Zitat :
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Dann hat ein Kerko i.d.R. auch eine kleinere Halbwertszeit? |
Nein, ein Kondensator allein
hat überhaupt nichts. Nur in Verbindung mit einem Widerstand ergibt sich eine Zeitkonstante.
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| Warum benutzt man dann Kerkos zur Entkopplung mit geringer Kapazität anstatt Elkos mit hoher Kapazität? |
Es wird beides verwendet. Die Hauptspannungsversorgung auf einer Leiterplatte wird i.d.R. mit großen Elkos gepuffert (häufig direkt nach einem Gleichrichter). Diese haben aber schlechte Hochfrequenzeigenschaften*. Daher wird direkt am IC noch ein Keramikkondensator (mit wesentlich besseren HF-Eigenschaften) geschaltet. Wenn jetzt ein IC schaltet, vergrößert sich der Stromfluss auf der Zuleitung zum Vcc-Pin und es fällt eine gewisse Spannung über eben jener Leitung ab. Der Kerko kann diesen transienten Spannungsabfall mit seiner Ladung ausgleichen. Der Elko bekommt davon aber gar nichts mit.
*) Hier muss man etwas in die Tiefe gehen. Elkos haben auf Grund ihrer Größe bei HF eine nicht mehr vernachlässigbare parasitäre Induktivität (und auch eine serielle Resistivität). Bekanntlicher Weise steigt bei großer Frequenz der induktive Blindwiderstand, was wiederum den Stromfluss blockiert.
Bei Kerkos hingegen sind diese parasitären Elemente (aufgrund iher kleinen Baugröße) wesentlich geringer.
Edit: Man, wozu schreibe ich mir hier die Finger wund

, das steht doch alles in deinem schönen Link
De-coupling
Hast du das überhaupt mal durchgelesen?
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Theoretisch gibt es zwischen Theorie und Praxis keinen Unterschied. Praktisch gibt es ihn aber.
[ Diese Nachricht wurde geändert von: Offroad GTI am 15 Aug 2012 11:43 ]