Grundig Videorecorder VCR Videorekorder HIFI  2x4 Best.-Nr. 2000 (Video 2000)

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Autor
Videorecorder Grundig 2x4 Best.-Nr. 2000 (Video 2000)

    










BID = 422598

lakeofsilence

Gerade angekommen


Beiträge: 5
Wohnort: Oldenburg

Geräteart : Videorecorder
Hersteller : Grundig
Gerätetyp : 2x4 Best.-Nr. 2000 (Video 2000)
Messgeräte : Multimeter
______________________

Hallo,

ich bin gelernter, wenn auch nicht "praktizierender" RF-Techniker und habe mir aus historischem Interesse einen Video 2000-Rekorder von Grundig gekauft. Nach den üblichen Arbeiten habe ich nun ein Problem, das mir ein wenig Kopfschmerzen bereitet, und dachte, ich frage hier mal, möglw. weiß noch jemand Bescheid bei diesen Geräten.

Durchgeführt:
- alle Elkos im Netzteil erneuert
- beide Riemen getauscht

So weit, so klar.

Das Gerät läuft nun prinzipiell hervorragend, aber:

Fehler: Bei der Wiedergabe kommen in unregelmäßigen Abständen "Aussetzer", d. h. Bild wird schwarz und Ton wech ("blopp"), ca. 1-2 Sekunden mit Bildstörungen drumrum. Zwischendurch ist das Bild ok.
Es sieht ein bißchen so aus, als würde er dann die Synchronisation verlieren, mögl. Schwankungen in der Bandgeschwindigkeit.

Der Capstanmotor hat von unten eine Platine mit "labyrintartig" im Kreis angeordneten Bahnen, was mir wie eine Art Geschwindigkeitskontrolle mit Rückmeldung zum Steuerungsteil vorkommt. Diese Platine musste ich zum Auswechseln des Riemens abschrauben. Könnte es etwas damit zu tun haben?

Ansonsten bin ich recht ratlos, und ärgere mich, weil ich doch nun einiges an Geld und Zeit investiert habe und das Ding sonst prima läuft.

Ich habe mal ein Bild vom Laufwerk beigefügt. Kann mir jemand sagen, ob das Laufwerk eine Bezeichnung/Chassis-Nr. oder ähnl. hat?

Als Orientierung gibt's auch ein Bild von der Front.

Wäre über Tipps sehr dankbar!

Viele Grüße
Michael





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BID = 422634

yonossic

Achtung
Dieser user postet unter verschiedenen Namen


 

  


Zitat :
ich bin gelernter... RF-Techniker
Jau..
Zitat :
Der Capstanmotor hat von unten eine Platine mit "labyrintartig" im Kreis angeordneten Bahnen
Das Todeslabyrinth für Elektronen wird von weniger selbstbeweihräuchernden Leuten auch "Tachogenerator Capstanwelle" oder "Capstan Mäander Lagerplatte 27121-537.00" genannt.

Zitat :
Könnte es etwas damit zu tun haben?
Wenn der Steckverbinder zur DTF/Servoplatine bzw Chssisplatine nicht richtig steckt sicherlich... AUßERDEM muss die Lagerplatte mit Hilfe einer Zentrierhülse bei Montage justiert werden. Dazu gibt es eine Einstellprozedur. Versaut man diese Einstellung dann "taumelt" die Frequenz des Tachogenerators und die Regelschleife schaukelt sich auf.

Zitat :
Kann mir jemand sagen, ob das Laufwerk eine Bezeichnung/Chassis-Nr. oder ähnl. hat?
Die Kästen lassen sich in drei für den Service relevante Gruppen unterteilen:
a) Chassis Mono2000a Mono2080 Grundplatine 27504-011.17
b) Stereo 2280 Grundplatine 27504-11.18
c) Stereo 2280a Grundplatine 27504-61.11
Gruppe a) und b) haben ein konventionelles Netzteil mit 50Hz Netztrafo (27504-012.01)
Gruppe c) hat ein Schaltnetzteil (27504-67.01)


[ Diese Nachricht wurde geändert von: yonossic am 16 Apr 2007 22:20 ]

Erklärung von Abkürzungen








BID = 422721

stego

Schreibmaschine

Beiträge: 2315

Servus allerseits!


Zitat :
Fehler: Bei der Wiedergabe kommen in unregelmäßigen Abständen "Aussetzer", d. h. Bild wird schwarz und Ton wech ("blopp"), ca. 1-2 Sekunden mit Bildstörungen drumrum. Zwischendurch ist das Bild ok.


Bingo. Hatte mein 2x8 2080 auch. Ursache war ein neu eingesetzter, minimal zu großer Capstanriemen. Nach Austausch gegen einen etwas kleineren Riemen war das Phänomen weg. Kleine Ursache, große Wirkung.

Die Capstan-Mäander-Lagerplatte MUSS exakt zentriert werden, von hier bekommt der Servo-Prozessor seine 300 Hz Steuer-Impulse. Und wenn die schwanken, schwankt der Gleichlauf natürlich ebenso.

@yonossic:

Zitat :
a) Chassis Mono2000a Mono2080 Grundplatine 27504-011.17
b) Stereo 2280 Grundplatine 27504-11.18
c) Stereo 2280a Grundplatine 27504-61.11
Gruppe a) und b) haben ein konventionelles Netzteil mit 50Hz Netztrafo (27504-012.01)
Gruppe c) hat ein Schaltnetzteil (27504-67.01)


Ein konventionelles 50-Hz Netzteil hatte nur die 1. Generation der Grundig V-2000 (2x4, 2x4 plus) von 1979-1980. Bereits die 2. Generation (2x4 super, 2x4 M, Bestell-Nr. 800, 850, 880) hatte ein Sperrwandler-Netzteil. Die dritte Serie (Nr. 2000, 2000a, 2200, 2080, 2280, 2280a) hatte durchgehend ein Schaltnetzteil nach dem Sperrwandler-Prinzip (nachzulesen in den Schaltungsbeschreibungen der jeweiligen Service-Unterlagen).

Gruß
stego

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BID = 422755

lakeofsilence

Gerade angekommen


Beiträge: 5
Wohnort: Oldenburg

"Die Capstan-Mäander-Lagerplatte MUSS exakt zentriert werden, von hier bekommt der Servo-Prozessor seine 300 Hz Steuer-Impulse. Und wenn die schwanken, schwankt der Gleichlauf natürlich ebenso."

Aha, da war ich doch auf dem richtigen Dampfer...

Vielen Dank für die umfangreichen Antworten, ich kann mich nicht erinnern, in meiner Ausbildungszeit jemals so eine Tacho-Platine gesehen zu haben, daher meine Definitionsarmut...

Wie bekomm ich das Teil denn nun mit "Hausmitteln" zentriert? Gibt es da einen Trick oder einfach solange probieren, bis es klappt?

"Das Todeslabyrinth für Elektronen wird von weniger selbstbeweihräuchernden Leuten auch "Tachogenerator Capstanwelle" oder "Capstan Mäander Lagerplatte 27121-537.00" genannt."

Bezog sich das Selbstbeweihräuchern auf mich? Wie gesagt, die Geräte waren doch deutlich vor meiner Zeit...

Danke soweit,

Michael

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BID = 422786

stego

Schreibmaschine

Beiträge: 2315

Seinerzeit gab´s von Grundig für den Service dafür speziell eine "Zentrierhülse", die vor dem Festschrauben der Capstan-Mäander-Lagerplatte auf die Capstan-Achse (der Stummel, der unter der Schwungscheibe hervorsteht) aufgesteckt werden mußte.
Leider habe ich auch keine solche , ich mach´s immer nach optischem Eindruck.
Es ist nicht unbedingt gesagt, daß die bei Grundig damals die gedruckte Platte exakt zentrisch auf die Metallplatte geklebt haben. Die gedruckte Platine muß zentrisch sein, nicht die Metallplatte!

Das mit den Aussetzern kam damals wirklich vom Capstanriemen. Dieser darf nicht zu locker sitzen, sondern muß um die Motorwelle und die Schwungscheibe mit einigermaßen Zug gelegt sein.

Gruß
stego

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