Maschinen führen und von dort abzweigen, oder muß man für jede Maschine eine eigene Leitung verlegen?
Ich hab ja im TN-C Netz den Pen-Leiter mit 10mm², also sind die Phasen die im diesen Leiter sind doch auch 10mm², soweit hab ich mich ja schon schlau gemacht.
Ist es möglich, wenn ich einen größeren Querschnitt nehme, das ich einfach parallel für die einzelnen Maschinen abzweige? Oder muß man für jede Maschine die ganze Leitung vom Stromverteiler auslegen?
Die Berechnung Spannungsabfall und Leiterquerschnitt usw. ist klar, aber ich weiß nicht was ich in so Hallen machen darf und was nicht....ODER hab ich schon wieder einen Drehstrom-Denkfehler?
Bitte um kurze Erklärung, danke, liebe Grüße, Andrea

BID = 17520

joe

Schreibmaschine



Beiträge: 1734
Wohnort: Ba-Wü

Wenn du alle Maschine mit einer Leitung versorgst, mit was Sicherst du dann ab?
Wo ist dann der kurzschlussschutz?

Also jede Maschine eigene Leitung ab Verteiler.

mfg Joe

_________________

BID = 17558

hochschwab

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Beiträge: 51
Wohnort: Graz

Hallo Joe!

Danke für die rasche Antwort.
Ja, ich hab nicht richtig gedacht...ich danke dir, liebe Grüße, Andrea

BID = 18002

hochschwab

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Beiträge: 51
Wohnort: Graz

Hallo Joe

Hab eine Frage: Diese Aderendhülsen, Ringkabelschuhe Rund und Flachsteckhülsen usw. brauch ich wohl nur bei feindrähtigen Leitungen, oder?
Bei meinen Schaltschrank, von Projekt hab ich ja nur eindrähtige Leitungen, da muss ich wohl keine Hülsen nehmen, da ja keine Litzen frei in der Gegend schweben können?
Stimmt das? Liebe Grüße, Andrea

BID = 18005

Jerry

Schriftsteller

Beiträge: 825
Wohnort: Gera

Hi,

ich bin zwar nicht Joe, antworte aber trotzdem mal.

Aderendhülsen und Presskabelschuhe werden nur bei feindrähtigen Leitungen benutzt - bzw. sind dort vorgeschrieben.
Zu deinem Projekt:
Schaltschränke werden generell mit flexibler (feindrähtiger) Leitung verdrahtet. Außerdem müssen, wenn sie für ein öffentliches Gebäude oder ein gewerblich genutztes Objekt bestimmt sind, für die Abgänge Reihenklemmen vorgesehen werden. Dort werden dann die eindrähtigen Leitungen angeklemmt.

BID = 18010

hochschwab

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Beiträge: 51
Wohnort: Graz

Hi Jerry

Danke, für die rasche Antwort. Ich muß über ein Holzstück eindrähtige Leitungen biegen ...!
Ist das richtig oder wollen sie mich auf die Probe stellen?
Also wenn man mit feindrähtigen arbeitet, sind Aderendhülsen usw. vorgeschrieben.
Kontrolliert mal bitte diese Zusammenfassung:
1.)Feindrähtige Verlegungsart gibt es nur bei beweglichen, flexiblen Leitungen.
2.)Feste Verlegung ist alles was fix montiert und direkt angeschlossen wird. Wenn ich ein Licht installiere ziehe ich also vom Schaltschrank in ein Zimmer (feste Verlegung), und die Leitung aus der Decke bis zur Hängelampe, würde unter flexibler Verlegungsart gelten, oder?
Liebe Grüße, Andrea

BID = 18020

joe

Schreibmaschine



Beiträge: 1734
Wohnort: Ba-Wü

Wenn das Holzstück keine scharfen kanten auf weist, und der mindestbiegeradius eingehalten wird, kein Problem

Von der Deckenauslassdose bis zu Lampe flex. Leitung wenn sie nur so an der Decke hängt. (Die Leitung)

mfg Joe

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