Diese Begriffe gibt es ja auch nicht (edit: siehe unten!)
Du meinst Leistungen, also Wirk-, Schein-, und Blindleistung.
Es gibt drei Arten von Verbrauchern - ohmsche, kapazitive und induktive.
Bei den ohmschen Verbrauchen sind Strom und Spannung in Phase, das Produkt daraus, welches man als Scheinleistung bezeichnet, entspricht genau der Wirkleistung, welche das Produkt von Strom, Spannung und dem Kosinus des Phasenwinkels ist.
Ist die Phasenverschiebung genau null, dann ist der Kosinus davon 1.
cos(φ) nennt man daher auch Wirkfaktor.
Bei nichtohmschen Verbrauchern wie Spulen und Kondensatoren gibt es eine Phasenverschiebung von ±90°. Es wird Blindleistung “umgesetzt”. Das folgt aus der Tatsache, dass Strom und Spannung um ±90° versetzt sind: sin(90°) = sin(π/2) = 1 für die Blindleistung und cos(90°) = cos(π/2) = 0 für die Wirkleistung.
Blindleistung wird aber nicht wirklich umgesetzt, sondern sie pendelt zwischen Erzeuger und Verbraucher hin- und her.
Dazu findet sich sehr viel Literatur, man muss nur richtig suchen
Edit:
Auf Spannungen bezogen kann man aber noch folgendes nachreichen:
In der komplexen Wechselstromrechnung arbeitet man auch mit komplexen Spannungen.
Diese bestehen aus zwei Teilen, die man Real- und Imaginärteil nennt. Man kann diese beiden Teile auch als Vektorkomponenten verstehen; bildet man den Betrag dieser komplexen Spannung kann man dies dann als Scheinspannung bezeichnen, analog zum Scheinwiderstand.
Blindspannung und Wirkspannung wären dann die beiden Teile für sich betrachtet, also imaginäre Spannungskomponente und reale Spannungskomponente.
Den Begriff Scheinspannung habe ich aber so noch nicht gehört und auch nie damit gearbeitet.
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[ Diese Nachricht wurde geändert von: DonComi am 28 Apr 2011 19:38 ]