Antennenkabel identifizieren

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Autor
Antennenkabel identifizieren

    







BID = 1134753

Murray

Inventar



Beiträge: 5299
 

  


Hallo
Ich habe 3 gleiche Antennenkabel Cellflex 1/2" welche in einem renovierten Haus vom Dachboden über 4 Stockwerke in einem Kabelschacht in den Keller führen.

Problem ist dass eines der Kabel eigentlich im 2.Stockwerk im Technikraum enden sollte. Da lag es angeblich auch schon mal, nur ein "findiger Handwerker" hat das wohl dann doch zusammen mit den 2 anderen im Keller enden lassen.

Nun wollte ich das einfach im 2. Stockwerk im Schacht durchschneiden, Stecker ran und bis in den Technikraum verlängern.

Das dumme nur ich weis nicht welches von den 3 es ist. Wie bekommt man das raus?
Ich habe sowohl im Keller als auch auf dem Dachboden Zugang zu den Kabeln.

Hatte auf dem Dachboden schon die Erdblöcke aufgetrennt, ändert aber nix daran dass die Schirmung geerdet bleibt.
Da ist wohl noch eine Erdung im Keller 5m vorm Ende. Das ist aber ein abgesperrter Bereich von Fremdnutzer, da komme ich nicht ran.

Hatte es auch mit diesen "HF-Kabelfindern" aus der Vermittlungstechnikk probiert. Geht nicht, bis auf paar Meter klingelt da alles, sogar die Kabelpritsche und 10m weiter dafür gar nix mehr.

Die 3 sind aktuell nicht in Betrieb.

Vll. irgendeine Milliohm-Messung zum Ende hin wenn man den Mantel durchsticht mit einem Hilfskabel?
Oder Kabelschirmung klein durchbohren und Kurzschluss zum Innenleiter (zu 33% hat man ja gleich das richtige )

BID = 1134754

Jornbyte

Moderator



Beiträge: 7412

 

  

Na wenn die noch nicht in Betrieb sind, ist es doch egal. Einfach eins kappen, Hilfswiderstand (1K) drann und durchmessen.

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mfg Jornbyte

Es handelt sich bei dem Tipp nicht um eine Rechtsverbindliche Auskunft und
wer Tippfehler findet, kann sie behalten.

BID = 1134755

Murray

Inventar



Beiträge: 5299

Die 2 sind aber schon angeschlossen und enden in einer anderen Ecke vom Keller. Das zu ändern wäre auch wieder einiges an Mehrarbeit.

Zudem habe ich momentan auch nur die Genehmigung das "Reserve 2" Kabel zu kappen.


BID = 1134756

perl

Ehrenmitglied



Beiträge: 11110,1
Wohnort: Rheinbach

Hast eine Wärmebildkamera? Dann an einem Ende des gewünschten Kabels ein paar Ampere einspeisen, und das andere Ende kurzschliessen.
In der Mitte kannst du sehen (oder fühlen), welches Kabel warm wird.

Nicht zuviel Strom draufgeben, denn das Dielekrikum besteht evtl aus PE-Schaum und leitet entsprechend schlecht die Wärme. Dann dauert es etwas bis die Wärme aussen ankommt, und das PE soll ja nicht schmelzen.
Die zulässige Wärmeleistung/Meter kann man aus den zulässigen HF-Leistungen und den Dämpfungswerten bei bestimmten Frequenzen herleiten (Datenblatt).


[ Diese Nachricht wurde geändert von: perl am 19 Mär 2026 21:47 ]

BID = 1134757

Jornbyte

Moderator



Beiträge: 7412

gelöscht

[ Diese Nachricht wurde geändert von: Jornbyte am 19 Mär 2026 21:47 ]

BID = 1134758

Murray

Inventar



Beiträge: 5299


Zitat :
perl hat am 19 Mär 2026 21:43 geschrieben :

Hast eine Wärmebildkamera? Dann an einem Ende des gewünschten Kabels ein paar Ampere einspeisen, und das andere Ende kurzschliessen.
In der Mitte kannst du sehen (oder fühlen), welches Kabel warm wird.


Wärmebildkamera hab ich. Das hatte ich sogar auch schon im Kopf aber weil das Kabel ja doch recht massiv ist (der Innenleiter 5 mm Alu) als nicht durchführbar verworfen.
Ich habe 2 Meter von solchen Kabel als Reststück liegen. Probiere ich morgen mal.

BID = 1134760

Jornbyte

Moderator



Beiträge: 7412

Und wo endet das 3. Kabel? Kann das teilweise zurück geschoben werden?

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mfg Jornbyte

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BID = 1134761

perl

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Beiträge: 11110,1
Wohnort: Rheinbach


Zitat :
r weil das Kabel ja doch recht massiv ist (der Innenleiter 5 mm Alu) als nicht durchführbar verworfen.
So schlimm ist das nicht:

Wenn es sich um das LCF12-50JL handelt, dann werden die Verluste bei 1800MHz mit 10,7 dB/100m angegeben, d.h. 0,11 dB/m oder etwa 2,5%.

Für die Belastbarkeit bei dieser Frequenz werden 832W angegeben,
d.h. von den 832W werden auf dem ersten Meter fast 21W in Wärme verwandelt. Das ist die zulässige Obergrenze.
Ein Zehntel davon, also 2W/m sollte für den Nachweis mit der Wärmebildkamera reichen.

Leider gibt das Datenblatt keinen Wert für den ohmschen Wert dieses Kabels an, aber bei dem ähnlich (Aussenleiter: Geflecht) dimensionierten LCF12-50J-P8 wird der Widerstand des Innenleiters mit 1,57 Ohm/km angegeben, also 1,57 mOhm/m.

Selbst wenn man den Widerstand des Aussenleiters vernachlässigt, braucht man nur 35A um diese 2W/m zu erzeugen.
Wenn man den Widerstand des Aussenleiter hinzunimmt, dürften 20A reichen, und das schafft manch eine Starterbatterie oder Computernetzteil.

https://stabo.de/fileadmin/RFS/2__Cellflex_Cables_Ger.pdf


BID = 1134762

Murray

Inventar



Beiträge: 5299

Mit der Wärmebildkamera ist wohl ein Kollege unterwegs.

Hab nur mal das 2,8m Kabelstück durchgemessen.
Da hab ich hin und zurück mit Kurzschluss am Stecker auf der einen Seite
220 mV bei 20A.
Oder je 2x 110 mV übers Kabel gemessen.

Also 11 mOhm oder pro m 3,9 mOhm oder als Einzelleiter halt ca. 2 mOhm/m

Angenommen das sind 50m Kabel hab ich hin und zurück 200 mOhm, also für 20A brauche ich 4V.
Da sollte das mit einem potenten PC-Netzteil klappen.

BID = 1134763

Murray

Inventar



Beiträge: 5299


Zitat :
Jornbyte hat am 19 Mär 2026 23:01 geschrieben :

Und wo endet das 3. Kabel? Kann das teilweise zurück geschoben werden?



Nein. Die Renovierung war schon vor einem Jahr, also in den Bodendurchführungen etc. sind überall schon die Brandschotts.
Momentan liegt das Kabel als Ring auf der Kabelpritsche im Keller, gerade nach dem Bereich wo ich nicht rein komme.
Die anderen 2 Kabel gehen halt ein Stück weiter auf einen Adapterblock mit N-Steckern. Von da aus geht es weiter durch die Decke wieder nach oben in den Wachbereich.
Dort waren ehemals in den Arbeitstischen die Funkgeräte. Jetzt haben die neue Tische mit neuer Technik. Funkbedienung ist jetzt halt IP-basierend und die Funkgeräte sind jetzt im Technikraum. Die 2 Kabel sollen aber weiter als Reserve in dem Wachraum enden.

PS: die neuen Arbeitstische sind ja gewöhnungsbedürftig. Nur flache höhenverstellbare Tische wo man darauf zwar Platz für 20 Aktenordner hätte aber überhaupt nix mehr für Technikeinbauten. Da kann man max. ein Pult drauf stellen. Und 10 Monitore ans Gestell schrauben.
Für die Technik steht unten drunter nur ein geschlossenes Metallgestell wo man dann die Kabel durch irgendwelche Kanäle fädeln darf. Und hoffentlich hat da auch jemand an die Wärmebelastung duch die PCs da drin gedacht. Wer sich sowas einfallen lässt ... schweineteuer war es jedenfalls

BID = 1134764

Jornbyte

Moderator



Beiträge: 7412

Konntest du das Problem lösen? Wenn ja, wie?

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BID = 1134765

perl

Ehrenmitglied



Beiträge: 11110,1
Wohnort: Rheinbach


Zitat :
die Funkgeräte sind jetzt im Technikraum.
Der ist hoffentlich näher an den Antennen als ehedem.
Bei der alten Kabelführung im Zickzack kommt es mir so vor, als ob die meiste Sendeleistung nur das Kabel erwärmt, und umgekehrt, der Empfänger beinahe taub ist.

BID = 1134771

Murray

Inventar



Beiträge: 5299


Zitat :
Jornbyte hat am 20 Mär 2026 22:21 geschrieben :

Konntest du das Problem lösen? Wenn ja, wie?



Nein, gut Ding will Weile haben.
Also das ist nicht dringend.
Momentan stehen Magnetfussantennen einfach im Technikraum auf den Schränken.
Die Basisstation ist nur ein Steinwurf entfernt.
Wäre dann nur für Worst-Case Fall.

Ursprünglich sollte ich halt nur das Kabel was schon im Schrank liegt da anschliessen. Nur ging da ja irgendwie alles schief.
Scheint da heutzutage auch keinen wirklichen durchdachten Plan zu geben, die Technik wird wohl verteilt wenn gerade mal Geld dafür da ist. Da gibt es oft schon ziemlich sinnlose Aktionen.
Das ging irgendwie mit 9/11 los wo "unklug" plötzlich irgend eine 2. Funkbesprechung neben die alte gebaut wurde welche mit der überhaupt nicht zusammen arbeitet, Rückkopplungen etc., total verschachtelte Touchscreens wo 90% der Bediener nicht zurecht gekommen ist (das Zeug wurde fast gar nicht benutzt) etc.

BID = 1134772

Jornbyte

Moderator



Beiträge: 7412


Zitat :
Momentan stehen Magnetfussantennen einfach im Technikraum auf den Schränken.

Das geht ja noch. Ich hatte ein Kunde der hat die im Schaltschrak angebracht und über schlechten Sende/Empfang gemeckert.

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mfg Jornbyte

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BID = 1134773

Jornbyte

Moderator



Beiträge: 7412

In unserer Antennengemeinschaft gab es das "TDR CableScout 90". Damit konnten viele Parameter detektiert werden, auch Knicke im Kabel, offenes Ende oder Bruch. Sowas könnte bei deiner Suche hilfreich sein.

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